Innenstadtkonzept für München

Die Innenstadt ist für die Stadtentwicklungsplanung von besonderer Bedeutung. Deshalb gibt es das Innenstadtkonzept - es ist Teil der "Perspektive München".

Fortschreibung 2022

Grafische Darstellung der Innenstadt
LHM

Um die Münchner Innenstadt für die Zukunft zu rüsten und an neue Trends anzupassen, wird das bestehende Innenstadtkonzept im Sinne eines integrierten Handlungsraumansatzes ab 2022 fortgeschrieben und thematisch sowie räumlich erweitert. Das hat der Stadtrat am 25. November 2021 beschlossen.

Herausforderungen wie der Klimawandel, soziale und demografische Prozesse, die fortschreitende Digitalisierung, die Veränderung des Handels, die Verkehrswende und Nutzungskonflikte werden dabei berücksichtigt. Besonderer Fokus liegt auf der Altstadt mit ihrem "Verflechtungsraum" (siehe Bild), weil hier die größten Herausforderungen liegen, welche durch die Coronapandemie noch verschärft und beschleunigt wurden. Dort gilt es, eine Antwort auf den Strukturwandel zu finden und beispielsweise die Aufgaben des öffentlichen Raums neu zu definieren. Die Auswirkungen der Coronapandemie werden wohl erst mittelfristig vollständig sichtbar werden. Für die Fortschreibung erhält München Städtebaufördermittel aus dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm – Sonderfonds „Innenstädte beleben“. Mit dieser Unterstützung kann den Folgen der Pandemie in den Innenstädten und Ortskernen durch aktives Handeln entgegengewirkt und Neues erschaffen werden. Ferner wurden Mittel aus der EU-Innenstadt-Förderinitiative (REACT-EU EFRE Bayern) zur Einrichtung eines Innenstadtmanagements und zur Erstellung eines „digitalen Zwillings“ beantragt.

Die Innenstadt ist einer von derzeit neun Handlungsräumen. Das sind die Schwerpunktgebiete der Münchner Stadtentwicklung. Mit der Fortschreibung des Innenstadtkonzepts als Handlungsraum setzt die Landeshauptstadt ihr Engagement für die Innenstadt als „lebendige Mitte“ fort. Erkenntnisse aus der letzten Fortschreibung 2006 fließen mit ein.

Wie in allen Handlungsräumen werden auch in der Innenstadt umfassende Beteiligungsprozesse Bestandteil der Konzepterstellung sein. Eingebunden werden neben der Stadtverwaltung auch externe Fachleute, Akteure aus Handel, Gewerbe, Kultur, Bildung und weiteren Themenfeldern sowie die Bezirksausschüsse und die Bevölkerung.

Altstadt mit Verflechtungsraum

Stadtratsbeschluss vom 25. November 2021

Sonderfonds Innenstädte beleben

Pressemitteilung

Handlungsleitlinien und Maßnahmen für die Innenstadt

Das Innenstadtkonzept wurde erstmals 1989 erarbeitet und  1991, 1996 sowie 2006 fortgeschrieben. Seine zentrale Zielsetzung ist bis heute - trotz wechselnder thematischer Schwerpunkte - unverändert geblieben: die Urbanität der europäischen Stadt mit ihrer tradierten Nutzungsmischung aus Handel, Arbeiten, Wohnen und Kultur zu erhalten, damit die Innenstadt auch in Zukunft ein wesentlicher Identifikationsraum der Stadtgesellschaft bleibt.

Das Innenstadtkonzept will auch den starken Veränderungen Rechnung tragen, denen sich die Innenstadt vor allem durch die seit den 1990er Jahren anhaltende Entwicklungsdynamik gegenüber sieht. Ziel ist es dabei, Kontinuität zu schaffen und Wandel zu ermöglichen.

Unter dieser Prämisse enthält das Innenstadtkonzept Handlungsleitlinien für die Bereiche Wohnen, Einzelhandel, Arbeiten / Dienstleistung, Verkehr, Freizeit / Kultur / Tourismus, Stadtgestalt, Grün- und Freiflächen, öffentlicher Raum und Innenstadtrand. Darüber hinaus werden ausgewählte Schlüsselmaßnahmen zur Aufwertung der Innenstadt beschrieben.

Broschüre von 2007

Stadtratsbeschluss von 2006

Ausstellung "Innenstadt weiterdenken" 2015

Wie soll sich die Münchner Innenstadt weiterentwickeln? Antworten auf diese Frage sind im Innenstadtkonzept zu finden, dessen Fortschreibung der Stadtrat 2006 beschlossen hatte. Es enthält zahlreiche Handlungsleitlinien und Maßnahmen für diesen sensiblen Bereich, in dem viele Interessen aufeinandertreffen.

Seit 2006 haben die städtischen Referate im Zusammenwirken mit Bürgerinnen und Bürgern, Kulturschaffenden, Initiativen und anderen Akteurinnen und Akteuren viel erreicht. Doch sind die im Innenstadtkonzept definierten Leitlinien heute noch aktuell? Oder müssen sie überarbeitet werden? Und wenn ja – in welche Richtung soll es gehen?

Diese Fragen wurden in der Ausstellung "Innenstadt weiterdenken" gestellt, die von 13. Januar bis 6. März 2015 in der Rathausgalerie zu sehen war. Während der Ausstellung gingen mehr als 6.000 Kommentare von Bürger*innen ein. Einen Überblick finden Sie hier:

Ausstellungs-Dokumentation

Bürgerbeiträge

Südliches Bahnhofsviertel

Als Teil der erweiterten Innenstadt ist auch das Südliche Bahnhofsviertel nahe des Hauptbahnhofs zu sehen. Weil es dort besondere Herausforderungen zu vielfältigen Themen gibt, hat das Referat für Stadtplanung und Bauordnung eine Konzeptstudie erstellen lassen.

Darin wurden die Potentiale zur Stärkung des Wohnens, zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und zur Lenkung des Verkehrs untersucht.

Im Südlichen Bahnhofsviertel leben rund 8.000 Einwohnerinnen und Einwohner unterschiedlichster Herkunft. Es gibt dort eine Vielzahl verschiedener Arbeitsplätze. Das Südliche Bahnhofsviertel ist nicht nur eines der dichtesten, sondern auch eines der lebendigsten Viertel Münchens. Dies zeigt sich auch an den rund 1.000 Passanten, die die Schwanthalerstraße an der Goethe- und Schillerstraße pro Stunde überqueren.

Das Südliche Bahnhofsviertel liegt mit seiner direkten Nachbarschaft zum Hauptbahnhof gleichsam im westlichen Zentrumsbereich Münchens und ist geprägt von einem bunten Miteinander verschiedenster Nutzungen, Branchen und Bevölkerungsgruppen. Insgesamt leben über 40 Nationalitäten hier - so viele wie sonst nirgends in der Stadt.

In einer Ausstellung, einer Informationsveranstaltung und Führungen wurden die Ergebnisse der Konzeptstudie zu Entwicklungschancen, Risiken und der städtebaulichen Zukunft dieses urbanen Quartiers im Sommer 2016 vorgestellt und diskutiert. Die Diskussionen und Beiträge der Bürger*innen werden ausgewertet und sollen zusammen mit Leitlinien und Handlungsempfehlungen zu städtebaulichen und planerischen Maßnahmen dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden. Die Maßnahmen sind jedoch abhängig von der noch ausstehenden Entscheidung des Stadtrats zur Funktion und Gestaltung des Bahnhofplatzes einschließlich des nördlichen und insbesondere südlichen Vorplatzes. Dabei geht es auch um Fragen des Verkehrs und der Aufenthaltsqualität. Eine Stadtratsentscheidung wird im 1. Halbjahr 2021 angestrebt.

Konzeptstudie: Faltblatt

Ergebnisse der Konzeptstudie: Bekanntgabe im Stadtrat 2016

Internetseite der Interessensgruppe

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