Solidarität mit der Ukraine

Informationen zur Unterstützung Geflüchteter in München

Rathaus 25022022

Auskünfte – інформації

Zentrale Telefonnummer für Geflüchtete (auch auf Ukrainisch) und Anfragen von hilfswilligen Bürger*innen:
089 / 12 69 915 100
(Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr; Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 9 bis 17 Uhr)

Informationen für Gehörlose
Інформація для глухих біженців з України
Контакти в Мюнхені gmu.ukraine@gmail.com

Familienangehörige können über den internationalen Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes Geflüchtete aus der Ukraine suchen:

  • Tel. 089/ 680 77 3 - 111 (Deutsch und Englisch; Montag bis Freitag 9 bis 16.30 Uhr) oder per E-Mail an tracing@drk-suchdienst.de

Für Anfragen von Hilfsorganisationen und Behörden:
Stab Ukraine im Sozialreferat
E-Mail: ukraine.soz@muenchen.de
Telefon: 089 233-40220

Anlaufstelle – точка контакту

Es gibt am Hauptbahnhof für Geflüchtete einen Info-Point, der im Auftrag der Stadt von der Caritas betrieben wird. Dort sind auch Dolmetscher*innen im Einsatz. Der Info-Point ist rund um die Uhr besetzt.
На головному залізничному вокзалі є інформаційний пункт для біженців, яким від імені міста керує Карітас. Там також чергують перекладачі. Інфо-пункт працює цілодобово.

Unter https://www.t1p.de/flatsUAmuc können sich Geflüchtete auch bei den „Münchner Freiwilligen“ für die Vermittlung einer privaten Unterkunft anmelden.
Bitte seien Sie vorsichtig, bei wem Sie privat unterkommen und wem Sie folgen. Sollten Sie belästigt werden, oder sich unsicher fühlen, rufen Sie sofort die Polizei unter 110.
На https://www.t1p.de/flatsUAmuc біженці також можуть зареєструватися в «Мюнхенських волонтерах» для організації приватного проживання.
Будь ласка, будьте обережні, з ким залишаєтесь і за ким слідуєте. Якщо вас переслідують чи відчуваєте себе в небезпеці, негайно телефонуйте в поліцію за номером 110.

Registrierung – Реєстрація

Für den Erhalt der Aufenthaltserlaubnis ist eine Registrierung als Kriegsflüchtling erforderlich.

Alle Geflüchteten die noch nicht von der Regierung von Oberbayern oder einer anderen Ankunftsstelle nach Ihrer Ankunft mittels Erfassung der Fingerabdrücke registriert wurden, erhalten nach der Beantragung Ihrer Aufenthaltserlaubnis einen Termin zur Registrierung im Kreisverwaltungsreferat.

Sie können bis zum 31. August 2022 ohne Visum in Deutschland bleiben. Danach – oder wenn Sie in Deutschland arbeiten wollen – brauchen Sie eine Aufenthaltserlaubnis

Wohnsitz anmelden im Bürgerbüro

Wenn Sie wissen, wo sie in München wohnen werden (keine vorübergehende Unterkunft), melden Sie bitte Ihren Wohnsitz im Bürgerbüro an. Dafür müssen Sie online einen Termin vereinbaren.

Aufenthaltserlaubnis

Sie können bis zum 31. August 2022 ohne Visum in Deutschland bleiben. Danach brauchen Sie eine Aufenthaltserlaubnis.
Wenn Sie Ihren Wohnsitz angemeldet haben, kann Ihnen die Ausländerbehörde gebührenfrei eine Aufenthaltserlaubnis ausstellen. Mit dieser Aufenthaltserlaubnis dürfen Sie arbeiten.

Unterstützung – підтримка

Ukrainische Geflüchtete können Unterstützungsleistungen wie Bargeld, Kleidung und Hilfen bei Krankheit erhalten:

Weitere Angebote:

Wohnen – проживати

Integration – інтеграція

Kinderbetreuung – догляд за дітьми
Geflüchtete Familien können sich direkt bei der KITA Elternberatung melden, kita-eltern@muenchen.de  oder telefonisch unter 089 / 233-96771

Schule – школу
Die Bildungsberatung International berät zu allen Fragen von Schule und Bildung: Tel. 089 / 233-26875, E-Mail Beratung in Ukrainisch und Russisch unter: Tel. 089 / 233-524227.

Studium und Wissenschaft - навчання і наук

Deutschkurse und berufliche Integration – Курси німецької мови та професійна інтеграція

Ich möchte helfen

Münchner*innen, die Geflüchtete aus der Ukraine hier unterstützen wollen, können sich beim Verein „Münchner Freiwillige - Wir helfen“ melden.

Weitere Anlaufstellen sind:

Bitte beachten: An den Notunterkünften selbst können keine Sachspenden abgegeben werden.

Informationen für Gastfamilien

Private Angebote zur Unterbringung von Geflüchteten werden von den Münchner Freiwilligen vermittelt –temporäre Unterkunft anbieten

Für die mittel- bis langfristige Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine sucht eine Task Force im Sozialreferat unter Leitung von Bürgermeisterin Verena Dietl vor allem größere Flächen und Objekte, die schnell und mit wenig Vorlauf und Umplanungen für die Unterbringung einer größeren Zahl von Menschen bereit gestellt werden können.
Unternehmen und Privatpersonen können solche Angebote gerne an die Landeshauptstadt München senden unter objektangebote.soz@muenchen.de.

Spendenkonto

GiroCode
GiroCode

Die Landeshauptstadt München hat zur Unterstützung der Geflüchteten und der Menschen in der Ukraine, insbesondere in unserer Partnerstadt Kiew ein Spendenkonto eingerichtet:

Stadtsparkasse München
IBAN
DE86 7015 0000 0000 2030 00
Verwendungszweck „Solidarität Ukraine“

Die Paypage mit verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten finden Sie hier .

Spendenquittung/Spenden steuerlich geltend machen:

  • Für Beträge bis einschließlich 300 Euro ist das Verfahren unbürokratisch. Hierbei reicht ein Kontoauszug als Nachweis für das Finanzamt.
  • Überschreitet ihre Spende die 300-Euro-Grenze, benötigen Sie eine Spendenquittung, um die Spende steuerlich geltend machen zu können. Hierfür ist die Angabe ihres Namens und ihrer vollständigen Adresse nötig. Spendenbestätigungen erhalten Sie mit diesen Angaben und der Nennung von Betrag und Überweisungszeitpunkt ihrer Spende unter der Mailadresse solidaritaet.ukraine@muenchen.de.

Hilfe für die Partnerstadt Kiew

Über 2,4 Millionen Euro sind bislang auf dem städtischen Spendenkonto „Solidarität Ukraine“ eingegangen, die Stadt hat eine weitere Million dazugegeben. Mehr als 1,3 Millionen Euro sind davon bereits in konkrete Unterstützungsprojekte insbesondere in der Münchner Partnerstadt Kiew, aber auch für Geflüchtete hier in München geflossen. Weitere 250.000 Euro sind bereits fest verplant für die Lieferung von Transportfahrzeugen nach Kiew.
Für rund 940.000 Euro wurden von den Spendengeldern bislang Hilfsgüter und Medikamente, aber auch gebrauchte Krankenwagen und Splitterschutzwesten für den zivilen Einsatz gekauft, die in die Ukraine und hier vor allem nach Kiew gingen.
Mehr als 380.000 Euro aus dem Spendentopf wurden als Zuschuss für die Unterstützung Geflüchteter in München ausgereicht – etwa für die Erstverpflegung am Info-Point der Caritas im Hauptbahnhof, die psychologische Betreuung von Familien mit Kindern durch die Ukrainische Freie Universität, für Unterricht an der Ukrainischen Samstagsschule, für Deutschkurse des Förderkreises Bayerisches Haus Odessa, für Beratung und Versorgung im Kulturzentrum Gorod oder die Gesundheitsberatung durch das Frauen-GesundheitsZentrum.

Unter tatkräftiger Mithilfe von Oberbürgermeister Dieter Reiter wurden zwölf Krankenwagen komplett mit Medikamenten und medizinischer Ausrüstung ausgestattet, um in Kiew Kriegsopfer versorgen zu können. Der Ankauf von zehn gebrauchten Krankenwagen wurde mit 250.000 Euro aus Spenden finanziert, die auf das städtische Spendenkonto eingegangen sind. Je einen weiteren Krankenwagen haben die Johanniter-Unfall-Hilfe, Regionalverband München, und der Arbeiter-Samariter-Bund, Regionalverband München/Oberbayern, zur Verfügung gestellt.
Die medizinische Ausstattung der zwölf Krankenwagen – insbesondere zur Schmerzlinderung, Schockbehandlung oder zur Stillung von Blutungen – wird von der München Klinik gespendet.

Der Münchner Hilfstransport für Kiew ist wohlbehalten angekommen, wie die Deutsche Bahn der Stadt mitgeteilt hat. 14 große Transportcontainer hatte die Stadt per Zug auf den Weg in die Münchner Partnerstadt gebracht. Neben Medikamenten und Verbandsmaterial umfasste der Transport dringend benötigte Hilfsgüter wie Babynahrung und Windeln, Nahrungskonserven und Wasser, Schlafsäcke, Isomatten und wärmende Kleidung.

Resolution des Münchner Stadtrats

Mit Schrecken mussten wir erleben, dass die schlimmsten Befürchtungen wahr wurden und Russland einen offenen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt und eine Invasion vorantreibt. Wir sind fassungslos über diesen barbarischen Akt des russischen Machthabers Putin, der seine nationalistischen Ziele mit aller Brutalität und ohne Rücksicht auf Menschenleben verfolgt. Die Landeshauptstadt München verurteilt den russischen Angriff auf die Ukraine auf das Schärfste. Die militärische Invasion ist ein eklatanter Bruch des Völkerrechts und durch nichts zu rechtfertigen. Durch den Einmarsch wird die territoriale Unversehrtheit eines freien, souveränen Staates verletzt.

Der Angriff auf die Ukraine ist ein Angriff auf uns alle und den Frieden in Europa. Unsere Sorge gilt dabei ganz besonders allen Menschen in der Ukraine und in unserer Partnerstadt Kiew, die, wie viele andere Orte in ihrem Land, gezielt beschossen wird. Unschuldige Frauen, Männer und Kinder im Herzen Europas müssen um ihr Leben fürchten.

Wir verurteilen jede Form der Gewaltanwendung und wir rufen zum sofortigen Ende der Aggression und aller Kampfhandlungen auf. Die volle Souveränität der Ukraine muss weiter bestehen bleiben. Wir unterstützen alle diplomatischen Initiativen, die sich um den Frieden und ein Ende des Kriegs bemühen.

Wir appellieren an die Stadtgesellschaft in München, sich mit den Menschen in der Ukraine zu solidarisieren. Dabei unterstützen wir alle friedlichen, zivilgesellschaftlichen Initiativen und Aktivitäten, wie zum Beispiel Mahnwachen, Solidaritätskundgebungen oder Friedensgebete. Gemeinsam wollen wir uns für den Frieden in Europa sowie unsere gemeinsamen Werte einsetzen. Wir stehen für Demokratie, Menschenrechte und Zusammenhalt und stehen fest an der Seite der ukrainischen Bevölkerung und unserer Partnerstadt Kiew und bieten zivile und humanitäre Unterstützung an, um das Leid der Bürgerinnen und Bürger vor Ort wenigstens zu lindern.

Des Weiteren laden wir auch alle russischstämmigen Menschen in München dazu ein, sich mit uns gemeinsam für den Frieden einzusetzen. Wir möchten betonen, dass die in München lebenden russischstämmigen Menschen nicht in Generalverantwortung für die aggressive Politik des russischen Staates zu nehmen sind.

Informationsquellen zur Ukraine

Die Münchner Stadtbibliothek verschafft auf ihrer Webseite einen Überblick über seriöse, unabhängige Informationsquellen, die über den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine berichten. Darüber hinaus gibt es dort Hinweise zum Erkennen von Fake News und eine Linksammlung zu Kinder-Nachrichtenmedien.

Info-Seite der Münchner Stadtbibliothek

Informationen und Unterstützungsangebote im Bereich Bildung und Erziehung