Gaststättenerlaubnis beantragen

Schank- und Speisewirtschaften sowie Beherbergungsbetriebe benötigen eine Gaststättenerlaubnis, wenn alkoholische Getränke ausgeschenkt werden.

  • Eine bereits bestehende Gaststätte wird in unverändertem Umfang und ohne nennenswerte Umbauten fortgeführt (Fortführung):
    In aller Regel bestehen keine Probleme, einen bestehenden Betrieb in unverändertem Umfang und Ausmaß fortzuführen. Dazu wird zunächst eine vorläufige Erlaubnis erteilt. Sofern keine Hinderungsgründe bestehen, wird nach drei Monaten eine endgültige Erlaubnis erteilt.
  • Eine Gaststätte wird neu errichtet oder eine bestehende Gaststätte wird in Größe, Raumaufteilung oder Funktionalität geändert (Neuerrichtung/Änderung):
    In diesem Fall müssen Sie zuerst beim städtischen Referat für Stadtplanung und Bauordnung (Planungsreferat) – Abteilung Lokalbaukommission (LBK) – eine Baugenehmigung oder eine Nutzungsänderung beantragen. Die Gaststättenerlaubnis kann zwar gleichzeitig beantragt werden, aber erst wenn eine schriftliche Freigabe durch die Lokalbaukommission vorliegt, erhalten Sie die (endgültige) Gaststättenerlaubnis. Bei Neuerrichtungen/Änderungen ist es nicht möglich, eine vorläufige Gaststättenerlaubnis zu erteilen.

Voraussetzungen

Lebensmittelrechtliche Kenntnisse
Als Gastwirt muss man keine beruflichen Voraussetzungen erfüllen. Sie müssen jedoch an einem Kurs über lebensmittelrechtliche Kenntnisse bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) teilnehmen und den Nachweis vorlegen.

Dieser Nachweis entfällt, wenn Sie über eine abgeschlossene Ausbildung verfügen, deren Abschlussprüfung entsprechende lebensmittelrechtliche Kenntnisse beinhaltet. Eine langjährige Tätigkeit in der Gastronomie ohne Vorqualifizierung reicht für eine Befreiung nicht aus.

Benötigte Unterlagen

  • Personalausweis oder Pass
  • Kopie des Pachtvertrags
  • Lage und Grundrisspläne (Maßstab 1:100)
  • Unterrichtungsnachweis der Industrie- und Handelskammer (IHK)
  • bei juristischen Personen: Auszug aus dem Handels- oder Vereinsregister

 

Dauer & Kosten

Gebührenrahmen

100 Euro bis 6000 Euro (abhängig von Raumgröße und Lage im Stadtgebiet)

Rechtliche Grundlagen

§ 2 Abs. 1 Gaststättengesetz (GastG)

Ähnliche Leistungen

Sperrzeiten

Für alle Gaststätten gilt die gesetzliche Sperrzeit. Im Einzelfall kann das Kreisverwaltungsreferat eine andere Regelung genehmigen.

Rauchverbot in Gaststätten und Diskotheken – Kontrolle

In Behörden, Kinder-, Jugend-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie Sportstätten, Bier-, Wein- und Festzelten sowie in Innenräumen aller Gaststätten gilt Rauchverbot.

Imbiss eröffnen

Wollen Sie einen Imbiss eröffnen, wenden Sie sich an das Referat für Stadtplanung und Bauordnung. Nach Genehmigung durch diese Behörde können Sie bei uns Ihr Gewerbe anmelden.

Erstbelehrung bei gewerbsmäßigem Umgang mit Lebensmitteln

Bevor Sie in einer Küche oder Gemeinschaftsverpflegung tätig werden oder sonst gewerbsmäßigen Kontakt mit Lebensmitteln haben, müssen Sie eine Belehrung erhalten.

Lebensmittelkontrolle

Für die Lebensmittelkontrolle in München ist die Lebensmittelüberwachung des Kreisverwaltungsreferats zuständig.

Freischankfläche beantragen

Wenn Sie einen gastronomischen Betrieb haben, können Sie eine Freischankfläche beantragen.

Öl- und Fettabscheider

Wenn Fette und Öle aus dem Schmutzwasser gewerblicher Betriebe zurückgehalten werden müssen, sind Fettabscheider zur Vorbehandlung des Abwassers vorzusehen.

Zulassung für Lebensmittelbetrieb

Eine Zulassung für einen Lebensmittelbetrieb erteilt die Regierung von Oberbayern.

Geldspielgeräte aufstellen

Sie möchten Geldspielgeräte mit Gewinnmöglichkeit aufstellen? Dann benötigen Sie eine gewerberechtliche Erlaubnis und eine Bestätigung über die Geeignetheit des Aufstellortes.