Wasserrechtlich genehmigungspflichtige Bohrungen

Bohrungen durch Grundwasser schützende Schichten, mehrere Grundwasserstockwerke oder in unter Druck stehendes Wasser, bedürfen einer wasserrechtlichen Erlaubnis.

Beschreibung

Die wasserrechtliche Erlaubnis für genehmigungspflichtige Bohrarbeiten ist rechtzeitig vor dem geplanten Arbeitsbeginn zu beantragen. Zu diesen Arbeiten gehören beispielsweise Grundwassermessstellen, Erkundungsbohrungen und Baugrundsondierungen.

Für die Zusammenstellung vollständiger und prüffähiger Antragsunterlagen ist das Merkblatt „Antragsunterlagen für genehmigungspflichtige Bohrungen“ des Wasserwirtschaftsamts München zu beachten (zu finden unter „Dokumente und Links“).

Werden Bohrungen zu Grundwassermessstellen ausgebaut, sind die Vorgaben des unter „Dokumente und Links“ zu findenden Merkblatts „Mindestkriterien für die Errichtung von Grundwassermessstellen“ des Wasserwirtschaftsamtes München zu beachten.

Bohrungen, die allein das erste beziehungsweise quartäre Grundwasserstockwerk erschließen sind nur anzeigepflichtig. (siehe Link zur Bohranzeige „Bohrungen und Arbeiten im Grundwasser“ unter „Dokumente und Links“)

Die Entnahme von Grundwasser für die Durchführung von Pumpversuchen ist bis zu einer Dauer von 144 Stunden erlaubnisfrei. Länger dauernde oder solche an mehreren Brunnen gleichzeitig über eine Dauer von 72 Stunden hinaus sind erlaubnispflichtig.

Für eine spätere Nutzung des durch die Bohrung erschlossenen Grundwassers ist in der Regel ein eigenes wasserrechtliches Verfahren durchzuführen.

Benötigte Unterlagen

Siehe Merkblatt „Antragsunterlagen für genehmigungspflichtige Bohrungen“ des Wasserwirtschaftsamts München (zu finden unter „Dokumente und Links“).

Die Unterlagen werden zwingend digital und zusätzlich in Papier in dreifacher Ausfertigung benötigt.

Dauer und Kosten

Bearbeitungszeit

Die Dauer des Verfahrens beträgt mehrere Monate und ist abhängig vom Einzelfall, dem Vorliegen sämtlicher Voraussetzungen für eine Genehmigung sowie der zusätzlichen Bearbeitungsdauer bei anderen im Verfahren zu beteiligenden Fachstellen.

Gebührenrahmen

mindestens 100 Euro bis maximal 15.000 Euro

Rechtliche Grundlagen

§ 9 Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

Artikel 15 Bayerisches Wassergesetz (BayWG)

Kontakt

Referat für Klima- und Umweltschutz
Sachgebiet Wasserrecht
Landeshauptstadt München

Post

Landeshauptstadt München
Referat für Klima- und Umweltschutz
Sachgebiet Wasserrecht

Bayerstraße 28a
80335 München

Adresse

Bayerstraße 28a
80335 München

Ähnliche Leistungen

Wasserrechtliche Erlaubnis - Regenwasserversickerung in Wasserschutzgebieten

Für die Versickerung von Regenwasser in den Boden in einem Wasserschutzgebiet ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich.

Wasserrechtliche Erlaubnis – Wärmepumpe/ Kühlanlage bis 50kW

Wenn Sie eine Wärmepumpe oder Kühlanlage betreiben und dabei Grundwasser über Brunnen entnehmen oder versickern, brauchen Sie dafür eine wasserrechtliche Erlaubnis.

Wasserrechtliche Erlaubnis – Wärmepumpe/ Kühlanlage ab 50kW

Wer eine Grundwasserwärmepumpe oder Kühlanlage betreibt und damit Grundwasser über einen Brunnen fördert oder versickert, benötigt eine wasserrechtlichen Erlaubnis.

Wasserrechtliche Erlaubnis – Brauchwasserbrunnen

Wenn Sie Grundwasser für Brauchwasserzwecke nutzen wollen, benötigen Sie eine wasserrechtliche Erlaubnis.

Baumschaden (bei Baumaßnahmen) melden

Werden Bäume unerlaubt geschädigt, können Eigentümer*innen oder Verursacher*innen zu einer Baumsanierung oder Ersatzpflanzung verpflichtet werden.

Bohranzeige Brunnen – Wärmepumpe/ Kühlanlage ab 50kW

Bohrungen zur Errichtung von Förder- und Schluckbrunnen für Grundwasserwärmepumpen oder Kühlanlagen sind rechtzeitig vor Beginn der Bohrarbeiten anzuzeigen.

Baumfällung – Geschützte Baumarten

In München sind bestimmte Bäume durch die Baumschutzverordnung besonders geschützt. Diese Bäume dürfen nur mit Genehmigung gefällt oder zurückgeschnitten werden.

Wasserrechtliche Erlaubnis – Erdwärmesonde/ Erdwärmekollektor

Für den Bau einer Erdwärmeanlage (Sonde, Kollektor, Körbe oder ähnliches) mit Grundwasserberührung ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich.

Baumfällung – Landschaftsschutzgebiete

Wenn Sie einen Baum fällen oder sonstige Veränderungen am Gehölz in einem Landschaftsschutzgebiet durchführen wollen, müssen Sie einen Antrag stellen.

Beendigung der Ersatzpflanzung

Wenn Sie einen Baum gefällt haben, könnte als Ausgleich eine Ersatzpflanzung gefordert werden. Der Abschluss dieser Nachpflanzung ist zu melden.