Münchner Innovationsökosystem stark beim Deutschen Gründerpreis

Proxima Fusion und DeepDrive erhielten gestern bei der feierlichen Verleihung den renommierten Deutschen Gründerpreis 2026 in den Kategorien Startup und Aufsteiger.

Preisträger*innen des Deutschen Gründerpreis 2026

Sieg für die Zukunftsthemen Fusionsenergie und Elektromobilität

Sechs Unternehmen standen beim Deutschen Gründerpreis 2026 in den Kategorien Startup und Aufsteiger mit innovativen Technologien und revolutionäre Ideen im Finale.

Bei der feierlichen Verleihung des renommierten Preises wurden gestern Abend die Gründer von Proxima Fusion aus München mit ihrer Technologie zur Entwicklung kommerzieller Fusionskraftwerke ausgezeichnet. DeepDrive aus Garching im Münchner Norden überzeugte die Jury als Aufsteiger für seine neuartige Motorentechnologie für die nächste Generation von Elektroautos.

Die Energie der Sterne auf die Erde holen

Genau dies will das Münchner Startup Proxima Fusion schaffen. Es verfolgt das ambitionierte Ziel mit dem weltweit ersten kommerziellen Fusionskraftwerk auf Basis der Stellarator-Technologie den Weg zu einer klimafreundlichen und unerschöpflichen Energieversorgung zu ebnen.

Stellaratoren haben den Vorteil kontinuierlich laufen zu können und eignen sich dadurch besser für einen dauerhaften Kraftwerksbetrieb. Ein erfolgreiches Fusionskraftwerk könnte rund um die Uhr und ohne Speicherung große Mengen Strom liefern. Dies wäre besonders für energieintensive Industrien von großer strategischer Bedeutung.

Hervorgegangen ist Proxima Fusion Anfang 2023 als erstes Spin-off des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik. Das Startup zählt zu den ambitioniertesten europäischen Deeptech-Startups überhaupt.

Ziel: Revolution des Elektromotors

Mit einer neuartigen Motorentechnologie will DeepDrive den elektrischen Antrieb grundlegend verbessern. Statt wie herkömmliche Elektromotoren mit einem Rotor arbeitet die Entwicklung von DeepDrive mit zwei Rotoren. So wird Material gespart, die Kosten gesenkt und zugleich die Effizienz gesteigert.

Das Unternehmen aus Garching arbeitet bereits mit einigen der größten Fahrzeughersteller der Welt zusammen. Zu den Investoren zählen etwa BMW i Ventures, der von Volkswagen unterstützte Fonds Leitmotif sowie co-pace und die Venture-Capital-Einheit von Continental.

Sechs der sieben Gründer von DeepDrive studierten an der TU München, dort waren sie Teil desselben Motorsportteams und traten mit selbst entwickelten elektrischen Rennwagen gegen Universitäten aus aller Welt an.

Der Deutsche Gründerpreis

Der Deutsche Gründerpreis ist einer der renommiertesten Wirtschaftspreise Deutschlands. Er wurde von ZDF, Porsche, Sparkasse und der FAZ ins Leben gerufen und wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt.

Bereits 2025 konnte mit dem Quanten-Startup Planqc ein Unternehmen aus Garching bei München bei der renommierten Auszeichnung punkten. Das Unternehmen entwickelt Quantenprozessoren auf Basis neutraler Atome, die bei Raumtemperatur funktionieren.