Relevante Themen auf den RUFFINI-Tisch

Die Reihe "RUFFINI ON TOUR" gastiert an verschiedenen Orten in München - jeweils zu einem zentralen Thema der Kultur- und Kreativwirtschaft. Kreative und Interessierte sind eingeladen zu Diskussionen, Austausch und Vernetzung.  

Ruffini on Tour - Aufsteller

Tour zu kreativen Netzwerken der Stadt

Gleich die erste Einladung zu "RUFFINI ON TOUR" war ein thematischer Volltreffer. Beim allgegenwärtigen Thema "Künstliche Intelligenz" und "Chat GPT" treiben auch Münchens Kreativbranche viele Fragen um.

Genau so soll es weitergehen. Mit "RUFFINI ON TOUR" will das Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft eine inspirierende und interaktive Plattform für Begegnung und Vernetzung bieten, um über aktuelle Themen zu diskutieren und in Austausch zu treten.

Es geht um inhaltliche Impulse und zugleich um den so wichtigen, persönlichen Austausch. Deshalb besucht "RUFFINI ON TOUR" wechselnde, inspirierende Veranstaltungs- und Arbeitsorte und Netzwerke in der ganzen Stadt.

Gewünschter Nebeneffekt: Die Kreativen aus dem RUFFINIHAUS Creative Hub – derzeit 23 Kreativschaffende, die aktuell im zentralen Ruffinihaus arbeiten – können Themen mitgestalten, Perspektiven einbringen und sich stadtweit mit Branchenkolleg*innen vernetzen.

Dr. Olaf Kranz, Leiter von #kreativmuenchen eröffnete die Veranstaltung im ZIRKA.

Aber eben auch die Orte und Gastgeber*innen sind spannend. Bei den Veranstaltungen diskutieren dann alle mit verschiedenen Expert*innen aktuelle Themen mit branchenweiter Relevanz.
 

Panelsprecher*innen bei

Moderatorin Esther Fee Feichtner und Ruffini-Akteurinnen Vesna Petresin, Juliane Kahl am Ruffini-Tisch

Doch "RUFFINI ON TOUR" ist nicht nur ein Konzept. Hier tourt auch ein Objekt - der leuchtende, dreieckige RUFFINI-Tisch.

Entwickelt hat ihn das Architekturduo Mungenast/Morroni, natürlich aus dem Ruffinihaus. Für die Veranstaltung wurde er im 3D-Druckverfahren produziert.

Die Form zeigt den architektonischen Grundriss des Ruffinihauses und soll symbolisch die besondere kollaborative und co-kreative RUFFINI-Atmosphäre aus dem Zentrum Münchens auch an die anderen Kreativorte tragen.

Nächster Termin

Wer Kontakt aufnehmen möchte oder weitere Termine und das Programm rechtzeitig erhalten will, hier unsere Kontakte und Kanäle:

Das war RUFFINI ON TOUR #3

Das war RUFFINI ON TOUR #2

Mittlerweile gab es die zweite Ausgabe von "RUFFINI ON TOUR". Sie war im November 2023 im KUNSTLABOR 2 zu Gast und widmete sich der Frage “Wie kann sich die Kultur- und Kreativwirtschaft durch zirkuläre Geschäftsmodelle fit für die Grüne Transformation machen?"

Als Expertin eingeladen war Ronja Grossar, Designforscherin am Institute of Design Research Vienna (IDRV) und Co-Autorin der Circular Design Rules.

Ronjas Fokus in Bezug auf die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle für die Kreislaufwirtschaft lag auf drei zentralen Aspekten: Materialien, Wert(-schöpfung) und Transparenz. Sie betonte die Notwendigkeit, Rezyklate oder biologisch abbaubare Stoffe zu nutzen und deren Rezyklierbarkeit mitzudenken, was auch eine Einfachheit im Material einfordere. Ronja regte zu einer Werterhaltung innerhalb eines Produktlebenszykluses und zur immateriellen Wertschöpfung an: Mieten statt Kaufen, Sharing und Wiederverwendung führen dazu Produkte erst gar nicht zu Abfall werden zu lassen.

Ronja Grossar präsentiert bei Ruffini On Tour Vol 2, 2023

Ronja Grossar bei ihrer Einführung zum Thema "Kreativ und Zirkulär" am 16.11.23

Ronja Grossar: „Wir gehen davon aus, dass Produkte auch weiterhin in die Welt gebracht werden. Daran wird sich auch in absehbarer Zukunft nichts ändern. Es geht darum, diese zukünftig zirkulären Prozesse gut zu durchdenken.“

Folgende weitere Gäste diskutierten am Ruffini-Tisch über neue Ansätze und Potenziale regenerativer Geschäftsmodelle:

Anna Diermeier, ZURÜCK Zero Waste Design Studio
Die Gründerin will im Designprozess zur Lösung beitragen, indem sie bereits bei der Produktion die Weiterverwertung bedenkt.

Moritz Mungenast, MUNGENAST/ MORRONI
Der Mitgründer des Architektenduos MUNGENAST / MORRONI und Professor für Entwerfen an der IU Nürnberg, betont die Notwendigkeit von Investitionen und Zertifikaten für die Umsetzung und breite Skalierung zirkulärer Ideen.

Elena Straßl, Verlag &Töchter
Sie und ihre Mitgründerinnen stießen bei der Produktion ihrer Bücher beim cradle to cradle-Prinzip durch die hohen Kosten an Grenzen. Sie plädiert für einen nachhaltigeren Buchmarkt. 

Philipp Gassmann, GreenFilmTools
Der Experte für Green Film und TV Produktion & Kreation setzt sich als Teil der Green Film & Medien Community für ein Umdenken in der Filmbranche ein, unter anderem für eine massive Reduzierung der CO2-Emissionen.

Das war RUFFINI ON TOUR #1

Die erste Veranstaltung von "RUFFINI ON TOUR" gastierte Ende Juni 2023 im ZIRKA - Zentrum für interdisziplinäre Raum- und Kulturarbeit im Kreativlabor. Sie behandelte das Thema Künstliche Intelligenz (KI) unter der Fragestellung „Ersetzt Generative KI die Kreativität?

Professor Björn Ommer, Leiter der Computer Vision & Learning Group der Müncher LMU, gab einen Einblick in einen Zweig der Digitalisierung, der exponentiell wächst und unseren Alltag verändern wird.

Er wies in seinem Vortrag auf die nötige Unabhängigkeit in Bezug auf Rechenresourcen hin. Diese sei die Voraussetzung für eine angemessene nachhaltige Regulierung mit Augenmaß, die unscharfe Graubereiche vermeidet und fortschrittsoffen bleibt. Dabei plädierte er für einen offenen Diskurs zu Chancen, aber auch Herausforderungen über alle Branchen und Generationen hinweg.

Wie wirken sich diese Entwicklungen und die Möglichkeiten von KI auf den Kreativprozess aus?

Prof. B. Ommer bei

Professor Ommer (LMU) hielt den Impulsvortrag am 29.6.23

Darüber diskutierten anschließend folgende Akteur*innen aus dem RUFFINIHAUS Creative Hub.

Ruffini on Tour Video

Kurzer Trailer (1.05 min) von der ersten Veranstaltung

Die Architektin und XR Künstlerin Vesna Petresin präsentierte Perspektiven auf Tanz und Raumgestaltung in Zusammenspiel mit KI.

Max Haarich - Konzeptkünstler, künstlerischer Forscher und Gründer der Münchner Botschaft der Republik Užupis befasste sich mit Non-fungible Tokens (NFT) sowie den ethischen Implikationen der künstlichen Intelligenz.

Modedesignerin Juliane Kahl zeigte, welche Möglichkeiten das Metaverse für die Arbeit in der Modeindustrie bietet.

Esther Fee Feichtner, Leiterin des Digitalisierungskollegs "Artificial Intelligence in Culture and Arts" (AICA) an der Hochschule München und der Hochschule für Musik und Theater München, moderierte das Panel.

 

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