Gemeinsame Entwicklung für das Gewerbeband Frankfurter Ring

Geordnete Weiterentwicklung für die fünf Kilometer lange Mischung zwischen Frankfurter Ring und DB-Nordring.

Das Projekt

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung will daher ein städtebauliches Entwicklungskonzept für die Flächen entlang des Frankfurter Rings erarbeiten, in dem Leitplanken für Neu- und Umbauten auf dem zwischen 250 und 400 Meter breiten Streifen nördlich des Straßenzugs gesetzt werden sollen. Dabei steht der Erhalt als moderner Gewerbestandort mit der vorhandenen "Münchner Mischung" im Vordergrund. An exponierten Stellen, Verkehrsknoten etwa, ist eine markantere urbane Bebauung denkbar.

Dabei können in geringem Maße auch Hochhäuser eine Rolle spielen. Die Hochhaus-Studie hat die Gegend als geeignet für „Stadtzeichen“, also Gebäude auch oberhalb der 80-Meter-Marke, identifiziert. Voraussetzung: Sie entsprechen den in der Studie aufgeführten Qualitätskriterien und beeinträchtigen nicht das Ensemble des Olympiaparks. Im östlichen Bereich möchte das Planungsreferat noch einen Schritt weiter gehen und ein Bebauungsplanverfahren mit konkreten Vorgaben für die weitere bauliche Entwicklung starten.

Das Ziel

Der gut funktionierende und intakte Gewerbestandort an Frankfurter Ring und Moosacher Straße soll erhalten bleiben und zukunftsfest gemacht werden. Es soll weiterhin sowohl klassisches Gewerbe als auch moderne Büros nebeneinander und möglicherweise auch in der Höhe gestapelt geben. Aufwertungsdruck ist nicht gewünscht, es soll weiterhin Platz für alle Betriebe sein. Untersucht wird auch, ob die heutigen Misch- und Allgemeinen Wohngebiete in sogenannte Urbane Gebiete umgewandelt und vielleicht auch ausgedehnt werden können. Diese neue planungsrechtliche Kategorie ermöglicht ein dichteres Miteinander von Wohnen und Arbeiten. Im östlichen Bereich, auf dem Areal des Bebauungsplans, sind keine Wohnungen vorgesehen. Grundsätzlich eignet sich die gewerblich geprägte Umgebung schon aus Lärmschutzgründen nur an wenigen Stellen für die Planung von Wohnhäusern.

Eine wirtschaftlich prosperierende Stadt wie München benötigt auch Gewerbeflächen in ausreichender Größenordnung. Das von den Stadtwerken München betriebene Kraftwerk Freimann bleibt erhalten. Zudem sollen die Verkehrsverbindungen insbesondere für den Umweltverbund (Fuß-, Fahrrad- und öffentlicher Nahverkehr) verbessert werden. So laufen unter anderem bereits Planungen für einen S-Bahn-Betrieb auf dem DB-Nordring sowie zur Verlängerung der Trambahn von der Endhaltestelle Schwabing-Nord bis zum Kieferngarten. Neben mehr Grün am Frankfurter Ring sind zusätzliche Radwege in Ost-West-Richtung und Verbesserungen für Fußgänger*innen vorgesehen. Wo möglich, sollen weitere neue Grünflächen entstehen und bestehende vernetzt werden. Ob es geeignete Areale für eine Konzerthalle, Band-Übungsräume oder den Sport gibt, wird geprüft.

Umgriff

Der Rahmenplan soll den gesamten Bereich nördlich des Straßenzugs Frankfurter Ring / Moosacher Straße (bis zum DB-Nordring) umfassen – vom ehemaligen Knorr-Bremse-Areal am Oberwiesenfeld bis zum „Tatzelwurm“ in Freimann, der Stadteinfahrt der Nürnberger Autobahn A9. Das Gebiet des Bebauungsplans umfasst den gesamten östlichen Bereich und beginnt an der Tramschleife am Domagkpark.

Vision

Ermöglicht werden soll eine geordnete Entwicklung und Aufwertung für das derzeit wenig Aufenthaltsqualität bietende Areal, auf dem ein dichtes Nebeneinander unterschiedlicher Gewerbenutzungen besteht. Stadtbaurätin Prof. Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk schwebt ein „Werkstattcharakter“ vergleichbar mit dem Werksviertel vor. Das Gewerbeband könnte so zum Modellprojekt für ein neues Miteinander von Industrie-, Handwerks- und Büroflächen werden.

Sachstand

Der Stadtrat hat dem Vorschlag des Planungsreferats am 14. April 2021 grundsätzlich zugestimmt. Hier finden Sie die Beschlussvorlage nebst den beschlossenen Ergänzungen.

 

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