Münchner Nordosten

Es ist ein Projekt für die 2030er Jahre: der neue Stadtteil östlich von Daglfing und Englschalking. Geplant ist etwas ganz Besonderes, ein Zukunftsquartier.

Die Visualisierung zeigt Spaziergänger, die an einer Seepromenade im neuen Münchner Nordosten flanieren. Im Hintergrund sind Wohnhäuser zu sehen.

Klimaneutral, lebendig und innovativ

Geschäfte, Restaurants und Cafés in einem lebendigen Stadtteilzentrum, bezahlbare Wohnungen, gemütliche Treffpunkte im Grünen und ein Badesee: So soll es im Nordosten einmal aussehen – München bekommt ein neues und attraktives Stadtviertel.

Kein zweites Haidhausen, Schwabing oder Neuperlach, sondern ein ganz eigenes Quartier mit belebten Straßen, ausgedehnten Grünflächen und moderner, familienfreundlicher Architektur. Mit Spielplätzen, Kindertagesstätten, Schulen, einem Kulturzentrum und Jugendtreffs. Mit Läden direkt vor der Tür und guter Anbindung an die Innenstadt. Der neue Nordosten, der erst noch einen Namen bekommen muss, wird gleichzeitig urban und grün geplant. Und er soll, das ist neu und in dieser Dimension einzigartig, klimaneutral werden.

Ein Entwurf für die Flächen östlich der Flughafen-S-Bahn S8 liegt bereits vor: Aus einem Ideenwettbewerb ist das Büro rheinflügel severin aus Düsseldorf zusammen mit bbz landschaftsarchitekten aus Berlin als Sieger hervorgegangen. Nach der Sommerpause 2021 soll der Stadtrat entscheiden, ob daraus die Grundlage aller weiteren Planungen wird. „Dieser Entwurf lässt nicht nur ein attraktives urbanes Ensemble erwarten, sondern ermöglicht wegen seines geringen Flächenverbrauchs auch sehr großzügige Grün- und Erholungsflächen“, so Stadtbaurätin Prof. Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk. Denn München benötigt beides: bezahlbare Wohnungen, damit der Mietmarkt entlastet wird. Und möglichst viel Natur – damit sich die Bewohner*innen erholen können und Umwelt- sowie Klimaschutz vorankommen.

Überblick

Titelbild Famile in Giesing
Dobner, Angermann / LHM
Buntes Leben: So wie hier am Alpenplatz in Giesing soll es auch im Nordosten zugehen.

Der Nordosten in Zahlen

>> Gesamtgröße 600 Hektar, östlich von Daglfing, Englschalking und Johanneskirchen

>> Der Wettbewerbssieger sieht vor, dass davon gut 300 Hektar überplant werden (Baugebiete, Grün- und Freiflächen, Verkehrswege, See). Knapp 300 Hektar stehen weiterhin für Landwirtschaft, als ökologische Ausgleichsfläche und für den Pferdesport zur Verfügung.

>> Bis zu 30.000 Einwohner*innen und circa 10.000 Arbeitsplätze, davon 2.500 in Schulen, Kitas sowie sozialen Einrichtungen

>> Bis zu acht Bauabschnitte. Besondere Bedeutung hat der zentrale Bereich rund um den geplanten See (130 Hektar zwischen Englschalking und Zahnbrechersiedlung). Weitere Bereiche werden schrittweise parallel entwickelt.

Wie soll der neue Stadtteil einmal aussehen?

>> Für den Münchner Nordosten gibt es ehrgeizige Planungsziele:

  • klimaneutral
  • ökologisch
  • viel Platz für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen
  • generationengerecht
  • familienfreundlich
  • lebendig und bunt
  • sozial

>> Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung will ein soziales Nutzungs- und Versorgungskonzept erarbeiten. In den Vorgaben für den Ideenwettbewerb waren bereits ein Stadtteilkulturzentrum, Jugendzentren und Nachbarschaftstreffs enthalten.

>> Besonders wichtig sind bezahlbare Mieten. Hierbei wird auch genossenschaftliches Wohnen eine wichtige Rolle spielen.

>> Urbane Dichte ermöglicht ein attraktives Stadtteilzentrum mit Geschäften, Cafés und Treffpunkten, umweltfreundliche Mobilität mit guten Verbindungen sowie viele Sozial-, Betreuungs-, Gemeinschafts-, Kultur- und Bildungseinrichtungen. Wenn dicht gebaut wird, verbleibt zudem mehr Platz für Frei- und Erholungsflächen.

>> Der Siegerentwurf sieht großzügige Grünbänder sowohl in Ost-West- als auch in Nord-Süd-Richtung sowie zahlreiche weitere Grünanlagen vor.

>> Geplant ist ein zeitgemäßes Quartier mit anspruchsvoller Architektur, hoher Lebensqualität sowie viel Grün (und einem neuen Badesee). Eine „Stadt der kurzen Wege“ mit einer guten Mischung aus Wohnen und Arbeiten. Es soll eine kompakte Bebauung entstehen, im Stadtteilzentrum mit der höchsten Dichte sind maximal vier bis neun Geschosse geplant.

Informieren und mitentscheiden

Fussball
Dagmar Schwelle/LHM
Fußball im Park: Im Münchner Nordosten sollen zahlreiche Grünflächen entstehen

Bei den weiteren Planungen für den neuen Stadtteil im Münchner Nordosten sollen möglichst viele Bürger*innen mitmachen, mitreden und mitplanen. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung setzt daher seinen intensiven Austausch mit den Münchner*innen fort und lud zum digitalen Bürger*innendialog am Mittwoch, 8. Dezember. Im Mittelpunkt standen die Fragen der Bürger*innen, die von Fachleuten aus dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung sowie dem Mobilitätsreferat direkt beantwortet wurden. Damit alle auf dem neuesten Stand sind, gab es zudem einen Einblick in den aktuellen Planungsstand sowie einen Ausblick auf die kommenden Monate.

Zur Aufzeichnung der Veranstaltung gelangen Sie über diesen Link .

Die Präsentation können Sie hier herunterladen.

Nähere Infos zum Münchner Nordosten gibt es auch im persönlichen Gespräch unter 089/233-22851 (Mo bis Do von 9.30 bis 15 Uhr, Freitag nur bis 12.30 Uhr). Ergänzend stehen wir Ihnen nach Vereinbarung eines Termins auch außerhalb dieser Zeiten zur Verfügung.

Bitte senden Sie Ihre Terminanfrage oder Ihre Nachricht an: nordosten@muenchen.de

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Ein erster digitaler Infoabend hat am Dienstag, 18. Mai 2021, stattgefunden. Zum Mitschnitt dieser Veranstaltung kommen Sie hier .

In einer im Mai erstellten Präsentation sind die wichtigsten Fakten über den Münchner Nordosten zusammengefasst.

Die Fragen, die die Bürger*innen ans digitale Podium gerichtet haben, sind hier aufgelistet. Sie werden im weiteren Verfahren aufgegriffen.

Die Termine weiterer Veranstaltungen werden rechtzeitig auf dieser Seite bekanntgegeben.

Welche politischen Entscheidungen stehen an?

Vorbereitung einer Beschlussvorlage (für Frühjahr 2022) zum Wettbewerbsergebnis und weiteren Vorgehen im Münchner Nordosten mit folgenden wesentlichen Inhalten:

>> Festlegung auf 1. Preis im Ideenwettbewerb (rheinflügel severin mit bbz landschaftsarchitekten) sowie Ankauf der Nutzungsrechte

>> bis zu 30.000 Einwohner*innen und circa 10.000 Arbeitsplätze möglich

>> Unterteilung in Teilbereiche

>> Auftrag zu Vorplanung der verlängerten U4 und weitere Erschließung

>> Gründung eines Projektbeirats (Stadtrat, Bezirksausschuss, Eigentümer*innen, Fachleute aus der Stadtverwaltung und von extern) zur Unterstützung und Beratung im Planungsprozess. Sowie einer Ombudsstelle für Eigentümer*innen (Rechtsberatung)

Was sind die nächsten Schritte?

>> Weitere Gutachten werden erstellt (Verkehr, Klima, Immissionen, Natur und Landschaft, Ausgleichsflächen).

>> Ausbau der Kommunikation und Bürgerbeteiligung

>> Gespräche mit den Grundstückseigentümer*innen. Ziel ist es, kooperativ mit allen gemeinsam ein neues Stadtviertel zu entwickeln.

Die Entwürfe für den neuen Nordosten

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Fragen und Antworten zur städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM)

Eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme ist ein Planungsinstrument für die Entwicklung ganzer Stadtteile. Sie ermöglicht eine abgestimmte Planung und Umsetzung für ein weitläufiges Gebiet und vermeidet, was Planer*innen im Fachjargon "Briefmarkenplanung" nennen: viele kleine Planungen, die nicht zusammenpassen. Die nachfolgenden „Fragen und Antworten sollen die rechtlichen Rahmenbedingungen in Frage-Antwort-Form erläutern. Sie stellen die Rechtslage jedoch nicht in jedem Detail und in Teilen sehr vereinfacht dar. Es handelt sich um keine rechtsverbindliche amtliche Auskunft. Die Fragen und Antworten können im Rahmen des weiteren Verfahrens ergänzt werden.

 

1. Was ist der derzeitige Stand im „Münchner Nordosten“?

Die Planungen, wie das neue Stadtviertel einmal aussehen könnte, laufen bereits. Der „Münchner Nordosten“ ist keine (förmliche) städtebauliche Entwicklungsmaßnahme, weil die Stadt noch keine Entwicklungssatzung erlassen hat. Die Stadtverwaltung hat auf Grundlage sogenannter Einleitungsbeschlüsse des Stadtrats erst begonnen, die Voraussetzungen für eine Entwicklungssatzung zu prüfen („"vorbereitende Untersuchungen"“).

Ob tatsächlich eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme für den Münchner Nordosten durchgeführt wird, steht derzeit noch nicht fest. Denkbar wäre zum Beispiel alternativ auch ein Vorgehen über den Abschluss von städtebaulichen Verträgen - orientiert an den Verfahrensgrundsätzen zur sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN). Die Stadt München will im Konsens mit den Grundstückseigentümer*innen das neue Quartier planen.

 

2. Wie hoch ist der entwicklungsunbeeinflusste Wert meines Grundstücks?

„Die Stadt hat aufgrund der Größe des Gebiets die entwicklungsunbeeinflussten Anfangswerte bisher noch nicht ermittelt. Wenn der Stadtrat dies im Herbst beschließt, ist das für die darauffolgenden Monate geplant.

Für Sie wichtig zu wissen ist, dass der bereits unabhängig von der geplanten Entwicklung bestehende Verkehrswert Ihres Grundstücks in die Ermittlung des Anfangswerts selbstverständlich einfließt. Einen Wertverlust aufgrund des Einleitungsbeschlusses oder der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme müssen Sie daher nicht befürchten.

 

3. Kann ich mein Grundstück jetzt noch weiterverkaufen?

Ja, das ist problemlos möglich. Solange Ihr Grundstück noch nicht in einem vom Stadtrat förmlich festgelegten Entwicklungsbereich liegt, können Sie im Rahmen der üblicherweise geltenden Regeln damit machen, was Sie wollen, zum Beispiel es verkaufen, verpachten oder beleihen.
Im Untersuchungsbereich können Sie auch bereits jetzt Ihr Grundstück der Stadt zum Kauf anbieten. Die Stadt ist gerne bereit, schon jetzt Ihre Immobilie zu erwerben. Der den Kaufverhandlungen zugrunde zu legende Wert wird sich an den vorstehend beschriebenen Vorgaben orientieren (siehe Punkt 2). Wenden Sie sich an die Akquisestelle des Kommunalreferats, falls Sie mit uns über einen Verkauf Ihres Grundstücks sprechen wollen. Die Ansprechpartner*innen finden Sie am Ende der FAQs.

 

4. Ich bin aktuell am Kauf eines Grundstücks interessiert.

Was muss ich beachten?

Es gibt zwar keine besonderen rechtlichen Beschränkungen des Erwerbs von Grundstücken, die in einem Untersuchungsbereich liegen. Zur Sicherung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung hat die Stadt für den Untersuchungsbereich jedoch eine Vorkaufssatzung beschlossen und prüft nach Abschluss eines (Grundstücks-)Kaufvertrags im Einzelfall die Ausübung ihres Vorkaufsrechts. Beachten Sie zudem, dass im Falle einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme für Ihr Grundstück die Gemeinde dieses für keinen höheren als den entwicklungsunbeeinflussten Wert (auch sogenannten „Anfangswert“) erwerben darf.

Wenn Sie also ein Grundstück im Untersuchungsbereich zu einem höheren als dem entwicklungsunbeeinflussten Wert kaufen, droht für Sie ein Verlustgeschäft. Dies kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn die vorbereitenden Untersuchungen ergeben, dass das Grundstück für die vorgesehene städtebauliche Entwicklung nicht benötigt wird. Ein Verlustgeschäft kann aber auch dann der Fall sein, wenn die Differenz Ihres Kaufpreises zum entwicklungsunbeeinflussten Wert höher ist als ein etwaiger Überschussanteil.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass weder das Referat für Stadtplanung und Bauordnung noch das Kommunalreferat Sie dazu beraten kann, ob ein Grundstückskauf für Sie wirtschaftlich sinnvoll ist und welcher konkrete Preis angemessen wäre.

 

5. Muss ich mein Grundstück im Entwicklungsbereich an die Stadt verkaufen?

Nein, es gibt auch andere Möglichkeiten zur Kooperation. Die Eigentümer*innen können ihr Grundstück in Zusammenarbeit mit der Stadt auch selbst entwickeln. Zu einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme kommt es ja nur, wenn andere Lösungen, zum Beispiel der Abschluss von städtebaulichen Verträgen, nicht möglich waren. Nur dann sieht der gesetzliche Regelfall vor, dass Sie als Eigentümer*innen Ihre Grundstücksflächen an die Stadt veräußern. Die Stadt soll bei einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme grundsätzlich sämtliche Grundstücke erwerben. Wichtig ist, dass ein Erwerb durch die Stadt nur zum entwicklungsunbeeinflussten Wert erfolgen darf.

Das Gesetz sieht jedoch zwei Ausnahmen von der grundsätzlichen Erwerbspflicht der Stadt vor:

  • •Ihr Grundstück liegt zwar im Entwicklungsbereich, soll aber im Rahmen der vorgesehenen städtebaulichen Entwicklung gar nicht verändert werden (zum Beispiel weil es sich um ein zu erhaltendes Biotop handelt). Dann ist ein Zwischenerwerb durch die Stadt vielleicht gar nicht nötig.
  • •Sie sind in der Lage, ggf. gemeinsam mit anderen Grundstückseigentümer*innen, Ihr Grundstück genau so nutzen, wie es den von der Stadt in der Entwicklungssatzung festgelegten Zielen und Zwecken der Entwicklungsmaßnahme eindeutig entspricht (zum Beispiel es entsprechend zu bebauen). Dann besteht die Möglichkeit, mit der Stadt eine sogenannte „Abwendungsvereinbarung“ abzuschließen, in der Sie sich zur entsprechenden Nutzung und zur Zahlung des Planungsgewinns zur Finanzierung der Gesamtmaßnahme an die Stadt verpflichten.

Ob eine dieser beiden Ausnahmen für Ihr Grundstück in Betracht kommt, entscheidet sich erst relativ spät im Planungsprozess. Vorher müssen die städtischen Planungen durch verbindlichen Stadtratsbeschluss so weit konkretisiert sein, dass für Ihr Grundstück zuverlässig ablesbar ist, ob und ggf. wie sich seine Nutzung in Zukunft verändern soll.

 

6. Kann ich mein Grundstück nach Erlass einer Entwicklungssatzung verkaufen?

Ja, das ist möglich. Wollen Sie Ihr Grundstück im Entwicklungsbereich, also nach Erlass einer Entwicklungssatzung, an einen Privaten verkaufen, können Sie das grundsätzlich, benötigen aber eine Genehmigung durch die Stadt. Kaufverträge, die ohne eine solche Genehmigung geschlossen wurden, sind bis zur Genehmigungserteilung schwebend unwirksam. Die Stadt darf die Genehmigung versagen, wenn der vereinbarte Kaufpreis über dem entwicklungsunbeeinflussten Wert liegt (sogenannte Preislimitierung) oder der Verkauf des Grundstücks der Durchführung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme auf andere Art und Weise zuwiderlaufen würde.

 

7. Was macht die Stadt mit den Grundstücken?

Es geht der Stadt nicht darum, Flächen zu horten - das sieht eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme auch gar nicht vor. Nach Neuordnung und Erschließung der Grundstücke muss die Stadt die Grundstücke zum Endwert wiederveräußern (Reprivatisierung). Wichtig zu wissen ist, dass dabei zunächst die früheren Eigentümer*innen zu berücksichtigen sind. Eine Veräußerung darf jedoch nur an Bauwillige erfolgen; diese müssen sich verpflichten, das Grundstück entsprechend den Festsetzungen des Bebauungsplans und der Entwicklungsziele zu bebauen.

 

8. Wie viele Grundstücke besitzt die Stadt im Untersuchungsbereich schon?

Die Stadt ist derzeit (Stand 1. Mai 2021) Eigentümerin von insgesamt circa 150 Hektar Fläche im Untersuchungsbereich. Das entspricht zirka einem Viertel der zu untersuchenden Gesamtfläche.

 

9. In welchem Zeitraum plant die Stadt?

Zunächst stehen Gespräche mit den Grundstückseigentümer*innen an, um herauszufinden, wie groß die Mitwirkungsbereitschaft am Bau eines neuen Stadtviertels ist und ob eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme erlassen wird. Erst dann kann der Stadtrat der Landeshauptstadt München über das Ob und Wie der Stadtentwicklung im Untersuchungsbereich entscheiden. Dies wird frühestens 2024 der Fall sein.

Entscheidet sich die Stadt dann dafür, ein förmliches Entwicklungsgebiet festzusetzen, muss nach dem Gesetz die zügige Durchführung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme innerhalb eines absehbaren Zeitraums gewährleistet sein. Was unter einem absehbaren Zeitraum zu verstehen ist, kann nicht pauschal beantwortet werden und hängt auch vom Umfang der konkreten Entwicklungsmaßnahme ab. In der Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte wurde zum Beispiel eine Dauer von 15 bis 17 Jahren nicht beanstandet. Ob die zügige Durchführbarkeit gewährleistet ist, muss zum Zeitpunkt der förmlichen Festlegung eines städtebaulichen Entwicklungsbereichs beurteilt werden.

 

Kontakte: Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung

Stadtplanung

Blumenstraße 28b

80331 München

Tel.: 089 233-22055

plan.ha2-62p@muenchen.de

 

Landeshauptstadt München

Kommunalreferat

Immobilienservice

Denisstraße 2

80335 München

Tel. 089 233-24572

is-l.kom@muenchen.de

Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb

Stadtbaurätin Merk im Preisgericht
LHM
Stadtbaurätin Elisabeth Merk vor der Isometrie des ersten Preisträgers.

Der EU-weite zweistufige, offene Ideenwettbewerb für das Planungsgebiet zwischen Johanneskirchen, Daglfing und Riem wurde 2020 entschieden.

Preisgericht am 23./24. Januar 2020

Am 24. Januar 2020 prämierte ein hochkarätig besetztes Preisgericht unter dem Vorsitz von Prof. Markus Allmann die besten Entwürfe.

1. Preis

rheinflügel severin, Düsseldorf, mit bbz landschaftsarchitekten berlin gmbh bdla, Berlin

2. Preis

CITYFÖRSTER architecture+urbanism, Hannover, mit freiwurf landschafts- architekturen, Hannover mit urbanegestalt PartGmbB, Köln

3. Preis

performative architektur, Stuttgart, mit UTA Architekten und Stadtplaner GmbH, Stuttgart mit Grüne Welle Landschaftsarchitektur, Grünkraut

Anerkennungen

bauchplan, München / Philippe Rahm architectes, Paris

MM.WERK Architektur. Entwicklung. Forschung, Wien, mit liebald +aufermann landschaftsarchitekten, PartG mbB, München

Mit dem Abschluss des Ideenwettbewerbs ist ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung des Münchner Nordostens erreicht. Die Arbeiten der Preisträger*innen zeigen für die Nutzungsdichten von 10.000, 20.000 und 30.000 Einwohner*innen Visionen für diesen neuen Stadtbaustein. Das Stadterweiterungsgebiet Münchner Nordosten zählt neben Freiham zu den wichtigsten strategischen Vorhaben der Stadtentwicklung in München. Je nach Nutzungsdichte können hier zirka 3.600 bis 10.600 Wohnungen zur Entlastung für den anhaltend hohen Wohnraumbedarf entstehen. Auf mindestens der Hälfte der Flächen soll jedoch auch dauerhaft Raum für bestehende Nutzungen, wie Landwirtschaft und Pferdesport, sowie für den Erhalt der wertvollen Landschaftselemente freigehalten werden. Weitere Infos finden Sie weiter unten in der Pressemappe.

So geht es weiter: 2022 sind weitere Veranstaltungen geplant, damit die Münchner*innen sich erst informieren und dann auch mitreden können, wie es im Nordosten einmal aussehen soll. Die Stadtratsentscheidung über das weitere Vorgehen ist für März 2022 geplant. Die Anregungen aus den öffentlichen Veranstaltungen fließen in die Beschlussvorlage ein.

1. Preis

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2. Preis

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3. Preis

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Rückblick: Öffentlichkeitsbeteiligung 2019/2020

Bürgerinnen und Bürger diskutieren zum Thema "Überörtliche Vernetzung"
LHM
Die Öffentlichkeit wird intensiv eingebunden.

Im März 2019 startete die intensive Bürgerbeteiligung zum zweistufigen Wettbewerb, die auf den Ergebnissen der vorherigen Öffentlichkeitsphase aufbaute. Bürger*innen hatten im Rahmen von drei Veranstaltungen die Möglichkeit, an einer Vision für den Münchner Nordosten mitzuwirken.

Die erste Veranstaltung fand vor dem Start des Wettbewerbs, die zweite zwischen Stufe 1 und 2 und die dritte nach Abschluss des Ideenwettbewerbs statt.

Bei der ersten Veranstaltung im März informierten sich die Grundeigentümer*innen und Bürger*innen über die Aufgabenstellung für die teilnehmenden Büros und gaben ihnen Anregungen und Hinweise mit auf den Weg. Am 10. April startete der Ideenwettbewerb offiziell.

Bei der zweiten Veranstaltung im Juli wurden die neun vom Preisgericht ausgewählten Entwurfs-Arbeiten ohne Nennung der Verfasser*innen, also anonym, vorgestellt und diskutiert. Die Öffentlichkeit und Eigentümer*innen hatten die Möglichkeit, Anregungen zu äußern.

Dritte Veranstaltung: Am 24. Januar 2020 fiel die Entscheidung im Wettbewerb. Die Ergebnisse wurden im Februar und März 2020 bei zwei Ausstellungen präsentiert. Alle Bürger*innen waren zu den Ausstellungseröffnungen eingeladen.

Eine Veröffentlichung der gesammelten Anregungen der Eigentümer*innen und Bürger*innen war aus verfahrensrechtlichen Gründen erst nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrens möglich. Bis dahin musste für die teilnehmenden Büros sichergestellt werden, dass die Anonymität ihrer Wettbewerbsentwürfe und die Vertraulichkeit gewahrt blieben.

Hintergrund städtebaulicher und landschaftsplaner. Ideenwettbewerb

Luftbild
Planungsgebiet Münchner Nordosten

In der Vollversammlung am 13. Februar 2019 hat der Stadtrat die Eckdaten und Planungsziele des Ideenwettbewerbs für den Münchner Nordosten beschlossen. Er findet mit intensiver Bürgerbeteiligung statt.

Auf einem Gebiet von rund 600 Hektar eröffnet der Münchner Nordosten das Potenzial, einen bedeutenden Beitrag für die Weiterentwicklung des Münchner Stadtgebiets zu leisten. Wie kann eine zukunftsgerechte Stadtentwicklung dort aussehen? Welche neuen Nachbarschaften können zwischen den Bestandssiedlungen und den neuen Stadtbausteinen entstehen und wie können Grün- und Freiflächen erhalten und weiterentwickelt werden?

Aufbauend auf den bisherigen Bestandsuntersuchungen und vorangegangenen Öffentlichkeitsbeteiligungen soll der Wettbewerb dafür innovative, zukunftsfähige und nachhaltige Ideen aufzeigen. Aufgabe wird sein, Ideen zu entwickeln, wie die heutigen Qualitäten des Landschaftsraums und der Dorfkerne in den Dialog mit der Weiterentwicklung treten und dadurch münchentypische lebenswerte neue Stadtquartiere entstehen können.

Zweistufiger offener Ideenwettbewerb

Schema zum zweistufigen Ideenwettbewerb, Münchner Nordosten
Schema zum zweistufigen Wettbewerb

Insbesondere in der ersten Bearbeitungsstufe bietet der städtebauliche und landschaftsplanerische Ideenwettbewerb die Chance, eine Vision für den Münchner Nordosten zu entwickeln. In der zweiten Stufe sollen bis zu zehn ausgewählte Entwürfe nach den Anregungen des Preisgerichts, der Eigentümer*innen sowie der breiten Öffentlichkeit geschärft werden.

Neben einem städtebaulichen Modell sollen ein frei wählbarer Vertiefungsbereich in einem kleineren Maßstab sowie Visualisierungen ausgearbeitet werden. Um eine möglichst große Bandbreite an Ideen zu erhalten, lobt das Referat für Stadtplanung und Bauordnung einen offenen Ideenwettbewerb aus. Das bedeutet, dass kein Teilnahmewettbewerb vorgeschaltet wird und möglichst viele Planungsteams zur Teilnahme aufgerufen werden.