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Neues Leben auf dem PaketPost-Areal

Wo jetzt noch ein Gewerbegebiet ist, soll ein neues Wohn- und Geschäftsviertel Platz finden. Die Paketposthalle wird saniert und zum öffentlichen Treff umgestaltet.

Hauptseite Bild 4 Paketposthalle innen

Bilder für die Presse

Pressemappe

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Bestandsfotos + Übersichtsplan: LHM
Masterplan und und Visualisierungen PaketPost-Areal: Herzog & de Meuron / LHM
Modellfotos: Heller / LHM
Pressebilder Übergabe Gutachten: Michael Nagy / LHM

Informationen

Bürger*innengutachten Komplettfassung

Themen der Planungszellen

Luftbild Projektgebiet

Pressebilder

Übersicht Pressebilder

Bestandsfoto 1

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Bestandsfoto 5

Masterplan 2021 PaketPost-Areal

PaketPost-Areal, Hochhäuser, Visualisierung

PaketPost-Areal, Halle als überdachter Platz, Visualisierung

PaketPost-Areal, autofreie Gasse, Visualisierung

PaketPost-Areal, Modellfoto 1

PaketPost-Areal, Modellfoto 2

Pressebilder von der Übergabe des Bürger*innengutachtens am 11.2.2022

Bild 1 - v.l.: Bürgermeisterin Katrin Habenschaden und die Gutachter*innen Odysseus Georgios Panagiotidis, Martina Baethmann und Maximilian Hambeck

Bild 2 - v.l.: Bürgermeisterin Katrin Habenschaden, Gutachterin Martina Baethmann, Stadtbaurätin Prof. Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk

Bild 3 - v.l.: Die Gutachter*innen Odysseus Georgios Panagiotidis, Martina Baethmann, Maximilian Hambeck, Selina Kappler

Aktuelles

Empfehlungen des Bürger*innengutachtens im Masterplan berücksichtigt - es besteht aber noch Überarbeitungsbedarf

Ein neuer Quartierspark, zwei zusätzliche kleinere Hochpunkte und eine intensive Beteiligung zur Nutzung der denkmalgeschützten Paketposthalle: Der Investor und die Architekten haben den Masterplan überarbeitet und damit vor allem die Forderungen der Bürgergutachter*innen nach mehr öffentlich zugänglicher Freifläche berücksichtigt. Die Auswirkungen des neuen Städtebaus müssen aber noch überprüft werden. Der überarbeitete Masterplan ist Grundlage des nächsten Verfahrensschrittes, der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung. Außerdem soll der Masterplan nochmals der Kommission für Stadtgestaltung vorgelegt werden.

In der Vollversammlung am 26. Oktober hat der Stadtrat die nächsten Schritte zur Entwicklung des PaketPost-Areals entschieden. Der überarbeitete Masterplan ist Grundlage für die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung nach §3 Abs. 1 im Baugesetzbuch.

Die größte Veränderung im Masterplan ist der neue, öffentlich zugängliche Quartierspark westlich der Paketposthalle sowie eine Erweiterung der Freiflächen im Süden und Norden. Vorgeschlagen wird außerdem der Erhalt des Postgebäudes an der Arnulfstraße und in Ergänzung dazu zwei neue Hochpunkte mit 53 und 65 Metern Höhe. Die ursprünglich vorgesehene Blockbebauung wird entsprechend reduziert.

Die Veränderungen im Masterplan haben Auswirkungen auf den Städtebau, den Verkehr, den Freiraum und die Wohnnutzung. Diese müssen auch auf Anregung durch den Bezirksausschuss 9 – Neuhausen-Nymphenburg näher geprüft werden. Im nächsten förmlichen Beteiligungsschritt im Bebauungsplanverfahren kann die Öffentlichkeit Stellungnahmen schriftlich abgeben und an einer öffentlichen Erörterungsveranstaltung teilnehmen.

Die Gestaltung der beiden Hochhaustürme gefiel im Bürger*innengutachten nicht allen: In Abstimmung mit dem beauftragten Architekturbüro, Herzog & de Meuron sollen drei unterschiedliche Fassadenvarianten, sowie eine alternative Erschließung der Hochhäuser eventuell ohne die bisherigen Schrägaufzüge untersucht werden.

Ein wichtiges Anliegen der Gutachter*innen war die Klärung der Nutzung und des Betriebs für die Paketposthalle: Hier liegen noch keine abschließenden Konzepte vor; fest steht aber, dass die Hallenfläche vorwiegend nicht kommerziell und flexibel genutzt werden soll. In einem Beteiligungsprozess mit interessierten Bürger*innen und dem Bezirksausschuss sollen Ideen gesammelt und ein Konzept für die Nutzung der Halle entwickelt werden.

Bürger*innengutachten als Teil der Masterplanung

Ein Leuchtturmprojekt für klimaneutrales Bauen und Wohnen, viele Grünflächen, bezahlbare Wohnungen sowie wenige Autos – die Mitwirkenden beim Bürger*innengutachten zum PaketPost-Areal haben den Planer*innen zahlreiche Wünsche und Forderungen für die Neugestaltung des PaketPost-Areals in Neuhausen auf den Weg gegeben. Sie werden nun in den Masterplan eingearbeitet. Den entsprechenden Auftrag hat der Stadtrat am 30. März 2022 erteilt. Im Mittelpunkt der Überarbeitung stehen:

  • das Grün- und Freiflächenkonzept: Die Bürgergutachter*innen wünschen sich deutlich mehr Freiflächen, als es der bisherige Masterplan vorsieht. Zudem soll direkt an der Paketposthalle ein Vorplatz entstehen. Allerdings dürfe dies nicht auf Kosten von Wohnraum gehen, höhere Wohnhäuser oder ein weiteres Hochhaus sind daher kein Tabu.
  • das Betriebskonzept für die Paketposthalle: Das denkmalgeschützte Bauwerk soll ein öffentlich zugänglicher Ort werden, aber auch für bürgerschaftliche und kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Dafür ist es aus Sicht der Bürgergutachter*innen zwingend notwendig, frühzeitig ein Konzept für Gestaltung, Nutzung und Betrieb zu entwerfen. Geklärt werden sollen auch Fragen zur Finanzierung sowie zur Trägerschaft. Unter anderem wird vorgeschlagen, dass die Landeshauptstadt München den „organisatorischen Rahmen“ setzt.

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung wird den Masterplan zusammen mit dem Investor sowie den beauftragten Architekturbüros Herzog & de Meuron sowie Vogt Landschaftsarchitekten entsprechend weiterentwickeln.

Die Forderung der Bürgergutachter*innen, ein nachhaltiges Quartier mit innovativem, autoarmem Mobilitätskonzept zu schaffen, wird bei jedem weiteren Planungsschritt berücksichtigt. Sie bedeutet aber keine gravierende Veränderung im Masterplan, da dieses Ziel schon seit Beginn der Planungen auf der Agenda steht. Die Öffentlichkeit wird, wie im Gutachten empfohlen, weiterhin intensiv an der Planung beteiligt und über Neuigkeiten informiert.

Nicht einig waren sich die Gutachter*innen hinsichtlich der Fassadengestaltung der Hochhäuser (deren Bau grundsätzlich auf Zustimmung stößt). Die einen waren zufrieden mit den Vorschlägen der Architekten Herzog & de Meuron, andere wünschen sich eine Überarbeitung. Geplant ist nun, eine alternative Lösung für das Äußere der Türme zu entwickeln und zu diskutieren. Für die einzelnen Baufelder im Quartier sind ohnehin Realisierungswettbewerbe vorgesehen.

Das für das Bürger*innengutachten unterbrochene Bebauungsplanverfahren wird fortgesetzt. Dazu gehört auch, als nächste Möglichkeit zum Mitreden, die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung. Im ersten Halbjahr 2023 ist eine Erörterungsveranstaltung geplant.

Übergabe des Bürger*innengutachtens an die Stadtspitze

Übergabe
Michael Nagy / LHM
Das Bürger*innengutachten wird übergeben: Bürgermeisterin Katrin Habenschaden, die Gutachterin Martina Baethmann und Stadtbaurätin Prof. Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk (von links)

Mehr als 80 Seiten, ein ganzer Katalog an wichtigen Forderungen und Anregungen – am 11. Februar 2022 hat eine Delegation aus dem 112 Köpfe starken Team ihr Gutachten zum Neuhauser PaketPost-Areal an Bürgermeisterin Katrin Habenschaden überreicht. Kernaussage: ein klares Ja zu den Plänen für ein neues Wohn- und Geschäftsviertel, aber an manchen Stellen gibt es noch Verbesserungsbedarf.

Insbesondere die Größe der Grün- und Freiflächen reicht den Gutachter*innen nicht aus, und für die markante Paketposthalle wünschen sie sich ein belastbares Nutzungskonzept. Eine Mehrheit der nach einem Zufallsverfahren aus dem Melderegister ausgewählten Teilnehmer*innen befürwortet die beiden 155-Meter-Hochhäuser als wichtigen Teil des Masterplans. Ein reines Gewerbequartier, wie es der derzeit noch gültige Bebauungsplan auf den Flächen ermöglichen würde, lehnen die Münchner*innen ab.

Das Bürger*innengutachten fließt in die weiteren Planungen mit ein und spielt dort eine wichtige Rolle. Für die Münchner*innen gibt es im Laufe des Planungsprozesses noch weitere Möglichkeiten zur Mitwirkung und Stellungnahme.

Das Bürger*innengutachten liegt im PlanTreff, Blumenstraße 31, kostenlos zum Mitnehmen aus (Di - Fr, 12 bis 18 Uhr).

Zitat Oberbürgermeister Dieter Reiter

OB Dieter Reiter 2019 (Foto: Presseamt / Michael Nagy)
Oberbürgermeister Dieter Reiter

„Seriös und ausgewogen informieren, intensiv diskutieren und dann mit fundierter Meinung abstimmen: Das ist das Prinzip des Bürger*innengutachtens, und ich finde, der Aufwand hat sich gelohnt. Hier wurde nicht aus dem Bauch heraus entschieden, es ging nicht um ein simples Ja oder Nein. Hier haben Münchner*innen kreativ und mit großem Engagement ihre eigene Stadt mitgeplant.

Und ich freue mich, dass sie sich auch mehrheitlich offen gezeigt haben, für eine Architektur, die innovativ ist und mehr Höhe wagt. Das heißt, dass moderne Akzente im Stadtbild durchaus erwünscht sind – wenn der Standort stimmt. Ich kann mir Hochhäuser für München gut vorstellen, das habe ich immer gesagt, nicht überall in unserer Stadt, aber beispielsweise hier im Zusammenspiel mit der Paketposthalle. Ich bedanke mich bei allen für diesen bemerkenswerten Einsatz. Auf dieser Basis des Gutachtens werden wir nun weiterplanen.“    

Zitat Stadtbaurätin Prof. Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk

Stadtbaurätin Elisabeth Merk
Michael Nagy / LHM
Prof. Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk

„Bürgerbeteiligung auf Augenhöhe bedeutet die Bereitschaft auf beiden Seiten, sich auf Konsens zu fokussieren und trotzdem einen Dissens zuzulassen - zugunsten einer gemeinsamen Zieldefinition.“

Das Wichtigste in Kürze

Was die Planungszellen im Oktober im „Backstage“ erarbeitet haben:

Ein nachhaltiges Quartier schaffen

Das PaketPost-Areal soll besonders ökologisch und klimafreundlich werden – das betrifft sowohl die Gebäude als auch das Mobilitätskonzept. Das neue Quartier an der Friedenheimer Brücke könnte so zur überregional bekannten „Marke“, zum Vorbild werden. Wichtig wären:

  • eine nachhaltige Bauweise auf Basis des Platin-Standards der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • ökologische Baustoffe auf dem zur Bauzeit aktuellen Stand der Technik
  • wenig Autoverkehr und ein verringertes Parkplatzangebot
  • E-Mobilität und Sharing-Konzepte
  • ein intelligentes Parkraummanagement
  • gute Angebote für Radfahrer*innen - aber ohne Beeinträchtigung der Fußgänger*innen: durch unterirdische Velo-Zufahrten und separate Fahrradschnellwege.

Mehr Grün- und Freiflächen bereitstellen

In den Außenbereichen sollte es mehr attraktiv gestaltete Grün- und Freiflächen geben. Die Balance zwischen bebauten und freien Flächen muss gewahrt sein. Hochwertige Grünflächen außerhalb des eigentlichen PaketPost-Areals in unmittelbarer Nähe wären eine denkbare Alternative, nicht aber die Vorzugslösung. Die Ergebnisse im Einzelnen:

  • mindestens 20 Quadratmeter Freifläche pro Person
  • Freiflächen haben Priorität vor Bebauung – aber möglichst nicht auf Kosten von Wohnungen. Lösungsidee: höhere Wohnblöcke oder ein weiteres Hochhaus
  • Vor der Paketposthalle wäre ein Vorplatz schön.
  • Die Freifläche in der Paketposthalle (mindestens 18.000 Quadratmeter) darf nicht durch kommerzielle Nutzungen verkleinert werden.
     

Den Masterplan weiterentwickeln

Zwar sind sich nicht alle Gutachter*innen einig, ob der aktuelle Masterplan die bestmögliche Variante für das Areal darstellt. Eine Mehrheit empfiehlt dennoch, die weitere Planung auf diesem Konzept aufzubauen – einschließlich des Baus der beiden Hochhäuser. Insgesamt erwartet die Mehrheit einen hohen Nutzen, wenn der Masterplan weiterverfolgt wird. Besonders wichtig sind:

  • bezahlbare Wohnungen in größerer Zahl als es die städtischen Mindestvorgaben der sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN) vorsehen
  • keine Fixierung auf Luxuswohnungen, sondern vor allem auf Wohnungen im mittleren Preissegment, die durch gute Wohnungszuschnitte auch für Menschen mit Durchschnittseinkommen in Frage kommen
  • Nein zum alten, aber derzeit noch gültigen Bebauungsplan, der Gewerbe und Bürobauten an der Wilhelm-Hale-Straße vorsieht.

Ja zu Hochhäusern, aber vielleicht müssen sie überarbeitet werden

Die Mehrheit der Gutachter*innen befürwortet den Bau von zwei 155 Meter hohen Türmen. Uneinigkeit herrscht über die Gestaltung: Dem einen Teil gefällt der Entwurf des Schweizer Büros Herzog & de Meuron, der andere empfiehlt einen Architekturwettbewerb.

Nutzung und Betrieb der Paketposthalle klären

Die Idee, die Paketposthalle auf Dauer als öffentlichen Treffpunkt und Freiraum zu nutzen, stößt auf breite Zustimmung. Notwendig dafür sind:

  • ein Konzept für Gestaltung und Nutzung der Halle: Wer ist Träger der Erdgeschossflächen? Wie genau sollen Erd- und Untergeschoss genutzt werden? Wer trägt das finanzielle Risiko?
  • ein organisatorischer Rahmen für den Kulturbetrieb. Vorschlag: Das soll die Stadt München übernehmen – durch die Gründung eines Vereins oder einer Interessensgemeinschaft
  • Die Nutzungsrechte für die Öffentlichkeit sollen im Grundbuch festgeschrieben werden.

Mehr Informationen für die Öffentlichkeit

Um einseitige Berichterstattung in den Medien besser einordnen zu können, sollen noch mehr fundierte Hintergrundinformationen zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehören auch:

  • eine Darstellung der von den Gutachter*innen abgelehnten Alternative zum neuen Masterplan: Bürohäuser entlang der Wilhelm-Hale-Straße, wie sie der aktuelle gültige Bebauungsplan ermöglicht
  • eine klare Position der Stadt München zur Entwicklung des PaketPost-Areals. Sie sollte möglichst bald fixiert und öffentlich kommuniziert werden.

Hintergründe zum Ablauf

Die Teilnehmer des Bürgergutachtens sitzen auf Stühlen in einem großen Raum des "Backstage" und lauschen einem Vortrag.
Michael Nagy / LHM
Impulsvortrag im "Backstage"

Das Bürger*innengutachten fürs PaketPost-Areal war in zwei Etappen für jeweils zwei Gruppen angesetzt: vom 5. bis 8. und vom 12. bis 15. Oktober 2021. 112 zufällig aus dem Meldeverzeichnis ausgewählte interessierte Münchner*innen waren ins "Backstage" in Sichtweite der Paketposthalle gekommen, um sich intensiv mit einer der spektakulärsten Planungen der Stadt auseinanderzusetzen.

Fachvorträge zur Information

Dazu gehörten zunächst Fakten als Basis jeder weiterführenden Diskussion. Zu Beginn jeder Arbeitseinheit gab es einen fachlichen „Input“ – in Form mehrerer Vorträge. Der Masterplan für das gesamte Areal, auf dem neben den beiden diskutierten Hochhäusern noch viele weitere Gebäude mit unterschiedlichen Nutzungen geplant sind, wurde vorgestellt. Es ging um Nachhaltigkeit, um soziale Ausgewogenheit, die Gestaltung der Freiflächen sowie die künftige Nutzung der denkmalgeschützten Paketposthalle selbst, deren beeindruckende Architektur die Teilnehmer*innen bei einem ausgiebigen Rundgang besichtigen konnten. Nach den Vorträgen verteilten sich die Gutachter*innen auf die Tische, um in kleineren Gruppen weiterzudebattieren. Die Ergebnisse wurden später im Plenum vorgestellt und von allen bewertet.

Das auf mehrere Tage angesetzte Bürger*innengutachten, das im Auftrag des Referats für Stadtplanung und Bauordnung ganz bewusst von einem neutralen Ausrichter organisiert wurde, zählt zu den vielversprechendsten, aber auch aufwändigsten Varianten der Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Methode ist international anerkannt. Da die Teilnehmer*innen per Zufallsauswahl aus dem Melderegister ausgewählt wurden, ist in den sogenannten Planungszellen ein breiter Querschnitt der Stadtbevölkerung vertreten – wichtig bei einer Planung, die für ganz München von großer Bedeutung ist. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema gewährleistet eine fundierte Meinungsbildung und eine entsprechend hochkarätige Debatte mit vielen wertvollen Vorschlägen.

Chance zur Differenzierung

Im Fokus der Teilnehmer*innen standen vor allem das Angebot an Freiräumen im Areal, die nachhaltige Gestaltung des gesamten Areals und die möglichen Nutzungen sowie der Betrieb der Paketposthalle. Besonders wichtig am Bürger*innengutachten ist die Möglichkeit zur Differenzierung: Es geht nicht um den Versuch, „Schablonen“ für ganz München zu fixieren, sondern um die Suche nach passgenauen Lösungen für eben diesen Standort. Dazu gehört auch die Chance, zielführende Kompromisse und völlig neue Ideen in die Diskussion einzubringen. Ein einfaches Ja-Nein-Schema könnte diesen Anspruch nicht erfüllen.

Mitreden und mitplanen - weitere Details zum Bürger*innengutachten

Die Themen, mit denen sich die Planungszellen beschäftigten, waren im Juli bei einem Auftakt- und Informationsabend und einem Runden Tisch gesammelt worden. Sie reichten von Bebauungsdichte, Denkmalschutz und Nachhaltigkeit des Areals und der Hochhäuser bis hin zu Nutzung der Paketposthalle und der Freiflächen. Damit diese Themen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden konnten, hielten Expert*innen ausführliche und durchaus auch kontroverse Vorträge – unter anderem die frühere Berliner Senatsbaudirektorin Regula Lüscher sowie Vertreter*innen des Münchner Forums, der Universitäten, des Landesamts für Denkmalpflege, der Münchner Stadtverwaltung, diverser mit dem Thema befasster Ingenieurbüros und von unabhängigen Planungs- und Architekturbüros aus Deutschland und der Schweiz. Bei der auf die Vorträge folgenden Arbeit in Kleingruppen beleuchteten die Gutachter die unterschiedlichen Aspekte und entwickelten eigene Ideen sowie konkrete Vorschläge für die weitere Entwicklung des Areals. Diese wurden anschließend vor der gesamten Gruppe präsentiert, diskutiert und bewertet.

Details zur Arbeit der Planungszellen hat Stadtbaurätin Prof. Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk am 28. September bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit Anna Hanusch, Stadträtin und Vorsitzende des Bezirksausschusses Neuhausen-Nymphenburg, Prof. Dr. Christiane Dienel vom nexus-Institut und Investor Ralf Büschl von der Büschl Unternehmensgruppe vorgestellt.

Die Presseunterlagen finden Sie unten auf dieser Seite.

Was bisher geschah

Der offizielle Start des Bürger*innengutachten war der digitale Auftakt- und Informationsabend am 1. Juli: Hier kam zur Sprache, welche Anregungen, welche Kritik und welche Wünsche die Münchner*innen für das neue Stadtquartier im Süden Neuhausens haben. Ende Juli wurden bei einem Runden Tisch mit Interessengruppen und Fachexpert*innen weitere Themen und Anregungen für die Planungszellen gesammelt.

Hier geht es zur Aufzeichnung der Veranstaltung.

Die Organisation durch ein unabhängiges Büro ist fester Bestandteil des Konzepts. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung hat das Berliner Institut nexus mit der Durchführung des Verfahrens beauftragt. Unter bg-paketpost-areal.de ist der von nexus erstellte Internetauftritt zum Bürger*innengutachten zu finden.

Das Verfahren

Bei einem Bürger*innengutachten werden Teilnehmer*innen repräsentativ aus dem Melderegister ausgewählt. Sie müssen mindestens 14 Jahre alt sein. In als „Planungszellen“ bezeichneten Arbeitsgruppen diskutieren sie mehrere Tage lang verschiedene Themen. Das Zufallsverfahren gewährleistet, dass alle die gleichen Chancen haben und ein breites Spektrum unterschiedlicher Menschen mitredet. Das Verfahren des Bürger*innengutachtens ist für die öffentliche Debatte wichtiger Planungsthemen besonders geeignet, da es eine Einbindung der „schweigenden Mehrheit“ gewährleistet, die nicht in Initiativen oder politischen Gruppierungen organisiert ist. Zudem ermöglicht es eine konstruktive und kreative Auseinandersetzung mit dem Projekt - abseits eines reinen Ja-Nein-Schemas.

Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Durchführung eines Bürger*innengutachtens ist die klare Definition der Aufgabenstellung und des Arbeitsrahmens. Einzuhaltende Rahmenbedingungen wie Gremienvorbehalte oder rechtliche Zwänge müssen klar kommuniziert werden. Die Organisation und Durchführung des Verfahrens durch ein unabhängiges Büro ist fester Bestandteil des Konzepts. Dieses soll keinen Einfluss auf das Verfahren und die Ergebnisse nehmen.

Wichtig für eine differenzierte Meinungsbildung und einen offenen Dialog ist, dass die Beteiligten vielfältig informiert werden und auf die Vielzahl unterschiedlicher Aspekte und Perspektiven eingegangen wird. Auch Planungskonflikte werden offen thematisiert. Aus ihnen erarbeiten die Bürger*innen unter Unterstützung des neutralen Durchführenden Entscheidungsalternativen, die anschließend bewertet werden. Ziel ist es, Vorschläge zur weiteren Entwicklung zu erarbeiten und in einem Gutachten festzuhalten.

Warum ein Bürger*innengutachten?

Seitdem die ersten Planungen für das PaketPost-Areal vorgestellt wurden, steht das Projekt im Fokus der Öffentlichkeit. Besonders kontrovers diskutiert werden die beiden vorgeschlagenen Hochhäuser und die spätere Nutzung der Paketposthalle.

Da diese Fragen nicht nur das Projektumfeld, sondern gesamtstädtische Belange berühren, hat das Referat für Stadtplanung und Bauordnung vorgeschlagen, ein Bürger*innengutachten durchzuführen, um unterschiedliche Perspektiven, Fragestellungen und vorhandene Planungskonflikte zu untersuchen. Besonders wichtig ist zudem die Möglichkeit zur Differenzierung: Es geht nicht um den Versuch, „Schablonen“ für ganz München zu fixieren, sondern um die Suche nach passgenauen Lösungen für eben diesen Standort. Dazu gehört auch die Chance, zielführende Kompromisse und völlig neue Ideenin die Diskussion einzubringen.

Mit dem Bürger*innengutachten soll gewährleistet werden, dass alle Vorschläge und Kritikpunkte zur Entwicklung des neuen Quartiers offen diskutiert werden können.

Frühere Bürger*innengutachten in München

Das erste Münchner Bürgergutachten fand 2013 statt. Das Kunstareal wurde untersucht, zahlreiche der Vorschläge wurden verwirklicht, beispielsweise die Wiederbesetzung einer Koordinationsstelle oder die Ausschreibung eines Masterplans zur Grün- und Freiraumgestaltung.

Das jüngste Bürgergutachten in München wurde 2017 zum Viktualienmarkt durchgeführt. Hier fand das Verfahren etwa in der Mitte des Planungsprozesses statt, sodass es bereits Ergebnisse von Architekt*innen und Planer*innen gab. Der Prozess war allerdings noch so offen, dass die Bürger*innen eingreifen und mit ihren wichtigen Empfehlungen die Zukunft und Sanierung des Münchner Viktualienmarkts mitgestalten konnten.

Chronologie

1/2022: Fertigstellung und Übergabe Bürger*innengutachten an den Oberbürgermeister und die Landeshauptstadt München
ab 5.10.2021: Durchführung Planungszellen, Dokumentation der Ergebnisse
28.9.2021: Pressekonferenz zum Start der Planungszellen
1.7.2021: Informations- und Auftaktveranstaltung Bürger*innengutachten
05/2021: Vergabe Durchführung Bürger*innengutachten an nexus – Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung, Berlin
04/2021: Bekanntgabe Bürger*innengutachten im Planungsausschuss des Stadtrats
01/2021: Vergabebeschluss für das Bürger*innengutachten durch den Stadtrat

Weitere Bilder

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Das Projekt

Blick durch eine urbane Gasse auf die beiden Türme. Am linken Bildrand ist die Paketposthalle zu sehen.
Herzog & de Meuron / LHM
Urbane Gasse mit Blick auf die Türme, links die Paketposthalle

Auf einem Gewerbeareal im Süden Neuhausens soll ein neues, unverwechselbares Stadtquartier mit rund 1.100 Wohnungen sowie Büros für 3.000 Arbeitsplätze entstehen. Im Mittelpunkt steht die jetzt noch als Briefverteilzentrum genutzte Paketposthalle, deren kühn geschwungene Konstruktion als öffentlicher Treffpunkt und als Kulturzentrum genutzt werden soll.

Flankiert werden soll das einst als Paketbahnhof genutzte Bauwerk, das Ende der 1960er Jahre die weltweit größte freitragende Betonfertighalle war, von zwei Hochhaus-Türmen, die wie der gesamte Masterplan für das Gelände vom Architekturbüro Herzog & de Meuron stammen. Sie „zitieren“ an ihren konkav gewölbten Seitenfassaden ganz bewusst den Bogen der Paketposthalle – nur eben in vertikaler Richtung. So sehen es die Planungen des Investors, der Büschl-Unternehmensgruppe, für das Areal an der Arnulfstraße auf Höhe Friedenheimer Brücke vor. Abschließende Entscheidungen sind noch nicht gefallen, das Projekt befindet sich in einer frühen Phase des Planungs- und Genehmigungsprozesses.

Wie hoch die Türme genau werden, wie die Halle konkret genutzt werden kann und wie ein lebenswertes Viertel aussehen könnte, war Thema im vom Stadtrat beschlossenen Bürger*innengutachten. Es gibt aber im darauffolgenden Planungsprozess noch weitere Mitsprachemöglichkeiten für die Münchner*innen. Die Fernwirkung der Hochhäuser und damit die Auswirkung auf die Stadtsilhouette wird noch durch ein Gutachten untersucht.

Die Planung für die Türme wurde aktuell noch weiterentwickelt: Die Architekten, die auch die Allianz-Arena im Münchner Norden sowie die Fünf Höfe in der Altstadt entworfen haben, haben zwei Schrägaufzüge an den Außenfassaden ergänzt und die Türme so gedreht, dass die filigrane Form besser zur Geltung kommt.

Das Besondere

Vor der großen Glasfassade der Paketposthalle sind als Schattenrisse mehrere Leute zu sehen.
Michael Nagy / LHM
Besichtigung der Paketposthalle

Das neue Quartier sticht architektonisch hervor – durch die (dann sanierte) Paketposthalle und die beiden Türme, in deren obersten Etagen Gastronomie, Kultur und eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform vorstellbar sind. Die überwiegend sechsgeschossigen Wohn- und Geschäftshäuser, in deren Erdgeschossen Geschäfte und Gastronomie unterkommen sollen, stehen südlich, westlich und nördlich davon – dort befinden sich heute unter anderem die Werksparkplätze der Deutschen Post, die voraussichtlich bis 2023 die Flächen räumen will.

Auch in den Türmen sollen neben Büros Wohnungen unterkommen - das gesamte Quartier wird nach den Grundsätzen der sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN) geplant, die einen festen Anteil geförderter beziehungsweise bezahlbarer („preisgedämpfter“) Wohnungen garantiert. Die Gassen rund um die Gebäude werden autofrei konzipiert, der gesamte Anlieferverkehr soll unterirdisch ablaufen. Dort befinden sich auch die Parkplätze der Anwohner*innen.

Das Viertel soll sich durch ein klares Bekenntnis zur Ökologie und Nachhaltigkeit auszeichnen. So sind beispielsweise Pergolen mit Photovoltaikanlagen auf den gemeinschaftlich nutzbaren, begrünten Dachflächen vorgesehen. Um die CO2-Belastung zu reduzieren, wird eine Holzhybridbauweise der beiden Hochhäuser geprüft. Die Pläne für die Paketposthalle, die als öffentlicher überdachter Platz Mittelpunkt des neuen Viertels werden soll, müssen erst noch weiter konkretisiert werden – unter anderem durch das Bürgergutachten.

Planungsstand

Innenhof Paketposthalle
Herzog & de Meuron/LHM
Die begrünten Innenhöfe liegen im ersten Stock

Das 8,7 Hektar große Grundstück gehört der Büschl Unternehmensgruppe, die Herzog & de Meuron mit der Entwicklung eines Masterplans beauftragt hat. Darin wird ein städtebauliches und freiraumplanerisches Konzept für das Areal und ein Nutzungskonzept für die denkmalgeschützte Paketposthalle vorgeschlagen. Im Oktober 2019 hat der Stadtrats-Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung dem Masterplan für die Bebauung grundsätzlich zugestimmt und eine Überarbeitung beziehungsweise Weiterentwicklung angeregt. Dies ist inzwischen geschehen. Am 7. Juni 2021 wurde der Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg, am 16. Juni der Planungsausschuss des Stadtrats offiziell über den aktuellen Planungsstand informiert. Für den weiteren Planungsprozess bildet dann das Bürger*innengutachten einen wesentlichen Baustein. Es wird evaluiert, dem Stadtrat vorgelegt und schließlich zur Grundlage für die offizielle Beteiligung der Öffentlichkeit, die in einem Bebauungsplanverfahren Standard ist.

Fragen und Antworten zum PaketPost-Areal

Was genau soll auf dem Gelände entstehen?

Bislang gibt es nur einen Masterplan, der dem Stadtrat vorgestellt wurde, fest beschlossen ist also noch nichts. Wie das Quartier später genau aussieht, wird nicht zuletzt vom Ergebnis des Bürger*innengutachtens, aber auch von den anderen Öffentlichkeitsbeteiligungen abhängen. Die Pläne des Investors sehen rund um die Paketposthalle bis zu sechsgeschossige Bauten vor, die sich um Höfe gruppieren. Dazwischen verlaufen urbane Gassen – ohne Autoverkehr, dafür aber mit Bäumen und Bänken. In den Erdgeschossen könnten Geschäfte oder Gewerbebetriebe einziehen, auch Büros sind möglich. Die oberen Stockwerke sind vor allem für Wohnungen reserviert. Insgesamt sollen rund 1.100 Wohnungen entstehen sowie Büros für circa 3.000 Arbeitsplätze. In dem Gebäudetrakt an der Arnulfstraße könnten soziale Einrichtungen unterkommen. Insgesamt sind im Gebiet sechs Kindertagesstätten vorgesehen. Die beiden Hochhäuser sollen südwestlich der Paketposthalle stehen. Sie sind in den oberen Etagen ebenfalls als Wohnungen ausgelegt, es gibt aber auch Büro-Etagen und Platz für ein Hotel. Im obersten Stock des östlichen Turms könnte eine öffentliche Aussichtsetage Platz finden.

Was passiert mit der Paketposthalle selbst?

Ganz klar ist das noch nicht, auch hier können die Münchner*innen noch mitreden. Bislang ist geplant, die derzeit noch als Briefverteilzentrum genutzte Halle ebenerdig als Freiraum für die Allgemeinheit zu öffnen. Räume für Kultur könnten eine Etage tiefer Platz finden, die Halle soll unterbaut werden. In jedem Fall wird das bemerkenswerte denkmalgeschützte Bauwerk, in dem einst auf 15 Gleisen Pakete verladen wurden, auf Dauer erhalten werden. Das ingenieurstechnisch anspruchsvolle Dach stammt von Helmut Bomhard, für die Gestaltung waren die Architekten Rudolf Rosenfeld, Herbert Zettel und Ulrich Finsterwalder zuständig.

Warum muss es gar so dicht bebaut sein?

München verfügt nur noch über wenige freie Flächen, allzu verschwenderisch sollte man also mit den verbliebenen nicht umgehen. Denn den Zuzug einfach aufhalten kann die Stadt nicht. Sie versucht aber, das Wachstum verträglich und im Sinne des Allgemeinwohls zu managen, damit München im Gleichgewicht bleibt. Um vor allem die Mieten nicht immer noch weiter ansteigen zu lassen, benötigt die Stadt neue Wohnungen, und die wiederum brauchen Platz. Die sehr gute Anbindung des Paketpostareals an den öffentlichen Nahverkehr ermöglicht auch bei hoher Dichte eine verträgliche Abwicklung des Verkehrs.

Dichte hat aber auch viele Vorteile. Sie bedeutet Urbanität und damit ein attraktives Umfeld mit vielen Geschäften, Gastronomie und Kulturangeboten, das in einem dünn besiedelten Quartier nicht möglich wäre. Zudem können in einem solchen urbanen Umfeld prinzipiell Wege verkürzt und Pkw-Verkehr reduziert werden. Außerdem kann ein besseres Angebot an Kitas, Schulen und Sozialeinrichtungen in unmittelbarer Nähe geschaffen werden. Aber natürlich sind dadurch ausreichend Freiflächen für die Menschen umso wichtiger. Darum bemüht sich das Referat für Stadtplanung und Bauordnung intensiv. Die Nutzung der Freiflächen war auch Thema beim Bürger*innengutachten.

Passen die Hochhäuser in die Silhouette der Stadt?

Diese Frage gilt es noch zu klären, die Mehrheit der Teilnehmenden beim Bürger*innengutachtens befürwortet aber den Bau. Zudem wird derzeit eine umfassende Studie erstellt, um die Auswirkungen auf das Stadtbild von verschiedenen Standorten aus zu prüfen. In der Hochhausstudie, die aktuell fortgeschrieben wird, wurde das Grundstück als geeigneter Standort für höhere Bauten ausgemacht. Prinzipiell besteht rund um das Areal nahe der breiten Bahnschneise keine klassische Silhouette, wie sie etwa die Türme der Altstadt oder auch Kirchen und Dächer der Altbauviertel bieten. Nichtsdestotrotz muss natürlich an jeder Adresse sorgsam mit dem Stadtbild umgegangen werden. Gut gestaltete Hochhäuser können eine Bereicherung sein.

Was oft kritisiert wird: Die Bauten werden vom Nymphenburger Schlossrondell aus zu sehen sein – wie übrigens auch der Olympiaturm oder das Uptown-Hochhaus in Moosach. Das Rondell bildet aber entgegen einer weit verbreiteten Meinung keine klassische Sichtachse. Sichtachsen sind architektonisch gestaltete oder städtebauliche „Durchblicke“, die ebenerdig verlaufen und oft auf ein markantes Ziel zuführen: die Maximilianstraße mit dem Maximilianeum beispielsweise. Derartige Architekturschöpfungen gilt es natürlich nicht zu verstellen. Hochhäuser sind naturgemäß auch aus größerer Entfernung zu sehen, vor allem natürlich oberhalb der Dächer. Die von Herzog & de Meuron entworfenen Bauten sollen laut dem Entwurf des Masterplans 155 Meter hoch werden, abgeleitet aus der Dimension der Paketposthalle mit etwa 150 Meter Spannweite. Wie hoch sie später tatsächlich werden, ist aber noch nicht fix. Zum Vergleich: Das Uptown-Hochhaus am Georg-Brauchle-Ring ist 146 Meter hoch, der Olympiaturm 291 Meter. Die Türme der Frauenkirche erreichen knapp 99 Meter. Der Kölner Dom dagegen ist mit 157 Metern etwas höher als der Masterplan für die Hochhäuser an der Paketposthalle vorschlägt, das Ulmer Münster erreicht sogar 161 Meter.

Entstehen dort vor allem Büros und Luxuswohnungen?

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung achtet streng darauf, dass eine ausreichende Zahl an bezahlbaren Wohnungen entsteht. Dafür steht das Prinzip der sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN), das immer zur Anwendung kommt, wenn die Stadt über Bebauungspläne neues Baurecht schafft. Es sieht vor, Investoren an den Kosten für Schulen, soziale Einrichtungen und die Verkehrsanbindung zu beteiligen und günstigen Wohnraum zu schaffen.

Wie geht es weiter?

Das Bürger*innengutachten wurde offiziell an die Stadtspitze übergeben. Dessen Ergebnisse fließen nun in die weiteren Planungen mit ein - der Stadtrat hat seine Zustimmung erteilt, die Empfehlungen der Münchner*innen in den Masterplan einzuarbeiten. Noch im Herbst könnte dann die wegen des Gutachtens unterbrochene Bauleitplanung wieder aufgenommen werden. In deren Verlauf gibt es weitere Mitwirkungsmöglichkeiten der Bürger*innen. Der Bebauungsplan wird frühestens im Jahr 2023 fertig.

Details zum Masterplan

Herzog & de Meuron/LHM

Der Masterplan

Im Auftrag der Eigentümerin des Areals, der Büschl-Gruppe, entwickelte das renommierte Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron einen Masterplan, der die Paketposthalle zum identitätsstiftenden Zentrum des neuen Quartiers macht. Die mehr als zwei Fußballfelder große Halle soll zum überdachten, frei zugänglichen Stadtplatz und Kulturzentrum werden. Westlich der Halle sind zwei Hochhäuser geplant, die als spannender städtebaulicher Akzent die neue Bedeutung der Halle betonen. Die beiden elegant geschwungenen Türme orientieren sich in Form und Größe an dem gebogenen Hallendach. Komplettiert wird das neue Quartier durch in einer Blockstruktur angeordnete Hofgebäude. Zwischen diesen überwiegend sechsgeschossigen Neubauten bilden sich Gassen, die Wege- und Sichtbeziehungen zur Halle ermöglichen und die autofrei geplant sind. Cafés, Restaurants und Läden in den Erdgeschossen sollen die Gassen beleben und zu urbanen Aufenthaltsorten machen. In den Obergeschossen der Hofgebäude sind Wohnungen vorgesehen. Durch die Vielfalt unterschiedlicher Nutzungen soll ein vitales und buntes Quartier entstehen, das durch das Zusammenspiel des historischen Baudenkmals mit den zukunftsweisenden Hochhäusern einzigartig ist.

Die Türme

In den Erdgeschosszonen und den obersten Geschossen der Hochhäuser werden – wie in der Hochhausstudie gefordert – öffentliche Nutzungen geplant, beispielsweise gastronomischer oder kultureller Art. Zwei markant geschwungene Schrägaufzüge an der Außenfassade führen direkt zu den obersten Geschossen der Türme, so dass die öffentliche Zugänglichkeit unmittelbar im Stadtbild sichtbar wird. In den übrigen Stockwerken sollen Wohnungen, Hotelbereiche und Büros entstehen.

Die Halle

Das denkmalgeschützte Bauwerk aus dem Jahr 1969 ist das Herz des neuen Quartiers. Die 124 mal 147 Meter große Halle soll zu einem neuen Lebensmittelpunkt für Anwohner*innen und Beschäftigte im Quartier und über dessen Grenzen hinaus werden. Der vielseitig nutzbare, öffentliche Freiraum soll so gestaltet werden, dass kuratierte, temporäre Veranstaltungen verschiedenster Art wie Kultur- und Sportveranstaltungen, Märkte oder Feste möglich sind.

Mit der Freifläche unter dem gewölbten, freitragenden Dach der Paketposthalle bekommt München einen einzigartigen und spannenden neuen Stadtraum. Der zentrale Bereich der bis zu 30 Meter hohen Halle soll unverbaut und weitestgehend offen gestaltet werden, das filigrane, gebogene Betontragwerk der Konstruktion soll sichtbar bleiben.

Während die Halle oberirdisch in ihre ursprüngliche Gestalt zurückgeführt wird, ist unterirdisch etwas komplett Neues geplant: Die Halle soll komplett unterbaut werden, so dass neue Räume, beispielsweise für einen Konzertsaal, für Kongresse und Versammlungen sowie für Kultur- und Eventflächen entstehen. Das neue Untergeschoss soll über Zugangsbereiche an den Längsseiten der Halle und über Lichtgräben mit der Erdgeschossebene verbunden werden.

Bei der Weiterentwicklung der Masterplanung soll auch darauf geachtet werden, dass die Halle aus verschiedenen Richtungen sichtbar bleibt.

Öffentlicher Raum ohne Autos

Das PaketPost-Areal ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden, die S-Bahnstation Hirschgarten ist fußläufig erreichbar, zudem gibt es Tram- und Buslinien. Daher ist es naheliegend, dass der Verkehr überwiegend durch öffentlichen Nahverkehr, Rad- und Fußverkehr sowie durch neue Mobilitätsangebote abgewickelt werden soll.

Die kompakte, dichte Bebauungsstruktur des Quartiers orientiert sich bewusst an den räumlichen Maßstäben des Fußverkehrs. Oberirdisch sollen ausschließlich Fuß- und Radwege entstehen. Der gesamte motorisierte Verkehr – also Pkw, Lkw und Busse – soll unter die Erde verlagert werden und über eine dreigeschossige Tiefgarage in das Quartier gelangen. Über ein Mobilitätskonzept sollen das Verkehrsaufkommen und der Stellplatzbedarf auf ein Minimum zu reduziert werden.

Für den Radverkehr sind Wege bis zur Halle mit Anschlüssen zum Hirschgarten, der Wilhelm-Hale-Straße und Arnulfstraße sowie gut erreichbare Fahrradabstellplätze geplant. Eine direkte Verbindung an den Bahnsteig des S-Bahnhofs Hirschgarten über einen Fußgängersteg wird aktuell geprüft.

Urbanes Leben und Arbeiten

Das kompakte, nutzungsgemischte Quartier mit seinen kurzen Wegen bietet ideale Voraussetzungen für zukunftsorientiertes urbanes Leben und Arbeiten. Alle Neubauten werden nach den Grundsätzen der sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN) geplant, die einen festen Anteil geförderter beziehungsweise bezahlbarer („preisgedämpfter“) Wohnungen garantiert. Neben den Wohnungen und Büros sind sechs Kindertageseinrichtungen geplant. Zudem wird überlegt, eine Pflegeeinrichtung und einen Nachbarschaftstreff im neuen Quartier anzusiedeln.

Die gewerblichen Nutzungen und der Einzelhandel sollen auf den Bedarf abgestimmt und vielfältig sein, auch kleinteilige Handwerks- und Manufaktur-Konzepte sind vorgesehen. Die öffentliche Nutzung der Paketposthalle sowie in den unteren und oberen Geschossen der Hochhäuser beleben das Quartier zusätzlich und bringen einen Mehrwert für die gesamte Stadt mit sich.

Plätze, Promenaden und Passagen

Als Hauptzugang zur Paketposthalle soll westlich der Halle ein von den Architekten als „Square“ bezeichneter Platz entstehen, der den Zugang zur Halle markiert und die Architektur des Denkmals erlebbar macht. Als zentraler Bereich im neuen Quartier soll er zudem zum Verweilen einladen. Die Hochhäuser an der westlichen Ecke der Halle formen ein „Tor“, das den Übergang von dem zweiten „Square“, dem Stadtplatz Birketweg / Wilhelm-Hale-Straße, zum direkten Vorplatz der Halle betont. Die beiden „Squares“ sind als autofreie, versiegelte Plätze mit Baumgruppen konzipiert. Südlich der Halle verbindet die sogenannte Promenade den Hirschgarten im Westen mit der Postwiese im Osten. Die Promenade soll ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität und von Fuß- und Radverkehr genutzt werden. Der Fußverkehr vom S-Bahnhof erreicht das PaketPost-Areal über den südlichen Quartierseingang am Birketweg. Dort soll ein attraktiver Auftakt zum Quartier entstehen, der sich mit den östlich angrenzenden Grünflächen vernetzt.

Die 15 Meter breiten, öffentlich zugänglichen Gassen zwischen den Wohnbauten sollen unterschiedlich bepflanzt werden. Es sind mittige Baum- und Grünbereiche mit Sitzgelegenheiten vorgesehen. Zusätzliche Passagen sollen fußläufige Querverbindungen durch die Blöcke schaffen. Die Dachflächen der Wohnhäuser sind als gemeinschaftlich genutzte Freiflächen mit Aufenthalts-, Rasen- und Pflanzflächen sowie Photovoltaik-Pergolen geplant. Die Blockinnenbereichen sind als erhöhte Gartenhöfe auf der Ebene des ersten Obergeschosses vorgesehen, die den Bewohner*innen Platz für Spielflächen und Erholung bieten.

Die Gestaltung der Freiflächen ist aufgrund der hohen Dichte der Bebauung samt Unterbauung und der zu erwartenden Verschattung eine große Herausforderung. Die Freiflächen sollen daher besonders qualitätvoll gestaltet werden und gut durchdachte Möglichkeiten für eine multifunktionale Nutzung bieten. Viele auch größere Bäume sowie Dach- und Fassadenbegrünung sollen für ein angenehmes Stadtklima sorgen.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Das Viertel soll sich durch ein klares Bekenntnis zur Ökologie und Nachhaltigkeit auszeichnen. Dies soll sich im gesamten Planungs- und Bauprozess des PaketPost-Areals widerspiegeln – beginnend bei der städtebaulichen und freiraumplanerischen Grundkonzeption bis hin zur Realisierung der Gebäude und Freianlagen. Das Energiekonzept sieht den Einsatz innovativer Techniken und regenerativer Energieträger, wie die Solarenergienutzung, vor. Für die beiden Hochhäuser wird eine Holzhybridbauweise geprüft.

Masterplan-Verfahren

Das Masterplan-Verfahren fand von Januar 2019 bis Mai 2019 statt und wurde von einem Gremium begleitet, das sich aus dem Investor, Stadträt*innen, dem Bezirksausschuss, der Stadtverwaltung und externen Planer*innen zusammensetzte. Die Ergebnisse der Masterplanung wurden im Juli 2019 dem Stadtrat und der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Aufstellungsbeschluss vom Oktober 2019 wurde gefordert, die Masterplanung zu prüfen und weiterzuentwickeln. Zudem wurden die Architekten beauftragt, das Masterplan-Verfahren durch eine Dokumentation der Zwischenergebnisse und des Planungsprozesses für die Öffentlichkeit transparent zu machen. Im Frühjahr 2020 wurden die frühzeitige Behördenbeteiligung sowie ein schriftliches Scoping-Verfahren durchgeführt und anschließend die notwendigen Gutachten beauftragt. Die Ergebnisse dieser Abstimmungen und Prüfungen flossen in die Überarbeitung des Masterplans ein.

Der aktuelle Zwischenstand wurde am 7. Juni dem Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg, am 16. Juni dem Planungsausschuss des Stadtrats vorgestellt. Das Ergebnis der Masterplanung – die auch die Erkenntnisse des Bürger*innengutachtens berücksichtigen wird – bildet die Grundlage für das Bebauungsplanverfahren. Nach dem Bebauungsplanverfahren folgen Realisierungswettbewerbe für die einzelnen Gebäude und Freiflächen.

Beteiligung der Öffentlichkeit

Am 15. Januar 2019 fand die erste öffentliche Informationsveranstaltung der Büschl-Unternehmensgruppe statt. Dabei wurden die Beteiligten und die Ziele für die Nachnutzung des Areals vorgestellt. Am 24. Juli 2019 wurden die Ergebnisse der Masterplanung der Öffentlichkeit präsentiert.

Wegen der großen Bedeutung des Projekts für die Stadt München wurde ein Bürger*innengutachten organisiert, das im Oktober 2021 stattfand. Die Ergebnisse liegen inzwischen vor.

Modell des PaketPost-Areals im PlanTreff

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Höhenballons über München

Die beiden Höhenballons, die den Standort der geplanten Hochhäuser im PaketPost-Areal markieren, schweben über der Stadt. Der Fotograf steht auf der Donnersbergerbrücke.
Michael Nagy/LHM
Blick auf die Ballons von der Donnersbergerbrücke aus

Sie waren von weit her zu sehen – vom Olympiaberg etwa, der Donnersbergerbrücke oder dem Rondell bei Schloss Nymphenburg. Was auch der Sinn der Sache war. Denn die beiden Höhenballons, die am Vormittag des 30. September vom Gelände der Paketposthalle in Neuhausen aufstiegen, sollten allen interessierten Münchner*innen demonstrieren, wie sich die an diesem Standort diskutierten Hochhäuser in die Silhouette der Stadt einfügen. Der Anblick der kugelrunden PVC-Ballons mit jeweils vier Metern Durchmesser ergänzte anschaulich die bereits laufende Stadtbildverträglichkeitsuntersuchung, in der vor allem über Simulationen die Auswirkung des Projekts auf Münchens Sichtachsen geprüft wird. Den Teilnehmer*innen des Bürger*innengutachtens für das PaketPost-Areal diente die spektakuläre Aktion als wichtige Zusatz-Info zur persönlichen Meinungsbildung.

Los ging es um fünf Uhr morgens mit den ersten Vorbereitungen. Etwa ab 7.30 Uhr (also zehn Minuten nach Sonnenaufgang) waren die Ballons in 155 Metern Höhe zu sehen - GPS-überwacht, damit sie möglichst wenig abgetrieben werden. Die mit 32 Kubikmetern Helium gefüllten Fesselballons blieben bis 9 Uhr in der Luft. 

Da am Standort des nördlichen Hochhauses heute noch die Lastwagen der Deutschen Post ein- und ausfahren, markierten die Ballons nicht die Mitte, sondern jeweils die südliche Ecke der beiden Hochhäuser. Der Abstand zueinander entsprach damit dem der 155-Meter-Türme, die etwa vier Kilometer westlich der stadtbildprägenden Frauenkirche geplant sind.

Eine Fotodokumentation des Büros Eisenlauer Architektur und Stadtplanung, München, finden Sie hier . Sie ist Teil der Stadtbildverträglichkeitsuntersuchung.

Impressionen (bitte Bilder anklicken)

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Chronologie

Hauptseite Bild 3 Ansicht Halle Türme
Herzog & de Meuron/LHM
Ein urbanes Zentrum im Münchner Westen: das PaketPost-Areal

03/2022: Stadtratsbeschluss zur Einarbeitung der Wünsche und Forderungen aus dem Bürger*innengutachten
02/2022: Übergabe des Bürger*innengutachtens an Oberbürgermeister Dieter Reiter
10/2021: Termine für die Planungszellen des Bürger*innengutachtens
30.9.2021: Aktion mit Höhenballons
1.7.2021: Infoveranstaltung und Auftakt Bürgergutachten
16.6.2021: Vorstellung überarbeiteter Masterplan im Stadtrat
8.6.2021: Vorstellung überarbeiteter Masterplan in der Stadtgestaltungskommission
05/2021: Vergabe Durchführung Bürgergutachten
04/2021: Bekanntgabe Bürgergutachten im Planungsausschuss
01/2021: Vergabebeschluss für das Bürgergutachten durch den Stadtrat
10/2019: Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan durch den Stadtrat
07/2019: Vorstellung der Ergebnisse des Masterplans in der Öffentlichkeit durch den Investor
07/2019: Vorstellung der Ergebnisse des Masterplans in der Stadtgestaltungskommission
05/2019: Finale Präsentation des Masterplans im Begleitgremium
01/2019: Begleitgremium mit Stadträt*innen; Bezirksausschuss und Stadtverwaltung
01/2019: Information der Öffentlichkeit, Vorstellung der Projektbeteiligten und des Verfahrens durch den Investor

Lageplan und Modellfotos

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  • Referat für Stadtplanung und Bauordnung

    Stadtplanung - Planungsgruppe Bezirk Mitte (Stadtbezirk 3, 4 und 9)

    Blumenstraße 28b

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