Innovationswettbewerb der Landeshauptstadt München

Der Wettbewerb öffnet die Stadtverwaltung für innovative Ideen und bietet Gelegenheit, neue Konzepte in einem realen Testfeld zu erproben und umzusetzen.

Wer hat die besten Ideen für die Stadt?

Smart City Grafik
Dmi T / Shutterstock.com

Die Stadt München richtet im Themenfeld Smart Cities einmal jährlich den Innovationswettbewerb aus. Das Ziel ist, die Stadtverwaltung für innovative Ideen zu öffnen und Gelegenheit zu bieten, neue Konzepte in einem realen Testfeld zu erproben und umzusetzen.

Studierende, Gründerinnen/Gründer, kreative Köpfe und alle Akteure aus der Startup-Community sind aufgerufen, um tragfähige, innovative Lösungen für vorgegebene kommunale Fragestellungen zu erarbeiten.

Der Lösungsansatz, der am meisten überzeugt, wird mit dem Innovationspreis ausgezeichnet und gemeinsam mit der Stadtverwaltung und einem der kooperierenden Entrepreneurship Zentren weiterentwickelt und in der Praxis pilotiert.

Die Bewerbungsfrist für 2022 ist abgelaufen. Der nächste Innovationswettbewerb findet 2023 statt. Die Themen für 2023 werden im Frühjahr bekannt gegeben. Möchten Sie eine Benachrichtigung bekommen, sobald die neue Ausschreibung beginnt? Dann lassen Sie sich per Mail hier vormerken.

Der Innovationspreis

Die Lösungsvorschläge mit dem größten Umsetzungs- und Realisierungspotenzial werden mit dem Innovationspreis ausgezeichnet. Die Gewinner werden zudem eingeladen, ihr eingereichtes Konzept in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung umzusetzen, weiterzuentwickeln und in der Praxis zu erproben.

Unsere Kooperationspartner bieten den Preisträgerinnen und Preisträgern einen direkten Zugang zu ihren Entrepreneurship Programmen:

  • die UnternehmerTUM
  • das Strascheg Center for Entrepreneurship
  • das LMU Innovation & Entrepreneurship Center IEC
  • das Gründungszentrum founders@unibw  und
  • German Entrepreneuship

Alle Finalisten, die ihren Lösungsvorschlag vor der Jury präsentieren, erhalten eine Anerkennung in Höhe von 500 EUR.

Nach Abschluss der Umsetzungsphase bekommen die Gewinner ein zusätzliches Preisgeld in Höhe von 2.500 EUR.

Bewerbungsfrist und Ablauf

Der Innovationswettbewerb besteht aus einer Wettbewerbs- und einer Umsetzungsphase.

Die Wettbewerbsphase

  • Bewerbungsfrist: Sonntag, den 15.05.2022 um 23:59 Uhr.
  • Bekanntgabe der Finalisten: Anfang Juni
  • Jurysitzung mit Pitches der Finalisten: Donnerstag, den 7. Juli 2022
  • Preisverleihung: Dienstag, den 19. Juli 2022

Bewerbungen sind auf Deutsch oder Englisch möglich. Zu jeder Fragestellung werden die Teams mit den besten Lösungskonzepten eingeladen, ihre Lösungsvorschläge vor der Jury zu präsentieren. Die Jury, bestehend aus der Leitungsebene der beteiligten städtischen Dienststellen sowie Vertreterinnen und Vertretern der Entrepreneurship Zentren, wählt den jeweils erfolgversprechendsten Lösungsansatz aus. Dieser wird mit dem Innovationspreis ausgezeichnet. Die Präsentation vor der Jury sollte auf Deutsch erfolgen und auch in der Umsetzungsphase ist Deutsch als Arbeitssprache vorgesehen.

Die Umsetzungsphase

  • Start der Co-Creationphase: Herbst 2022
  • Entrepreneurship Programm: Start und Dauer je nach ausgewähltem Programm der fünf Kooperationspartner.
  • Abschlussevent: nach 3 bis 6 Monate im Rahmen des Entrepreneurship Programms.

Wer soll sich bewerben?

Eine junge Frau und zwei Männer hinter einer Glasscheibe schauen in Richtung des Betrachters, dazwischen kleben Post-Its an der Glasscheibe
Redpixel.PL / Shutterstock.com

Angesprochen sind alle, die sich mit innovativen Smart City Lösungen befassen, vor allem aber Gründerinnen und Gründer, Start-ups und Studierende. Zur Bewerbung werden diejenigen aufgefordert, die ihre Ideen auch in der Praxis testen wollen und die von einer Begleitung im Rahmen eines Entrepreneurship Programms profitieren möchten.

Welche Vorteile bringt mir die Teilnahme?

  • Die Gewinnerteams werden mit dem Innovationspreis der Landeshauptstadt München ausgezeichnet und bekommen von Bürgermeisterin Katrin Habenschaden die zugehörige Urkunde ausgehändigt.
  • Verbunden mit der Auszeichnung Innovationspreis ist die Umsetzung in einem realen Testfeld. Als Preisträgerinnen und Preisträger erhalten Sie Zugang zur Stadtverwaltung, zu Informationen und Daten, um ihre Lösungsideen weiter zu entwickeln und zu realisieren. Sie nutzen das Netzwerk aus Stadt, Gründungsförderung und Entrepreneurship-Programmen, das der Wettbewerb bietet und profitieren vom Coaching und Erfahrungsaustausch mit unterschiedlichsten Expertinnen und Experten. Neue Erkenntnisse und Lernerfahrung sind garantiert!
  • Die Preisverleihung mit der 2. Bürgermeisterin als Schirmfrau ist ein Pressetermin. Die Finalisten haben so eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich zu präsentieren und auf ihr Unternehmen aufmerksam zu machen.
  • Im Rahmen des von den Gewinnerteams ausgewählten Entrepreneurship Programms - darunter XPRENEURS , das Start-up Zertifikat , der founders@unibw - Inkubator und der Munich Global Impact Sprint   - unterstützen und begleiten die Kooperationspartner die Preisträgerinnen und Preisträger bei der (Weiter-)Entwicklung ihres Geschäftsmodells und Unternehmens.
  • Zum Abschlussevent des jeweiligen Entrepreneurship Programms besteht die Möglichkeit, die Ergebnisse der Siegerprojekte zu präsentieren und sich mit Investoren, Corporates und anderen Akteuren aus der Startup-Community zu vernetzen.
  • Nach der Umsetzungsphase verfügen die Gewinnerteams über ein Referenzprojekt mit einer der größten Kommunen Deutschlands, das Sie für Ihre Eigenwerbung nutzen können.

Und natürlich können die Gewinnerteams mit dem Wettbewerb ihre Idee umsetzen, einen positiven Beitrag zur Veränderung im eigenen Umfeld leisten und München zu einer neuen, innovativeren, fortschrittlicheren Stadt machen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Finale plus Bürgermeisterin Habenschaden am 19.7.22 im Munich Urban Colab

Münchner Innovationspreise 2022

Meldung zum Finale und den diesjährigen Siegern.
News Preisverleihung

Bisherige Preisträger

Michael Nagy, LHM

Die folgenden Teams wurden 2021 ausgezeichnet:

  • Pilotversuch zur Digitalisierung von NO2-Messungen - Preisträger: Hawa Dawa GmbH
  • FlexiblesArbeiten@LHM - Preisträger: klink – Digitale Services unter dem Dach der Isarwatt
  • Emissionsfreie Mobilität in München - Preisträger: Plan4Better GmbH
  • Verbesserung der Datenlage zum ruhenden und fließenden Verkehr - Preisträger: LiangDao Gmbh

Hier finden Sie mehr zu den Projektvorhaben und zur Preisverleihung mit allen Siegern 2021 .

Michael Nagy, LHM

Thema: "Blockchain − Lösungstechnologie für die kommunale Verwaltung?", Preisträger:  Avaya Happiness Index

Thema: "Präklinische Patientensteuerung durch zuverlässige Ersteinschätzung", Preisträger: medSNS 

Thema: "Gamification – spielerische Motivation der städtischen Beschäftigten zu energiesparendem Verhalten am Arbeitsplatz", Preisträger: Earth Is Sexy

Thema: "Klimaneutrales München 2030/2035", Preisträger: Twostay

Thema: "Crowdsourcing nutzen – gemeinsam Daten sammeln für die Stadt", Preisträger: upride (ehemals  bike|solutions )

Thema: "Digitaler Wochenmarkt – Erschließung neuer Zielgruppen", Preisträger: Digitaler Wochenmarkt München

Thema: "Selbstgenerierender Stadtteil-Kulturkalender", Preisträger: Neighbor

Michael Nagy/Presseamt München

Thema: "Augmented Reality – Darstellung digitaler Informationen", Preisträger: Holo-Light

Thema: "Crowd Awareness – Erfassung der Auslastung der Münchner U-Bahn", Preisträger: Teratrace und LXElectronics

Noch Fragen? Fragen!

Allgemeine Fragen zum Wettbewerb:

innovationswettbewerb.raw@muenchen.de oder
Frieke Meijer-Schepman (Referat für Arbeit und Wirtschaft)
Tel. 089 / 233 25461
f.meijer-schepman@muenchen.de

Fragen zu den Entrepreneurship Programmen:

Angebote der UnternehmerTUM
Linda Schuh
Handy: 0176 43878697
linda.schuh@unternehmertum.de

Angebote des LMU Innovation & Entrepreneurship Centers IEC
Julia Wimmer
Tel. 089 / 2180 6948
j.wimmer@lmu.de

Angebote des Strascheg Centers for Entrepreneurship
Jana Hollmann
Tel. 089 / 550506 38
Handy: 0175 5934864
jana.hollmann@sce.de

Angebote des Gründungszentrums founders@unibw
Nadine Chochoiek
Tel. 089 / 6004-4658
nadine.chochoiek@unibw.de

Felix Kästner
Handy: 0151 14619605
felix.kaestner@unibw.de

Angebote für German Entrepreneurship
Felix Schoppa
Handy: 0175 413 0088
schoppa@german-entrepreneurship.de

Das waren die Challenges 2022

AWM

Wie muss eine Quartiersstation in einer Smart City gestaltet sein, um abfallwirtschaftliche Leistungen emissionsarm und im Sinne der Circular Economy unter Berücksichtigung logistischer Erfordernisse anbieten zu können?

Die Bedeutung des Themas „Abfall“ hat in der Wahrnehmung der Bevölkerung einen unterschiedlichen Stellenwert. Für die einen ist es wichtig, sich einfach und schnell der Abfälle zu entledigen. Für andere ist es eine zentrale Lebensphilosophie Abfälle zu vermeiden oder Werthaltiges einem sinnvollen Zweck zuzuführen. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es in jedem Fall essenziell, mit vorhandenen Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen, um einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Daher ist es das Bestreben des AWM, alle Interessensgruppen zu erreichen und ein möglichst breites abfallwirtschaftliches Spektrum anzubieten. Hierzu braucht es niedrigschwellige, auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Angebote für die Bürger*innen. Dabei spielen die Quartiersstationen in den Stadtquartieren eine wichtige Rolle. Sie sollen als Begegnungsstätte dienen, die fußläufig erreichbar sind. Hier sollen die Angebote wie z.B. Repair Cafe, Verleihmöglichkeiten oder Gebrauchtwarenverkauf zentral gebündelt, einfach und bequem zugänglich sein. Zudem muss die Ver- und Entsorgung der Quartiersstationen so gestaltet sein, dass das Verkehrsaufkommen und CO2-Ausstoß so gering wie möglich ausfallen. Im Idealfall wird die Möglichkeit einer unterirdischen Umlademöglichkeit für kleine Abfallsammelfahrzeuge berücksichtigt, um der Flächenknappheit innerhalb der Stadt München Rechnung zu tragen.

Um diese Quartiersstationen optimal auszugestalten, sind viele Basisinformationen zu dem jeweiligen Stadtquartier nötig. Diese Basisinformationen sollen in der Co-Creation Phase identifiziert, zusammengetragen und für ein Testgebiet modellhaft angewendet werden. Das Konzept sollte zudem auf das gesamte Stadtgebiet skalierbar sein.

Eine mögliche Vorgehensweise haben wir im Folgenden in fünf Punkten skizziert. Alternativen werden gleichermaßen begrüßt.

1. Übersicht der Quartiere über das gesamte Stadtgebiet
- welche Quartiere gibt es bereits?
- welche sind in Planung?
- in welcher Abfolge, Priorisierung werden sie entstehen?
Anmerkung: hierzu liegen bereits Vorarbeiten in anderen Referaten vor

2. Verortung der Quartiersstationen -> Ziel ist die Fußläufigkeit!
- reicht eine Quartiersstation pro Quartier?
- welche bestehenden Standorte/Infrastrukturen können genutzt werden?
- sind die Zufahrtswege für die Ver- und Entsorgung der Quartierstation vorhanden?

3. Festlegung von Faktoren, die relevant sind, um passende abfallwirtschaftliche Angebote entwickeln zu können unter Berücksichtigung der logistischen Erfordernisse (etwa Bebauungsstruktur, Einwohnerzahl, Altersstruktur, Abfallaufkommen, Konsumverhalten, Freiflächen).

4. Datenerhebung für ein Test-Quartier entsprechend der zuvor festgelegten Faktoren.

5. Beispielhaft abfallwirtschaftliche Leistungen für das Test-Quartier zuschneiden
- etwa für das 3-Tonnensystem (Umlademöglichkeit für kleine Abfallsammelfahrzeuge), Mini Wertstoffhöfe, Circular Spaces (Tausch-/Leihmöglichkeit, Gebrauchtwarenkaufhaus etc.), Kampagnen, Beratung usw.

Perspektivisch könnte das Konzept der Quartiersstationen auch multifunktional um andere Leistungen der Landeshauptstadt München ergänzt werden, wie z. B. Mobilität (Car-Sharing, Miet-Räder, Lastenräder, Ladestation), Packstation usw. Auch für diese weiteren Services kann (im Sinne einer innerstädtischen Zusammenarbeit) auf den hier erarbeiteten Datenpool zurückgegriffen werden, um die jeweiligen Angebote zu gestalten. Zu diesem Zweck wäre auch eine digitale Karte, in der die Daten je Quartier hinterlegt sind, denkbar.

Wie kann die Landeshauptstadt München mit innovativen Darstellungsmethoden die Thematik und Folgen des Klimawandels in der Stadt verständlich und nachvollziehbar sichtbar machen und durch entsprechendes visuelles Feedback allen Bürger*innen die Dringlichkeit des Themas regelmäßig bewusst machen?

Der Klimawandel wird häufig als abstraktes Phänomen, welches für einen persönlich wenig greifbar ist, wahrgenommen. Wie psychologische Forschungen zeigen, trägt häufig eine verfehlte Kommunikation zu dieser Situation bei.

Innovative IT-Methoden sollen dabei unterstützen, die im Mittelpunkt der Diskussion stehenden Klimaanpassungs- und Klimaschutzmaßnahmen auch für Laien greifbarer zu machen und den Bürger*innen die Auswirkungen des Klimawandels, aber auch die anstehenden Gegenmaßnahmen der Landeshauptstadt München (LHM), neutral und verständlich vor Augen zu führen.

Jede*r Bürger*in kann einen Teil zu einem klimafreundlichen München beitragen, indem der Klimaschutz im eigenen Alltag integriert wird. Mit Hilfe eines bewussten Wahrnehmens des Klimawandels soll eine individuelle Veränderung des Verhaltens im täglichen Leben erreicht werden.

Der Ansatz soll auf das Ziel der LHM einzahlen, bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu werden.

Wie können die Städtischen Friedhöfe München die Beziehung zu Kund*innen und Besucher*innen auf den Friedhöfen durch digitale Visualisierung und Vernetzung vorhandener Daten auf eine neue Dimension des Erlebens heben und damit Entscheidungsprozesse vereinfachen sowie Entwicklungsprozesse anstoßen?

Die Städtischen Friedhöfe München (SFM) haben 29 Friedhöfe mit ca. 260.000 Gräbern und jährlich etwa 11.000 Bestattungen. Insgesamt macht das über 100.000 Kund*innenkontakte pro Jahr. Hinzu kommen die Kontakte zu Dienstleistenden, Handwerk und Geistlichkeit.

Im Jahr 2020 hat das Projekt der SFM begonnen, die Friedhöfe zu digitalisieren. Dabei wurde – startend mit dem Waldfriedhof – jedes einzelne Grab mit Vektordaten erfasst, womit eine Verknüpfung dieser Geodaten jedes einzelnen Grabes mit dem vollständigen entsprechenden Sachdatensatz in der Datenbank der Friedhofsverwaltung hergestellt wurde. Ebenso werden alle Wege, Wiesen- und Waldflächen erfasst, ergänzt mit Daten, wie Standorte von Papierkörben, Sitzbänken oder Brunnen. Dies soll als Basis für die Digitalisierung sämtlicher Prozesse im Umgang mit Kund*innen, Dienstleister*innen und Besucher*innen dienen.

Mit der Entwicklung einer Friedhofs-App sollen die Digitalisierungsbestrebungen der SFM ein kundenorientiertes Gesicht erhalten, in dem sie sämtliche verfügbare Daten miteinander vernetzen und somit dem Miteinander von Kund*innen und SFM auf verschiedenen Ebenen Mehrwert verschaffen.

Die Friedhofs-App soll auf sämtlichen Endgeräten abrufbar und einsetzbar sein.

Die SFM möchten mit der Friedhofs-App

  • den Verkaufsprozess von Gräbern neu gestalten, um Kund*innen-Präferenzen durch die Visualisierung noch zielgenauer zu erfassen;
  • die Orientierung auf den großen Friedhöfen mit Hilfe integrierter Navigation verbessern, um Wegedistanz und –zeit zu reduzieren;
  • Friedhofsführungen nach den Wünschen von Besucher*innen individualisierbar machen;
  • Belegungscluster und -muster erkennbar machen, um künftig Angebote für Kund*innen noch optimierter zuschneiden zu können;
  • Bewegungsmuster abbilden, um neue Mobilitätskonzepte zu entwickeln, z.B. für Radfahrer*innen und Bewegungseingeschränkte.

Gesucht wird eine skalierbare Lösung, die in der Co-Creationphase am Testfeld des Münchner Waldfriedhofs pilotiert wird und auch auf andere städtische Friedhöfe anwendbar sein kann.

Wie kann eine Vorprüfung von (Entwässerungs-)Plänen auf formale Kriterien automatisiert werden?

Vor Bau und Änderung einer Entwässerungsanlage sind Entwässerungspläne zur Genehmigung bei der Münchner Stadtentwässerung einzureichen. Es gibt einen Katalog an Vorgaben bezüglich Form und Inhalten („Was ist darzustellen?“ und „Wie ist es darzustellen?“). Häufig genügen die eingereichten Unterlagen nicht den Anforderungen und müssen nachgebessert werden. Dies erzeugt viel Arbeit bei Mitarbeiter*innen und kann schlimmstenfalls auf Seiten der Kundschaft zu Verzögerungen bei Bauprojekten führen.

Gesucht wird eine digitale- bzw. KI-basierte Lösung für eine automatisierte Vorprüfung, die unverzüglich Rückmeldung über die Vollständigkeit und formelle Korrektheit der Pläne geben kann. Ziel ist, den gesamten Genehmigungsvorgang zu beschleunigen und folglich die Kundenzufriedenheit zu steigern. Die grundlegende Technologie sollte flexibel und damit auf künftige Anforderungen anpassbar sein.

Wie kann das Potential der oberflächennahen Geothermie im Münchner Stadtgebiet sinnvoll und zum Mehrwert aller Bürger*innen genutzt werden, im privaten wie im öffentlichen Raum?

München hat aufgrund seiner besonderen geographischen Lage ein hohes Potential an oberflächennaher Geothermie mit niedrigen, aber konstanten Temperaturen und in weiten Teilen hoher Dichte. Die Stadtwerke München sind bestrebt, dieses Potential zukünftig verstärkt über Grundwasser-Wärmepumpen und Nahwärme-Netze zur klimaneutralen Wärmewende in München zu erschließen. Diese Erschließung eröffnet die Möglichkeit für weitere Anwendungsfälle, welche den Nutzungsgrad und damit die Gesamteffizienz weiter erhöhen. Gesucht werden daher innovative Ideen und Konzepte, das thermische Potential des oberflächennahen Grundwassers im privaten wie im öffentlichen Raum nutzbar zu machen. Die Lösungsvorschläge sollen zeitnah erfolgreich in einem Versuchsfeld pilotiert werden können.

Wie kann die Landeshauptstadt München den Modal Split regelmäßig, schnell und idealerweise tagesgenau digital ermitteln?

Die regelmäßige Erhebung des Modal Split (Anteil Verkehrsaufkommen/-leistung Fußverkehr, Radverkehr, ÖPNV, Kfz, Sharing) in einer Stadt ist ein Indikator dafür, inwieweit der Umstieg vom MIV auf ÖPNV, Rad- und Fußverkehr gelingt und damit ein Messinstrument, wie gut die Maßnahmen zur Verkehrswende in der LHM greifen. Wenn sich herausstellt, dass die getroffenen Maßnahmen zum Umstieg auf die Verkehrsmittel mit geringer Emissions- und Lärmbelastung sowie hoher Flächeneffizienz nicht gelingen, d.h. sich der Modal Split nicht maßgeblich Richtung Umweltverbund verschiebt, müssen die Maßnahmen entsprechend angepasst werden, um die Ziele der LHM zu erreichen: bessere Lebensqualität für Bürger*innen mit weniger Flächenverbrauch, Stau, Lärm, Luftemissionen bei gleichzeitig hoher Erreichbarkeit und Aufenthaltsqualität.

Aktuell finden Erhebungen zum Modal Split nur sehr unregelmäßig und verbunden mit sehr aufwändigen Verfahren statt. Das Mobilitätsreferat sucht deshalb eine kreative, digitale Lösung mit deren Hilfe

  • der Modal-Split der Münchner*innen (in München und außerhalb) und
  • der Modal-Split in München (Münchner*innen und nicht-Münchner*innen)

regelmäßig, schnell und idealerweise tagesgenau ermittelt werden kann. Ebenfalls von Interesse ist die Abbildung relativer Entwicklungen der Verkehrsmittelnutzung durch eine kontinuierliche zielgerichtete Auswertung geeigneter Daten (Zeitreihe) und die Entwicklung der Anteile der unterschiedlichen Modi zueinander, abhängig von "Microereignissen" (Tagestyp, Wetter, Jahreszeit, Veranstaltungen etc.) um ggf. Cluster und Trends abzuleiten. 

Dabei ist insbesondere zu achten auf

  • die langfristige Umsetzbarkeit der Lösung
  • die Qualität der Daten
  • die Repräsentativität der Daten für die Münchner Bevölkerung bzw. das Münchner Stadtgebiet sowie
  • einen vertretbaren finanziellen Rahmen

Aufgrund der experimentellen Umsetzung muss die Repräsentativität der Daten während der Pilotphase nicht gegeben sein. Es sollte aber abbildbar sein, dass eine Repräsentativität der Daten erreicht werden kann.

Verschiedene digitale Anwendungen und Datenquellen, wie
Lidar-Sensoren,
Trackingdaten (App-basiert),
Mobilfunkdaten,
Detektordaten,
Dauerzählstellen, die verschiedene Verkehrsmittel unterscheiden (8+1) oder
Zählung repräsentativer Querschnitte
wurden bereits getestet. Neuen Ideen zu deren Nutzung aber auch völlig neuen Anwendungen und Datenquellen, wie bspw. zur Auswertung von Satelliten- und Luftbildern, steht das MOR offen gegenüber. 

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