Innovationswettbewerb der Stadt München

Gesucht sind innovative Lösungsvorschläge und Konzepte zu vorgegebenen Fragestellungen der Münchner Stadtverwaltung.

Wer hat die besten Ideen für die Stadt?

Smart City Grafik
Dmi T / Shutterstock.com

Die Stadt München richtet im Themenfeld Smart Cities zum vierten Mal den Innovationswettbewerb aus. Aufgerufen sind Studierende, Gründerinnen/Gründer und alle Akteure aus der Startup-Community, um tragfähige, innovative Lösungen für vorgegebene kommunale Fragestellungen zu erarbeiten.

Der Lösungsansatz, der am meisten überzeugt, wird mit dem Innovationspreis ausgezeichnet und gemeinsam mit der Stadtverwaltung und einem der Entrepreneurship-Zentren der Münchner Universitäten und Hochschulen weiter entwickelt und in der Praxis erprobt.

Die Bewerbungsfrist für 2021 ist abgelaufen. Der nächste Innovationswettbewerb findet 2022 statt. Die Themen für 2022 werden im Frühjahr bekannt gegeben. Möchten Sie eine Benachrichtigung bekommen, sobald die neue Ausschreibung beginnt? Dann lassen Sie sich per Mail hier vormerken.

Wettbewerb und Innovationspreis

Dieser Wettbewerb öffnet die Stadtverwaltung für Innovationen und bietet Gelegenheit, neue Ansätze in einem realen Testfeld zu erproben und umzusetzen. Gesucht sind innovative Lösungsvorschläge und Konzepte zu vorgegebenen Fragestellungen der Münchner Stadtverwaltung.

Die Ideen mit dem größten Umsetzungs- und Realisierungspotenzial werden mit dem Innovationspreis ausgezeichnet. Die Gewinner erhalten zudem die Möglichkeit, ihr eingereichtes Konzept in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung umzusetzen, weiter zu entwickeln und in der Praxis zu erproben.

Dabei unterstützen und begleiten fünf wissenschaftliche Kooperationspartner die Preisträgerinnen und Preisträger:

  • die UnternehmerTUM
  • das Strascheg Center for Entrepreneurship
  • das LMU Innovation & Entrepreneurship Center IEC
  • das Gründungszentrum Founders@Unibw  und
  • German Entrepreneuship

Zu jeder Fragestellung werden die Teilnehmer mit den besten Lösungskonzepten eingeladen, ihre Idee vor der Jury zu präsentieren. Alle Finalisten erhalten eine Anerkennung in Höhe von 500 EUR.

Die Jury wählt den erfolgversprechendsten Lösungsansatz aus. Dieser wird mit dem Innovationspreis ausgezeichnet. Nach Abschluss der Umsetzungsphase erhalten die Gewinner ein zusätzliches Preisgeld in Höhe von 1.500 EUR.

Wer soll sich bewerben?

Team plant Projekt
Redpixel.PL / Shutterstock.com

Angesprochen sind Gründerinnen und Gründer, Start-ups oder Studierende, die sich mit innovativen Lösungen befassen. Zur Bewerbung werden alle aufgefordert, die ihre Ideen auch in der Praxis testen wollen und die von einer Begleitung im Rahmen eines Entrepreneurshipprogramms profitieren möchten.

Bewerbungsfrist und Ablauf

Der Innovationswettbewerb besteht aus einer Wettbewerbs- und einer Umsetzungsphase.

Die Wettbewerbsphase begann mit Bekanntgabe der neuen Fragestellungen. Bis zum 15. Mai 2021 konnten Lösungskonzepte eingereicht werden. Anfang Juni folgte die Auswahl der Finalisten, die zur Präsentation vor der Jury am Donnerstag, den 22. Juli 2021 eingeladen wurden. Bei der Preisverleihung am selben Abend wurden die Siegerinnen und Sieger für jedes Thema ausgezeichnet.

Bewerbungen sind auf Deutsch oder Englisch möglich. Die Präsentation vor der Jury sollte auf Deutsch erfolgen und auch in der Umsetzungsphase ist Deutsch als Arbeitssprache vorgesehen.

Umsetzungsphase: Im Herbst 2021 begann die Co-Creation Phase im Testfeld, begleitet durch eines der Entrepreneurshipprogramme der vier wissenschaftlichen Partner.  In dieser Zeit erfolgt die Umsetzung und Erprobung der Gewinner-Konzepte.

Die Runde endet nach drei bis sechs Monaten mit einem Abschlussevent des jeweiligen Entrepreneurship-Programms. Hier präsentieren die Siegerprojekte ihre Ergebnisse aus dem Testfeld und haben Gelegenheit, sich mit Investoren, Corporates und anderen Akteuren aus der Startup-Community zu vernetzen.

Die Themen 2021

Wie können wir unsere Gäste dazu motivieren, ihren Aufenthalt in München nachhaltig zu gestalten und einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen?

Die Stadt München hat sich als Ziel gesetzt, 2035 klimaneutral  zu sein und die Ziele der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung  der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals SDGs) umzusetzen.

Nicht nur die Münchnerinnen und Münchner können und sollen hierzu ihren Beitrag leisten, sondern auch die zahlreichen Touristinnen und Touristen, die die Stadt als Tagesgäste besuchen oder in der Stadt in der Hotellerie, bei Privatvermietern oder bei Freunden, Verwandten und Bekannten übernachten. Gesucht wird eine Lösung, die zum Beispiel auf nachhaltige (touristische) Angebote der touristischen Leistungsträger (Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel, Dienstleister) hinweist, mit der man den CO2-Fußabdruck während des Aufenthaltes berechnen und vergleichen kann und die einen Anreiz zu nachhaltigem Verhalten und Konsum schafft. Die Lösung sollte idealerweise neben dem ökologischen Fußabdruck auch die ökonomische Wertschöpfung abbilden können.

Wie können die Münchnerinnen und Münchner dazu veranlasst werden, aus eigenem Antrieb emissionsfreie Mobilitätsformen zu nutzen?

Um das selbstgesteckte Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2035 zu erreichen, sind umfangreiche Veränderungen in der urbanen Mobilität notwendig. Damit die Bürgerinnen und Bürger diese Veränderungen nicht als zusätzliche Last empfinden, braucht es kreative und innovative Ideen und Lösungen zur Integration emissionsfreier Mobilitätsformen in das Leben der Menschen. Die Lösungen sollen alle Bevölkerungsgruppen und Möbilitätsnutzerinnen und -nutzer ansprechen und über das eigene Stadtviertel skalierbar sein.

Wie kann die Datenlage zum fließenden Verkehr (Kfz-, ÖV, Rad-, Fußverkehr) und zur Belegung des Parkraums (Kfz-, Fahrräder, E-Tretroller, Motorräder) in München verbessert werden?

Die umfangreiche Erfassung und Analyse von Verkehrsdaten kann dabei helfen, den Verkehr in München nachhaltiger und stadtverträglicher zu planen und zu steuern. Aktuell vorhandene Datenerfassungssysteme leisten zwar bereits Ihren Beitrag zur Verkehrsplanung, sind jedoch bzgl. Technologie, der Nutzung verschiedener Datenquellen und Umfang ausbaufähig. Die Landeshauptstadt München ist deshalb stets auf der Suche nach innovativen Ideen zur Verbesserung der Datenlage im Verkehr. Die Lösungen sollen alle Verkehrsträger einbeziehen und auf die ganze Stadt anwendbar sein.

Wie kann das effiziente mobile Arbeiten für die Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Führungskräfte der Landeshauptstadt München mit einem zentralen, digitalen Tool unterstützt werden?

Zukünftige Arbeitsplatzkonzepte der Landeshauptstadt München gehen von einem flexiblen, ortsunabhängigeren Arbeiten sowie einem damit einhergehenden geringeren Büroflächenbedarf aus. Optimales mobiles Arbeiten setzt eine Transparenz voraus, in Echtzeit und auf mobilen Endgeräten erfahren zu können, welche Arbeitsplätze und Räume an nahegelegenen Verwaltungsstandorten frei und nutzbar sind. Diese sollten auch unterwegs buchbar sein. Damit sollen auch Führungskräfte den Überblick über die örtliche Verfügbarkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behalten können. Für die Landeshauptstadt München ergibt sich der Vorteil, so Flächen noch effizienter zu nutzen.

Innovative, den Vorgaben des Datenschutzrechtes entsprechende Lösungsideen können im Rahmen des Wettbewerbs in ausgewählten Fachteams des Kreisverwaltungsreferats erprobt werden. Eine Ausweitung auf die ganze Stadtverwaltung ist künftig denkbar.

Wie können gerichtsfest belastbare, den Anforderungen und Bestimmungen der 39. BImSchV genügende, direkt abrufbare und unterschiedlich lange Mittelungszeiträume (Jahres-, Tages- und Stundenmittelwerte) umfassende sowie möglichst flächig das Stadtgebiet München abbildende Messdaten digital zur Erfassung der NO2-Konzentrationen zur Verfügung gestellt werden?

Es soll in einer pilotierten Anwendung die Möglichkeiten geprüft werden, inwieweit das derzeit im Auftrag der Landeshauptstadt München gemäß den Bestimmungen und Anforderungen der 39. BImSchV mit Passivsammlern betriebene NO2-Messnetz durch zertifizierte digitale (Lowcost-)Sensoren erweitert werden kann, um damit die lufthygienische Situation hinsichtlich NO2 im Stadtgebiet erheben und zukünftig möglichst flächenhaft darstellen zu können.  Eine Erweiterung der Messungen um zusätzlich lufthygienisch relevanter Schadstoffe (Feinstaubfraktionen PM10 und PM2,5; Ozon, Benzol etc.) wäre wünschenswert.

Hier finden Sie weitere Hintergrundinformationen zu dieser Fragestellung (PDF, 205 KB).

Die Preisträger 2021

Die Preisträger 2021 sind Hawa Dawa, klink, Plan4Better und LiangDao.
Preisträger 2021

Bisherige Preisträger

Michael Nagy, LHM

Thema: "Blockchain − Lösungstechnologie für die kommunale Verwaltung?", Preisträger:  Avaya Happiness Index

Thema: "Präklinische Patientensteuerung durch zuverlässige Ersteinschätzung", Preisträger: medSNS 

Thema: "Gamification – spielerische Motivation der städtischen Beschäftigten zu energiesparendem Verhalten am Arbeitsplatz", Preisträger: Earth Is Sexy

Thema: "Klimaneutrales München 2030/2035", Preisträger: Twostay

Thema: "Crowdsourcing nutzen – gemeinsam Daten sammeln für die Stadt", Preisträger: upride (ehemals  bike|solutions )

Thema: "Digitaler Wochenmarkt – Erschließung neuer Zielgruppen", Preisträger: Digitaler Wochenmarkt München

Thema: "Selbstgenerierender Stadtteil-Kulturkalender", Preisträger: Neighbor

Michael Nagy/Presseamt München

Thema: "Augmented Reality – Darstellung digitaler Informationen", Preisträger: Holo-Light

Thema: "Crowd Awareness – Erfassung der Auslastung der Münchner U-Bahn", Preisträger: Teratrace und LXElectronics

Welche Vorteile bringt mir die Teilnahme?

  • Die Gewinner werden mit dem Innovationspreis der Landeshauptstadt München ausgezeichnet und bekommen von der 2. Bürgermeisterin die zugehörige Trophäe und Urkunde ausgehändigt.
  • Verbunden mit der Auszeichnung Innovationspreis ist die Umsetzung in einem realen Testfeld. Als Preisträgerin/Preisträger erhalten Sie Zugang zur Stadtverwaltung, zu Informationen und Daten, um ihre Lösungsideen weiter zu entwickeln und zu realisieren. Nutzen Sie das Netzwerk aus Stadt, Gründungsförderung und Entrepreneurship-Programmen, das der Wettbewerb bietet. Profitieren Sie vom Coaching und Erfahrungsaustausch mit unterschiedlichsten Expertinnen und Experten. Neue Erkenntnisse und Lernerfahrung sind garantiert!
  • Die Preisverleihung mit der 2. Bürgermeisterin als Schirmfrau ist ein Pressetermin. Die Finalisten haben so eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich zu präsentieren und auf ihr Unternehmen aufmerksam zu machen.
  • Nach der Umsetzungsphase verfügen Sie über ein Referenzprojekt mit einer der größten Kommunen Deutschlands, das Sie für Ihre Eigenwerbung nutzen können.
  • Die UnternehmerTUM, das Strascheg Center for Entrepreneurship, das LMU Entrepreneurship Center und das Gründungszentrum Founders@UniBW bieten den Preisträgerinnen und Preisträgern die direkte Teilnahme an ihrem Entrepreneurship-Programm - darunter XPRENEURS , das Start-up Zertifikat , den LMU IEC Accelerator , den Founders@Unibw - Inkubator und den Munich Global Impact Sprint   - sofern die Teilnahmebedingungen erfüllt sind.
  • Und natürlich können die Gewinnerteams mit dem Wettbewerb ihre Idee umsetzen, einen positiven Beitrag zur Veränderung im eigenen Umfeld leisten und München zu einer neuen, innovativeren, fortschrittlicheren Stadt machen.

Noch Fragen? Fragen!

Allgemeine Fragen zum Wettbewerb:

innovationswettbewerb.raw@muenchen.de oder
Frieke Meijer-Schepman, Referat für Arbeit und Wirtschaft
f.meijer-schepman@muenchen.de, Tel. 089 / 233 25461


Fragen zum begleitenden Coaching:

Programme der UnternehmerTUM
Robert Kitson
robert.kitson@xpreneurs.io, Tel. 0170 55 44 132

Programme des LMU Innovation & Entrepreneurship Centers IEC
Julia Wimmer
j.wimmer@bwl.lmu.de, Tel. 089 / 2180 6948

Programme für German Entrepreneurship
Felix Schoppa
schoppa@german-entrepreneurship.de, Tel. 0175 413 0088


Programme des Strascheg Centers for Entrepreneurship
Jana Hollmann
jana.hollmann@sce.de, Tel. 089 / 550506-38


Programme des Gründungszentrum founders@unibw
Nadine Chochoiek
Nadine.chochoiek@unibw.de, Tel. 089 / 6004-4658

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