Rahmenplanung Gewerbeband Obersendling

Das Gebiet ist geprägt von Gewerbe- und Wohngebieten und soll in Teilen neu entwickelt werden. Mit der Rahmenplanung wird ein übergeordnetes Konzept erstellt.

Das Projekt

Rahmenplanung: Gewerbeband Obersendling
Gewerbeband Obersendling

Das Gewerbeband umfasst Gewerbeflächen auf meist bereits bebauten, nicht-städtischen Grundstücken. Es befindet sich in einem Nutzungswandel und es gibt verschiedene Bebauungspläne mit Grünordnung, die bereits aufgestellt wurden oder noch werden.

Was ist ein Rahmenplan?

Der Rahmenplan als informelles Planungsinstrument strukturiert die weiteren städtebaulichen und freiräumlichen Entwicklungen vor und formuliert Planungsempfehlungen für Einzelprojekte.

Das waren die Ziele der Rahmenplanung:

  • ein Konzept zur besseren Durchlässigkeit der Gewerbegebiete und Vernetzung bestehender und geplanter Wohnstandorte mit dem in Planung befindlichen Quartierszentrum am Ratzingerplatz zu erarbeiten
  • das Gebiet mit Freiräumen und Wegeverbindungen aufwerten und Impulse für zukunftsweisende Nutzungen setzen

Für die Entwicklung der Rahmenplanung mussten Einzelplanungen berücksichtigt und verschiedene Bereiche zusammengeführt werden. Da die Gewerbeflächen weiterhin benötigt werden, wurden verschiedene Szenarien entwickelt, die Gewerbenutzungen und das Mischungsverhältnis mit vereinbaren Wohnkonzepte darstellen.

Innerhalb der untersuchten Varianten „Gewerbe“ und „Gewerbe und Wohnen“ wird aus Sicht des Referats für Stadtplanung und Bauordnung die Variante „Gewerbe und Wohnen“ priorisiert, da hier ein Wohnanteil von zirka einem Drittel an geeigneten Orten enthalten ist, und gleichzeitig das im Gebiet gewünschte Gewerbe gestärkt werden kann.

Das Gleisband als Grünzug

Das Herzstück der Rahmenplanung ist ein verbindendes Freiraumsystem im gesamten Gebiet. Das ehemalige Gleisband soll als Grünzug – als neues grünes Rückgrat – ausgebildet werden und ein Identitätsmerkmal für das Gebiet bilden. Hierdurch sollen Freiraumpotenziale für die Erholung aktiviert und die Durchgrünung des Gebiets zur ökologischen, insbesondere klimatischen Aufwertung verstärkt werden.

Neuordnung eines Teilbereichs

Das Areal rund um das alte Betonwerk in Obersendling wird städtebaulich neu geordnet. Neben Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben sowie Kultur- und Freizeitanlagen sind nördlich des ehemaligen Industriegleises auch zirka 200 Wohnungen und zwei Kindertageseinrichtungen geplant.

Die zirka fünf Hektar große Brachfläche liegt zwischen der Machtlfinger, Boschetsrieder, Geisenhausener- und Helfenriederstraße. Sie umfasst die ehemaligen Bürogebäude der Siemens AG und das frühere Betonwerk. Die Grundstückseigentümer möchten das Areal nach den Zielsetzungen der „Rahmenplanung für das Gewerbeband Obersendling“ neu strukturieren. Die neuen Nutzungen sollen in Einklang mit den Gewerbebetrieben in der Nachbarschaft stehen.

Durch das gesamte Gewerbeband verläuft in Ost-West-Richtung ein ehemaliges Industriegleis. Dieses soll zum "grünen Rückgrat" des Gebiets werden und öffentlich begehbar sein. Ziel ist es, neue Wohnungen und Büroräume zu schaffen und das Gewerbeband Obersendling neu zu beleben.

Städtebaulicher Workshop

Als Grundlage für das Bebauungsplanverfahren führte die Grundstückseigentümerin einen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Workshop durch, der im Mai 2020 abgeschlossen wurde. Die favorisierten Entwürfe der Büros KCAP (Zürich) mit SLA (Kopenhagen) und COBE Architects (Nordhavn) wurden zu einem gemeinsamen Entwurf zusammengefügt.

Chronologie

01/2018: Stadtratsbeschluss zur Rahmenplanung für das Gewerbeband Obersendling

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