Bevölkerungsbefragung zur Stadtentwicklung

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung führt regelmäßig Bevölkerungsbefragungen durch. Für die jüngste Befragung 2021 liegen die Eregbnisse vor.

Die Befragung 2021

Bevölkerungsbefragung zur Stadtentwicklung
Landeshauptstadt München

Deshalb ist die Studie wichtig

Um den vielfältigen Herausforderungen einer wachsenden Stadt und ihrer Einwohnerschaft gerecht zu werden, benötigen Stadtverwaltung und Stadtrat fundierte Kenntnisse über die Lebenssituation und die Meinungen der Münchner*innen zu wichtigen Themen der Stadtentwicklung. Diese können nicht allein über die amtliche Statistik bereitgestellt werden. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung führt daher in Zusammenarbeit mit anderen Referaten regelmäßig Bevölkerungsbefragungen durch. Das dadurch aufgezeigte, verlässliche Meinungsbild der Münchner*innen bildet immer wieder eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Verwaltung und Politik. Im Januar und Februar 2021 wurde die Befragung der Münchner Bürger*innen nach 1992, 2000, 2005, 2010 und 2016 zum sechsten Mal durchgeführt.

Stichprobe und Erhebungsdaten

Für die Befragung wurden aus allen Personen mit Hauptwohnsitz in München ab 18 Jahren 22.000 Personen zufällig vom Statistischen Amt aus dem Einwohnermelderegister ausgewählt. Diese wurden postalisch kontaktiert und konnten schriftlich oder online teilnehmen. Um mögliche Sprachbarrieren abzubauen, stand der Fragebogen in insgesamt zwölf Sprachen zur Verfügung. Feldzeitraum der Befragung waren Januar und Februar 2021.

Von den angeschriebenen Münchner*innen haben 7.073 an der Befragung teilgenommen. Dies entspricht abzüglich etwa 1.000 nicht zustellbaren Briefen einer Rücklaufquote von 34 %. Die Mehrheit beteiligte sich mittels Papierfragebogen und etwa 40 Prozent nutzten die Onlinevariante. Die Teilnahme war selbstverständlich freiwillig und anonym.

Die Befragung wurde von der Weeber und Partner GmbH im Auftrag des Referats für Stadtplanung und Bauordnung durchgeführt. Eine referatsübergreifende Arbeitsgruppe unterstützte die Entwicklung des Fragebogens und die Berichtlegung.

Darum geht es in der Studie

Gegenstand der Befragung 2021 waren zum einen „bewährte“ Themen wie die Zufriedenheit mit den Lebensbedingungen in München und in der Wohnumgebung, die Wohnsituation und -zufriedenheit, der soziale Zusammenhalt im Wohnquartier, die soziale Lage, das subjektive Sicherheitsempfinden, Gesundheit und das Thema Mobilität. Hier erlaubt die wiederholte Abfrage über mehrere Jahre Vergleiche zu früheren Erhebungen. Zum anderen wurden sowohl Änderungen bei bestehenden Fragekomplexen vorgenommen (zum Beispiel Shared Mobility, Klimabewusstsein) als auch komplett neue Aspekte und Themenbereiche aufgenommen, etwa Diskriminierungserfahrungen, Nutzung von und Zufriedenheit mit digitalen Diensten der Stadt, die Teilnahme an Bürgerbeteiligungen sowie die Auseinandersetzung mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie und das Thema Home-Office.

Die Ergebnisse kompakt

Die Befragung hat eine Reihe von Facetten der Lebensqualität in München in den Blick genommen: die Verbundenheit mit der Stadt, die Bewertungen verschiedener Lebensbedingungen, die größten Probleme in München. Gleichzeitig wurde auch nach der Priorisierung von Bereichen des städtischen Haushalts gefragt sowie nach der Einschätzung des eigenen Gesundheitszustandes.

Hohe Verbundenheit mit München und überwiegend Vertrauen in städtische Institutionen

Die Befragten fühlen sich insgesamt stark mit München (88% „sehr stark“ oder „eher stark“) und ihrem Stadtviertel (74%) verbunden. Eine Mehrheit der befragten Münchner*innen hat „sehr viel“ oder „eher viel“ Vertrauen in die Münchner Institutionen Stadtrat (54%) und Stadtverwaltung (53%). Noch etwas mehr Vertrauen wird dem Gesundheitswesen (69%), der Polizei (66%) und den Gerichten/ Rechtssystem (61%) entgegengebracht.

Hohe Zufriedenheit mit dem Kulturangebot und dem öffentlichen Nahverkehr – geringe Zufriedenheit in den Bereichen Fahrrad und Parken

Die Lebensqualität in München sollte von den Befragten auf Basis einer Reihe von Aspekten der Lebensbedingungen bewertet werden. Die höchste Zufriedenheit herrscht wie bereits bei der Befragung von 2016 mit dem Kulturangebot (86% sind „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“). Zufrieden sind die Befragten zudem mit dem Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln (79%), der medizinischen Versorgung (80%) und der Attraktivität von Grünflächen, Parks und Plätzen (77%). Weniger zufrieden sind die Münchner*innen mit den Aspekten Barrierefreiheit, Radfahren (Radwegenetz, Park- und Abstellmöglichkeiten, Verkehrssicherheit), Parkmöglichkeiten für Autos und insbesondere Versorgung mit Wohnungen. Fahrradfahrer*innen und Autofahrer*innen bewerten dabei die jeweilige Verkehrssituation schlechter als der Durchschnitt aller Befragten und auch schlechter als noch in 2016. Mit der Versorgung mit Kinderbetreuungseinrichtungen sind Personen aus Haushalten mit Kindern deutlich unzufriedener als alle Befragten und die 2016 befragten Haushalte mit Kindern: 34% (alle Befragten: 41%, 2016: 36%) sind mit der Versorgung mit Kinderbetreuungseinrichtungen (sehr) zufrieden und 40% (sehr) unzufrieden. Personen mit Einschränkungen durch eine Behinderung oder chronische Krankheit bewerten fast alle Aspekte der Lebenszufriedenheit schlechter als Personen ohne Einschränkungen. Dies gilt insbesondere für die Sauberkeit und die Barrierefreiheit.

Wohnraumversorgung und Verkehr als größte Probleme in München

Die Befragten wurden weiterhin gebeten, die fünf größten Probleme, die es ihrer Meinung nach aktuell in München gibt, aufzulisten. Am häufigsten wurden die Aspekte „zu hohe Mieten/Kaufpreise“ (49%) und „zu wenig Wohnraum/Wohnangebote“ (34%) genannt. Auch der Verkehr allgemein, der ÖPNV und der Radverkehr werden als große Probleme benannt.

Bezahlbares Wohnen und Wohnungsbau als oberste Priorität bei kommunalen Ausgaben

Ein weiteres Thema der Befragung – und in Zeiten knapper Kassen besonders aktuell – war die Frage nach Prioritäten in Bezug auf die städtischen Ausgaben. Die Befragten konnten jeweils bis zu drei Bereiche nennen, in denen die Stadt München am ehesten mehr bzw. weniger Geld ausgeben sollte. Eine große Mehrheit der Befragten ist der Meinung, dass die Stadt mehr Geld für „bezahlbares Wohnen und Wohnungsbau“ (77%), „Bildung und Kinderbetreuung“ (32%), „Umwelt- und Klimaschutz“ (29%) und „Öffentlicher Verkehr“ (23%) ausgeben sollte. Zudem häufig genannt werden die Bereiche „Digitale Stadt“, „Fuß- und Radverkehr“ und „Integration, Chancengleichheit, Soziale Gerechtigkeit“. Allerdings sagen für diese Bereiche auch viele der Befragten, dass die Stadt hier weniger Geld ausgeben sollte: Hier haben die Münchner*innen insgesamt keine einheitliche Meinung. Eine deutliche Differenz zwischen mehr und weniger Geld ausgeben weisen die Bereiche „Sicherheit“, „Förderung von Wirtschaft und Beschäftigung“, „Kultur, Freizeit, Sport“, „Autoverkehr“ und „Soziales Miteinander, Engagement“ auf. Hier sprechen sich mehr befragte Personen dafür aus, weniger kommunale Mittel auszugeben.

Seit langem ist der Münchner Wohnungsmarkt von sehr hohen Mieten und Kaufpreisen für Wohnungen und Häuser geprägt. Mit Hilfe der Bevölkerungsbefragung kann ein differenziertes Bild des Wohnens in München gezeichnet werden, das die Daten aus anderen Quellen wie der Wohnungsmarktbeobachtung oder der amtlichen Statistik ergänzt.

Münchner*innen haben im Durchschnitt 41Quadratmeter Wohnfläche pro Kopf – Haushalte mit Kindern und ärmere Haushalte nur 27 bzw. 33 Quadratmeter

Im Durchschnitt hat jede*r Münchner*in 41 qm Wohnfläche zur Verfügung – genau so viel wie in 2016. Wobei sich die Haushaltstypen unterscheiden: Befragten, die in Haushalten mit Kindern leben, stehen nur 27 qm pro Kopf zur Verfügung – im Gegensatz zu solchen ohne Kinder, die im Schnitt über 46 qm bewohnen. Arme Haushalte (sh. Abschnitt „Armut und Reichtum“ für eine Definition) verfügen lediglich über 33 qm, während reiche Haushalte 58 qm Wohnfläche zur Verfügung haben.

Die durchschnittlichen Wohnkosten liegen für Mieter*innen deutlich über den Wohnkosten der Eigenheimbesitzer

München bleibt weiterhin eine Mieterstadt. Gut ein Viertel der befragten Münchner*innen lebt im selbst genutzten Eigentum, die überwiegende Mehrheit von 70% ist dagegen auf den Mietmarkt angewiesen. Die durchschnittlichen Wohnkosten (also Miete bzw. Zins/Tilgung und Nebenkosten) für Mieter*innen liegen mit 17,16 €/m² dabei deutlich über den Wohnkosten der Wohneigentümer*innen mit 8,52 €/m². Der Vergleich mit 2016 zeigt, dass sich die Wohnkosten insbesondere für Mieter*innen von 14,93 €/m² im Jahr 2016 in 5 Jahren um 15% erhöht haben.

Fast jede*r fünfte Befragte gibt mehr als 40 Prozent seines*ihres Einkommens für Wohnen aus

Die Wohnkostenbelastungsquote gibt den Anteil der Wohnkosten am Haushaltsnettoeinkommen an. Im Unterschied zur absoluten Höhe der Wohnkosten lässt dieses Verhältnis eine Beurteilung der Betroffenheit durch die Kosten zu. Dabei wird die Überschreitung des Wertes von 40% als kritisch beurteilt. In München liegt die durchschnittliche Wohnkostenbelastungsquote bei 28% und damit auf dem Niveau von 2016. Fast jede*r fünfte Befragte gibt jedoch mehr als 40% seines*ihres Einkommens für Wohnkosten aus. Von einer hohen Wohnkostenbelastungsquote sind vor allem ärmere Haushalte betroffen.

Überwiegend hohe Wohnzufriedenheit

Im Vergleich der verschiedenen Aspekte der Wohnsituation sind die Befragten mit der Lage ihrer Wohnung bzw. ihres Wohnhauses am zufriedensten (87% zufrieden oder sehr zufrieden). Mit der Ausstattung, der Größe, dem Zustand der Wohnung bzw. des Wohnhauses sowie den Temperaturen in Sommer und Winter sind auch immer noch rund 70% der Befragten sehr zufrieden oder zufrieden. Am wenigsten zufrieden sind die Münchner*innen mit ihrer Miethöhe bzw. ihren Finanzierungskosten des Wohneigentums, mit dem Schallschutz (jeweils 54% zufrieden oder sehr zufrieden) und mit der Barrierefreiheit (44%).

Das eigene Wohnquartier spielt für die meisten Menschen eine wichtige Rolle und wurde deshalb 2021 wie auch in den vorhergehenden Befragungen in den Blick genommen. Neben den im Folgenden skizzierten Themen sozialer Zusammenhalt in der Nachbarschaft, Zufriedenheit mit wohnortnahen Angeboten (u.a. Parks, Verkehr, Einkaufssituation), subjektives Sicherheitsempfinden und Nachverdichtung in der Wohnumgebung wurde auch der Aspekt „Soziale Unordnung (Social Disorder)“, d.h. unerwünschter Verhaltensweisen im öffentlichen Raum, beleuchtet.

Hoher sozialer Zusammenhalt in der Nachbarschaft

Der soziale Zusammenhalt ist hoch: 83% der Befragten stimmen der Aussage zu, dass man den Leuten in der Nachbarschaft vertrauen kann; 72% bestätigen zudem, dass die Leute sich in der Nachbarschaft gegenseitig helfen. Aspekte, die auf soziale Konflikte in der Nachbarschaft hinweisen, werden von einer Mehrheit der Befragten zurückgewiesen; so geben etwa 85% an, es stimme nicht oder kaum, dass es häufiger Konflikte zwischen den Nachbar*innen gäbe.

Münchner*innen sind mit Parks, Einkaufsmöglichkeiten und ÖPNV-Anbindung in der eigenen Wohnumgebung sehr zufrieden

Im Rahmen der abgefragten Aspekte, die die Wohnumgebung betreffen, erhalten die Aspekte „Erreichbarkeit von öffentlichen Grünflächen, Parks und Plätzen“ (92% „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“), „Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel (Busse und Bahnen)“ (89%), Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf (Lebensmittel, Drogerieartikel)“ (83%) und „Attraktivität von öffentlichen Grünflächen, Parks und Plätzen“ (80%) die höchsten Zufriedenheitswerte. Im Mittelfeld rangieren Aspekte wie „Möglichkeiten für Sport und Bewegung“, „Versorgung von Spielplätzen“, „Angebot an niedergelassenen Ärzt*innen“, „Luft- und Lärmsituation“ und „Gastronomie“. Am unzufriedensten sind die Befragten mit der „Verfügbarkeit von Betreuungsplätzen für Kinder von 0 bis 6 Jahren“ (46%), „Parkmöglichkeiten für PKW“ (47%) und dem „Kulturangebot“ (46%).

Subjektives Sicherheitsempfinden gegenüber 2016 gestiegen – aber zwei Drittel der befragten Frauen fühlen sich nachts in Grünanlagen oder Parks unsicher

Das subjektive Sicherheitsgefühl der Münchner*innen variiert je nach Ort und Tageszeit. Zu Hause sowie tagsüber im Stadtviertel, in Grünanlagen oder Parks und im ÖPNV fühlen sich weit über 90% der Befragten sicher oder sehr sicher. Die bereits 2016 hohen Werte werden nochmals – teilweise deutlich – übertroffen. Speziell auch abends oder nachts ist das Sicherheitsempfinden im Vergleich zu 2016 gestiegen, allerdings fühlt sich weiterhin eine knappe Mehrheit von 52% abends oder nachts in Grünanlagen oder Parks weiterhin (sehr) unsicher. Wie schon 2016 zeigt sich hinsichtlich der Betrachtung der Geschlechter, dass sich Frauen insbesondere abends oder nachts deutlich unsicherer fühlen als Männer. Am höchsten ist das Unsicherheitsgefühl der befragten Frauen abends oder nachts in Grünanlagen oder Parks (67% fühlen sich (sehr) unsicher, Männer: 35%).

Mehrheit der Befragten ist grundsätzlich für eine Nachverdichtung im eigenen Wohnviertel

Nachdem in der Bevölkerungsbefragung 2016 die allgemeine Haltung zur Nachverdichtung Thema war, wurden die Befragten gebeten, sich zum Thema Nachverdichtung im eigenen Viertel zu äußern. Fast 60% der Befragten stimmen der Aussage „In meinem Viertel sollten überhaupt keine neuen Wohnungen durch Nachverdichtung geschaffen werden“ „eher nicht“ oder „gar nicht“ zu. Was die Möglichkeiten der Nachverdichtung betrifft, so sieht die Mehrheit der Befragten diese eher im Dachausbau (56% „stimme voll und ganz / eher zu“) als durch den Abriss und Neubau (34%) oder die Bebauung von freien Flächen (27%). Dabei ist es den Befragten wichtig, dass im Falle einer Nachverdichtung bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird (91% „sehr“ oder „eher wichtig“).

Insbesondere seit dem 2019 vom Münchner Stadtrat ausgerufenen Klimanotstand liegt ein besonderer Fokus der Stadtpolitik darauf, das Leben und Wirtschaften in der Stadt klimaverträglicher zu gestalten. Um dem Klimawandel zu begegnen, spielt neben Themen wie der Landnutzung, der Energieversorgung oder der Stadtplanung auch der durch die Bürger*innen im Alltag geleistete Klimaschutz, das sog. Klimaverhalten, eine Rolle.

Neun von zehn Münchner*innen finden es wichtig, dass die Stadt das Ziel der Klimaneutralität konsequent verfolgt

Ein Großteil der Befragten findet es wichtig, dass die Stadt München bis 2035 ihr selbst gesetztes Klimaziel, also die Klimaneutralität, erreicht (88% "sehr wichtig" oder "eher wichtig"). Junge Menschen und Befragte mit Abitur finden dabei das Klimaziel überdurchschnittlich relevant.

Insgesamt hohes Klimabewusstsein bei den Münchner*innen

Zur Analyse des Klimabewusstseins wurde den Befragten eine Liste von Aussagen vorgelegt, die auf einer Skala von „stimme voll zu“ bis „stimme gar nicht zu“ bewertet werden sollten. Die Aussagen „Jede*r Einzelne trägt Verantwortung dafür, dass wir nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Umwelt hinterlassen“ oder „Mehr Klimaschutz bedeutet auch mehr Lebensqualität und Gesundheit für alle“ werden von 97 bzw. 90% der Befragten bejaht („stimme voll zu“ bzw. „stimme zu“). Auch die anderen Aussagen erreichten hohe Zustimmungsraten von 68 bis 83%. Die starke Ablehnung der Aussage „Viele der Behauptungen über die negativen Folgen des Klimawandels sind übertrieben“ geht in dieselbe Richtung (78 % „stimme gar nicht zu“ bzw. „stimme eher nicht zu“). Hier zeigt sich insgesamt ein hohes Klimabewusstsein bei den Münchner*innen.

Große Bandbreite an klimarelevanten Verhaltensweisen

Für den künftigen Verlauf des Klimawandels ist auch das tatsächliche Handeln der Individuen von großer Bedeutung. Die Befragten wurden daher gebeten, die Häufigkeit für zwölf unterschiedliche klimafreundliche Verhaltensweisen anzugeben. Die Bandbreite bewegt sich dabei zwischen 89% der Befragten, die Müll trennen und 16% der Befragten, die schon einmal Ausgleichszahlungen für den selbst verursachten CO2-Ausstoß geleistet haben. Tendenziell werden eher teure oder stärker den Lebensstil beeinflussende Aktivitäten wie allen voran Ausgleichszahlungen, aber auch das Reisen mit Bus und Bahn statt mit dem Auto, der Fleischverzicht und der Kauf von Bio-Produkten eher seltener praktiziert. Kostensparende oder ohne großen Aufwand zu leistende Maßnahmen wie Müll trennen, Heizung herunterdrehen, Elektrogeräte ganz abschalten etc. werden hingegen eher häufiger getätigt.

Personen mit hohem Klimabewusstsein verhalten sich auch klimafreundlicher

Bei einer Analyse des Zusammenhangs zwischen Klimabewusstsein und Klimaverhalten lässt sich beobachten, dass höheres Klimabewusstsein mit klimafreundlicheren Verhaltensweisen einhergeht.

Die Landeshauptstadt München bemüht sich sehr um eine stadt- und umweltverträgliche Mobilität. Die Bevölkerungsbefragung der Stadtentwicklung 2021 untersucht, welche Verkehrsmittel den Münchner*innen zur Verfügung stehen und welche sie wie oft nutzen – inklusive neuerer Leihangebote in der Stadt.

Fahrrad und Pedelecbesitz gegenüber 2016 gestiegen

83% der Befragten leben in Haushalten mit mindestens einem Fahrrad – das sind etwas mehr als 2016 (81%). Über zwei Drittel (68%) verfügen aber auch weiterhin über mindestens einen Pkw (2016: 69%) in ihrem Haushalt. 11% der Befragten leben in einem Haushalt mit mindestens einem Motorrad, Motorroller oder Mofa (2016: 12%). Die Verfügbarkeit von „neueren“, elektrischen Fahrzeugarten ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: 8% der Befragten verfügen mittlerweile über mindestens ein Elektrofahrrad bzw. Pedelec in ihrem Haushalt (2016 2%), 4% der Befragten besitzen mindestens ein hybrid- oder (rein-) elektrisch-betriebenes Auto in ihrem Haushalt (2016: 0,5%) und 2% der Befragten geben an, mindestens ein Lastenrad im Haushalt zu haben – v.a. in Familienhaushalten. Diese Kategorie wurde 2016 noch nicht abgefragt.

Weniger ÖPNV-Nutzung und weniger Autonutzung in der Pandemie

Im Vergleich zur Bevölkerungsbefragung 2016 ist ein deutlicher Unterschied bei der täglichen Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel festzustellen: Die Nutzung hat sich fast halbiert (Rückgang von 40% auf 23%). Die tägliche Fahrradnutzung ist nahezu gleich geblieben (20% auf 19%). 14% der Befragten nutzten täglich das Auto (2016: 24%). Der starke Rückgang bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Autonutzung ist vermutlich auf die Corona-Krise und die damit verbundenen „Lockdowns“ sowie vermehrtes Home-Office zurückzuführen. Es stellt eine Momentaufnahme und keinen jahrelangen Trend dar.

Die Bevölkerungsbefragung 2021 hat wie in den Vorjahren auch die finanzielle Situation der Befragten betrachtet. Als neuer Aspekt wurden in der diesjährigen Befragung die Folgen der Corona-Pandemie in den Blick genommen.

Mittleres Monatsnettoeinkommen liegt bei 2.453 Euro - 2016 waren es nur 2.000 Euro

Zur Darstellung der wirtschaftlichen Lage wurde das monatliche Nettoeinkommen der Haushalte der befragten Personen erhoben, das alle monatlichen Einkünfte der Haushaltsmitglieder umfasst, unabhängig davon, ob es sich hierbei um Arbeits-, Alters-, Vermögens- oder Transfereinkommen handelt. Um die Einkommenssituation von Haushalten unterschiedlicher Größe und Haushaltszusammensetzung (Alter) vergleichbar zu machen, werden die erfragten monatlichen Haushaltsnettoeinkommen in Form eines sog. rechnerischen Nettoäquivalenzeinkommens dargestellt. Mithilfe einer Äquivalenzskala (hier nach der OECD Skala) werden die Haushaltsnettoeinkommen nach Haushaltsgröße und -zusammensetzung gewichtet. Der Median der Nettoäquivalenzeinkommen, also das mittlere Einkommen aller Befragten, liegt in dieser Befragung bei 2.453 Euro (2016 2.000 Euro). Dieser Anstieg um 23% innerhalb von fünf Jahren bewegt sich im üblichen Rahmen.

Armutsquote in München seit 2016 von 15 auf 18 Prozent gestiegen

Um die Armutsquote in München berechnen zu können, werden die Befragten anhand des Nettoäquivalenzeinkommens in Gruppen eingeteilt, die sich am Medianeinkommen orientieren: Arme Haushalte verfügen über weniger als 60% des Medianeinkommens, die Untere Mitte verfügt zwischen 60% und unter 120%, die Obere Mitte über 120% bis unter 200% des Medians und reiche Haushalte haben 200% oder mehr des Medianeinkommens zu Verfügung. Im Vergleich zu 2016 hat die Gruppe der Befragten aus armen Haushalten um 3 Prozentpunkte auf 18% zugenommen. Demgegenüber steht allerdings auch eine im Vergleich zu 2016 etwas schrumpfende Gruppe der Befragten aus reichen Haushalten (8% zu 10%).

Beschäftigte aus den Branchen Gastgewerbe, Tourismus, Kunst und Kultur besonders stark von den wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise betroffen

Von Kurzarbeit und Einkommenseinbußen durch die Corona-Pandemie sind besonders häufig Personen in Gastgewerbe und Tourismus betroffen (66% Kurzarbeit, 60% Einkommenseinbußen). Am wenigsten Einbußen gab es im Öffentlichen Dienst bzw. bei Beamten. Vergleichsweise selten von Kurzarbeit ist neben diesen auch der Bereich Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister betroffen. Kunst- und Kulturschaffende sind mit 40% relativ häufig von Einkommenseinbußen betroffen, bewegen sich beim Thema Kurzarbeit aber eher im Mittelfeld.

90 Prozent der Befragten beurteilen die wirtschaftliche Lage des Haushalts als zufriedenstellend oder besser

Nach der Bewertung der wirtschaftlichen Lage ihres Haushaltes gefragt, bewerteten 29% der Befragten diese als „zufriedenstellend“, 36% als „gut“ und 25% als „sehr gut“. Befragte, die auf Grund der Corona-Pandemie in Kurzarbeit geschickt wurden, Einkommenseinbußen hatten oder insbesondere ihre Arbeit verloren haben, schätzen die Lage ihres Haushaltes jedoch deutlich schlechter ein.

Die Bevölkerungsbefragung zur Stadtentwicklung 2021 hat sich auch mit dem Thema Zusammenleben in München beschäftigt. In den Blick genommen wurden die Bewertung der Vielfalt, das Zusammenleben der Geschlechter und das Thema Diskriminierung.

Eine große Mehrheit der Münchner*innen sieht die zunehmende Vielfalt als Bereicherung an

Die Frage, ob das Leben in Deutschland im Allgemeinen durch zunehmende Vielfalt bedroht oder bereichert wird, konnten die Befragten auf einer Skala von 0 (“bedroht”) bis 10 (“bereichert”) antworten. Eine Mehrheit von 52% hat deutlich positiv im Sinne einer Bereicherung durch Vielfalt geantwortet (Bewertung zwischen 8 und 10). Dabei gilt, je jünger und einkommensstärker, desto positiver wird die zunehmende Vielfalt wahrgenommen. 41% haben mit mittleren Werten geantwortet (Bewertung zwischen 3 und 7) und 7% sind skeptisch (Bewertung zwischen 0 und 2).

Deutliche Mehrheit befürwortet Chancengleichheit von Frauen und Männern

Den Befragten wurden vier Aussagen zum Zusammenleben von Frauen und Männern vorgelegt. Dabei befürwortet eine deutliche Mehrheit eine Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern. Am deutlichsten betrifft das die gleiche Berücksichtigung der Bedürfnisse von Männern und Frauen in der Stadt – dem stimmen 94% voll oder eher zu. Die Aussagen, dass Frauen genauso häufig in Führungspositionen bzw. im Münchner Stadtrat und den Bezirksausschüssen vertreten sein sollen, haben mit 80% bzw. 70% vergleichsweise die geringste Zustimmung, wobei auch hier somit die große Mehrheit dafür ist.

28 Prozent der Befragten wurden in den letzten zwei Jahren in München diskriminiert

In der Befragung 2021 wurde auch erhoben, ob die Befragten in den letzten 24 Monaten wegen ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Religion und Weltanschauung, ihrer Behinderung, ihres Lebensalters und ihrer der sexuellen Identität, ihres geringen Einkommens, ihres niedrigen Bildungsstandes oder ihrer psychischen Erkrankung diskriminiert wurden. 28% der Befragten geben an, dass sie mindestens aus einem dieser Hintergründe in den letzten 24 Monaten diskriminiert wurden. Die häufigste Diskriminierung geschah demnach aus rassistischen Motiven - wegen der Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe oder der Herkunft aus einem anderen Land (43% der diskriminierten Befragten,13% aller befragten Münchner*innen). Die zweithäufigste Diskriminierungserfahrung wird aufgrund des Geschlechts gemacht (9% aller Befragten).

Das Bürgerschaftliche Engagement ist ein wichtiger Anker für den Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft. Deshalb wurden auch das freiwillige Engagement, das politische Interesse und die Teilnahme an Bürgerbeteiligung näher beleuchtet.

Rückgang des klassischen ehrenamtlichen Engagements in der Corona-Krise

Zu einer aktiven Stadtgesellschaft gehört auch das bürgerschaftliche Engagement, also der freiwillige, selbstbestimmte, unentgeltliche und zielgerichtete Einsatz für Verbesserungen sowohl im persönlichen Lebensumfeld als auch im Gemeinwesen. 26% der Befragten haben sich in den letzten 12 Monaten ehrenamtlich oder freiwillig – egal ob unbezahlt oder gegen geringe Aufwandsentschädigung – engagiert. Bei der Befragung im Jahre 2016 waren es insgesamt 49%. Der hier festgestellte Rückgang liegt teilweise durch die massiven Kontakteinschränkungen und Alltagsveränderungen, z.B. durch Home-Office und Homeschooling, auf der Hand. Des Weiteren ist es möglich, dass es in der Pandemie teilweise auch andere Formen von ehrenamtlichem Engagement gegeben hat, die in der vorliegenden Befragung nicht erfasst wurden. So konnte gerade während der Pandemie ein hohes Maß an spontanem, nicht organisiertem Engagement beobachtet werden. 69% der Befragten können sich (auch weiterhin) vorstellen, sich in den nächsten 12 Monaten ehrenamtlich oder freiwillig zu engagieren.

Interesse der Münchner*innen an der Kommunalpolitik ist ausbaufähig

Nur 28% der Befragten sind sehr interessiert an der Kommunalpolitik und bewerten ihr Interesse auf einer Skala von 0 „gar kein Interesse“ bis 10 „sehr großes Interesse“ mit 8, 9 oder 10. 14% der Befragten sind als uninteressiert (Wert 0 bis 2) zu betrachten. Hier spielt auch das Alter eine Rolle: Je älter, desto mehr Interessierte und desto weniger Uninteressierte.

Jede*r zweite Münchner*in hat schon einmal an einer Bürgerbeteiligung teilgenommen

Seit vielen Jahren können Münchner*innen sich aktiv in die Entwicklung der Stadt einbringen. In der Münchner Bevölkerungsbefragung zur Stadtentwicklung wurde abgefragt, ob und wie sich die Befragten bereits beteiligt haben. Insgesamt hat die Hälfte der Befragten an mindestens einem Format der Bürgerbeteiligung teilgenommen bzw. mitgemacht. Am häufigsten haben die Befragten Newsletter und Social-Media-Kanäle abonniert, Informationsveranstaltungen vor Ort besucht oder Emails und Briefe geschrieben (22% bis 24%). Aktivere und auf Austausch fokussierte Formate wie Online-Beteiligungsveranstaltungen und Vor-Ort-Beteiligungsveranstaltungen wurden von deutlich weniger Personen angegeben (9% bis 18%). Lediglich 4% der Befragten bringen sich in strukturell verankerten Beteiligungsformaten, z.B. in einem Bürger- oder Stadtteilgremium, regelmäßig ein. Online angebotene Formate zum Austausch erreichen dabei jüngere Altersgruppen besser als Vor-Ort-Angebote (Anteile der 18-29-Jährigen: Informationsveranstaltung vor Ort besucht 8%, Beteiligungsveranstaltung vor Ort besucht 4%, Online-Beteiligungsformat genutzt 17%).

Die Digitalisierung ist ein gesellschaftlicher Megatrend, der nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch die Stadtgesellschaft insgesamt massiv verändert. Die Bevölkerungsbefragung zur Stadtentwicklung 2021 hat sich deshalb mit der digitalen Teilhabe, der Nutzung von digitalen Angeboten der Stadt, dem Online-Shopping und – vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie – mit der Nutzung von Home-Office auseinandergesetzt.

Gute Geräteausstattung bei mehr als 90 Prozent der Münchner*innen

Wie gut die Münchner*innen mit Geräten ausgestattet sind, um damit ins Internet zu gehen oder digitale Informationen zu verarbeiten, ist ein wichtiger Faktor für deren digitale Teilhabe. Insgesamt geben jeweils ähnlich viele Befragte an, dass ihr Haushalt über ein Smartphone (93%), einen Computer, einen Laptop oder ein Tablet (92%) oder einen Internetanschluss (94%) verfügt. Dabei zeigen sich soziodemografische Unterschiede: Ältere Menschen ab 60 Jahre, Ärmere sowie Menschen mit niedrigerer Schulbildung gehören häufiger Haushalten mit einer vergleichsweise schlechteren Ausstattung an. Seit 2016 hat sich die Geräteausstattung dieser Gruppen jedoch stark verbessert.

Fast zwei Drittel haben schon einmal digitale Angebote der Landeshauptstadt München genutzt

Im Rahmen der Befragung wurde erhoben, wie häufig verschiedene digitale Angebote der Landeshauptstadt München genutzt werden. Insbesondere die Online-Dienste (z.B. online Terminvereinbarung, Kita Finder, online Hundeanmeldung und online Urkundenbestellung) werden häufig genutzt: 65% der Münchner*innen haben dieses Angebot bereits in Anspruch genommen. Von vielen Befragten werden auch das kostenfreie Münchner WLAN (44%), die Social-Media-Kanäle (35%) und die München-App (30%) genutzt. Die geringsten Nutzungshäufigkeiten zeigen sich bei den Bürgerterminals (18%) und bei den Bildungsangeboten für Computer und Internet (15%). Allerdings hängt die Nutzung auch mit soziodemografischen Merkmalen zusammen. So werden die Online-Dienste seltener von älteren und ärmeren Befragten genutzt.

Erfahrungen mit den Online-Diensten der Landeshauptstadt München überwiegend positiv

Die Münchner*innen, die bereits Erfahrungen mit den Onlinediensten der Stadt München oder den Bürgerterminals gemacht haben, bewerten deren Nutzung insgesamt positiv. Insbesondere werden in der Nutzung der Online-Dienste Vorteile gegenüber den Alternativen wie Telefonaten oder Besuchen des Bürgerbüros gesehen (86% „stimme voll zu“ bzw. „stimme eher zu“). Aber auch den Aspekten der einfachen Nutzbarkeit, der leichten Verständlichkeit und der leichten Auffindbarkeit im Internet wurde jeweils von rund 80% der Befragten voll oder eher zugestimmt.

Starke Zunahme der Nutzung von Home-Office während des zweiten Lockdowns – hohe Nutzung auch nach der Pandemie erwartet

Im Zuge der Corona-Pandemie hat auch das Arbeiten von zu Hause aus (Home-Office) stark zugenommen. 69% der befragten Erwerbstätigen haben auf Grund ihrer Tätigkeit die Möglichkeit im Home-Office zu arbeiten. Von diesen Personen haben vor der Pandemie lediglich 11% angeben, mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit im Home-Office zu verbringen, 70% haben sogar (fast) ausschließlich vor Ort gearbeitet. Während der Pandemie hat sich dieses Verhältnis verändert: 49% der Befragten haben angegeben, (fast) ausschließlich im Home-Office zu arbeiten. Für die Zukunft geht mehr als die Hälfte der Befragten davon aus, mindestens die Hälfte der Arbeitszeit im Home-Office zu verbringen.

Bedingungen für die Arbeit im Home-Office werden überwiegend positiv bewertet – Ausnahme sind die Räumlichkeiten und häusliche Ablenkungen

Sowohl die Eignung ihrer beruflichen Tätigkeit für das Home-Office als auch die Akzeptanz des Home-Office durch den Arbeitgeber werden von jeweils gut 80% der Befragten, die grundsätzlich im Home-Office arbeiten können, mit gut oder sehr gut bewertet. Teilweise problematisch stellen sich die Bedingungen im Home-Office hinsichtlich zur Verfügung stehender geeigneter Räumlichkeiten dar. Dies trifft insbesondere für die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen sowie für Erwerbstätige in Haushalten mit geringeren Einkommen zu. Ähnlich schlecht wird das Arbeiten im Home-Office hinsichtlich häuslicher Ablenkungen bewertet, vor allem von Befragten aus Haushalten mit Kindern oder mit geringeren Einkommen.

Weitere Verwendung der Ergebnisse

Die Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung zur Stadtentwicklung 2021 finden auf verschiedene Weise Eingang in die Arbeit der Verwaltung. So werden die Daten – teilweise in Form gesonderter Auswertungen – in Berichten verschiedener Fachplanungen verwendet (u.a. Armutsbericht, Bildungsbericht). Darüber hinaus unterstützten die Daten die Erstellung und Evaluation von integrierten Handlungsraumkonzepten.

Außerdem sind tiefergehende Analysen und Sonderauswertungen u.a. zu folgenden Themen geplant:

  • Wohnen
  • Home-Office
  • Wohnmobilität /Umzug
  • Diskriminierung
  • Partizipation
  • Nachverdichtung
  • Auswirkungen der Corona-Pandemie
  • Versorgung mit Kinderbetreuungseinrichtungen
  • Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen

Frühere Befragungen

Die Ergebnisse der Befragung aus dem Jahr 2016 stehen sowohl in einer Kurz- als auch in einer Langfassung zur Verfügung. Darüber hinaus wurden Sonderauswertungen zu den Themen Nachverdichtung, Klimaeinstellungen und Klimaschutz, Nachbarschaft und Nachbarschaftskontakte und zur Lebenszufriedenheit in München durchgeführt.

Die Ergebnisse der Bevölkerungsbefragungen 2005 und 2010 sind ebenfalls in einer Kurz- und in einer Langfassung verfügbar. Die Daten aus dem Jahr 2010 erlauben auf Grund der großen Anzahl an Befragten auch vergleichende Auswertungen für die einzelnen Stadtbezirke.