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Freiham - ein neues Stadtquartier

Planen, bauen, unterhalten – die gesamte Kompetenz des Baureferates ist am Werk und realisiert mit Hochdruck die Infrastruktur für Münchens neues Stadtquartier

Im Münchner Westen wächst eine Kleinstadt

Über 25.000 Menschen werden in Freiham wohnen, viele Tausend werden hier arbeiten, einkaufen, lernen, spielen und ihre Freizeit verbringen. Auf 350 Hektar freier Fläche wurde ein neues Stadtquartier von der Größe einer Kleinstadt geplant – jetzt wird es Realität: Das Baureferat baut bereits die Straßen, Wege und Beleuchtungssysteme; es entstehen Schulen, Grünflächen und Unterführungen. Vieles davon soll zeitnah zum Bezug der ersten Wohnungen fertig sein.

Hier hält Sie das Baureferat über seine Projekte in Freiham auf dem Laufenden. Vor Ort gibt es umfassende Informationen zu den öffentlichen Baumaßnahmen des Baureferates in der Unterführung der S-Bahn-Station Freiham.

Freihamer Anger: erste reine Fahrradstraße

Das Baureferat verwirklicht an dieser Stelle Münchens erste reine Fahrradstraße, unterteilt in einen vier Meter breiten Zweirichtungsradweg auf der Westseite und einen drei Meter breiten Gehweg auf der Ostseite.
Zur Meldung 09.11.22

Bildungscampus und Sportpark Freiham

Bildungscampus und Sportpark Freiham
Eckhart Matthäus Fotografie/ Kilian Zagel

Mit dem neuen Bildungscampus und Sportpark wird Freiham zu einem bedeutenden Schul- und Sportstandort.

Baureferentin Rosemarie Hingerl zur Fertigstellung 2019:
„Es ist geschafft! Wir haben Münchens aktuell größtes Schulbauprojekt pünktlich abgeschlossen. Die Größe und der Zeitplan des Projekts haben alle bisherigen Herausforderungen im Schulbau getoppt, denen wir uns im Rahmen der deutschlandweit größten kommunalen Schulbauprogramme auch in den nächsten Jahren stellen. Der Bildungscampus hat in etwa das dreieinhalbfache Bauvolumen wie das Gymnasium Trudering oder das Gymnasium Nord. Doch mit enormer Men- und Womenpower und einem intelligenten Baustellenmanagement ist es gelungen, diesen Campus in ähnlich sportlicher Bauzeit von gut zwei Jahren fertigzustellen – auch wenn ich beim Richtfest vor einem Jahr noch skeptisch war und auf die Risiken deutlich hingewiesen habe.“

Der Bildungscampus ist fertig

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Projektdaten

Bauzeit:
März 2017 bis August 2019

Kosten:
Die vom Stadtrat genehmigten Projektkosten liegen bei 245 Millionen Euro

Größe:
der Campus soll etwa 3.000 Schülerinnen und Schülern Platz bieten und besteht aus einer 5-zügigen Grundschule, einem Sonderpädagogischen Förder- und Kompetenzzentrum mit 19 Klassen und Doppelsporthalle, einer 5-zügigen Realschule und einem 6-zügigen Gymnasium

Kennzahlen:
Nutzfläche ca. 38.500 Quadratmeter, Bruttogrundfläche ca. 62.732 m², Bruttorauminhalt ca. 265.460 Kubikmeter, Campusfläche ca. 45.000 Quadratmeter (inklusive Grün- und Freiflächen)

Entwurfs- und Ausführungsplanung:
felix schürmann ellen dettinger. architekten, München in Zusammenarbeit mit Auer Weber Assoziierte, München (Zentrale Mitte) mit Keller Damm Kollegen Landschaftsarchitekten Stadtplaner, München

Vom Wettbewerb zur Inbetriebnahme:
Für den Bildungscampus und den Sportpark hat das Baureferat im Auftrag des Stadtrates einen zweiphasigen Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem EU-weitem Bewerbungsverfahren durchgeführt. Der Stadtrat stimmte am 6. Mai 2015 den Vorschlägen des Preisgerichts und der Verwaltung zu.

  • Für den Sportpark wurde der 1. Preis vom Preisgericht einstimmig an die Teilnehmergemeinschaft Georg·Scheel·Wetzel Architekten mit Lützow 7 C.Müller J.Wehberg Garten- und Landschaftsarchitekten (beide Berlin) vergeben.
  • Für den Bildungscampus setzte sich die Arbeit von felix schürmann ellen dettinger architekten mit Keller Damm Roser Landschaftsarchitekten Stadtplaner (beide München) durch

Projektauftrag und -genehmigung: November 2016
Baubeginn: März 2017
Richtfest: Juli 2018
Inbetriebnahme: pünktlich zum Schuljahresbeginn 2019/2020

Zahlen zum Bau:
Größe Baufeld: ca. 4,5 Hektar
Länge Fassade Bodenseestraße: 244 Meter (z. Vergleich Länge Fassade Rathaus: 100 m)
Länge Balkone: 4 km
verbauter Beton: 47.000 Kubikmeter,
verbauter Stahl: 6.160 Tonnen

Baustellenbetrieb:
gleichzeitig bis zu 400 Bauarbeiter und Handwerker sowie 9 Kräne auf der Baustelle; gearbeitet wurde z.T. auch an Wochenenden und Feiertagen (mit Ausnahmegenehmigung), sowie im Winterbau bei Temperaturen bis zu -15 Grad Celsius.

„Lean Management“ zur Optimierung der Bauabläufe:
Das innerhalb kürzester Zeit zu schaffende enorme Bauvolumen erforderte tagesgenaue Steuerung. Mit Hilfe der sogenannten Lean Management Methode wurde jeweils eine vierwöchige Vorschau des gesamten Bauablaufs tagesgenau durchgeplant und auf Übersichtstafeln mit „Leistungskarten“ visualisiert. Jeden Morgen haben Bauleitung und ausführende Unternehmen (bis zu 40 Poliere) den aktuellen Stand geprüft und eventuelle Anpassungen veranlasst. Einmal wöchentlich analysierten alle Verantwortlichen – die Projekt- und Bauleitung des Baureferats, der Lean-Manager und Poliere – gemeinsam die aktuelle Entwicklung des Projekts; falls nötig konnten sie so steuernd eingreifen. Durch die tägliche Transparenz und die intensive Kommunikation konnten die unterschiedlichen Gewerke beschleunigt parallel arbeiten.

Kunst am Bau:
Im Rahmen von QUIVID, dem Kunst-am-Bau-Programm des Baureferats, wird auf der Campus-Grünfläche das Lichtprojekt „FREIHAM illuminata // Luce del respiro“ des Künstlers Olaf Nicolai in Zusammenarbeit mit dem Lichtplanungsbüro Studio Dinnebier realisiert. Langsam wechselnde Lichtfarben und -intensitäten sollen eine immer wieder veränderte Atmosphäre schaffen.

Fakten zu Grün- und Freiflächen Bildungscampus:
Der zentrale Grünraum ist als öffentlicher Park konzipiert, mit dem sich die Freiflächen der Schulen eng verzahnen und der eine Verbindung über den Sportpark bis in den zukünftigen Landschaftspark schafft.

Natursteinbeläge: 3.725 m²
Beläge für Sport und Spiel: 3.995 m²
Rasenflächen: 8.420 m²
Extensive Dachbegrünung: 16.545 m²
Bäume: ca. 200 / Pflanzung Bäume und Sträucher: Herbst 2019

Fakten zur Unterführung:
Eine barrierefreie Unterführung mit Tageslicht wird den Bildungscampus mit dem benachbarten Sportpark verbinden. Sie ist aus einer Straßenbrücke und davon getrennten Gehwegbrücken zusammengesetzt; dadurch entsteht natürlicher Lichteinfall in der Unterführung.

Fertigstellung: Frühjahr 2019
Genehmigte Projektkosten: 3,1 Mio Euro

Fakten zum Sportpark:
Ausführungsgenehmigung: Mai 2017; Baubeginn: August 2017
Es entstehen – im Sinne des Inklusionsgedankens – für Schul- und Breitensport: zwei Dreifachsporthallen, ein Schulschwimmbad und Freisportanlagen mit insgesamt fünf Rasenfeldern, einer 400-Meter-Bahn sowie verschiedene Sportfelder, wie Hockey-, Beachvolleyball- und Allwetterplätze. Außerdem eine Vereinsgaststätte, eine Tiefgarage und ein Betriebsgebäude, sowie eine 800 qm große Skateranlage (ebenfalls inklusiv nutzbar). Ebenfalls Teil des Sportparks ist eineca. 1 Hektar große, öffentliche Grünfläche.

Inbetriebnahme: geplant 1. Quartal 2020 / Die Arbeiten laufen plangemäß
genehmigte Projektkosten insgesamt: 100,6 Mio Euro

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Grundschulen in modularer Bauweise

Grundschule an der Gustl-Bayrhammer-Straße
BECKER LACOUR, Olaf Becker, München
Grundschule an der Gustl-Bayrhammer-Straße

Im Oktober 2013 wurde der vom Baureferat ausgelobte Realisierungswettbewerb für den Neubau von vier Grundschulen in modularer Bauweise entschieden. Der Münchner Stadtrat erteilte im Januar 2015 die Projektgenehmigung. Zwei dieser Grundschulen wurden zum Schuljahr 2017/18 in Freiham fertiggestellt. Außerdem wurde in Freiham Süd eine Schulpavillonanlage errichtet.

Das "Münchner Lernhauskonzept"

Eine Lernhauseinheit oder Lernhausmodul besteht aus jeweils vier Unterrichtsräumen, zwei Räumen für die ganztägige Betreuung, einem Teamraum für das Lehr- und Betreuungspersonal, einer Sanitäreinheit und Garderoben. Der Flur öffnet sich in den Pausenbereich, der über einen Lichthof natürlich belichtet und belüftet wird. Der Pausenraum ist hinsichtlich Akustik und Beleuchtung wie ein Unterrichtsraum ausgestattet.
Dieses integrierte Raumkonzept lässt vielfältige Möglichkeiten für eine ganztägige Betreuung zu, da die Raumnutzung verändert werden kann. Flexible Wände und transparent gestaltete Elemente bieten zudem Möglichkeiten für die Arbeit in Klein- und Kleinstgruppen.
Ein solches Lernhausmodul ist ein Element der Grundschule. Es beinhaltet jeweils einen Zug der Schule. Alle weiteren Nutzungen wie Speisesaal, Verwaltung oder Fachklassenräume sind in einem zentralen Bereich untergebracht, der entsprechend dem jeweiligen Raumprogramm der Schule unterschiedlich ausgestaltet ist.
Die Lernhäuser sind in Grundriss und Ausstattung bei jeder Schule gleich. Das Modul kann also für künftige Planungen weiterverwendet werden.

Die drei Projekte im Einzelnen

In Freiham Mitte entstand an der Gustl-Bayrhammer-Straße eine fünfzügige Grundschule mit Räumen für die ganztägige Betreuung sowie einer Zweifachsporthalle mit Freisportanlagen und einem Haus für Kinder mit drei Krippen- und drei Kindergartengruppen nach dem Lernhauskonzept. Die Schule wurde am 8. August 2017 fertig übergeben. Bürgermeisterin Christine Strobl, Stadtschulrätin Beatrix Zurek und Detlev Langer, Hauptabteilungsleiter Hochbau im Baureferat waren bei der Vorstellung dabei.

In Freiham Nord wurde an der Aubinger Allee eine fünfzügige Grundschule mit Räumen für die ganztägige Betreuung sowie einer Zweifachsporthalle mit Freisportanlagen nach dem Lernhauskonzept gebaut. Sie ging mit dem Schuljahresbeginn 2017 in Betrieb.

Im Gewerbegebiet Freiham Süd ist östlich der Anton-Böck-Straße und nördlich der Bahnlinie eine Schulpavillonanlage als Filiale der Grundschule an der Limesstraße entstanden. Die Schulpavillons sind für 200 Schülerinnen und Schüler in acht Klassen konzipiert und wurden zum Schuljahresbeginn 2016/2017 fertiggestellt.

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Landschaftspark Freiham - viel Grün im neuen Stadtteil

1. Preis des Wettbewerbs: Lützow 7 C. Müller J. Wehberg Garten- und Landschaftsarchitekten
1. Preis des Wettbewerbs: Lützow 7 C. Müller J. Wehberg Garten- und Landschaftsarchitekten

Im neuen Stadtteil Freiham entsteht als Teil des Grüngürtels am westlichen Münchner Stadtrand ein Landschaftspark – mit 60 Hektar der größte, der in den nächsten Jahren im Stadtgebiet geplant und gebaut wird. Er grenzt das neue Stadtquartier zur Autobahn A99 hin ab. Der Park zwischen der A99, der S-Bahnlinie München-Geltendorf und der Bodenseestraße wird, wie alle anderen großen Münchner Parks, eine überörtliche Anziehungskraft entfalten.

Realisierungswettbewerb

Der Stadtrat hat im März 2016 das Baureferat beauftragt, einen zweistufigen landschafts- und freiraumplanerischen Wettbewerb für Landschaftsarchitekturbüros durchzuführen. Auf Vorschlag des Baureferates hat der Stadtrat bereits im November 2014 entschieden, das Wettbewerbsverfahren mit einer prozessbegleitenden Bürgerbeteiligung zu verknüpfen, um eine größtmögliche Akzeptanz der Planungen zu schaffen. Zur Vorbereitung der Wettbewerbsauslobung wurden daher 2015 verschiedene Beteiligungsprozesse organisiert; unter anderem ein Informationstag im Mai, ein Planungsworkshop im Oktober 2015 und ein moderierter Bürgerdialog zwischen den beiden Wettbewerbsphasen.

Baureferentin Rosemarie Hingerl äußert sich sehr zufrieden zum Ergebnis des Realisierungswettbewerbs: „Durch die abwechslungsreiche Gestaltung von Landschaftsbestandteilen und Wegebeziehungen entsteht ein lebendiger Park in bester Münchner Tradition. Der Siegerbeitrag erfüllt mit seinen Raum- und Nutzungsangeboten die Erwartungen, die im Rahmen der Bürgerbeteiligung formuliert wurden. Auch das zentrale Thema Inklusion wird konzeptionell sehr gut gelöst.“

Grünband und Grünfinger

Grünband und Grünfinger
Peter Schinzler

Ein grünes und blühendes Band mit altem Baumbestand, jungen Zierkirschen, Spielflächen, Sitzterrassen und Wiesen erstreckt sich von Nord nach Süd und verbindet den gewachsenen Stadtteil Neuaubing mit dem neuen Stadtteil Freiham-Nord. Es verläuft auf rund 700 Meter Länge zwischen der Wiesentfelser Straße im Süden und der Pretzfelder Straße im Norden mit einer Breite von zirka 45 bis 63 Metern. Im Osten schließt ein Gehölzwall an, der als Biotop kartiert ist. Nördlich der Pretzfelder Straße setzt sich das Grünband als schmaler, etwa 240 Meter langer Grünzug an der neuen Grundschule bis zur nördlichen Aubinger Allee fort.

Der Grünfinger schließt auf Höhe der Wiesentfelser Straße an das Grünband an und soll künftig in Ost- West-Richtung mit dem geplanten Landschaftspark verbinden. Das Baureferat hat im Februar 2017 mit dem Bau des ersten, ca. 250 Meter langen Abschnitts zwischen der Wiesentfelser Straße und der zukünftigen Aubinger Allee begonnen. Bereits im Herbst 2017, mit Eröffnung der beiden neuen Grundschulen, konnten die Kinder ihre neuen Spielplätze erobern. Geplant wurden die neuen Erholungs- und Spielflächen auf Basis einer Bürgerbeteiligung mit Schulkindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus den angrenzenden Wohngebieten; die dabei entwickelten Wünsche und Vorstellungen wurden im Planungskonzept berücksichtigt.

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Beleuchtungskonzept für Freiham - Freiham Nord leuchtet voraus

Beleuchtungskonzept
Day & Light Lichtplanung

Beim Bau des neuen Siedlungsgebietes Freiham ergibt sich die besondere Gelegenheit, ein innovatives, attraktives und effizientes Beleuchtungskonzept für einen ganzen Stadtteil zu entwerfen. Dieses wird seit Januar 2017 umgesetzt.

LED-Pilotprojekt und ein künstlerisches Lichtkonzept

Mit der Realisierung des neuen Stadtquartiers ergibt sich die Chance, ein LED-Gesamtkonzept für die Beleuchtung aller öffentlichen Straßen und Wege in Freiham Nord, von der Anliegerstraße bis zum Stadtteilzentrum, umzusetzen. Die Stadt München geht damit neue Wege und folgt der Empfehlung des Instituts für Lichttechnik der TU Berlin. Den Beschluss dazu fasste der Bauausschuss im Oktober 2015. Vorausgegangen war ein vom Baureferat moderierter Planungsworkshop mit vier Lichtplanungsbüros zur Konzeption eines Masterplans.

Den Auftrag erhielt das Büro Day & Light Lichtplanung aus München: Entstehen werden differenzierte, attraktive Lichträume unabhängig von der Fertigstellung der Bebauung. Warme und kalte Lichtfarben helfen bei der Orientierung, Kreuzungspunkte werden unterschiedlich akzentuiert. Durch die LED-Technik wird CO2 eingespart und die sogenannte Lichtverschmutzung minimiert.

Eine rund einen Hektar große Grünfläche wird den künftigen Bildungscampus mit dem Sportpark und den neuen Wohngebieten verbinden. Zugleich soll ein künstlerisch gestaltetes Lichtkonzept dieses öffentliche Grün mit dem zukünftigen Landschaftspark verknüpfen.

Der Stadtrat genehmigte im November 2016 das Projekt im Rahmen von QUIVID, dem Programm des Baureferates für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum. Ziel ist es, die Menschen an der Kunst teilhaben zu lassen und einen über den neuen Bildungscampus hinaus im Stadtteil wahrnehmbarer Akzent zu setzen. Für das Lichtkonzept wird das Baureferat einen Kunstwettbewerb mit einem „Realisierungsteil“ für die öffentlichen Grünflächen und einem „Ideenteil“ für den Landschaftspark durchführen.

„Smarter Together“

Für die Bodenseestraße hat das Baureferat im Rahmen des geförderten EU-Projekts „Smarter Together“ (www.smarter-together.de) neue intelligente Lichtmasten entwickelt. Sie sind mit modernster LED-Technik ausgestattet und werden bald M-WLAN, den kostenfreien Service Münchens für öffentliches WLAN bieten. Außerdem schaffen sie zusätzlich Möglichkeiten, Sensoren (z.B. zur Erfassung von Umweltdaten oder Informationen zu Verkehr) zu installieren. Damit können innovative mobile Dienst für die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers im Rahmen eines Pilotprojekts entwickelt werden.
Die ersten zwei Dutzend Exemplare sind in der Bodenseestraße zwischen Anton-Böck- und Hans-Steinkohl-Straße bereits aufgestellt. Weitere Masten folgen unter anderem in der Limesstraße und im Grünfinger in Freiham Nord. Das Projekt wird 2019 und 2020 evaluiert.

Baureferat

Die Stadt München untersucht im Rahmen des EU-Projekts „Smarter Together“ im Stadtteil Freiham Nord neue Beleuchtungstechnologien in einem Feldversuch. Dafür hat das Baureferat auf dem neu angelegten Fußweg im Freihamer Grünband, parallel zur Ellis-Kaut-Straße, auf einer Strecke von circa 350 Metern zwölf moderne LED-Leuchten mit zusätzlicher intelligenter Elektronik installiert. Sie sorgen automatisch für eine adaptive, bedarfsabhängige Beleuchtung.
Die intelligente Regelung stellt sicher, dass der Fußweg vor und hinter den Passanten hell ausgeleuchtet ist. Befindet sich keine Person im Erfassungsbereich der Sensoren, wird das Licht automatisch und langsam um circa 85 Prozent reduziert. Die ohnehin sehr energieeffizienten LED-Leuchten sparen mit dieser zusätzlichen Technik noch weitere Energie ein. Die Technologie trägt außerdem zur Reduzierung von nicht benötigtem künstlichen Licht bei. Das ist für viele Lebewesen, vor allem nachtaktive Insekten, von Vorteil. Sollte sich die Technik bewähren, kann sie einen zusätzlichen Beitrag zum Umweltschutz in der Straßenbeleuchtung leisten.
Der Feldversuch läuft bis Ende des Jahres 2020. Die neuartige Beleuchtung wird in dieser Zeit hinsichtlich Aufwand, Handhabung, Funktionalität, Bürgerakzeptanz, Wirtschaftlichkeit und Energieeinsparung untersucht und mit der bislang üblichen Technik verglichen.
Wer die intelligenten Leuchten selbst erleben möchte, hat dazu ab sofort täglich nach Sonnenuntergang beziehungsweise vor Sonnenaufgang auf dem Fußweg parallel zur Ellis-Kaut-Straße in Freiham Nord die Gelegenheit dazu.

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Straßen - Plätze - Unterführungen

Neue Straße Freiham
Christoph Mukherjee

Das Baureferat hat im Juli 2015 mit dem Straßenbau für den neuen Siedlungsschwerpunkt Freiham-Nord begonnen. Die Vollversammlung des Stadtrats hat am 29. Juli 2015 die Projektgenehmigung für den Teilausbau der öffentlichen Verkehrsflächen im ersten Realisierungsabschnitt von Freiham-Nord sowie den Ausbau der Bodenseestraße mit Kosten in Höhe von 30 Millionen Euro erteilt. Außerdem wurde das Baureferat beauftragt, die erforderlichen vorbereitenden Maßnahmen durchzuführen.

Als vorbereitende Maßnahme wurden die zukünftigen Verkehrswege im Herbst 2015 mit zirka 200.000 Kubikmeter Kies um bis zu eineinhalb Meter erhöht. Dies war nötig, da das Geländeniveau wegen des hohen Grundwasserstands im gesamten Baugebiet angehoben werden musste. Im Zuge dieser Maßnahme mussten sukzessive 89 Bäume entfernt werden, im Endausbau wird das Baureferat aber weit über 1.000 Bäume neu pflanzen. Anschließend begann in 2016 der Einbau der Straßenentwässerung und die Befestigung der Fahrbahnen mit einer vorläufigen Asphalttragdeckschicht. Zusätzlich sind auch abgegrenzte Gehwege entstanden. Damit die Straßen ausreichend verkehrssicher sind, müssen sie zudem mit einer provisorischen Beleuchtung ausgestattet werden. Insgesamt sollen vier Kilometer Fahrbahnen und Gehwege entstehen.

Historie

Das Baureferat stellt seit März 2019 den Endausbau der öffentlichen Verkehrsflächen im Bereich des Bildungscampus, des Sportparks und der Grundschule an der Aubinger Allee 155 her. In mehreren Bauabschnitten werden der Westteil der Helmut-Schmidt-Allee und die Hans-Dietrich-Genscher-Straße erstmals mit Geh- und Radwegen, Parkbuchten, Baumgräben und einer ordnungsgemäßen Straßenentwässerung hergestellt. Diese öffentlichen Verkehrsflächen sollen zeitgleich mit dem Bildungscampus fertiggestellt werden. Das wird, wenn alles läuft wie geplant, zum Schuljahresbeginn 2019/2020 sein.
Der Endausbau der Verlängerung der Pretzfelder Straße und der Aubinger Allee auf Höhe der bereits fertiggestellten Grundschule erfolgt ab dem Frühjahr 2020. Lediglich die Fahrbahn der Verlängerung der Pretzfelder Straße wird schon 2019 hergestellt. Der Grund dafür sind die Planungen der MVG, das Gebiet ab September 2019 mit Bussen zu erschließen.
Der Stadtrat hat im November 2018 die Genehmigung für den Endausbau der öffentlichen Verkehrsflächen im Bereich des Sport- und Bildungscampus und der nördlichen Grundschule erteilt. Die Projektkosten liegen bei rund 8,1 Millionen Euro.

2016 haben auch die Arbeiten in der Bodenseestraße begonnen. Diese wurden im Juli 2017 termingerecht fertiggestellt.
Die Straße wurde den Ansprüchen, die durch das neue Quartier mit bis zu 25.000 Einwohnern entstehen, angepasst und verbreitert. Großzügige Geh- und Radwege sowie je zwei Fahrstreifen in beide Richtungen nehmen das zusätzliche Verkehrsaufkommen auf. Die Knotenpunkte an der Anton-Böck-, der Hans-Stützle- und der Hans-Steinkohl-Straße haben neue Signalanlagen und sichere Querungsmöglichkeiten erhalten. Während der Umbauzeit der Bodenseestraße wurde der fließende Verkehr in beiden Fahrtrichtungen aufrechterhalten, indem jeweils ein Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung stand.

Im 1. Realisierungsabschnitt ist nördlich der Bodenseestraße ein zentral gelegenes Stadtteilzentrum vorgesehen. Es besteht aus vier einzelnen Baufeldern, die sich um den zentralen Stadtplatz gruppieren. Sie sollen mit großflächigen Gewerbe- bzw. Geschäftsgebäuden und stadtbildprägenden Hochhäusern bebaut werden. Der Stadtplatz wird das Herzstück des öffentlichen Lebens in Freiham. Er wird als Fußgängerzone angelegt und soll zum Flanieren und zum Aufenthalt einladen. Hier sind Einzelhandel, Restaurants, Cafés und weitere öffentliche Dienstleistungen vorgesehen. Südlich der Bodenseestraße befindet sich der Umsteigebereich für den öffentlichen Personennahverkehr. Von hier aus wird das Stadtteilzentrum mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen.

Die zentrale Erschließungsachse des künftigen Stadtteils Freiham wird die sogenannte Aubinger Allee mit vier Baumreihen sein. Vom zentralen Stadtplatz im Stadtteilzentrum erstreckt sich die Allee nach Norden entlang der Wohnquartiere des 1. Realisierungsabschnitts und des Aubinger Friedhofs bis zum Germeringer Weg. Sie endet nördlich des Stadtteilzentrums, wo lediglich Fußgänger- und Radfahrverkehr sowie die Trambahn verkehren. Die Aubinger Allee ist nach Westen hin auch die Nahtstelle für den zukünftig noch ausstehenden 2. Realisierungsabschnitt.

Das Baureferat stellt die öffentlichen Grün- und Platzflächen südlich des S-Bahnhaltes Freiham im Gewerbegebiet Freiham Süd her. Ein wesentlicher Bestandteil ist der barrierefrei gestaltete Grünzug von der bereits bestehenden öffentlichen Grünfläche Kiefernhain zur neuen S-Bahn-Unterführung. Südlich des neuen S-Bahnhaltes stößt diese Grünfläche auf eine abgesenkte Platzfläche, die in die Unterführung übergehen wird. Platzfläche und Unterführung dienen als zentraler Ort der Ankunft im neu entstehenden Stadtteil; die endgültige Gestaltung von Unterführung und Platzfläche wird vorerst nicht angestrebt. Abhängig vom weiteren Ausbau sollen hier, in der Unterführung unter den Bahnsteigen, wichtige Informationen zu den öffentlichen Bauvorhaben in Freiham präsentiert werden.

Die S-Bahn-Unterführung an der Freihamer Allee schafft seit August 2015 eine Rad- und Fußwegverbindung zum südlich der S-Bahn-Trasse gelegenen Gut Freiham und damit eine bedeutende Achse für die Naherholung im Münchner Westen. Die Unterführung ersetzt den alten beschrankten Bahnübergang, der nach der Inbetriebnahme des neuen S-Bahn-Haltepunktes Freiham geschlossen werden musste. Sie dient ausschließlich Radlern und Fußgängern, der motorisierte Verkehr wird über die Hans-Steinkohl-Straße zur Centa-Hafenbrädl-Straße geführt. Die Deutsche Bahn hat 2014 die Überbrückung der Gleistrasse hergestellt, das Baureferat legte im ersten Halbjahr 2015 den Rampenbereich sowie den Fuß- und Radweg an. Die Kosten teilen sich Bund, Deutsche Bahn und Stadt zu je einem Drittel. Wichtiges Gestaltungsziel war es, für die historische Freihamer Allee mit ihrem alten Baumbestand eine Lösung zu finden, die sich harmonisch in die Umgebung einfügt. Sie besteht aus einer begrünten Gabionen-Wand, das sind mit Natursteinen gefüllte Drahtkörbe, die einer Trockenmauer nachempfunden sind. Außerdem wurden zahlreiche neue Kastanien gepflanzt, um den Alleecharakter der Freihamer Allee wiederherzustellen.

Digitaler Infopoint in der Unterführung der S-Bahn-Station Freiham

Digitaler Infopoint
Peter Schinzler

Umfassende Informationen zu den öffentlichen Baumaßnahmen des Baureferats im entstehenden Stadtquartier Freiham Nord gibt es vor Ort in der Unterführung der S-Bahn-Station Freiham. An sechs 2,80 Meter hohen und 1,40 Meter breiten Infostelen wird auf 75-Zoll-Bildschirmen mit Visualisierungen, grafisch aufbereiteten Übersichtsplänen und Informationsmaterialien ein umfassendes Bild der Bauvorhaben geschaffen. Die gezeigten Inhalte – unter anderem zum Bau von Schulen, Grünflächen, Straßen, des Sportparks oder der LED-Beleuchtung des neuen Stadtviertels – werden je nach Fortschritt bei den einzelnen Projekten angepasst und aktualisiert. Passanten wird es dadurch ermöglicht, sich unmittelbar vor Ort zu informieren. Der Stadtrat hatte im März 2017 dem Baureferat den Auftrag für diese Form der Öffentlichkeitsarbeit erteilt.

QUIVID - Kunst-am-Bau

Olaf Nicolai mit Studio Dinnebier

Der Bauausschuss des Münchner Stadtrats hat am 8. Mai 2018 einstimmig beschlossen, dass das von der Kunstkommission empfohlene Kunst-Licht-Projekt für die öffentlichen Grünflächen von Bildungscampus, Sportpark und Landschaftspark im entstehenden Quartier Freiham-Nord umgesetzt werden soll. Das Baureferat wurde beauftragt, im Zuge der Planungen für den Landschaftspark das Projekt weiter zu konkretisieren.

Im Rahmen von QUIVID, dem Kunst-am-Bau-Programm des Baureferats, wurde zuvor ein Lichtkunstwettbewerb durchgeführt.

1. Preis

Nicolai, Olaf und Studio Dinnebier:
Freiham illuminata / Luce del respiro


Stellungnahme der Kunstkommission:

Das Kunst-Licht-Projekt „Freiham illuminata // Luce del respiro“ für den neuen Stadtteil im Münchner Westen hebt sich von den anderen Beiträgen des Wettbewerbs dadurch ab, dass es ausschließlich das Licht selbst zum Thema macht. Im Zentrum steht eine Beleuchtung, die atmosphärische Qualitäten in großer Bandbreite erfahrbar werden lässt. Die jeweiligen Wirkungen ergeben sich u. a. durch unterschiedliche Lichtstärken, wechselnde Lichttemperaturen (von warmweiß bis kaltweiß) sowie differenzierte Bezüge zum natürlichen (Tages-)Licht.

Das bewusst breit konzipierte Spektrum an Lichtstimmungen soll sich dynamisch vermitteln, d. h. in subtilen Veränderungen wahrnehmbar sein. Es handelt sich dabei um eher langsam wechselnde bzw. länger anhaltende Lichteindrücke, d. h. das Pulsieren der Leuchtkraft oder ein Wechsel der Lichtfarbe vollzieht sich in großzügigen Einheiten. Es gibt also keine abrupten oder rhythmischen Veränderungen, eher sind diese über einen längeren Zeitraum beobachtbar und – vor allem von Anwohnern mit Ortskenntnis – unbewusst zu erspüren.

Nach Vorstellung von Künstler und Lichtplanern soll sich das Lichtarrangement aus Daten ergeben, die der Stadtteil selbst erzeugt. Welche Parameter für diese Daten genau zu Grunde gelegt werden, bedarf noch der Abstimmung und Spezifikation, ebenso die Methode der Datenauswertung. Die künstlerische Idee ist jedenfalls, Datenverläufe zu einer visuellen Komposition werden zu lassen, die die Stadt selbst „schreibt“. Darüber hinaus – so das künstlerische Konzept – sollte das die Daten verarbeitende System in der Lage sein, Licht- und Farbbewegungsmuster aktiv zu generieren. Die Lichtinstallation wird ihre Bezüge zu Freiham gewissermaßen „erlernen“.

Eine für das Konzept untergeordnete Rolle spielen sowohl der einzusetzende Leuchtentyp (hier wird lediglich ein anderes als das bislang geplante Modell empfohlen) als auch die vorgesehenen Standorte (die allesamt beibehalten werden sollen).

Die Arbeit überzeugt durch die außergewöhnliche und völlig neuartige Idee, die Grünanlagen und ihre Beleuchtung als lebendigen Organismus zu betrachten, der gewissermaßen „atmet“ und sich in Korrespondenz zu den Abläufen im Wohngebiet sowie zur Nutzung der öffentlichen Gebäude (Schulen, Sporteinrichtungen etc.) verhält. Die künstlerische Installation dürfte von den Bewohner/inne/n spielerisch erlebt werden und könnte für das neue Quartier identitätsstiftend sein.

In einer Stadt, in der der weltberühmte „Englische Garten“ für eine künstlich gesteigerte, quasi perfektionierte Schönheit der Natur steht, ist die hochtechnologisch erzeugte Vielfalt der Atmosphären (!) in den Gärten von Freiham eine zeitgenössische ästhetische Antwort. Die Weiterführung des Konzepts über den Realisierungsteil hinaus in den Landschaftspark empfiehlt die Jury mit Nachdruck und ohne Einschränkungen.

Peter Schinzler

Eine markante Orientierungsmarke für Freiham Nord: Die 21 Meter hohe Turmskulptur „Freiham Folly“ wurde Ende November 2018 im Auftrag des Baureferats errichtet. Der Standort liegt im Grünband zwischen Freiham und Aubing nahe der Kunreuther Straße. Beim Aufbau wurden die zwei vorgefertigten Hälften der Skulptur vor Ort verbunden und auf das bereits fertiggestellte Fundament gesetzt. Der Stadtrat hatte im September 2017 die Ausführung beschlossen.

Der „Freiham Folly“ wurde im Rahmen von Quivid, dem Kunst-am-Bau-Programm der Landeshauptstadt München, zum Neubau der beiden Grundschulen in Freiham im Grünband errichtet. Die Grünanlage verbindet sowohl die beiden neuen Grundschulstandorte miteinander als auch Neuaubing mit dem zukünftigen Stadtteil Freiham. Die „Kommission für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum“ hat die Turm-Skulptur „Freiham Folly“ des Künstlerduos Heike Mutter/ Ulrich Genth als weithin sichtbare Orientierungsmarke zur Realisierung empfohlen:
„Der Entwurf sieht eine Turmgestalt vor, die mit einer Höhe von 21 Metern von nahezu jeder Stelle der Parkanlage wahrgenommen wird und somit eine markante Orientierungsmarke darstellt. Durch eine Beleuchtung in der Turmspitze setzt das Kunstwerk auch nachts einen Akzent. Die Oberfläche des Objekts besteht aus vorpatinierten Kupferblechen in unterschiedlichen Farbtönen, die ein kachelartiges Raster bilden und dem ungewöhnlich gestalteten Bauwerk Einheit verleihen.
Während die filigrane Silhouette des ‚Freiham Folly‘ – der Durchmesser des zierlichen Turmschafts beträgt lediglich 88 cm – Assoziationen an einen Maibaum oder ein orientalisches Minarett weckt, erinnert die Spitze mit ihrem sinnlich gewölbten Balkon an die Zwiebelbekrönung eines bayerischen Kirchturms. Der Schaft wiederum steckt in einer Kugelform aus grünlichem Beton, was dem hoch aufragenden Bauwerk eine fast tänzerische Beweglichkeit verleiht.
Die intelligente Verschmelzung unterschiedlicher, identitätsstiftender Formen lässt sich durchaus programmatisch deuten und eröffnet Denkräume. Als ein ‚Denkraum‘ wurde z. B. auch der englische Landschaftsgarten verstanden, auf dessen Tradition der Titel des Kunstwerks verweist: Als ‚Folly‘, zu deutsch: ‚Verrücktheit‘, wurde im 18. Jahrhundert ein extravaganter Zierbau bezeichnet, der zur emotionalen Qualität und einer heiteren, fast märchenhaften Atmosphäre des Parks beiträgt – man denke etwa an den berühmten Monopteros im Englischen Garten in München.
Die Jury befürwortet den Entwurf auf Anhieb und einstimmig. Der ‚Freiham Folly‘ überzeugt durch seine selbstbewusste Bildsprache, die dem neuen Stadtgebiet im Münchner Westen ein eindrückliches wie kraftvolles Signet verleiht. Das Kunstwerk bildet eine zeitgemäße Analogie zur kulturellen Vielfalt der zukünftigen Anwohnerschaft – in einem Stadtbezirk, in dem Diversität und Inklusion gelebt werden.“

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