Umbau Wolfratshauser Straße

Der Umbau der Wolfratshauser Straße im Abschnitt zwischen Siemensallee und Noestraße schließt eine Lücke im Wegenetz für klimaschonende Mobilität.

Visualisierung Wolfrathauser Straße
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Verkehrssicherer Umbau der Wolfratshauser Straße beginnt

Das Baureferat beginnt mit dem Umbau der Wolfratshauser Straße in einem 940 Meter langen Streckenabschnitt zugunsten der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsarten zwischen der Josephinenstraße und der Siemensallee und saniert die Noestraße auf einer Länge von rund 50 Metern.

Die Maßnahme hat der Bauausschuss des Münchner Stadtrats vergangenes Jahr beschlossen. 2024 hat das Baureferat bereits die erforderlichen Erdbauarbeiten durchgeführt. Nun starten die straßenbaulichen Arbeiten. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 13,8 Millionen Euro. Die Maßnahme wird mit Mitteln des Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes gefördert.

Der Umbau der Wolfratshauser Straße im Abschnitt zwischen Siemensallee und Noestraße schließt eine Lücke im Wegenetz für klimaschonende Mobilität. So entsteht eine neue, komfortable und durchgängige Fuß- und Radverbindung entlang der Wolfratshauser Straße zwischen Solln und Obersendling. Damit der Fußverkehr die stark befahrene Bundesstraße sicher überqueren kann, schafft das Baureferat zwei Querungsstellen in der Fahrbahnmitte. Die Querungsinsel bei der Großhesseloher Straße ermöglicht zusätzlich Platz für einen Aufstellbereich für linksabbiegenden Kfz-Verkehr, der zu einem besseren Verkehrsfluss beiträgt. Nördlich der Großhesseloher Straße entstehen zwölf zusätzliche Längsparkplätze. Im neuen Streckenabschnitt trennt künftig ein 0,5 Meter breiter Sicherheitsstreifen den bis zu vier Meter breiten gemeinsamen Geh- und Radweg von der Fahrbahn. An den Bushaltestellen ist der Verkehrsfluss zukünftig weniger stark von haltenden Bussen beeinträchtigt. Darüber hinaus nutzt das Baureferat die Maßnahme, um die Straßenentwässerung und die Fahrbahn zu erneuern.

Um die Arbeiten im fließenden Verkehr durchführen zu können, hat das Baureferat in der Wolfratshauser Straße zwischen Josephinenstraße und Siemensallee bis voraussichtlich Mitte Dezember 2025 eine Einbahnregelung in Richtung stadtauswärts ab der Siemensallee bis zur Josephinenstraße eingerichtet. Für den stadteinwärts fahrenden Autoverkehr ist eine Umleitung über die Sollner Straße, Hofbrunnstraße, Aidenbachstraße und die Siemensallee ausgeschildert. MVG-Busse werden stadteinwärts ebenfalls umgeleitet. Der Fuß- und Radverkehr kann die Wolfratshauser Straße auch während der Baustelle in beide Richtungen passieren.

Der Geh- und Radweg nördlich der Noestraße führt um eine alte Esche herum, so kann der stadtbildprägende Baum erhalten bleiben. Auch sämtliche trassennahen Bäume mit Baumhöhlen, die zu schützende Tierarten nutzen, bleiben erhalten. Dennoch ist es nötig, elf Bäume und weiteres Gehölz zu fällen. Das durch Bewuchs geprägte Landschaftsbild bleibt insgesamt erhalten. Das Baureferat pflanzt 17 Bäume neu und erweitert das nördlich der Noestraße vorhandene, wertvolle Laubwäldchen mit angeschlossener Obstwiese um mehr als 3.000 Quadratmeter und ergänzt standortgerechte Laubgehölze. Das Baureferat wird die Arbeiten voraussichtlich im Sommer 2026 abschließen.

Dazu sagt Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Der verkehrssicheren Umbau der Wolfratshauser Straße nützt allen dort vorkommenden Verkehrsarten. Unser ganzheitlicher Planungsansatz lässt aber auch den Baumschutz, den Umweltschutz und das an dieser Stelle besondere Landschaftsbild nicht außer Acht.

Dazu sagt Mobilitätsreferent Georg Dunkel: „Es freut mich sehr, dass im Zuge der Umgestaltung der Wolfratshauser Straße eine wichtige Lücke für den Fuß- und Radverkehr im Münchner Süden geschlossen wird. Mit neuen Querungsmöglichkeiten und einem bis zu vier Meter breiten gemeinsamen Geh- und Radweg mit Sicherheitstrennstreifen sind Fußgänger*innen und Radler*innen an der vielbefahrenen Bundesstraße künftig deutlich sicherer unterwegs.

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