Über das Baureferat

Baut die Stadt, so ist der Projektmanager fast immer das Baureferat. Etwa 4.000 Mitarbeiter*innen arbeiten unter der Leitung von Baureferentin Rosemarie Hingerl.

Baureferentin Rosemarie Hingerl

Baureferentin Rosemarie Hingerl

In München am 29. August 1955 geboren, 1974 Abitur am St.-Anna-Gymnasium (mathematisch-naturwissenschaftlich) in München, Architekturstudium an der Technischen Universität München, 1979 Abschluss als Diplom Ingenieurin, nach zweijähriger Referendarzeit bei der Staatsbauverwaltung 1981 Abschluss als Regierungsbaumeisterin.
1982 Eintritt in die Stadtverwaltung, bis 1989 Sachgebietsleiterin im Baureferat-Hochbau, 1990 Teilnahme am staatlichen Managementlehrgang für Verwaltungsführung, 1991 persönliche Mitarbeiterin des Baureferenten, anschließend Abteilungsleiterin und stellvertretende Hauptabteilungsleiterin im Baureferat-Hochbau.
Ab 2001 Stadtdirektorin und Stellvertreterin des Baureferenten.
Seit Juli 2004 berufsmäßige Stadträtin und Leiterin des Baureferats.

Das Baureferat

Öffentliches Bauen

Es sind anspruchsvolle Ziele, die das Baureferat der Stadt München alltäglich in Angriff nimmt: Es geht um nicht weniger als das städtische Miteinander in einer boomenden Metropole. Die Messlatte liegt hoch: „Die Qualität des öffentlichen Raums prägt das städtische Miteinander“, sagt Rosemarie Hingerl, seit 2004 Leiterin des Baureferates. Dafür gilt es vorausschauend zu planen, termin- und kostengerecht zu bauen und fortlaufend zu pflegen, was zum Erhalt der hohen Lebensqualität in München nötig ist: Schulen und Kindergärten, Parks, Grünflächen und öffentliche Plätze, Spiel- und Sportanlagen, Straßen, Geh- und Radwege, die Isar mit ihren Ufern und Wehren, die Stadtbäche und Badeseen, Museen und Theater, Brücken und Unterführungen, Tunnels und U-Bahnlinien, Abwasserkanäle und Klärwerke.

Dafür arbeiten etwa 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Baureferates und der Münchner Stadtentwässerung unter dem Dach des Technischen Rathauses und an weiteren Standorten in der Stadt. Um die unterschiedlichen Aufgaben bewältigen zu können, versammelt das Baureferat unterschiedlichste Kompetenzen aus den Bereichen Architektur, Technik und Ingenieurwesen, Garten- und Landschaftsbau, Wasserbau und Geologie, Verwaltung und Recht, Handwerk, Straßenbau- und Reinigung sowie Abwasserbeseitigung. Sie alle haben keineswegs nur die verwaltungsgemäßen Abläufe ihrer Arbeit im Sinn oder nur die rein baulichen, planerischen oder technischen Aspekte ihrer Projekte im Blick. Denn entscheidend für das nachhaltige Gelingen ist der verantwortungsvolle Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen und die Zufriedenheit der Bürger und Bürgerinnen.

Planen und Bauen

Baut die Stadt, so ist der Projektmanager fast immer das Baureferat. In den meisten Fällen entwerfen die Fachleute des Baureferats nicht selbst die städtischen Gebäude und Anlagen, sondern beauftragen private Architektur- und Ingenieurbüros. Bauarbeiten vergibt das Baureferat – bis auf wenige Ausnahmen – an private Firmen.

Erhalten und Betreiben

75 Prozent der Belegschaft kümmert sich um Unterhalt und Betrieb der Verkehrsbauwerke und Wasserflächen, der stadteigenen Gebäude, ihrer technischen Anlagen und ihres Energiemanagements, um die Straßenreinigung und den Winterdienst, um die Straßenbeleuchtung und die Anlagen zur Verkehrsregelung, um den Unterhalt der öffentlichen Grünflächen, um das öffentliche Kanalnetz, die Klärwerke und die Klärschlammverbrennung.

Die fünf Hauptabteilungen des Baureferats

Öffentliche und städtische Grünflächen, Deponien und Biotope und auch Förderprogramme für mehr Grün in München liegen in der Hand der Hauptabteilung Gartenbau. Die Hauptabteilung Gartenbau plant, baut und bewirtschaftet derzeit insgesamt 2.438 Hektar öffentliche Grünanlagen, Grünzüge und Naherholungsgebiete, Kinderspielplätze, Kleingartenanlagen, Friedhöfe, Verkehrsbegleitgrün mit rund 113.000 Straßenbäumen inklusive Schmuckbeeten und Pflanztrögen, wie wir Sie aus der Fußgängerzone kennen. Ebenso plant, baut und unterhält der Gartenbau im Auftrag anderer städtischer Referate die Grünflächen von Schulen, Kindergärten und Krippen, Horten, Freizeitzentren sowie von Sportanlagen und sonstigen öffentlichen Gebäuden. Der Gartenbau wirkt bei allen grün- und freiflächenbezogenen Planungen im Stadtgebiet mit. Auch im Umweltschutz engagiert sich der Gartenbau: Seine Fachleute begleiten Umweltschutzmaßnahmen mit Landschaftsgestaltung, rekultivieren Abbau- und Deponieflächen und planen, bauen und unterhalten schützenswerte Biotope. Und last but not least: Der Gartenbau lobt Wettbewerbe aus – für den besten Blumenschmuck, den schönsten Vorgarten, die gelungenste Hofbegrünung in der Stadt. Und er betreut verschiedene Förderprogramme für mehr Grün in München.

Die Hauptabteilung Hochbau erstellt und betreut kommunale Bauten und technische Anlagen. Zum Leistungsspektrum der Abteilung Hochbau gehören Ingenieur- und Architektenleistungen bei Entwicklung, Planung und Ausführung städtischer Hochbauten. Im Auftrag ihrer Bauherren (den städtischen Referaten) übernimmt sie in erster Linie das Projektmanagement für Neubauten, Sanierungen, Umbauten und Unterhaltsmaßnahmen. Für rund 2.600 städtische Gebäude wickelt der Hochbau im Rahmen der Objektbetreuung das haustechnische Facility Management ab. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um Bauwerke wie Schul- und Sportbauten, Kindertagesstätten, Bürgerhäuser, Sozialgebäude, Kultur- und Verwaltungsgebäude, Friedhöfe, Feuerwachen und Betriebsbauten.

Der Ingenieurbau plant, baut, unterhält und betreibt: Brücken, Straßentunnel, Unterführungen, U-Bahn-Anlagen und Streckentunnel, Lärmschutzwände, Stützmauern... Ohne den Bereich U-Bahn stehen ca. 1.300 Bauwerke in der Obhut des Ingenieurbaus, die alle gepflegt, verwaltet und unterhalten werden müssen. Zum Aufgabengebiet gehören auch regelmäßige Bauwerksprüfungen. Sie sind Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Qualitäts- und Erhaltungsmanagement von Ingenieurbauwerken. Das U-Bahn-Netz umfasst eine Länge von rund 100 Kilometern mit rund 100 Bahnhöfen. Hierbei geht es nicht nur um Funktionalität. An vielen U-Bahnhöfen ist eine einzigartige, sehenswerte Architektur im Untergrund entstanden. Im gesamten Stadtgebiet leistet der Ingenieurbau auch die Gewässerpflege. Dabei sind vor allem der Hochwasserschutz, die Renaturierung der Isar und die Unterhaltung und Entwicklung der Stadtbäche zu nennen. Die Isarrenaturierung als Gemeinschaftsprojekt mit dem Wasserwirtschaftsamt erstreckt sich auf eine Länge von insgesamt 8 Kilometern und schafft neue, attraktive Lebensräume, mitten in der Stadt. Um diese Aufgaben erfüllen zu können, arbeiten rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Berufsgruppen bei der Hauptabteilung Ingenieurbau.

Der Bau und die Planung von Straßen, Plätzen, Geh- und Radwegen ist nur ein Teil der Aufgaben der Hauptabteilung Tiefbau. Die Hauptabteilung Tiefbau ist darüber hinaus auch für Unterhalt und Betrieb dieser Anlagen sowie für die Straßenreinigung und den Winterdienst zuständig. Zudem erfolgt die Planung und Organisation aller öffentlichen Beleuchtungsanlagen in München (inklusive der städtischen Christbäume, wie am Marienplatz) sowie die Versorgung der gesamten Infrastruktur der Verkehrsleittechnik durch den Tiefbau.

Die Hauptabteilung Verwaltung & Recht steht für rechtliche Kompetenz bei Bau und Betrieb der städtischen Infrastruktur. Wir betreuen und unterstützen die Projekte des Hoch-, Tief- und Gartenbaus sowie des Ingenieurbaus juristisch. Das Submissionsbüro betreut die Vergaben der technischen Hauptabteilungen des Baureferats. Die Erhebung von Erschließungs- und Straßenausbaubeiträgen und der Straßenreinigungsgebühren komplettieren die Kernaufgaben unseres Leistungsspektrums.

Die Müncher Stadtentwässerung

Die Münchner Stadtentwässerung wird unter dem Dach des Baureferats als Eigenbetrieb geführt und kümmert sich um Kanalisation und Abwasserentsorgung sowie die Klärwerke.

Das Technische Rathaus

Das Technische Rathaus
Florian Holzherr
Außenansicht

Wissenswertes zum Haus

Bis zur Fertigstellung des Technischen Rathauses am Ostbahnhof im Jahr 2000 waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Baureferats auf 23 verschiedene Dienststellen in der Stadt verteilt. Das Technische Rathaus fügt sich mit seiner Blockrandbebauung geschickt ins Viertel ein. Der 63 Meter hohe Turm setzt ein weithin sichtbares Zeichen. Vom grünen Innenhof aus lässt sich das Kunstwerk „Courtyard in the Wind“ (Hof im Wind) erleben: Ein Ring im Boden der Rasenfläche dreht sich, unterstützt von der Energie des Windes, der den zwölf Meter hohen Rotor auf der Turmspitze antreibt. Je nach Standort dreht sich der Innenhof um den Betrachter.

Der besondere Wert des Hauses liegt in seinem Inneren. Das Baureferat präsentiert sich als ein transparentes Haus. Überall gibt es Einblicke und Durchblicke. Die Besucher erleben Menschen bei der Arbeit. Niemand verschanzt sich hinter Wänden, verschlossenen Türen oder Aktenbergen. Das Haus verkörpert den von der Belegschaft gelebten Geist: Die öffentliche und transparente Verwaltung, die für die Bürgerinnen und Bürger da ist. Der Bau lebt durch seine Transparenz – über großzügige Fensterbänder und Oberlichter in den Flurwänden fällt das Tageslicht bis in die Mittelzone des dreispännigen Gebäudes.

Schlichte Materialien wie das Leichtmetall der Fassade und der Sichtbeton der Wände und Decken verleihen dem Sitz des Baureferates den ihm angemessenen "Werkstatt-Charakter”. Eine freundliche Atmosphäre prägt das Betriebsrestaurant. Helle Holzfußböden und Blumen auf den runden Tischen empfangen den Gast. Von hier aus, aber auch von den Büros um den Innenhof, hat man einen Blick auf die Anlagen des integrierten Kindergartens und der Kinderkrippe. Man kann mitten in der Bürowelt den Alltag der Kinder erleben. Raumerlebnis und Platz für Veranstaltungen bietet die Halle an der Friedenstraße, die zu den Konferenzräumen überleitet.

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Wegbeschreibung

Die Zufahrt kann über den Mittleren Ring Ost erfolgen. Im Bereich des Leuchtenbergtunnels müssen dann jeweils die Abzweigungen stadteinwärts in die Berg-am-Laim-Straße genommen werden. An der nächsten Ampel biegt man links in die Trausnitzstraße ein und erblickt nach ca. 50 Metern auf der rechten Seite den Gebäudekomplex des Technischen Rathauses. Dieser wird durch die Trausnitz-, Gammelsdorfer-, Frieden- und Berg-am-Laim-Straße umschlossen. Parkmöglichkeiten sind hier eingeschränkt vorhanden. Im Bereich der Friedenstraße befinden sich ausgewiesene Kurzzeitparkplätze. In der Friedenstraße selbst - kurz vor der Einmündung in die Berg-am-Laim-Straße - ist dann die Zufahrt zur hauseigenen Tiefgarage. Gästezufahrten sind nach vorheriger Anmeldung über Ihre Ansprechpartnerin oder Ihren Ansprechpartner im Haus möglich.

Das Technische Rathaus befindet sich innerhalb der Städtischen Umweltzone (Begrenzung rundum durch den Mittleren Ring stadteinwärts). Dementsprechend wird auf die Plakettenpflicht bei Kraftfahrzeugen hingewiesen.

Die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann über den MVV-Link im nachfolgenden Kontaktfeld konfiguriert werden.

Öffnungszeiten der Infothek

Montag bis Donnerstag: 8.30 Uhr bis 16 Uhr
Freitag: 8.30 Uhr bis 14 Uhr

Hinweis
Die Parteiverkehrszeiten der Abteilungen und Referate im Baureferat können von den Öffnungszeiten der Infothek abweichen. Bitte informieren Sie sich vorab.