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Presseinformationen zum Baureferat

Pressestelle, Pressemitteilungen und Pressetermine des Baureferats

Pressestelle des Baureferats

Melanie Zeitler
Ines Klaric
Christian Müller
Telefon: (089) 233 60012
Telefax: (089) 233 989 60012
presse.bau@muenchen.de

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Pressesprecher der Münchner Stadtentwässerung

Mathias Wünsch
Telefon: (089) 233 62012
Telefax: (089) 233 62005
mathias.wuensch@muenchen.de

Steffen Graf
Stellvertretender Pressesprecher
Telefon: (089) 233 61892
Telefax: (089) 233 62005
presse.mse@muenchen.de

Pressemitteilungen

(4. April 2022) Das Baureferat hat die Aufwertung der Paul-Heyse-Unterführung abgeschlossen. Sie ist jetzt wieder komplett für den Verkehr freigegeben. Oberbürgermeister Dieter Reiter begrüßt die Tunnelaufwertung: „Ich freue mich sehr, dass die Paul-Heyse-Unterführung sowohl optisch als auch akustisch optimiert wurde. Jetzt ist es vor allem für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen deutlich angenehmer und sicherer, diese wichtige Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Hackerbrücke zu nutzen.“

Vor der Aufwertung war der Zustand des 210 Meter langen Tunnels absolut unbefriedigend. Er wirkte baulich unattraktiv, dunkel und durch den starken Kfz-Verkehr sehr laut. Deshalb wurde er besonders von Fußgänger*innen und Radfahrer*innen als äußerst unangenehm empfunden. Das Bauwerk der Paul-Heyse-Unterführung befindet sich bis auf die Fahrbahnen, Geh- und Radwege sowie die Beleuchtung im Eigentum der Deutschen Bahn AG (DB). Eine Beteiligung an der Aufwertung der Unterführung wurde jedoch stets abgelehnt. Auf Nachfrage hat die DB mitgeteilt, dass die Brücke sich in einem verkehrssicheren Zustand befindet und erst circa 2040 erneuert werden soll. Daraufhin hat das Baureferat ein Konzept zur Aufwertung entwickelt, dessen Umsetzung vom Stadtrat beschlossen wurde.

Baureferentin Rosemarie Hingerl sagt: „Um die Unterführung attraktiver und sicherer zu gestalten, haben wir in der Unterführung mit Lärm absorbierenden, hellen Metallpaneelen und integrierter LED-Beleuchtung einen wesentlich verbesserten Bereich für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen geschaffen. Eine spezielle LED-Beleuchtung mit metallisch blauem Licht inszeniert die historische Stahlkonstruktion und verleiht so der Unterführung einen neuen Charakter.“

Die Wand- und Verkehrsflächen sind jetzt mit energieeffizienter LED-Technik optimal beleuchtet. Vor allem für den Fuß- und Radverkehr konnte der wahrnehmbare Schallpegel deutlich vermindert werden, vergleichbar in der Wahrnehmung mit einer Verkehrsreduzierung um bis zu 60 Prozent. Die Stahlkonstruktion aus genieteten Stahlstützen und Überzügen sowie deren interessante Verbindungsdetails entsprechen den anspruchsvollen Ingenieurbauwerken des frühen 20. Jahrhunderts und zeugen so von der Entstehungszeit. Durch die neue LED-Beleuchtung wird die Konstruktion nun plastisch erlebbar.

Nach Vorwegmaßnahmen im Jahr 2020 wurden die Arbeiten seit Anfang 2021 durchgeführt. Um die verkehrlichen Beeinträchtigungen der Hauptverkehrsstraße mit maßgebender Verbindungsfunktion in Nord-/Süd-Richtung möglichst gering zu halten, wurde in mehreren Bauphasen und -abschnitten gearbeitet. So musste nur einmal kurzzeitig eine Einbahnregelung für den Kfz-Verkehr eingerichtet werden. Während der gesamten Bauzeit konnte der Fuß- und Radverkehr in beiden Fahrtrichtungen aufrechterhalten werden. Zunächst verlegten die Stadtwerke eine Gas‑, Fernkälte- und 110 kV-Stromleitung in der Weströhre. Anschließend sanierte das Baureferat die Fahrbahnen, erneuerte die Beleuchtung und montierte die Wandverkleidung. Mit den Straßenmarkierungsarbeiten konnte die Baumaßnahme nun abgeschlossen werden. Geringfügige Restarbeiten der Stadtwerke werden noch im April durchgeführt.

Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Beschluss des Bauausschusses vom 28. November 2017 (Sitzungsvorlage Nr. 14-20 / V 08709). Fotos der aufgewerteten Paul-Heyse-Unterführung erhalten Sie bei der Pressestelle des Baureferats (presse.bau@muenchen.de).

(13. Mai 2022) Die Münchner Stadtentwässerung (MSE) nimmt mit dem Projekt „Klimaverbund Klärwerke“ am Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz und des Deutschen Instituts für Urbanistik teil. Im Rahmen des Wettbewerbs werden Kommunen ausgezeichnet, die erfolgreiche, wirkungsvolle und innovative Klimaschutzprojekte umsetzen. Der Klimaverbund der MSE vernetzt verschiedene Formen der Energieproduktion intelligent miteinander. Er ist eine vorbildliche Maßnahme zur Minderung des Ressourcen-bzw. Energieverbrauchs.

Bürgermeisterin Katrin Habenschaden sagt: „Mit dem Klimaverbund Klärwerke setzt die Münchner Stadtentwässerung Maßstäbe beim Klima- und Umweltschutz – und das über die Stadtgrenzen hinaus. Das Projekt zeigt beispielhaft, welch große Anstrengungen in der Verwaltung unternommen werden, um den CO2-Ausstoß in München sukzessive zu reduzieren. Unser Ziel ist eine klimaneutrale Stadt, die ihrer globalen Verantwortung gerecht wird, indem sie lokal handelt.“

Allein der Jahresertrag der Photovoltaikanlage auf dem Gelände des Klärwerks Gut Marienhof mit 16.400 Modulen liegt bei ca. 4,1 Millionen Kilowattstunden im Jahr. Mit dieser Energiemenge könnten mehr als 1.000 Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden. Die Einsparung an CO2 beträgt dabei 2.460 Tonnen im Jahr. „Ziel der Anlage ist es aber den Betrieb unserer Klärwerke weitgehend klimaneutral aus eigenen Ressourcen zu gewährleisten“, sagt der Werkleiter der MSE Bernd Fuchs. „Außerdem werden wir dadurch als kritische Infrastruktur in der Daseinsvorsorge unabhängiger von externen Einflüssen.“ Da der Strombedarf im größten Münchner Klärwerk Gut Großlappen höher ist als im zweiten Klärwerk Gut Marienhof, wird der erzeugte Solarstrom über eine 13 Kilometer lange unterirdische Stromleitung zum Klärwerk Gut Großlappen geleitet. Der Bau der eigenen Trasse ist die wirtschaftlichste Version. Mit einer Kapazität von rund 2 Millionen Einwohnerwerten ist das Klärwerk Gut Großlappen das größte Klärwerk Bayerns. Rund 50 Millionen Kilowattstunden im Jahr werden für die Reinigung des Abwassers und die Aufbereitung des Klärschlamms verbraucht. Das Klärwerk ist somit einer der größten kommunalen Stromverbraucher.

Bereits seit vielen Jahren wird die im Abwasser enthaltene Biomasse zur Energieerzeugung genutzt. Der bei der Abwasserreinigung anfallende Klärschlamm wird in den Faulbehältern aufbereitet. Das dabei entstehende Faulgas wird über Blockheizkraftwerke in Strom und Wärme umgewandelt. Durch die zusätzliche Versorgung mit Solarstrom können künftig im Klärwerk Gut Großlappen mehr als 80 Prozent, im Klärwerk Gut Marienhof über 90 Prozent des Strombedarfs durch selbst erzeugten Strom klimaneutral gedeckt werden.

Die MSE plant bereits den weiteren Ausbau des Klimaverbundes sowie der Photovoltaik unter Berücksichtigung von Strom- und Klärgasspeichern. Mittelfristiges Ziel ist die komplett autarke Eigenversorgung beider Klärwerke mit regenerativen Energien.

Christoph Mittermüller

(26. August 2022) Das Lichtkonzept für den Arnulfsteg hat bei der diesjährigen Verleihung des Deutschen Lichtdesign-Preises in der Kategorie „Außenbeleuchtung / Öffentliche Bereiche“ gewonnen. Das Lichtkonzept des Arnulfstegs wurde von der Firma Day & Light Lichtplanung aus München im Auftrag des Baureferats entworfen. Die gleichmäßige Beleuchtung der Brücke, der beiden Treppen- und Rampenanlagen sowie der beiden Bahnsteigtreppen zum S-Bahnhalt Donnersbergerbrücke sorgt für sichere Verkehrswege und betont die elegante Konstruktion des Stegs bei Nacht. Der Deutsche Lichtdesign-Preis hebt jährlich die Bedeutung des Lichtdesigns in der Architektur hervor. Nominiert in elf Kategorien waren 35 Projekte aus 85 Wettbewerbseinreichungen.

Die Ende 2020 fertiggestellte Fuß- und Radwegbrücke über die zentrale Bahnachse am Arnulfpark beim S-Bahn-Haltepunkt Donnersbergerbrücke bietet für den Fuß- und Radverkehr eine attraktive Alternative zu den verkehrsreichen Hacker-, Donnersberger- und Friedenheimer Brücken. Sie verbindet als wesentliches Element der übergeordneten Fahrradrouten den Süden (Schwanthalerhöhe) mit dem Norden (Neuhausen und Maxvorstadt). Für die Beleuchtung verwendet das Baureferat optimierte Lichtlösungen, die zuvor auf Machbarkeit, Beleuchtungsqualität und Wirtschaftlichkeit geprüft worden sind. Bei den beiden circa 240 Meter langen Lichtbändern auf dem Steg kommt energiesparende LED-Technik auf neuestem Stand zum Einsatz. Das Lichtkonzept des Arnulfstegs, das nicht nur die hohen Ansprüche des Baureferats an die Verkehrssicherheit für die Öffentlichkeit erfüllt, sondern auch mit künstlerischen Elementen der Ästhetik dient, ist ein gutes Beispiel dafür, wie in der Landeshauptstadt München Funktionalität erfolgreich mit Design verbunden werden kann.

Michael Nagy/Presseamt München

Seit 1. September übernimmt Frau Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer die Leitung des Münchner Baureferats und der Münchner Stadtentwässerung.

Ehbauer hat nun für die nächsten sechs Jahre die Verantwortung für über 4.000 Mitarbeiter*innen und die anspruchsvollen Ziele, die das Baureferat der Stadt München alltäglich in Angriff nimmt: Es geht um nicht weniger als die Errichtung und den Unterhalt von Schulen und Kindergärten, Parks, Grünflächen und öffentliche Plätzen, Spiel- und Sportanlagen, Straßen, Geh- und Radwege, die Isar mit ihren Ufern und Wehren, die Stadtbäche und Badeseen, Museen und Theater, Brücken und Unterführungen, Tunnels und U-Bahnlinien, Abwasserkanäle und Klärwerke.

Damit fällt der neuen Baureferentin beispielsweise auch bei der Umsetzung der Verkehrswende, beim Erreichen der ambitionierten Klimaziele und bei der Umgestaltung des öffentlichen Raums eine entscheidende Rolle zu. Eines ihrer Herzensangelegenheiten ist die Begrünung in der Stadt zu verstärken und zu verbessern, sowie Formate für Bürgerbeteiligung weiterzuentwickeln und auszubauen. Einen weiteren besonderen Fokus möchte die Baureferentin auf Plätze und Freiräume legen, denen eine wachsende ökologische, aber auch soziale Bedeutung zukomme. Ein weiterer und wichtiger Schwerpunkt ist der Ausbau der Radinfrastruktur. Hierzu wird es am 9. September, 11 Uhr einen Pressetermin zum Startschuss der Bauarbeiten für die Radschnellverbindung München – Garching geben.

Michael Nagy/Presseamt

(9. September 2022) Das Baureferat beginnt im Rahmen der Radschnellverbindung München – Garching/ Unterschleißheim mit den Bauarbeiten für den ersten Abschnitt zwischen Lenbachplatz und Platz der Opfer des Nationalsozialismus. In dem gesamten Bauabschnitt wird die Fahrbahn erneuert und der Straßenraum gemäß den Planungen des Mobilitätsreferats mit breiten Radwegen neu gestaltet. Der Bereich ist sowohl Teil der Radschnellverbindung als auch des Altstadt-Radlrings. Für den Umbau hat der Stadtrat im September 2021 den Projektauftrag erteilt und dafür für Teil A 13,37 Millionen Euro genehmigt. Die Herstellung der Radschnellverbindung wird durch die Regierung von Oberbayern mit Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr und Digitales aufgrund eines Beschlusses des Bundestages in Höhe von 2,43 Millionen Euro gefördert. Der Bau der Radschnellverbindung ist darauf ausgelegt, den Nutzer*innen eine schnelle, sichere und möglichst störungsfreie Fahrt zu gewährleisten.

Bürgermeisterin Katrin Habenschaden sagt: „Schnellwege sind die Schlag- adern jedes Radwegenetzes. Aufgrund ihrer Breite und Barrierefreiheit lassen sich auf Radschnellwegen längere Distanzen komfortabel und schnell zurücklegen. Sie sind damit besonders für Pendler*innen attraktiv. Dank der breiten Fahrbahn können sich aber alle Generationen sicher auf ihnen bewegen. Neben dem Ausbau des ÖPNV sind Radschnellwege ein wesentlicher Baustein, um den Stau in München und dem Umland zu reduzieren und unsere Klimaziele zu erreichen. Die neue Radschnellverbindung führt Münchens Stadtmitte mit den im Norden gelegenen Kommunen und der Studentenstadt Garching zusammen und stellt damit eine wichtige Verbindung für den Radverkehr in der Region dar. Damit kommt die Landeshauptstadt München der Umsetzung des Radentscheids ein Stück näher. Der Radschnellweg in den Norden ist erst der Anfang: Wir planen den Bau von weiteren Radschnellwegen in alle Himmelsrichtungen, um der Mobilitätswende einen Schub bis ins Umland hinaus zu geben.“

Oliver Luksic, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr, sagte anlässlich des Baustarts: „München sattelt auf: Mit den von uns geförderten Radschnellwegen in ganz Deutschland schaffen wir ein nachhaltiges Mobilitätsangebot und ein Plus an mehr Sicherheit und Komfort für Radfahrer. Der Bund investiert rund 2,43 Millionen Euro in den Teilabschnitt dieser wichtigen Radschnellverbindung in der Münchner Innenstadt.“

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, der aus terminlichen Gründen vor Ort von Ministerialdirektorin Ingrid Simet vertreten wurde, freut sich ebenfalls über die Arbeiten an der Radschnellverbindung: „Das Fahrrad ist ein Verkehrsmittel mit Zukunft, denn es ist gesund und schont unsere Umwelt. Gerade in der Stadt ist das Fahrrad oft das schnellste und effektivste Verkehrsmittel. Mit Radschnellwegen wie hier können insbesondere Pendler*innen künftig noch schneller und sicherer vorwärtskommen.“

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer und Mobilitätsreferent Georg Dunkel freuen sich sehr darüber, dass nun zwischen Maxburg- und Prannerstraße mit dem entsprechenden Umbau des Straßenraums begonnen wird. Die Arbeiten werden abschnittsweise durchgeführt, um die Beein- trächtigungen auf den Verkehr und die Anlieger*innen möglichst gering zu halten.

Im nächsten Jahr folgt dann der Abschnitt der Straßenräume in Richtung Oskar-von-Miller-Ring zwischen Pranner- und Jungfernturmstraße. Die durch den Umbau gewonnenen Flächen werden begrünt und mit Bäumen bepflanzt. Außerdem wird 2023 die Kreuzung Maximiliansplatz, Oskar-von-Miller-Ring und Brienner Straße zu einem vierarmigen Knoten umgestaltet. Dadurch entsteht ein „Platanenplatz“, über den die Fußgängerfurt in Blickrichtung zum Ewigen Licht am Platz der Opfer des Nationalsozialismus geführt wird. Für eine sichere Abwicklung des Verkehrs am Knotenpunkt werden nördlich des „Platanenplatzes“ drei Fahrspuren für den motorisierten Individualverkehr und jeweils ein Radfahrstreifen pro Fahrtrichtung realisiert. Die Einbahnstraßenrichtung der Ottostraße wird umgekehrt, damit der Verkehr eine Rechtsabbiegemöglichkeit in die Brienner Straße erhält. Für den gegenläufigen Radverkehr bleibt die Einbahnstraße geöffnet.

Für 2024 ist der Umbau der Straßenräume Richtung Lenbachplatz geplant. Hier wird zunächst mit dem Abschnitt zwischen Brienner und Max-Joseph-Straße begonnen. Daraufhin folgen die Abschnitte zwischen Max-Joseph- und Ottostraße sowie zwischen Ottostraße und Lenbachplatz. Abschließend wird die Max-Joseph-Straße im Bereich des Maximiliansplatzes gepflastert, um die Parkanlage gestalterisch zu verbinden.

Während der Arbeiten wird der Verkehr im jeweiligen Abschnitt am Maximiliansplatz einspurig geführt. Fußgänger*innen und Radfahrer*innen können die vorhandenen Wege nutzen und nach deren Umgestaltung auf die neu hergestellten Flächen ausweichen. Die Durchfahrt zur Max-Joseph-Straße im Bereich des Maximiliansplatzes ist während der jeweiligen Bauzeit für den Kfz-Verkehr nicht möglich. Die Baumaßnahmen im Abschnitt zwischen Lenbachplatz und Platz der Opfer des Nationalsozialismus werden voraussichtlich im Dezember 2024 abgeschlossen.

Achtung Redaktionen: Mehr Informationen finden sich im Beschluss der Vollversammlung des Stadtrates vom 29.9.2021 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26/V 02721). Fotos vom Pressetermin sowie Visualisierungen der Radschnellverbindung sind in der Pressestelle des Baureferats (presse.bau@muenchen.de) erhältlich.

Michael Nagy/Presseamt München

(13. September 2022) Die Stärkung des Quartierszentrums und die Steigerung der Verkehrssicherheit und der Aufenthaltsqualität – so lauteten im Wesentlichen die Sanierungsziele des Stadtrats in seinem Beschluss „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ im Stadtteil Trudering vom 27.02.2013. Die Planung für das Gestaltungskonzept wurde in einer Einwohnerversammlung vorgestellt und insbesondere mit dem Bezirksausschuss Trudering-Riem regelmäßig abgestimmt, sodass das Baureferat ab August 2020 mit der Erneuerung der Truderinger Straße zwischen der Bajuwarenstraße und dem Schmuckerweg beginnen konnte. Das Projekt wird nach Antrag des Referats für Stadtplanung und Bauordnung über die Regierung von Oberbayern im Städtebauförderungsprogramm „Lebendige Zentren“ mit Mitteln des Bundes und des Freistaats Bayern gefördert.

Bürgermeisterin Verena Dietl sagt: „Der Umbau der Truderinger Straße ist die zentrale Maßnahme im Sanierungsgebiet Quartierszentrum Trudering. Das wichtigste Ziel des Programms "Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Orts- und Stadtkerne" ist es, die Stadt- und Ortsmitten zu bewahren und zu attraktiven und identitätsstiftenden Standorten für Wohnen, Arbeiten, Wirtschaft und Kultur zu entwickeln. Dies konnte in Trudering mit dem Umbau der Truderinger Straße und der damit verbundenen Aufwertung des öffentlichen Raumes und der Verbesserung der Aufenthaltsqualität erfolgreich umgesetzt werden. Allein für den Umbau der Straße konnten Finanzhilfen in Höhe von 4 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm eingesetzt und damit der städtische Haushalt entlastet werden.“

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer sagt: „Mit der zukunftsfesten Umgestaltung und Aufwertung öffentlicher Räume hat München eine Mammutaufgabe vor der Brust. In der Truderinger Straße sind wir nun einen großen Schritt vorangekommen. Mit der begrünten Brunnenanlage und den neuen Sitzgelegenheiten aus Holz ist ein attraktiver öffentlicher Raum geschaffen worden, der gleichsam schön und funktional ist. Er wird den Anforderungen an klimaangepasste Stadtgestaltung gerecht und lädt zum Verweilen ein. Entsiegelung und Begrünung wirken positiv auf das Mikroklima und tragen zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Die verkehrlichen Anpassungen mit zwei neuen Fahrradstraßen, barrierefreier Gestaltung, zusätzlichen Zebrastreifen, breiteren Gehwegen und einer Senkung des Tempolimits können zu mehr Lebensqualität, einem besseren Mobilitätsmix und einer fair verteilten Nutzung des knappen öffentlichen Raums beitragen.
Vor dem Hintergrund der vielfältigen Herausforderungen, von Pandemie über den Baustoffmangel bis hin zu allgemeinen Kostensteigerungen, gilt ein besonderer Dank den Kolleg*innen des Baureferats, die für eine termingerechte Fertigstellung innerhalb des vom Stadtrat genehmigten Kostenrahmens gesorgt haben.“ 

Im September 2022 wurden die Arbeiten trotz Corona-Pandemie und Baustoffmangel termingerecht und im Rahmen der vom Stadtrat genehmigten Kosten von 10,2 Millionen Euro abgeschlossen. Dabei ist dem Baureferat gelungen, die Truderinger Straße zwischen der Bajuwarenstraße und dem Schmuckerweg in einen attraktiven zentralen Boulevard mit einer neuen Brunnenanlage an der Kreuzung zur Max-Rothschild-Straße umzuwandeln. Die neu errichteten Sitzbänke aus Holz mit Rücken- und Armlehnen, die individuell für jeden Aufstellort gestaltet wurden, laden zum Verweilen ein. Der Brunnen wurde als kreisförmige Brunnenanlage aus Granit mit einem Durchmesser von 5,50 Meter umgesetzt. Er besteht aus einer begehbaren und bespielbaren Fläche mit Wasserdüsen, umgeben von Sitzelementen in Segmentbogenform. Die Wasserdüsen unterschiedlicher Höhen und Weiten laden zum Spiel mit dem Wasser ein und sorgen für Abkühlung im Sommer – ein Thema, das München bei allen baulichen Vorhaben immer mitdenken muss, so wie es hier beispielhaft und vorausschauend umgesetzt worden ist.

Das direkte Umfeld des Brunnens wurde begrünt und mit zwei neuen Bäumen bepflanzt. Die offenen Bereiche um die Bäume wurden mit unterschiedlichen Stauden und Gräsern unterpflanzt. Der Brunnen schafft eine angenehme Geräuschkulisse, die den Autoverkehr akustisch etwas in den Hintergrund rückt.

Für die Fußgänger*innen wurden die Gehwege in diesem Abschnitt auf beiden Seiten mit bis zu 4,7 Metern Breite ausgebaut. Der fast höhengleiche Boulevard ermöglicht unter anderem eine bequeme Überquerung. Zudem stellte das Baureferat für die sichere Querung der Truderinger Straße zwei Zebrastreifen her. Auch das Sanierungsziel der Verkehrsberuhigung konnte erreicht werden, indem der Abschnitt zu einem Geschäftsbereich mit erlaubter Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h umgewandelt wird. Dies reduziert zudem den Durchgangsverkehr im Truderinger Zentrum.

Um die Barrierefreiheit zu fördern, hat das Baureferat die beiden Ampelanlagen in den Kreuzungsbereichen mit Zusatzeinrichtungen im Straßenbelag für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen ausgestattet. Außerdem wurden die vier Bushaltestellen der Halte „Bajuwarenstraße“ und „Schmuckerweg“ barrierefrei mit Wartehäuschen ausgebaut. Die erhöhten Kanten ermöglichen insbesondere für geheinschränkte Menschen ein komfortables Ein- und Aussteigen. Auch das Ein- und Aussteigen an der Haltestelle können wir so optimieren. Jegliche neu errichtete Beleuchtung im sanierten Ortskern funktioniert mit moderner, sparsamer LED-Technik.

Im Zuge der Umgestaltung der Truderinger Straße baute das Baureferat auch den Rothuberweg und den Lehrer-Götz-Weg in Fahrradstraßen um, die damit für Radfahrende erhöhte Sicherheit bieten. Außerdem wurden insgesamt 40 neue Fahrradständer für bis zu 80 Räder aufgestellt.

Achtung Redaktionen: Mehr Informationen finden sich im Beschluss des Bauausschusses vom 03.12.2019 (Sitzungsvorlage Nr. 14-20 / V 17036). Fotos sind bei der Pressestelle des Baureferats (presse.bau@muenchen.de) erhältlich.

Florian Holzherr

(20. September 2022) Der vom Baureferat neu gestaltete St.-Pauls-Platz wurde beim Wettbewerb „Wohlfühlplätze – Fußgänger*innenfreundliche Stadt- und Dorfplätze“ mit einem von vier zweiten Preisen ausgezeichnet. Der Preis wird von den Vereinen SRL (Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung), Fuss e.V. (Fachverband Fußverkehr Deutschland) und VCD Bayern (Verkehrsclub Deutschland) ausgelobt. Insgesamt hatten sich 29 Kommunen mit 30 Projekten aus ganz Bayern beworben. Die Jury des Wettbewerbs bewertete das Projekt wie folgt:

„Auf der Grundlage einer Bürgerbeteiligung ist es mit der Umgestaltung des St.-Pauls-Platzes in München gelungen, einen attraktiven Stadtplatz im Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen. Die Umwidmung als Fußgängerzone im westlichen Bereich der Kirche gibt allen Bürger*innen des Viertels und darüber hinaus die Gelegenheit, einen vorher dem Kfz-Verkehr vorbehaltenen öffentlichen Raum nun für sich zu nutzen. Die zusätzliche, das weitere Umfeld betreffende Verlagerung und Reduzierung von Stellplätzen erweitert diesen Effekt über diesen Bereich hinaus. Mit Hilfe von Baumpflanzungen und einem Blühbeet werden in dem aufgrund von Zwangspunkten nur eingeschränkt veränderbaren städtischen Raum dennoch den Ansprüchen einer klimaangepassten Stadt und einer höheren Biodiversität Rechnung getragen. Aufgewertet wurde weiterhin der Stellenwert des bereits vor Ort befindlichen Brunnens, der im Zuge einer Verlagerung eine deutlich höhere Sichtbarkeit erfährt. Eine barrierefreie Erreichbarkeit des ÖPNV sichert die Teilhabe aller. Zusätzliche Sitzbänke ermöglichen das Verweilen vor Ort.
Alles in allem handelt es sich um ein Projekt, welches weitgehend vorbildhaft die Anforderungen eines „Wohlfühlplatzes“ im Sinne der Auslobung umsetzt.“

Der St.-Pauls-Platz im Stadtbezirk Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt wurde ab März 2019 auf der Grundlage der Planung von BEM Landschaftsarchitekten Stadtplaner umgestaltet. Dafür hatte der Stadtrat im Januar 2019 die Ausführungsgenehmigung erteilt. Der Umbau des Platzes wurde im Juli 2020 termingerecht abgeschlossen und hat 3,35 Millionen Euro gekostet. Die Planungen wurden mit dem Städtischen Beraterkreis Barrierefreies Planen und Bauen, in der Heimat-und-Denkmalpflege-Sitzung sowie der Kommission für Stadtgestaltung abgestimmt.

Mit dem neu gestalteten Platz hat die Ludwigsvorstadt einen attraktiven innerstädtischen Ruhepol hinzugewonnen. „Weniger Parkplatz, mehr Grün und Sitzmöglichkeiten“ forderten die beteiligten Anwohner*innen. Denn hier hatte die Standortanalyse, die der Bürgerbeteiligung und Planung voraus ging, die Dominanz des Autoverkehrs bestätigt. Die Anwohner*innen wünschten sich zudem mehr Übersicht und dadurch ein besseres Sicherheitsgefühl. Im Ergebnis konnte durch einige effiziente Maßnahmen deutlich mehr Aufenthaltsqualität rings um St. Paul, Münchens zweithöchste Kirche, erreicht werden. Allen voran erfolgte die Umwidmung der Verkehrsflächen vor dem Westportal der Kirche in eine Fußgängerzone. Dadurch ist eine zentrale Platzfläche mit einem besonderen Natursteinbelag entstanden, auf der neue Bäume gepflanzt werden konnten. Auch der Brunnen, der bislang auf der Südseite der Kirche ein „Schattendasein“ fristete, wurde hierher versetzt und markiert nun zusammen mit zwei insektenfreundlich bepflanzten Schmuckbeeten einen attraktiven Raum. Auf den zahlreichen Sitzgelegenheiten kann man in Ruhe Platz nehmen und in die Kronen der alten Bäume schauen, die behutsam ausgelichtet und durch insgesamt 19 neu gepflanzten Bäume rings um die Kirche ergänzt wurden.

Für die Planung von Platzneugestaltungen hat das Baureferat ein modifiziertes Verfahren zur frühzeitigen und regelmäßigen Bürgerbeteiligung generell für Platzgestaltungsprojekte entwickelt, bei dem die Bürger*innen bereits vor Beginn der Planung mit einbezogen werden. Das Verfahren wurde für den St.-Pauls-Platz und vier weitere Plätze erfolgreich erstmalig angewendet.

(8. Oktober 2022) Zum 17. Mal zeigen die städtischen Betriebe und Behörden beim Aktionstag „Da sein für München“ die große Vielfalt ihrer Dienstleistungen. Am 8. Oktober kann die Veranstaltung nach zweijähriger pandemiebedingter Unterbrechung wieder stattfinden. Die Veranstaltungsfläche erstreckt sich über den Marienplatz hinaus in die Kaufingerstraße, die Rosenstraße bis einschließlich zum Rindermarkt. An 38 Pavillons präsentieren städtische Betriebe und Referate von 10 und 17 Uhr das nahezu komplette Dienstleistungsspektrum der Stadt München. Auch einige Vereine und Institutionen haben sich wieder angeschlossen.

Um 12.15 Uhr spricht Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer ein Grußwort, gefolgt von der Eröffnungsrede von Bürgermeisterin Katrin Habenschaden. Dabei wird der Bürgermeisterin die Bedeutung der kommunalen Daseinsvorsorge für das Großstadtleben hervorheben, insbesondere auch in Krisenzeiten. Denn die Stadt München erbringt rund um die Uhr grundlegende und unverzichtbare Serviceleistungen für alle Bürgerinnen und Bürger. Dazu gehören die Versorgung mit Trinkwasser, Strom und Gas, die ökologische Abfall- und Abwasserentsorgung oder das öffentliche Verkehrsnetz mit U-Bahn, Bus und Tram. Auch der Bau und Erhalt von Straßen, die vorbildlichen städtischen Forste, Grünanlagen, Spiel- und Sportplätze sowie die vielfältigen Erziehungs- und Bildungsangebote der städtischen Kindertagesstätten, Schulen und der Volkshochschule sind Teil der Daseinsvorsorge. Ebenso zählen die hochwertigen Dienstleistungen des städtischen Klinikums, die Altenheime des Münchenstifts oder der städtischen Friedhöfe dazu. Kommunale Betriebe haben dabei stets das Gemeinwohl und die Bedürfnisse der Menschen im Auge. Sie investieren Gebühren nicht in Gewinnmargen, sondern in Qualität und in eine nachhaltige Zukunft. Beim Aktionstag „Da sein für München“ informiert beispielsweise der Abfallwirtschaftsbetrieb München über Abfallvermeidung, Mülltrennung und Recycling. Die Stadtwerke München und die städtische Forstverwaltung stellen ihre Nachhaltigkeitsprojekte vor.

Neu dabei sind das Referat für Klima- und Umweltschutz sowie das Mobilitätsreferat, die beide mit wichtigen Zukunftsthemen befasst sind. So informiert das im Januar 2021 gegründete Referat für Klima- und Umweltschutz über Fördermaßnahmen, die zur Regulierung des Stadtklimas, zum Schutz vor Extremwetterereignissen und zur Reduzierung von CO2-Emissionen beitragen. Außerdem können sich Interessierte über das im Oktober neu gestartete Münchner Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude (FKG) informieren. Das Mobilitätsreferat stellt Beiträge zur Verkehrswende in München vor, wie geplante U-Bahn-Strecken, neue Straßenbahn- und Buslinien sowie Maßnahmen zum Radwegenetzausbau. Auch die Volkshochschule, die Friedhöfe, die städtische Bestattung und der Tierpark Hellabrunn sind auf dem Aktionstag vertreten und haben, ebenso wie die Münchner Stadtentwässerung oder das Referat für Gesundheit und Umwelt spannende Mitmachaktionen und Gewinnspiele im Programm. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften GEWOFAG und GWG präsentieren ihre Wohnungsbauprojekte und Mietangebote. Das Baureferat informiert unter anderem über das Schulbauprogramm, die Verlängerung der U-Bahnlinie 5 nach Pasing und die Spielplatzangebote der Stadt. Außerdem erwartet die Gäste ein vielfältiges Musikprogramm auf der Bühne am Marienplatz. Das komplette Programm sowie viele weitere Informationen zum Aktionstag und zur kommunalen Daseinsvorsorge der Stadt München gibt es unter www.muenchen.de/daseinsvorsorge .

Pressemappe zum Aktionstag "Da sein für München 2022"

(12. Oktober 2022) Die Münchner Stadtentwässerung (MSE) erhöht vor dem Hintergrund der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum 1. Januar 2023 ihre Gebühren. Künftig werden für die Schmutzwassergebühr 2,02 Euro je Kubikmeter (bislang 1,56 Euro) und 1,77 Euro je Quadratmeter (bislang 1,30 Euro) im Jahr für die Niederschlagswassergebühr berechnet. Dies hat der Stadtentwässerungsausschuss des Münchner Stadtrats am Dienstag vorberatend beschlossen. Die Umsetzung erfolgt vorbehaltlich einer Zustimmung durch die Vollversammlung des Stadtrats zum 1. Januar 2023.

Dabei handelt es sich um die erste Anpassung seit dem Jahr 1997. Über 26 Jahre hinweg konnte die MSE die Gebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser konstant halten. Im gleichen Zeitraum jedoch sind die Betriebskosten der allgemeinen Preisentwicklung folgend kontinuierlich angestiegen. In Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kann dies nicht länger mit anderen Faktoren wie Effizienzsteigerungen, Prozessoptimierungen oder der lange günstigen Zinsentwicklung kompensiert werden. Neben den Energiekosten steigen derzeit vor allem die vom Öl-/Gaspreis abhängigen Betriebsmittel sowie die für den Unterhalt und Bau relevanten Preisindizes erheblich.

Die MSE ist als öffentlich-rechtlicher Eigenbetrieb der Abwasserentsorgung und -reinigung der Landeshauptstadt München an die Vorgaben des Kommunalen Abgabengesetzes (KAG Bayern) gebunden. Danach sollen die Abwassergebühren kostendeckend berechnet werden.

Mit dem neu kalkulierten Schmutzwassergebührensatz liegt die MSE weiterhin deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt der Großstädte von 2,35 Euro je Kubikmeter in 2022. Dabei ist zu beachten, dass die MSE weder Grundgebühren noch Erschließungsbeiträge erhebt. Zudem erhalten die Münchner*innen durch den vierjährigen Kalkulationszeitraum bis 31. Dezember 2026 Planungssicherheit bei den Ausgaben im Bereich der Entwässerungsgebühren.

Die MSE leistet auch zukünftig einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Landeshauptstadt München – beispielsweise durch Genehmigung neuer Hausanschlüsse oder den Bau notwendiger Kanäle. Ferner sichert die MSE weiterhin mit kontinuierlichen Investitionen das hohe Münchner Leistungsniveau im Hinblick auf Entsorgungssicherheit, Rückhaltevolumen, Reinigungsleistung und Entsorgungskomfort. Dabei wird auch dem technischen Fortschritt und den wachsenden Anforderungen an eine umweltgerechte Abwasserbehandlung entsprochen.

(19. Oktober 2022) Wie jedes Jahr beginnt das Baureferat im Oktober damit, die städtischen Brunnen auf den Winter vorzubereiten. Fast alle der 200 betreuten Brunnen werden in der kalten Jahreszeit stillgelegt. Ausnahmen sind u. a. die Brunnen am Viktualienmarkt oder der Fischbrunnen am Marienplatz.

Um Münchens Brunnen vor Schnee und Eis zu schützen, werden die meisten passgenau abgedeckt; rund 5.300 Quadratmeter Holz sind dazu nötig. Etwa sechs bis sieben Wochen dauert es, bis alle Brunnen verschalt sind. Ab Mitte April nächsten Jahres werden sie wieder aus dem Winterschlaf geholt.

Von den städtischen Brunnen auf öffentlichen Plätzen und in Grünanlagen werden 18 ganzjährig betrieben, davon können neun in der Altstadt auch im Winter als Trinkbrunnen genutzt werden. Die restlichen Brunnen machen „Winterpause“. Auch die Trinkwasserspender am Rindermarkt, in der Sendlinger Straße oder auf dem Orleansplatz müssen im Winter abgestellt werden. Über die gesamte Vielfalt der städtischen Brunnen informiert das Baureferat auf seiner Internetseite unter www.muenchen.de/baureferat .

(21. Oktober 2022) Das Baureferat lädt am Mittwoch, 26. Oktober, von 15 bis 18 Uhr alle Anwohner*innen zu einem Informationstag zur Neugestaltung des Willy-Brandt-Platzes ein. Die Anwohner*innen haben bei der Veranstaltung auf dem Willy-Brandt-Platz die Gelegenheit, sich über das Entwurfskonzept zu informieren und mit den Fachleuten des Baureferats und des beauftragten Landschaftsarchitekturbüros sowie mit dem örtlichen Bezirksausschuss zu diskutieren. Anschließend wird der Entwurf zur Umgestaltung des Platzes dem Stadtrat zur Genehmigung vorgelegt. Die Veranstaltung findet auch bei schlechter Witterung unter Pavillons statt.

Vor etwa einem Jahr, am 17. September 2021, veranstaltete das Baureferat eine vom Stadtrat beauftragte Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung des Willy-Brandt-Platzes, da die Gestaltung des 15.000 Quadratmeter großen Platzes seit seiner Entstehung im Jahre 2004 als nicht geglückt betrachtet wurde. Rund 200 Bürger*innen nahmen an der Veranstaltung teil und brachten ihre Anregungen ein. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung flossen in die Konzeptstudie ein, auf deren Grundlage das Baureferat vom Stadtrat mit der Planung beauftragt wurde.

(24. Oktober 2022) Das Baureferat lädt am Freitag, den 28. Oktober 2022, von 15 bis 19 Uhr alle Anwohner*innen zur Veranstaltung „Planungskonzept des Parks im Kreativquartier im Dialog“ ein. Sie findet in der MUCCA31-Halle im Kreativlabor, Schwere-Reiter-Straße 2c, statt.

Im Kreativquartier entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Luitpoldkaserne ein urbanes Stadtquartier, in dem Wohnen und Arbeiten mit Kunst, Kultur und Wissen verknüpft werden. Zentral gelegen soll hier eine öffentliche Grünfläche, angelegt werden. Der Park liegt direkt neben den denkmalgeschützten Gebäuden Tonnenhalle und Jutierhalle und verbindet die Dachauer Straße mit der Heßstraße sowie die angrenzenden Teilflächen des Kreativquartiers miteinander. Die große Freifläche mit altem Baumbestand umfasst ca. 1,9 Hektar.

Das Planungskonzept soll mit den Nutzer*innen abgestimmt werden. Bereits im April 2022 wurden zwei Schulklassen mit Workshops an der Planung für die drei Spielbereiche beteiligt. Die kreativen Ideen der Schüler*innen bilden die Grundlage der vorliegenden Planung der unterschiedlichen Spielplätze.

Nun sind sowohl die Anwohner*innen des Kreativquartiers als auch alle, die im Kreativquartier arbeiten oder dort ihre Freizeit verbringen, eingeladen, sich das Planungskonzept von den Fachleuten des Baureferates und der beteiligten Landschaftsarchitekturbüros erläutern zu lassen und in den Dialog zu treten. Meinungen und weitere Anregungen werden aufgenommen und diskutiert. Die Ergebnisse fließen in den weiteren Planungsprozess ein. Der Vorentwurf wird dann dem zuständigen Bezirksausschuss vorgestellt, bevor der Stadtrat über die Realisierung entscheidet.

(28. Oktober 2022) Die Münchner Stadtentwässerung (MSE) bittet alle Anlieger*innen beziehungsweise die zuständigen Hausverwaltungen oder Hausmeisterdienste, das Herbstlaub von den Straßenrändern und -abläufen vor ihren Grundstücken ordnungsgemäß zu entfernen. Außerhalb des Vollanschlussgebietes der städtischen Straßenreinigung sind Eigentümer*innen, deren Grundstücke an öffentlichen Grund angrenzen, verpflichtet, selbst für die Reinigung zu sorgen. Häufig wird dabei das Laub nur an die Straßenränder und -abläufe gekehrt, wodurch die Gullys verstopft werden. Deshalb staut sich das Regenwasser und es kann zu Überflutungen kommen.
Die wegen der unsachgemäßen Reinigung verstopften Gullys verursachen mitunter Regenwasser-„Stauseen“ auf den Straßen. Nasse Füße und Spritzfontänen durch vorbeifahrende Fahrzeuge sind die unerfreuliche Folge. Der Kanalbetrieb der MSE musste zuletzt sehr häufig wegen der unnötig verstopften Gullys mit den Saug-Fahrzeugen ausrücken. Dadurch geht wichtige Einsatzzeit für andere technische Störungseinsätze verloren. Die MSE bedankt sich bei allen Bürger*innen, die zum Wohle aller gemäß der Straßenreinigungs- und Sicherungsverordnung der Landeshauptstadt München dabei mithelfen, die Regenwasser-Abläufe vor ihren Grundstücken von Herbstlaub und anderem Unrat freizuhalten.
Weitere Informationen zum Thema gibt es unter https://stadt.muenchen.de/infos/herbstzeit-ist-laubzeit-.html

(9. November 2022) Die Wohncontaineranlage im Bernayspark an der Thalhoferstraße im Stadtbezirk Milbertshofen - Am Hart wird abgebaut. Der Stadtrat hatte im Zuge der Flüchtlingskrise im April 2015 den Auftrag zum Erbauen der Unterkunft erteilt. Bereits vor dem geplanten Einzugstermin 2016 musste das Baureferat den Vertrag über den Bau der Wohncontaineranlage außerordentlich kündigen, da die von einem Generalunternehmer errichtete Anlage erhebliche Mängel aufwies, insbesondere in den Bereichen Statik sowie Brand- und Schallschutz.

Letztlich war der akute Bedarf für die Unterkunft nicht mehr gegeben, so dass der Stadtrat im Mai 2017 beschloss, die Container wieder abzubauen und das Grundstück, das zu einer Grünanlage gehört, wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Seitdem konnte die Containeranlage noch nicht abgebaut werden, da ein selbständiges Beweisverfahren über die Mängel der Anlage vor dem Landgericht München eingeleitet wurde, welches noch nicht abgeschlossen ist. Derzeit wird vom gerichtlich beauftragten Sachverständigen das Gutachten erstellt. Um einen vom gerichtlichen Verfahren unabhängigen und somit früheren Rückbau der Containeranlage zu erreichen, hat das Baureferat parallel dazu Verhandlungen mit dem Generalunternehmer über den Rückbau geführt. Diese konnten mittlerweile erfolgreich abgeschlossen werden. Der Generalunternehmer hat sich verpflichtet, die Containeranlage bis Ende März 2023 zurückzubauen und abzutransportieren.

Unmittelbar im Anschluss daran wird die Fläche der Anlage wieder vom Baureferat als Grünfläche hergerichtet. Zusätzlich zum bestehenden Spielplatz im Bernayspark werden dann auch die Spielgeräte an der Rathenaustraße wieder zugänglich sein.

(9. November 2022) Der Bauausschuss des Münchner Stadtrats hat in seiner gestrigen Sitzung einstimmig den Planungen des Baureferats für die öffentlichen Grün-, Verkehrs- und Platzflächen zum Freihamer Anger zugestimmt.

Der Anger bildet das zentrale, grüne Rückgrat dieses neuen Münchner Wohnquartiers. Diese Achse für die Nahmobilität steht ausschließlich Fußgänger*innen- und dem Radverkehr zur Verfügung, sie verbindet die Wohnquartiere und dient der Adressbildung anliegender Grundstücke. Das Baureferat verwirklicht an dieser Stelle Münchens erste reine Fahrradstraße, unterteilt in einen vier Meter breiten Zweirichtungsradweg auf der Westseite und einen drei Meter breiten Gehweg auf der Ostseite.

Bürgermeisterin Katrin Habenschaden: „Viel Grün und die erste autofreie Fahrradstraße Münchens: Unser jüngster Stadtteil Freiham setzt neue Maßstäbe bei Stadtgestaltung und Mobilität. Die Nahmobilitätsachse ist eine kleine städtebauliche Revolution, denn sie steht ausschließlich Rad- und Fußverkehr zur Verfügung und ermöglicht damit eine klimafreundliche und sichere Mobilität, insbesondere für Kinder und Senior*innen. Ich bin überzeugt: Freiham Nord wird ein sehr schöner Stadtteil mit tollen Aufenthaltsmöglichkeiten, Schulen, Kitas und – ganz besonders wichtig – vielen bezahlbaren Wohnungen.“

Die autofreie Trasse geht auf den Bebauungsplan 2068 des Referats für Stadtplanung und Bauordnung zurück. Sie verläuft vom Stadtteilzentrum an der Helmut-Schmidt-Allee durch das neu entstehende Wohngebiet bis zur Otto-Meitinger-Straße. Anwohner*innen erreichen hierüber bequem und sicher zu Fuß und per Rad Wohnhäuser, soziale Einrichtungen, den ÖPNV oder Abstellmöglichkeiten für private oder geteilte Kraftfahrzeuge. Poller verhindern, dass Kfz die Fahrradstraße befahren, womit für den Radverkehr eine kontinuierliche und zügige Befahrbarkeit ermöglicht wird. Rot eingefärbte und auf 4,50 Meter eingeengte Kreuzungsbereiche an den Erschließungsstraßen sorgen zusätzlich für Verkehrssicherheit.

Die angrenzenden Freiflächen des Angers bilden einen grünen öffentlichen Freiraum inmitten des 1. Realisierungsabschnittes von Freiham Nord mit hoher Aufenthalts- und ökologischer Qualität.

Im Quartierszentrum entsteht eine zentrale Platzfläche mit Brunnen, die dem Schwammstadtprinzip entspricht. Regenwasserversickerung, Regenrückhalt und Verdunstung an heißen Sommertagen tragen den Zielen einer klimaresilienten Stadtgestaltung Rechnung. Zwölf neue Bäume werden dort ein Sitzen im Schatten auf diversen Sitzgelegenheiten ermöglichen. Zentrales Gestaltungselement ist ein für Kinder bespielbarer Brunnen. Ganz im Süden der Wegeverbindung wird das Baureferat entlang der Helmut-Schmidt-Allee eine weitere Platzfläche herstellen. Die neun locker über die Fläche verteilten Bäume bieten dort im Sommer Schatten, Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein und ein Trinkbrunnen spendet Wasser.

Die öffentlichen Grünflächen des Angers gliedern sich in vier Flächen. Die drei nördlichen bilden ein langgestrecktes Grünband. Die vierte Grünfläche im Süden liegt im weiteren Verlauf des Angers nördlich der Albert-Camus-Straße. Die Grünflächen bieten Spiel- und Liegewiesen sowie Blumenwiesen als Habitate für Flora und Fauna. Das Planungskonzept sieht drei Spielbereiche für Kinder unterschiedlicher Altersgruppen vor. Für die Gestaltung der Spielflächen wurde im Juli 2021 in Zusammenarbeit mit der Grundschule an der Gustl-Bayrhammer-Straße ein Beteiligungsverfahren durchgeführt. Dabei haben die Schüler*innen ihre Wünsche und Ideen eingebracht. Fahrradstellplätze werden in ausreichender Anzahl in unmittelbarer Nähe der Spielplätze bzw. Aufenthaltsflächen aufgestellt. Der Städtische Beraterkreis für barrierefreies Planen und Bauen hat dem Projekt zugestimmt.

Insgesamt werden im Bereich des Freihamer Angers 213 neue Bäume gepflanzt, es müssen keine Bäume entfernt werden. Es werden Bänke, Mülleimer und Fahrradstellplätze in ausreichender Anzahl aufgestellt.

Die Umsetzung des Projekts erfolgt im Zusammenhang mit der Fertigstellung der angrenzenden Hochbaumaßnahmen. Es ist vorgesehen, die öffentlichen Verkehrs- und Platzflächen 2023 fertigzustellen. Die Platzfläche ganz im Süden folgt, wenn die angrenzende Helmut-Schmidt-Allee endgültig hergestellt wird, womit 2027 zu rechnen ist. Für die Herstellung der öffentlichen Grünflächen ist der Baubeginn im Herbst 2023 im nördlichen Bereich des Angers, die Fertigstellung des Gesamtprojektes ist für Winter 2024 geplant. Dabei soll eine abschnittweise Inbetriebnahme der Teilflächen erfolgen.

Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Beschluss des Bauausschusses vom 8. November 2022 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 07283).

Pressetermine

Bürgermeisterin Katrin Habenschaden und Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer laden gemeinsam mit Herrn Georg Dunkel, Mobilitätsreferent der Stadt München zum Startschuss für die Bauarbeiten der Radschnellverbindung München – Garching ein. Neben Ministerialdirektorin Ingrid Simet vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr wird der stellvertretende Vorsitzende des Bezirksausschusses Wolfgang Püschel und Herr Stefan Högenauer, Sachgebietsleiter Straßen- und Brückenbau von der Regierung von Oberbayern anwesend sein. Die Bauarbeiten für den ersten Abschnitt finden zwischen Lenbachplatz und Platz der Opfer des Nationalsozialismus statt. In dem gesamten Bauabschnitt wird die Fahrbahn erneuert und der Straßenraum mit breiten Radwegen neu gestaltet. Der Bereich ist sowohl Teil der Radschnellverbindung als auch des Altstadt-Radlrings.

Der Termin ist für Fotografen geeignet.

Bürgermeisterin Verena Dietl lädt gemeinsam mit Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer zum Abschluss der Umbauarbeiten in der Truderinger Straße ein. Neben Frau Ulrike Klar, Abteilungsleiterin Stadtsanierung und Wohnungsbau im Planungsreferat wird Herr Ralph Imhof, Sachgebietsleiter Städtebau von der Regierung von Oberbayern und Bezirksausschuss-Vorsitzender Stefan Ziegler anwesend sein. Nach zwei Jahren Umbauzeit präsentiert das Baureferat die Truderinger Straße zwischen Bajuwarenstraße und Schmuckerweg als zentralen Boulevard. In diesem Zuge wird der neue Brunnen an der Kreuzung Max-Rothschild-Straße aufgedreht.

Der Termin ist für Fotografen geeignet.

Bürgermeisterin Katrin Habenschaden und Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer eröffnen den 17. Aktionstag „Da sein für München“, die große Leistungsschau der kommunalen Einrichtungen und Betriebe der Stadt München. Anschließend wird zu einem Presserundgang über das Aktionsgelände auf dem Marienplatz, in der Kaufinger- und Rosenstraße eingeladen.

Weitere Informationen zum Programm des Aktionstages sind unter www.muenchen.de/daseinsvorsorge  abrufbar.

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer empfängt mit Horst Schiller, Hauptabteilungsleiter Tiefbau im Baureferat, anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Störungsmelde-Service „Bei Anruf Licht!“ Bürger*innen im Technischen Rathaus und überreicht die Hauptpreise aus der Jubiläums-Verlosung. Interessierte haben zudem Gelegenheit, sich 4. bis zum 22. November 2022 in der Jubiläumsausstellung in der Halle des Technischen Rathauses über die Geschichte der Straßenbeleuchtung und Verkehrsleittechnik in München zu informieren. Der Eintritt ist frei.

Der Termin ist für Fotografen geeignet.

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