Pressestelle des Baureferats

Presseservice, Pressemitteilungen und Pressetermine des Baureferats

Presseservice im Baureferat

Unsere Pressestelle beantwortet gerne Presseanfragen von Medienvertreter*innen.
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Hier finden Sie zuständige Ansprechpersonen:
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Ines Schmidt (Elternzeit)

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presse.bau@muenchen.de

Pressesprecher der Münchner Stadtentwässerung

Steffen Graf
Telefon: (089) 233 61892
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presse.mse@muenchen.de

Mathias Wünsch
Telefon: (089) 233 62012
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Aktuelle Pressemitteilungen

Michael Nagy /Presseamt München

(30. April 2026) Wasser marsch: Bürgermeister Dominik Krause und Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer haben heute die Brunnenanlage am Oskar-von-Miller-Ring in Betrieb genommen und damit die Brunnensaison 2026 eröffnet. Innerhalb der nächsten Wochen holen Mitarbeiter*innen des Baureferats (Gartenbau) die 263 städtischen Brunnen nach und nach) aus der Winterpause, entfernen die in vielen Fällen vorhandenen Abdeckungen und reinigen die Brunnen vor der Wiederinbetriebnahme. Bis Mitte Mai sind dann alle wieder aufgedreht.

Bürgermeister Dominik Krause sagt: „Der Frühling ist da, und damit beginnt auch die Brunnensaison in München. Unsere Brunnen sind kleine Oasen in der Stadt, sie sind Orte der Begegnung und der Erholung. Gerade an heißen Sommertagen tragen sie dazu bei, den Aufenthalt in München angenehmer zu machen. Und natürlich sind viele Brunnen ein echter Hingucker und werten unsere Stadt auf, so wie der neue Brunnen am Oskar-von-Miller-Ring. Das Baureferat hat die Zahl der Trinkbrunnen und Trinkwasserspender im öffentlichen Raum in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Sie sind ein kleiner, aber wichtiger Beitrag für mehr Lebensqualität in unserer Stadt.“

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer sagt: „Unsere Brunnenanlagen, gerade in der stark versiegelten Innenstadt, sind als integraler Bestandteil der grün-blauen Infrastruktur von immensem Wert für die Klimaresilienz unserer Stadt. Der neue Brunnen am Oskar-von-Miller-Ring kühlt nicht nur, er schirmt die neu hinzugewonnene Platzfläche auch gegen die Klangkulisse des Verkehrsraums ab und lässt den Straßenlärm in den Hintergrund treten. Außerdem bietet er eine optische Abschirmung zum fließenden Verkehr. Funktion und Form sind hier planerisch klug zusammengedacht worden. Direkt neben dem Zierbrunnen haben wir auch einen weiteren neuen Trinkbrunnen installiert. Dieser, wie auch alle weiteren mit der Trinkwasserbeschilderung ausgewiesenen Wasserspender werden von uns engmaschig beprobt und die Wasserqualität überprüft, darauf können sich die vielen Tausend Nutzer*innen Jahr für Jahr verlassen.“

Trinkwasserspender stehen an vielen stark frequentierten städtischen Plätzen und Grünanlagen sowie an den Außenfassaden der öffentlichen Toilettenanlagen. Alle Trinkwasserbrunnen sind an einem entsprechenden Schild zu erkennen. Darauf befindet sich auch ein QR-Code, über den die Bürger*innen dem Baureferat etwaige Mängel unbürokratisch melden können. Um die Qualität sicherzustellen, reinigt das Baureferat alle Trinkwasserbrunnen zweimal wöchentlich, inspiziert und wartet sie.

Das Baureferat (Gartenbau) errichtet im Laufe des Jahres weitere Trinkwasserbrunnen und -spender an den Außenfassaden öffentlicher Toilettenanlagen, zum Beispiel am Maria-Nindl-Platz und am Feldmochinger See. Damit wird es in München bis zum Ende der diesjährigen Brunnensaison rund 115 ausgewiesene Stellen geben, an denen Bürger*innen und Gästen der Stadt von Ende April bis zum Beginn des Oktoberfestes rund um die Uhr kostenfrei frisches Trinkwasser zur Verfügung steht.

Die Brunnenanlage vor dem Oskar-von-Miller-Forum wurde 2025 errichtet und in Betrieb genommen. Sie besteht aus einer gegliederten Natursteinwand von etwa 13 Metern Länge und bis zu drei Metern Höhe. Die Brunnengestaltung ist eine Reminiszenz an den Bauingenieur Oskar von Miller. Die Brunnenwand ist in zwei Teile gegliedert und bildet eine optische sowie akustische Abschirmung zum Oskar-von-Miller-Ring. Unterschiedlich hoch angeordnete Wasseraustritte erzeugen vielfältige „Wasserstimmungen“ – vom lebhaften Sprudeln über gleichmäßiges Fließen bis hin zu sanftem Plätschern in das davorliegende Becken.

Weitere Brunnenanlagen befinden sich im Bau. So wird ebenfalls noch voraussichtlich im Sommer der Brunnen am Maria-Nindl-Platz fertiggestellt. Den Brunnen am Willy-Brandt-Platz kann das Baureferat voraussichtlich 2027 hergestellt und 2028 zur Brunnensaisoneröffnung in Betrieb nehmen.

Hinweis für Redaktionen: Fotos von der Eröffnung der Brunnensaison am 30. April 2026 erhalten Sie bei der Pressestelle des Baureferats (presse.bau@muenchen.de).

Baureferat

(22. April 2026) München macht einen weiteren Schritt hin zu mehr Barrierefreiheit im öffentlichen Raum. Am Dienstag, den 21. April, haben Fachleute des Baureferats, des Mobilitätsreferats, des Behindertenbeirats, des städtischen Beraterkreises für barrierefreies Planen und Bauen sowie weiterer Fachstellen das Pilotprojekt zu barrierefreien Querungen an ungesicherten Straßenübergängen in der Roman-Herzog-Straße in Freiham begutachtet. Im Mittelpunkt stand eine gemeinsame Begehung und Prüfung dieser sogenannten „differenzierten Querung“ unter Realbedingungen.

Das Baureferat hat die Straßenquerung auf Höhe der Hausnummer 13 in zwei Bereiche aufgeteilt. Ein Bereich ist auf Fahrbahnniveau abgesenkt (Nullabsenkung), um mit Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwägen sicher und komfortabel überquert werden zu können. Der andere Bereich weist gegenüber dem Fahrbahnniveau eine Erhöhung von sechs Zentimetern auf, um etwa von sehbeeinträchtigten Nutzer*innen gut ertastbar werden zu können. Ein zweireihiger, vor dem Richtungsfeld unterbrochener Streifen aus weißen Bodenindikatoren zeigt sehbeeinträchtigen Nutzer*innen zudem an, dass es sich um eine ungesicherte Querung handelt.

Unter anderem sind für das Projekt Umgestaltung Augustenstraße mehrere differenzierte Querungen nach diesem Vorbild vorgesehen. Auf diese Weise wird der neue bauliche Standard sowohl in einer Quartierslage wie Freiham als auch in einem hochfrequentierten Innenstadtbereich wie der Maxvorstadt pilotiert. Ziel ist es, damit ein deutlich besseres Barrierefreiheitsniveau im öffentlichen Verkehrsraum zu erreichen und sichere und gut nutzbare Querungen auch dort zu ermöglichen, wo es keine Ampel oder keinen Zebrastreifen gibt.

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Seit dem Beschluss des Münchner Stadtrats im Jahr 2023 haben wir an gesicherten Querungen an Ampeln oder Zebrastreifen bereits differenzierte Bordhöhen mit Null Zentimetern für Personen mit Rollstuhl und Rollator-Nutzer*innen sowie mit sechs Zentimetern für blinde und sehbehinderte Menschen, wo immer möglich, umgesetzt. Für ungesicherte Querungsstellen wie Mittelinseln oder Gehwegnasen galt dieser Standard bislang nicht. Umso mehr freut es mich, dass wir dieses Modell im Auftrag des Stadtrats im Rahmen des Pilotprojekts erfolgreich getestet und als Standard etabliert haben.“

Mobilitätsreferent Georg Dunkel: „An der Roman-Herzog-Straße in Freiham zeigt sich gut, welches Mehr an Verkehrssicherheit, Orientierung und Komfort mit einer ebenerdigen Querung für mobilitätseingeschränkte Personen und gleichzeitig einem höheren Bordstein mit sechs Zentimetern sowie strukturierten Bodenplatten für blinde und seheingeschränkte Menschen erreicht werden kann. Auch Personen mit Kinderwagen und Koffern oder ältere Menschen profitieren davon. Ich freue mich, dass wir dieses Modell nun auch an einfachen Querungen, ohne Ampel oder Zebrastreifen, anwenden.“

Daniela Maier, ehrenamtliche Behindertenbeauftragte der Landeshauptstadt München: „Bei Neu- und Umbauprojekten soll nun die differenzierte Querung (0/6 Zentimeter) ab sofort auch an Gehwegnasen und Mittelinseln als neuer Münchner Standard berücksichtigt und – wo immer möglich – umgesetzt werden. Für diese Art der Querung wird eine Breite von mehr als 3,50 Metern benötigt. Darüber hinaus ist ausreichend Platz erforderlich, um sicher an der Querung warten zu können. Mit dieser Lösung erreichen wir einen weiteren Fortschritt beim Thema Barrierefreiheit - nutzer- und ortsbezogen.“

Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Beschluss des Bauausschusses des Stadtrats vom 10. Oktober 2023 (Sitzungsvorlage Nr.20-26 / V 09755).

mahl gebhard konzepte

(14. April 2026) Der Bauausschuss des Münchner Stadtrats hat das Baureferat beauftragt, 150 neue Baumstandorte in der Altstadt sukzessive zu realisieren. Dafür sollen unter anderem die eingegangenen Spendengelder aus der Aktion „Schatten Spenden“ verwendet werden.

Bürgermeister Dominik Krause sagt: „Es muss unser Ziel sein, dass die 28 Millionen Menschen, die jedes Jahr in die Fußgängerzone kommen, dies auch bei hochsommerlichen Temperaturen gerne und gut tun können. Mehr Grün durch mehr Bäume an dafür geeigneten Stellen ist die effektivste Antwort, um an immer mehr Hitzetagen für ausreichend Schatten und Abkühlung zu sorgen. Baumpflanzungen sind eine Investition in den Gesundheitsschutz, die Lebensqualität und den Wirtschaftsstandort. Einzelhandel und Gastro profitieren unmittelbar davon, wenn die Innenstadt ganzjährig ein attraktives Ziel für Alle bleibt. Baumpflanzungen als Investition in die Klimaanpassungen machen sich über Generationen bezahlt. Unser Dank gilt allen Groß- und Kleinspendern, die das genauso sehen. Jede Spende trägt dazu bei, dass München trotz finanziell schwieriger Zeiten, im Herzen unserer Stadt viele neue Bäume pflanzen kann.“

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer sagt: „Neue, klimaresistente Bäume an intensiv genutzten und bisher versiegelten Orten sind eine große Herausforderung – besonders in der Münchner Innenstadt, wo wir außergewöhnliche Rahmenbedingungen haben. Jeder neue Baum braucht genug Platz im Untergrund, um kräftige Wurzeln auszubilden. Hinzu kommt: Keine andere Fußgängerzone in Deutschland ist derart stark frequentiert. Jedes Jahr bewegen sich an der Oberfläche Millionen von Passant*innen und zehntausende Lastwagen über das Pflaster. Nur mit einem für diese enormen Belastungen ausgelegten baulichen Schutz der Wurzelbereiche haben neue Bäume in der Altstadt langfristig gut Entwicklungschancen. Die 150 neue Bäume für Münchens Altstadt sind eine lohnende Investition in die Münchner Fußgängerzone und ein unverzichtbarer Baustein bei der Anpassung der Innenstadt an zunehmend extreme klimatische Bedingungen.“

Die Gesamtkosten für die Herstellung einer Baumgrube in der befestigten, zum Teil mit Sonderbelägen gepflasterten Fußgängerzone setzen sich aus den Kosten für den Straßenbau (Aufbruch, Erdarbeiten inklusive Altlastenentsorgung, Substrateinbau, Wiederherstellung der Oberfläche), für Schutzmaßnahmen an benachbarten Spartenleitungen, für benötigten Wurzelschutz, die Beschaffung von bereits großen Bäumen, die Baumpflanzung und die fünfjährige Entwicklungspflege sowie den Nebenkosten (Planung, Baustelleneinrichtung, Baustellensicherung, Anlieferungen etc.) zusammen. Insbesondere die baulichen Unterkonstruktionen zum Überfahrungsschutz bringen hohe bauliche Aufwände mit sich. Sie sind jedoch angesichts des im Vergleich mit anderen deutschen Großstädten einzigartig hohen Lieferverkehrs- und Publikumsaufkommens der Münchner Fußgängerzone zwingend erforderlich, damit das Pflaster über den empfindlichen Wurzeln der neuen Bäume nicht von Lastwägen eingedrückt wird, die Barrierefreiheit erhalten bleibt und keine gefährlichen Stolperfallen entstehen.

Die Finanzierung der Baumpflanzungen erfolgt durch die Rückführung von Fördermitteln in die Baumpflanzpauschale des städtischen Haushalts. Die KfW-Förderbank und die Regierung von Oberbayern haben für das Projekt bereits Fördergelder in Aussicht gestellt. Zudem wird die Landeshauptstadt die in Zusammenhang mit dem Spendenaufruf unter dem Motto „Schatten Spenden“ eingegangenen Gelder in Höhe von rund 170.000 Euro für die Baumpflanzungen verwenden. Weiterführende Informationen zum laufenden Spendenaufruf für die geplanten Baumpflanzungen in der Altstadt gibt es unter www.schatten-spenden-muenchen.de.

Zur Begrünung der Fußgängerzone erhielt das Baureferat 2024 vom Stadtrat den Auftrag, eine vertiefte Untersuchung zu möglichen neuen Baumstandorten durchzuführen. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Baumstandorte lokal unterschiedlichste Lösungen erforderlich machen, zum Beispiel den Einsatz von sogenanntem technischen Wurzelschutz in Form von Wurzelbrücken oder Wurzelkammersystemen. Jeder Standort muss mit unterschiedlichen Stakeholdern (u.a. Feuerwehr, Spartenträger, laufende Baustellen, Großbaustelle 2. S-Bahn-Stammstrecke, Freischankflächen, Gewerbetreibende) abgestimmt werden. Daher wird das Baureferat die einzelnen neuen Baumstandorte schrittweise umsetzen und mit dem Pflanzen der ersten Bäume in der Sendlinger Straße voraussichtlich im Herbst 2026 beginnen können.

Die weiteren Baumgruben wird das Baureferat in den kommenden Jahren schrittweise realisieren. Die Arbeiten erfolgen in Abstimmung zu den Abhängigkeiten von Freischankflächen, Veranstaltungen wie dem Christkindlmarkt und anderen Baumaßnahmen, um möglichst wenige Einschränkungen in der Fußgängerzone zu verursachen. Das eigentliche Pflanzen der Bäume erfolgt in der Regel zwischen Oktober und März.

Der Bezirksausschuss Altstadt-Lehel, die Untere Denkmalschutzbehörde, das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege sowie der Stadtheimatpfleger haben dem Gesamtkonzept für die Begrünung der Fußgängerzone zugestimmt.

Zusätzlich wurde beschlossen, dass Blindenleitsystem neuzugestalten. Dafür erarbeitet das Baureferat ein Konzept. Es soll dazu beitragen, die barrierefreie Orientierung für blinde und sehbehinderte Menschen signifikant zu verbessern. Neben den Prüfungen zur Lage des Blindenleitsystems prüft und erprobt das Baureferat derzeit bautechnische Ausführungsoptionen, insbesondere Alternativen zum kostenintensiven Ausbau und Einbau des Pflasters beziehungsweise der Platten. Nach Abschluss wird das Baureferat den Stadtrat mit den Ergebnissen und einem Vorschlag zum weiteren Vorgehen befassen.

Außerdem kann das Baureferat im Rahmen der Begrünung der Fußgängerzone Synergieeffekte nutzen, um die Abfallentsorgung effizienter zu gestalten und die Aufenthaltsqualität in der Fußgängerzone weiter zu steigern. In der Sendlinger Straße erprobt das Baureferat Unterflur-Abfallbehälter. Diese fassen das Zehnfache des bisher größten Standbehälters und müssen nur einmal täglich geleert werden.

Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Stadtratsbeschluss vom 14. April 2026 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 18604).

Baureferat

(9. April 2026) Mehr Fahrradstellplätze, neue Zebrastreifen, barrierefreie Bushaltestellen: Mit zahlreichen baulichen Einzelmaßnahmen haben das Baureferat (Tiefbau) und das Mobilitätsreferat im Jahr 2025 gezielt nachhaltige Verkehrsformen in München vorangebracht. Dazu zählen Maßnahmen für den Umweltverbund aus Radverkehr, Fußverkehr und ÖPNV ebenso wie der Ausbau von 172 Carsharing-Parkplätzen, 21 neue Mobilitätspunkte und 145 neue Abstellflächen für E-Tretroller.

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer sagt: „Vom Radbügel bis zur barrierefreien Bushaltestelle – die Verkehrswende zeigt sich nicht nur in großen Projekten, sie steckt auch in vielen Details. Unser Ziel ist es, baulich dafür zu sorgen, dass Wege sicherer werden, möglichst viele Hürden verschwinden und attraktive Alternativen zum motorisierten Individualverkehr entstehen. Jede neue Markierung, jeder zusätzliche Fahrradstellplatz und jede barrierefreie Haltestelle macht München ein Stück sicherer, barriereärmer und komfortabler. Davon profitieren alle Verkehrsteilnehmer*innen – unabhängig davon, wie sie sich gerade fortbewegen.“

Mobilitätsreferent Georg Dunkel sagt: „Die Verkehrswende in München kommt Schritt für Schritt voran – kleine Maßnahmen, wie Abstellflächen für Mikromobilitätsangebote oder Markierungen in Fahrradstraßen, sind dabei genauso wichtig wie große Projekte, bei denen der Raum in Straßenzügen neu aufgeteilt wird.“

In den vergangenen zwölf Monaten hat das Baureferat rund 1.500 neue Fahrradabstellplätze an 66 Standorten errichtet, einige davon an besonders stark frequentierten Orten. So gibt es etwa am Ostbahnhof 52 zusätzliche Stellplätze. Nahe des neuen Radwegs in der Zeppelinstraße in der Au sind 40 neue Abstellmöglichkeiten entstanden. Am Gotzinger Platz in Sendling hat das Baureferat zusätzlich zwölf Stellplätze für Lastenräder eingerichtet.

Um Radfahrende besser zu schützen, wurden an 75 Verkehrsknotenpunkten Fahrbahnen rot markiert. Diese optische Hervorhebung sorgt beispielsweise am vielbefahrenen Oskar-von-Miller-Ring für mehr Sicherheit.

Die Zahl der beschilderten und markierten Fahrradstraßen in München ist im Jahr 2025 erstmals auf mehr als 100 geklettert. Groß dimensionierte Boden-Piktogramme und Markierungen auf der Fahrbahn heben den Vorrang für den Radverkehr deutlich hervor. Zu den neu markierten Abschnitten gehören wichtige Verbindungen wie beispielsweise die Königinstraße am Englischen Garten, die Route Am Isarkanal und die Hachinger-Bach-Straße.

Doch auch der Fußverkehr, ÖPNV-Nutzende und das Sharing-Angebot profitieren von der Detailarbeit im Straßenraum. So wurden im Jahr 2025 rund zehn neue Zebrastreifen markiert, die das Queren von Fahrbahnen sicherer machen. Weitere 68 bereits bestehende Zebrastreifen wurden neu markiert. Dabei geht es insbesondere um die Sicherheit von Schulkindern und von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen – ob in der Allacher Straße im Westen, der Kieferngartenstraße im Norden oder der Ruppertstraße im Stadtbezirk Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt.

Im Rahmen des Programms „Barrierefreie Bushaltestellen“ hat das Baureferat letztes Jahr an vier zusätzlichen Haltepunkten einen stufenlosen Einstieg ermöglicht. Fertiggestellt sind unter anderem die Haltestellen Johann-Clanze-Straße in Sendling-Westpark und die Schäftlarnstraße beim Gasteig HP8. Der barrierefreie Umbau ermöglicht Fahrgästen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen eine komfortable, selbstbestimmte Nutzung der Busse.

Zudem wurde das Mobilitätsprinzip „Teilen statt Besitzen“ weiter auf die Straße gebracht: In 20 Straßen hat das Baureferat neue Carsharing-Parkplätze markiert, unter anderem in der Hohenzollernstraße, der Thalkirchner Straße oder der Arcisstraße.

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(2. April 2026) Das Baureferat beginnt am 7. April mit dem Umbau der circa 1,5 Kilometer langen Domagkstraße, die Leopold- und Ungererstraße verbindet und die Parkstadt Schwabing erschließt. Wesentliches Ziel des Umbaus ist es, die Sicherheit und den Komfort für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen deutlich zu erhöhen. Grundlage der Maßnahme ist das vom Mobilitätsreferat entwickelte Raumaufteilungs-Konzept. Auf dieser Basis hat das Baureferat die Ausführungsplanung erarbeitet.

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Mit dem Umbau der Domagkstraße erhöhen wir die Sicherheit und den Komfort für alle, die hier zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Bus unterwegs sind. Wer die bisherige Infrastruktur vor Ort kennt, der weiß, dass schmale Fuß- und Radverkehrsanlagen dem aktuellen Mobilitätsverhalten und wachsenden Radverkehrsaufkommen nicht mehr angemessen sind. Breitere Gehwege, sichere Radwege und neue barrierefreie Haltestellen tragen fortan zur deutlichen Verbesserung der Verkehrssituation bei.“

Mobilitätsreferent Georg Dunkel: „Die Domagkstraße ist als Teil des Äußeren Radlrings eine für den Radverkehr wichtige und viel befahrene Verbindung zwischen der Parkstadt Schwabing und dem Domagkpark sowie dem Englischen Garten. Bisher war der Radverkehr hier abschnittsweise auf der Fahrbahn bei Tempo 50 oder auch auf einem schmalen Gehweg, der für den Radverkehr freigegeben ist, unterwegs. Ich freue mich, dass durch den Umbau zukünftig der Rad- und Fußverkehr jeweils eine eigene Verkehrsfläche zur Verfügung hat und es so zu weniger Konflikten kommt. Zusätzlich werden auch die angrenzende großen Kreuzungsbereiche an der Leopold- und an der Ungererstraße übersichtlicher und damit sicherer gestaltet.“

Zum Projekt
Das Baureferat (Tiefbau) legt zwischen Leopoldstraße und Ungererstraße beidseitig bauliche Radwege an und baut die Gehwege aus. Auf den Streckenabschnitten zwischen den Kreuzungen werden die Radwegbreiten überwiegend 2,5 Metern betragen. Ein 50 Zentimeter breiter Sicherheitsstreifen trennt den Radverkehr vom Autoverkehr. Das Konzept des Mobilitätsreferats sieht für Fußgänger*innen auf Höhe des Zaunwegs eine neue sichere Querungsmöglichkeit mit Mittelinsel vor. Die Bushaltestellen entlang der Strecke werden barrierefrei ausgebaut und mit Wartehäuschen versehen. Darüber hinaus saniert das Baureferat die Straßenbeleuchtung und erneuert die Ampelanlagen. Lieferzonen werden neu geordnet, Taxistandplätze verlegt und E-Ladepunkte an einem nahegelegenen Standort ersetzt.

Zur Baustelle
Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise. 2026 beginnt das Baureferat zunächst mit dem Umbau zwischen Ungererstraße und Walter-Gropius-Straße. Danach folgt der Abschnitt bis zur Gertrud-Grunow-Straße. 2027 wird voraussichtlich bis zur Weimarer Straße weitergebaut, 2028 folgt der letzte Abschnitt bis zur Leopoldstraße. Das Gesamtprojekt soll voraussichtlich Mitte 2028 abgeschlossen sein. Weitere Infos zur Baustelle gibt es in der heutigen Rathaus Umschau in der Rubrik „Baustellen aktuell“ sowie online unter https://stadt.muenchen.de/infos/domagkstrasse.html.

Der Bezirksausschuss, der Behindertenbeirat sowie der Städtische Beraterkreis Barrierefreies Planen und Bauen haben den Planungen zugestimmt. Das Baureferat hat den Radentscheid München bei den Planungen beteiligt. Die Projektkosten liegen bei 16,695 Millionen Euro und werden aus der Nahmobilitätspauschale finanziert.
Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit fördert das Projekt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit 2,68 Millionen Euro.

Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden sich im Beschluss des Mobilitätsausschusses des Stadtrats vom 7. Juni 2023 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 08948).

Michael Nagy/Presseamt

(27. März 2026) Bürgermeister Dominik Krause hat heute mit Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer und der Regierungsvizepräsidentin von Oberbayern, Friederike Fuchs, den symbolischen Spatenstich für den Umbau des Willy-Brandt-Platzes in Riem gesetzt. Der zentrale Platz der Messestadt Riem ist bislang vollständig versiegelt und wird zu einem klimaangepassten, barrierefreien und attraktiven Aufenthaltsort mit vielfältiger Grünausstattung umgebaut. Grundlage der Planung sind Anregungen und Ideen aus der Bürgerschaft vor Ort.

Bürgermeister Dominik Krause: „Der Willy-Brandt-Platz ist in den 20 Jahren seines Bestehens immer ein Fremdkörper geblieben in der Messestadt, obwohl er so prominent und zentral gelegen ist – und doppelt so groß wie der Marienplatz! Die Menschen haben ihn einfach nicht angenommen, weil er nicht einladend war. Das ändern wir nun. Wir wollen mehr Grün wagen, um das berühmteste Zitat seines Namensgebers aufzugreifen. Mehr Bäume, mehr Grün, weniger Beton, hohe Aufenthaltsqualität und konsumfreie Räume. Wir schaffen einen Platz, der seinem herausragenden Namensgeber endlich gerecht wird. Aus einer versiegelten Steinwüste wird ein grüner Treffpunkt in der Messestadt.“

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Der Umbau des Willy-Brandt-Platzes steht für einen lebendigen, einladenden öffentlichen Raum. Auf einer Fläche, die doppelt so groß ist wie der Marienplatz, dominierte bisher steinerne Leere. Große Teile der Platzfläche werden wir entsiegeln, naturnah gestalten und insgesamt ein hochwertiges, vielfältiges Aufenthaltsangebot schaffen, mit attraktiven Elementen wie Sitzmöbeln, Sportflächen oder Urban Gardening. So entsteht ein grüner, gesunder und klimafreundlicher Platz für alle Bewohner*innen und Besucher*innen der Messestadt Riem.“
Regierungsvizepräsidentin von Oberbayern Friederike Fuchs: „Der Freistaat Bayern fördert das wunderbare und wegweisende Projekt mit einem Zuschuss in Höhe von 6,6 Millionen Euro aus dem Bayerischen Städtebauförderprogramm. Basis dafür ist die hervorragende planerische Vorbereitung, die die Landeshauptstadt München hier geleistet hat. Ich wünsche der Umsetzung gutes Gelingen und freue mich schon jetzt auf das Ergebnis!“.

Bereits seit Januar wurden auf der Platzfläche vorbereitende Maßnahmen durchgeführt. Nun startet das Baureferat mit den Arbeiten an der Platzfläche. Für einen zukunftsfähigen Baumbestand pflanzt das Baureferat insgesamt 98 neue, große Bäume, die optimale Wachstumsbedingungen erhalten. Ein vielfältig bepflanztes Wildstaudenmeer ergänzt die Neupflanzungen. Es sorgt für biologische Vielfalt, lebendige Farben und wertvollen Lebensraum für Insekten. Der neue Willy-Brandt-Platz erhält abermals eine große, bodenbündige Brunnenfläche mit 44 Wasserfontänen.
Ab 2027 erfolgt die Bepflanzung und Entwicklung der Grünflächen einschließlich der neuen Bäume und der neuen Aufenthalts- und Aktionsbereiche. Diese Arbeiten kann das Baureferat voraussichtlich bis Frühjahr 2028 abschließen.
Ein Schwerpunkt der Umgestaltung liegt auf der Verbesserung der Barrierefreiheit: Wegeführungen und Querungen werden neu geordnet und mit barrierefreien Belägen ausgestattet für eine sichere und komfortable Nutzung des Platzes. Der Bau der Wege in der Platzmitte durch das zukünftige Wildstaudenmeer soll bis Ende 2027 erfolgen.
Der Willy-Brandt-Platz bleibt während der gesamten Bauzeit durchgehend überquerbar. Die Erreichbarkeit der Riem Arcaden, der Hotels sowie der Zugang zur U-Bahn und den Bushaltestellen sind jederzeit gegeben. Das Baureferat legt großen Wert darauf, die Beeinträchtigungen durch die Baustelle so gering wie möglich zu halten.
Die vom Stadtrat genehmigten Projektkosten liegen bei 18,6 Millionen Euro. Das Projekt wird zu knapp 50 Prozent aus Förderprogrammen refinanziert. Dazu zählen Mittel des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aus dem „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz“ für die Pflanzung der Bäume und deren anschließende Entwicklungspflege sowie aus dem Programm „Nationale Klimaschutzinitiative“ für das Verbreitern des bestehenden Radwegs. Das Projekt wird zudem über das bayerische Städtebauförderungsprogramm mit Mitteln des Freistaats in Höhe von über 6,6 Millionen Euro gefördert.

Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden sich im Beschluss des Bauausschusses des Stadtrats vom 11. Februar 2025 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 12180) sowie online unter www.muenchen.de/willy-brandt-platz.

formstadt architekten

(13. März 2026) Das Baureferat beginnt mit dem Umbau des Straßenraums Am Giesinger Bergs sowie der Kreuzung zwischen Heilig-Kreuz-Kirche und Lutherkirche. Das Mobilitätsreferat hat die neue Raumaufteilung erarbeitet, diese in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt und mit den Bezirksausschüssen sowie Initiativen abgestimmt. Auf dieser Grundlage hat das Baureferat (Tiefbau) die Maßnahme detailliert geplant und setzt sie nun um. Ziel des Umbaus des Straßenraums Am Giesinger Berg ist es, die Verkehrssicherheit vor Ort zu verbessern – insbesondere für die Schulkinder der unmittelbar an den Kreuzungsbereich angrenzenden Grund- und Mittelschule an der Ichostraße sowie für den Fahrradverkehr auf dieser wichtigen Verbindungsroute zu Innenstadt und Isarradweg. Bisher gibt es keine Möglichkeit für den Fußverkehr, die Kreuzung oberirdisch sicher und barrierefrei zu queren. Die bestehende Unterführung genügt den Anforderungen der Barrierefreiheit nicht. Auch für Radfahrende gab es keine dem wachsenden Radverkehrsaufkommen und Mobilitätsverhalten angemessene Infrastruktur.

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer sagt: „Mit dem Umbau schaffen wir nun erstmals an allen vier Kreuzungsarmen sichere, ampelgeregelte Querungen für den Fuß- und Radverkehr. Wer die bisherige Kreuzungssituation kennt, der weiß, dass sie nicht nur für die Schüler*innen, sondern auch für ältere und mobilitätseingeschränkte Personen, mit Kinderwägen oder Fahrradanhängern absolut ungenügend war. Auch wenn der Anteil des motorisierten Individualverkehrs gegenüber dem Fuß- und Radverkehr sowie dem ÖPNV abgenommen hat, bleiben die Kreuzung und der Giesinger Berg Teil wichtiger MIV-Achsen und Busrouten. Dem tragen wir baulich und planerisch Rechnung, indem alle Verkehrsbeziehung während der Bauzeit bis auf wenige Wochen grundsätzlich bestehen bleiben.“

Mobilitätsreferent Georg Dunkel sagt: „Mit dem Umbau werden wichtige Verbesserungen für die Verkehrssicherheit an dieser Kreuzung erreicht: Der Verkehr wird nun auf allen vier Straßen mit Ampeln geregelt. Alle, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, können die Straße ebenerdig und sicher queren. Gerade für die vielen Kinder und Jugendlichen, die dort rund um die Schulen dort unterwegs sind, ist dieser Umbau in meinen Augen besonders sinnvoll.“

Zum Projekt:
Rad- und Gehwege werden künftig baulich voneinander getrennt geführt. So entstehen am Giesinger Berg beidseitig neu angelegte Radwege. Das Baureferat (Tiefbau) schafft künftig nach dem Konzept des Mobilitätsreferats am Fuß des Giesinger Bergs eine zusätzliche gesicherte Querungsmöglichkeit auf Höhe der Hebenstreitstraße für den Radverkehr. Eine Fahrspur für Autos führt bergab. Zwei Fahrspuren bleiben bergauf erhalten, um den Busverkehr leistungsfähig zu halten. Die Radwege werden mit Sicherheitsabständen entsprechend den aktuellen Planungsstandards ausgestattet. Auch sichere Linksabbiegemöglichkeiten für Radfahrende sind vorgesehen. Die neue Planung des Straßenraums schafft erstmals eine oberirdische, barrierefreie Querungsmöglichkeit an der zentralen Kreuzung. In der Plattnerstraße und an der Ecke Martin-Luther- / Silberhornstraße pflanzt das Baureferat jeweils einen neuen Baum. Die Planungen berücksichtigen die Belange des Brandschutzes, die Anforderungen des öffentlichen Nahverkehrs mit den Buslinien 58 und 68 sowie den Denkmal- und Landschaftsschutz am Isarhang.

Zur Baustelle:
Während der Bauzeit bleiben die Verkehrsbeziehungen grundsätzlich aufrechterhalten. Fuß- und Radverkehr können die Baustelle durchgehend passieren. Für den Autoverkehr kommt es während der Sommerferien zu einer Vollsperrung des Abschnitts vom Kolumbusplatz auf Höhe der Plattnerstraße bis zur Kreuzung Martin-Luther-/Silberhorn-/Ichostraße. Bereits zwei Wochen vor den Sommerferien wird der Anschluss der Silberhornstraße gesperrt. Umleitungen werden ausgeschildert, der Busverkehr wird entsprechend angepasst.

Der Stadtrat hat die Maßnahme beschlossen. Die bewilligten Projektkosten belaufen sich auf 4,87 Millionen Euro. Die Errichtung der neuen Radwege am Giesinger Berg wird mit 616.455 Euro aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes gefördert. Die Arbeiten dauern bis voraussichtlich Ende 2026. Restarbeiten folgen bis Frühjahr 2027.

Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Beschluss des Mobilitätsausschusses des Münchner Stadtrats vom 19. April 2023 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 07398).

formstadt architekten

(10. März 2026) Das Baureferat hat mit den Arbeiten für das Umgestalten der Augustenstraße begonnen. Das Projekt umfasst die Augustenstraße zwischen Dachauer und Görresstraße und soll Ende 2027 fertiggestellt sein, Restarbeiten werden im Frühjahr 2028 abgeschlossen. Im ersten Bauabschnitt wird zwischen Theresien- und Gabelsbergerstraße gearbeitet. Die Planungen hat das Baureferat (Tiefbau) auf Basis des Konzeptes des Mobilitätsreferates erarbeitet.

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer sagt: „Mehr Verkehrssicherheit, mehr Aufenthaltsqualität, darum geht es bei der umfangreichen Umgestaltung der Augustenstraße, die sich der Bezirksausschuss und viele Menschen im Quartier wünschen. Wir werden neue Straßenbäume pflanzen. Wo das aufgrund der Leitungen im Untergrund nicht möglich ist, sorgen wir auf zusätzlich entsiegelten Flächen für eine artenreiche Bepflanzung. Alle diese Maßnahmen zahlen unmittelbar auf die Lebensqualität in der stark versiegelten und hochverdichteten Maxvorstadt ein. Sie kommen damit allen Menschen, die hier wohnen, arbeiten und studieren zugute. Mein Dank gilt insbesondere den vielen Gewerbetreibenden und Anwohnenden für ihr Verständnis während der Umbauzeit.“

Mobilitätsreferent Georg Dunkel sagt: „Mit dem Umbau wird die Augustenstraße für die Zukunft fit gemacht. Für diejenigen, die jeden Tag durch die Straße laufen, wird der dringend benötigte Raumgeschaffen. Künftig wird es genug Platz zum Flanieren, dem entspannten Einkaufen und Verweilen unter neu gepflanzten Bäumen und auf den vielen zusätzlichen attraktiven Sitzgelegenheiten geben. Auch größere Freischankflächen können künftig Platz finden. Der Verkehr auf der Fahrbahn fließt dank baulicher Maßnahmen künftig langsamer, sodass auch der Radverkehr dort sicher unterwegs sein kann. Der Lieferverkehr bekommt zahlreiche neue Lieferzonen und kann künftig geordnet stattfinden.“

Das Baureferat wird nach dem Konzept des Mobilitätsreferats die bestehenden schmalen Radwege der Augustenstraße zwischen Brienner und Görresstraße zugunsten breiterer Gehwege mit einer Mindestbreite von vier Metern zurückbauen. Zusätzlich werden an den Kreuzungsbereichen Gabelsberger-, Steinheil-, Rottmann-, Heß- und Zieblandstraße die Gehwegbereiche verbreitert. Das verbessert die Querungsmöglichkeiten für Zufußgehende. Um die Barrierefreiheit zu erhöhen, erhalten die mit Ampeln ausgestatteten Kreuzungen Brienner, Gabelsberger- und Theresienstraße Bodenindikatoren und differenzierte Querungen für Menschen mit Mobilitäts- und Seheinschränkungen.

Der Radverkehr wird künftig auf der Fahrbahn der Augustenstraße im Mischverkehr geführt. Im Zulauf auf die Kreuzungen Brienner und Gabelsbergerstraße entstehen aufgeweitete Radaufstellstreifen, von denen aus der Radverkehr vor dem Kfz-Verkehr gut sichtbar in alle Richtungen abbiegen kann. Entlang der Augustenstraße sind zwischen Brienner und Görresstraße zudem 36 neue Sitzbänke geplant.

Im Rahmen des Projekts können alle vorhandenen Bestandsbäume erhalten bleiben und es kommen 17 neue Bäume mit klimaresilienten Arten in der Augustenstraße hinzu. Dadurch wird im Straßenraum zwischen der Brienner Straße und der Görresstraße eine Baumkronenüberdeckung von etwa 30 Prozent erzielt, was erheblich zur Verbesserung des Stadtklimas beiträgt. Die bestehenden Heckenstrukturen außerhalb des verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches bleiben erhalten und werden durch Pflanzungen ergänzt. Dort, wo es wegen unterirdischer Leitungen und Brandschutzvorgaben nicht möglich ist, weitere Bäume zu pflanzen, entsiegelt das Baureferat Flächen und bepflanzt sie ästhetisch ansprechend und insektenfreundlich. Den Rückbau der Radwege wird dafür genutzt, den in diesen Bereichen bestehenden Straßenbäumen mehr Wurzelraum zu geben.

Im künftig verkehrsberuhigten Geschäftsbereich zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße gilt nach dem Umbau eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Dort erhöht das Baureferat die Aufenthaltsqualität durch teils acht Meter breite Seitenbereiche, zusätzliche Baumpflanzungen, Freischankflächen und Sitzmöblierung. An der Gabelsbergerstraße kann ein Baum straßenmittig zwischen den Fahrspuren gepflanzt werden, was den besonderen Charakter dieses Abschnitts weithin sichtbar macht und insbesondere zur Verkehrsberuhigung und Geschwindigkeitsreduzierung des motorisierten Verkehrs beiträgt. In diesem Abschnitt, so wie im gesamten Abschnitt zwischen Brienner und Schellingstraße, sorgen seitliche Großsteinpflaster für eine optische Verengung der Fahrbahn, ebenfalls mit dem Ziel einer Geschwindigkeitsreduzierung. Die Grünbereiche unter den Bäumen unterpflanzt das Baureferat mit einer Stauden-Gräsermischpflanzung zugunsten der Biodiversität im Stadtraum.

Mit dem Umbau reagiert die Landeshauptstadt auch auf den hohen Bedarf an Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Lastenräder in der Augustenstraße. Insgesamt entstehen 192 zusätzliche Fahrradabstellplätze, zehn für Lastenräder. 197 Kfz-Parkplätze bleiben in der Augustenstraße erhalten, inklusive Behindertenparkplatz, geteilten Abstellflächen für E-Scooter und zwei Carsharing-Parkständen. 26 Kfz-Parkplätze sind an Lieferzonen gebunden. Sie stehen außerhalb der Lieferzeiten zum Mischparken zur Verfügung.

Um die verkehrlichen Auswirkungen zu minimieren, erfolgt die Gesamtausführung in mehreren Teilabschnitten. Zunächst wird 2026 der Abschnitt zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße umgebaut. Im Jahr 2027 folgen die Abschnitte zwischen Brienner und Gabelsbergerstraße, sowie zwischen Theresien- und Görresstraße. Während der Bauzeit 2026 ist ab 9. März bis voraussichtlich Mitte November im Abschnitt zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße in Fahrtrichtung Süden eine Einbahnregelung eingerichtet. Als Umfahrung in Richtung Norden wird eine Umleitung über die Gabelsberger-, Luisen- und Theresienstraße eingerichtet. Die Steinheilstraße wird von März bis November 2026 zwischen Augusten- und Enhuberstraße zur Sackgasse. Der Fuß- und Radverkehr wird während der Bauzeit sicher innerhalb der Baufelder geleitet. Das Parken auf der Ostseite wird je nach Baufortschritt eingeschränkt möglich sein. Alle Ein- und Ausfahrten bleiben während der Bauzeit eingeschränkt zugänglich. Für das Herstellen der neuen Fahrbahn wird die Augustenstraße zwischen der Gabelsberger- und Theresienstraße voraussichtlich ab November 2026 für den Kfz-Verkehr in zwei Teilabschnitten zur Steinheilstraße gesperrt. Aktuelle Baustelleninformationen gibt es im Internet auf muenchen.de/augustenstrasse.

Der Bezirksausschuss, der Behindertenbeirat der Landeshauptstadt München, der Städtische Beraterkreis Barrierefreies Planen und Bauen haben den Planungen zugestimmt, auch der Radentscheid München wurde bei der Planung beteiligt. Die Bauzeit für die umfangreiche Umgestaltung liegt bei zwei Jahren. Die vom Stadtrat genehmigten Projektkosten liegen bei sieben Millionen Euro. Teile der Maßnahme werden mit knapp 700.000 Euro aus den Mitteln des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz der Bundesregierung gefördert.

Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Beschluss des Bauausschusses des Münchner Stadtrats vom 11. Februar 2025 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 14846).

Baureferat

(5. März 2026) Das Baureferat hat mit der baulichen Aufwertung und Neugestaltung des Partnachplatzes begonnen. Einer der zentralen Plätze im Stadtbezirk Sendling-Westpark erhält damit einen verkehrsberuhigten und barrierefreien Geschäftsbereich und eine verbesserte Aufenthaltsqualität. Der Wunsch nach der Neugestaltung geht auf einen Antrag des Bezirksausschusses mit Bürgerbeteiligung zurück, bei dem Bürgerinnen und Bürger unter anderem mehr Sicherheit, barrierefreie Wege und eine bessere Aufenthaltsqualität gefordert hatten.

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer sagt: „Mit dem Umbau zu einer verkehrsberuhigten Zone, mit mehr Raum für den Fußverkehr, mit besserer Barrierefreiheit, neuen Bäumen und insgesamt mehr Grün bringt der Umbau des Partnachplatzes viele Synergieeffekte, die der Aufenthalts- und Lebensqualität im Stadtteil zugutekommen.“

Mobilitätsreferent Georg Dunkel sagt: „Der Partnachplatz ist ein wichtiges Stadtteilzentrum, für den wir mit dem verkehrsberuhigten Geschäftsbereich eine passende Lösung geplant haben: Der Kfz-Verkehr wird entschleunigt, die Verkehrssicherheit erhöht und die Aufenthaltsqualität gesteigert. Für Autos und den Radverkehr gilt künftig Tempo 20. Alle, die zu Fuß unterwegs sind, aber auch Gastronomiebetriebe und Geschäfte haben mehr Platz. Gleichzeitig bleibt der Parkstreifen auf der Nordseite erhalten, dort werden Stellplätze für mobilitätseingeschränkte Personen entstehen. Auf der Südseite gibt es mehr Fahrradabstellplätze.“

Günter Keller, Vorsitzender des Bezirksausschusses Sendling-Westpark sagt: „Wir freuen uns, dass nun die dritte und letzte der Maßnahmen umgesetzt wird, die sich Einwohnerinnen und Einwohner in einer großangelegten Einwohnerbeteiligung in den Jahren 2018/19 gewünscht hatten. Das Zentrum unseres Stadtbezirks wird dadurch deutlich aufgewertet und wird lebenswerter.“

Daniela Maier, ehrenamtliche Behindertenbeauftragte der Landeshauptstadt München sagt: „Barrierefreie Querungen, Bodenindikatoren und zusätzlicher Platz auf den Gehwegen sorgen für mehr Sicherheit und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im öffentlichen Raum. Gleichzeitig wird der Partnachplatz durch die Umgestaltung zu einem Ort der Begegnung im Viertel für alle Menschen.“

Neue barrierefreie Querungen über die Zillertalstraße und die Fahrbahn westlich der Platzfläche des Partnachplatzes, breitere Gehwege, zusätzliche Querungsmöglichkeiten und neue Beleuchtung der Zebrastreifen erhöhen künftig die Verkehrssicherheit und den Komfort vor Ort. Die bisherigen schmalen Radwege baut das Baureferat (Tiefbau) zurück. Der Radverkehr wird künftig sicher im Mischverkehr auf der Fahrbahn geführt. Zudem sorgt das Baureferat für Bodenindikatoren und stellt differenzierte Querungen für mobilitäts- und sehbehinderte Personen her.

Vier neue Bäume und erweiterte Grünflächen werten den Platz deutlich auf. Zur Förderung nachhaltiger Mobilität schafft das Baureferat insgesamt 44 zusätzliche Radabstellplätze (davon sechs für Lastenräder), einen neuen Abstellbereich für Elektrokleinstfahrzeuge und Carsharing-Parkplätze. Für das Pilotprojekt „München Box“ des Mobilitätsreferats wird am Partnachplatz eine neue Lieferzone eingerichtet. In dem verkehrsberuhigten Geschäftsbereich wird zukünftig Tempo 20 angeordnet sein.

Das Baureferat achtet darauf, auch hier Beeinträchtigungen im Zuge der Baumaßnahme so gering wie möglich zu halten. Daher bleibt der Partnachplatz während der gesamten Bauzeit durchgehend überquerbar. Die Zu- und Abfahrt zu den anliegenden Grundstücken bleibt eingeschränkt gewährleistet. Die Arbeiten sind voraussichtlich bis September 2026 abgeschlossen.

Der Mobilitätsausschuss des Münchner Stadtrates hat die grundlegenden Planungen des Mobilitätsreferats für einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich mit Tempo 20 am Partnachplatz beschlossen, der Bauausschuss des Münchner Stadtrates hat dem Baureferat die Projektgenehmigung zur baulichen Umsetzung erteilt.  Die vom Stadtrat genehmigten Projektkosten liegen bei 1,9 Millionen Euro. Das Projekt wird durch das Förderprogramm „Natürlicher Kilmaschutz in Kommunen – Zuschuss 444“ für die Pflanzung der Bäume gefördert. Die zuständigen Fachstellen, der Städtische Beraterkreis Barrierefreies Planen und Bauen sowie der Behindertenbeirat der Landeshauptstadt München haben den Plänen zugestimmt.

Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Beschluss des Bauausschusses des Stadtrats vom 11. Februar 2025 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 14209) sowie im Internet unter https://stadt.muenchen.de/news/baustelleninfo-partnachplatz

Aktuelle Pressetermine

Montag, 4. Mai 2026, 11.00 Uhr
Oskar-von-Miller-Forum, Oskar-von-Miller-Ring 25, 80333 München

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer stellt gemeinsam mit der Preisgerichtsvorsitzenden und Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, Andrea Gebhard, den Siegerentwurf und weitere prämierte Entwürfe des freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs mit Ideenteil zur Neugestaltung der Ludwigstraße vor.
Achtung Redaktionen: Der Termin ist für Fotograf*innen geeignet.

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