Pressestelle des Baureferats
Presseservice, Pressemitteilungen und Pressetermine des Baureferats
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Aktuelle Pressemitteilungen
(14. April 2026) Der Bauausschuss des Münchner Stadtrats hat das Baureferat beauftragt, 150 neue Baumstandorte in der Altstadt sukzessive zu realisieren. Dafür sollen unter anderem die eingegangenen Spendengelder aus der Aktion „Schatten Spenden“ verwendet werden.
Bürgermeister Dominik Krause sagt: „Es muss unser Ziel sein, dass die 28 Millionen Menschen, die jedes Jahr in die Fußgängerzone kommen, dies auch bei hochsommerlichen Temperaturen gerne und gut tun können. Mehr Grün durch mehr Bäume an dafür geeigneten Stellen ist die effektivste Antwort, um an immer mehr Hitzetagen für ausreichend Schatten und Abkühlung zu sorgen. Baumpflanzungen sind eine Investition in den Gesundheitsschutz, die Lebensqualität und den Wirtschaftsstandort. Einzelhandel und Gastro profitieren unmittelbar davon, wenn die Innenstadt ganzjährig ein attraktives Ziel für Alle bleibt. Baumpflanzungen als Investition in die Klimaanpassungen machen sich über Generationen bezahlt. Unser Dank gilt allen Groß- und Kleinspendern, die das genauso sehen. Jede Spende trägt dazu bei, dass München trotz finanziell schwieriger Zeiten, im Herzen unserer Stadt viele neue Bäume pflanzen kann.“
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer sagt: „Neue, klimaresistente Bäume an intensiv genutzten und bisher versiegelten Orten sind eine große Herausforderung – besonders in der Münchner Innenstadt, wo wir außergewöhnliche Rahmenbedingungen haben. Jeder neue Baum braucht genug Platz im Untergrund, um kräftige Wurzeln auszubilden. Hinzu kommt: Keine andere Fußgängerzone in Deutschland ist derart stark frequentiert. Jedes Jahr bewegen sich an der Oberfläche Millionen von Passant*innen und zehntausende Lastwagen über das Pflaster. Nur mit einem für diese enormen Belastungen ausgelegten baulichen Schutz der Wurzelbereiche haben neue Bäume in der Altstadt langfristig gut Entwicklungschancen. Die 150 neue Bäume für Münchens Altstadt sind eine lohnende Investition in die Münchner Fußgängerzone und ein unverzichtbarer Baustein bei der Anpassung der Innenstadt an zunehmend extreme klimatische Bedingungen.“
Die Gesamtkosten für die Herstellung einer Baumgrube in der befestigten, zum Teil mit Sonderbelägen gepflasterten Fußgängerzone setzen sich aus den Kosten für den Straßenbau (Aufbruch, Erdarbeiten inklusive Altlastenentsorgung, Substrateinbau, Wiederherstellung der Oberfläche), für Schutzmaßnahmen an benachbarten Spartenleitungen, für benötigten Wurzelschutz, die Beschaffung von bereits großen Bäumen, die Baumpflanzung und die fünfjährige Entwicklungspflege sowie den Nebenkosten (Planung, Baustelleneinrichtung, Baustellensicherung, Anlieferungen etc.) zusammen. Insbesondere die baulichen Unterkonstruktionen zum Überfahrungsschutz bringen hohe bauliche Aufwände mit sich. Sie sind jedoch angesichts des im Vergleich mit anderen deutschen Großstädten einzigartig hohen Lieferverkehrs- und Publikumsaufkommens der Münchner Fußgängerzone zwingend erforderlich, damit das Pflaster über den empfindlichen Wurzeln der neuen Bäume nicht von Lastwägen eingedrückt wird, die Barrierefreiheit erhalten bleibt und keine gefährlichen Stolperfallen entstehen.
Die Finanzierung der Baumpflanzungen erfolgt durch die Rückführung von Fördermitteln in die Baumpflanzpauschale des städtischen Haushalts. Die KfW-Förderbank und die Regierung von Oberbayern haben für das Projekt bereits Fördergelder in Aussicht gestellt. Zudem wird die Landeshauptstadt die in Zusammenhang mit dem Spendenaufruf unter dem Motto „Schatten Spenden“ eingegangenen Gelder in Höhe von rund 170.000 Euro für die Baumpflanzungen verwenden. Weiterführende Informationen zum laufenden Spendenaufruf für die geplanten Baumpflanzungen in der Altstadt gibt es unter www.schatten-spenden-muenchen.de.
Zur Begrünung der Fußgängerzone erhielt das Baureferat 2024 vom Stadtrat den Auftrag, eine vertiefte Untersuchung zu möglichen neuen Baumstandorten durchzuführen. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Baumstandorte lokal unterschiedlichste Lösungen erforderlich machen, zum Beispiel den Einsatz von sogenanntem technischen Wurzelschutz in Form von Wurzelbrücken oder Wurzelkammersystemen. Jeder Standort muss mit unterschiedlichen Stakeholdern (u.a. Feuerwehr, Spartenträger, laufende Baustellen, Großbaustelle 2. S-Bahn-Stammstrecke, Freischankflächen, Gewerbetreibende) abgestimmt werden. Daher wird das Baureferat die einzelnen neuen Baumstandorte schrittweise umsetzen und mit dem Pflanzen der ersten Bäume in der Sendlinger Straße voraussichtlich im Herbst 2026 beginnen können.
Die weiteren Baumgruben wird das Baureferat in den kommenden Jahren schrittweise realisieren. Die Arbeiten erfolgen in Abstimmung zu den Abhängigkeiten von Freischankflächen, Veranstaltungen wie dem Christkindlmarkt und anderen Baumaßnahmen, um möglichst wenige Einschränkungen in der Fußgängerzone zu verursachen. Das eigentliche Pflanzen der Bäume erfolgt in der Regel zwischen Oktober und März.
Der Bezirksausschuss Altstadt-Lehel, die Untere Denkmalschutzbehörde, das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege sowie der Stadtheimatpfleger haben dem Gesamtkonzept für die Begrünung der Fußgängerzone zugestimmt.
Zusätzlich wurde beschlossen, dass Blindenleitsystem neuzugestalten. Dafür erarbeitet das Baureferat ein Konzept. Es soll dazu beitragen, die barrierefreie Orientierung für blinde und sehbehinderte Menschen signifikant zu verbessern. Neben den Prüfungen zur Lage des Blindenleitsystems prüft und erprobt das Baureferat derzeit bautechnische Ausführungsoptionen, insbesondere Alternativen zum kostenintensiven Ausbau und Einbau des Pflasters beziehungsweise der Platten. Nach Abschluss wird das Baureferat den Stadtrat mit den Ergebnissen und einem Vorschlag zum weiteren Vorgehen befassen.
Außerdem kann das Baureferat im Rahmen der Begrünung der Fußgängerzone Synergieeffekte nutzen, um die Abfallentsorgung effizienter zu gestalten und die Aufenthaltsqualität in der Fußgängerzone weiter zu steigern. In der Sendlinger Straße erprobt das Baureferat Unterflur-Abfallbehälter. Diese fassen das Zehnfache des bisher größten Standbehälters und müssen nur einmal täglich geleert werden.
Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Stadtratsbeschluss vom 14. April 2026 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 18604).
(2. April 2026) Das Baureferat beginnt am 7. April mit dem Umbau der circa 1,5 Kilometer langen Domagkstraße, die Leopold- und Ungererstraße verbindet und die Parkstadt Schwabing erschließt. Wesentliches Ziel des Umbaus ist es, die Sicherheit und den Komfort für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen deutlich zu erhöhen. Grundlage der Maßnahme ist das vom Mobilitätsreferat entwickelte Raumaufteilungs-Konzept. Auf dieser Basis hat das Baureferat die Ausführungsplanung erarbeitet.
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Mit dem Umbau der Domagkstraße erhöhen wir die Sicherheit und den Komfort für alle, die hier zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Bus unterwegs sind. Wer die bisherige Infrastruktur vor Ort kennt, der weiß, dass schmale Fuß- und Radverkehrsanlagen dem aktuellen Mobilitätsverhalten und wachsenden Radverkehrsaufkommen nicht mehr angemessen sind. Breitere Gehwege, sichere Radwege und neue barrierefreie Haltestellen tragen fortan zur deutlichen Verbesserung der Verkehrssituation bei.“
Mobilitätsreferent Georg Dunkel: „Die Domagkstraße ist als Teil des Äußeren Radlrings eine für den Radverkehr wichtige und viel befahrene Verbindung zwischen der Parkstadt Schwabing und dem Domagkpark sowie dem Englischen Garten. Bisher war der Radverkehr hier abschnittsweise auf der Fahrbahn bei Tempo 50 oder auch auf einem schmalen Gehweg, der für den Radverkehr freigegeben ist, unterwegs. Ich freue mich, dass durch den Umbau zukünftig der Rad- und Fußverkehr jeweils eine eigene Verkehrsfläche zur Verfügung hat und es so zu weniger Konflikten kommt. Zusätzlich werden auch die angrenzende großen Kreuzungsbereiche an der Leopold- und an der Ungererstraße übersichtlicher und damit sicherer gestaltet.“
Zum Projekt
Das Baureferat (Tiefbau) legt zwischen Leopoldstraße und Ungererstraße beidseitig bauliche Radwege an und baut die Gehwege aus. Auf den Streckenabschnitten zwischen den Kreuzungen werden die Radwegbreiten überwiegend 2,5 Metern betragen. Ein 50 Zentimeter breiter Sicherheitsstreifen trennt den Radverkehr vom Autoverkehr. Das Konzept des Mobilitätsreferats sieht für Fußgänger*innen auf Höhe des Zaunwegs eine neue sichere Querungsmöglichkeit mit Mittelinsel vor. Die Bushaltestellen entlang der Strecke werden barrierefrei ausgebaut und mit Wartehäuschen versehen. Darüber hinaus saniert das Baureferat die Straßenbeleuchtung und erneuert die Ampelanlagen. Lieferzonen werden neu geordnet, Taxistandplätze verlegt und E-Ladepunkte an einem nahegelegenen Standort ersetzt.
Zur Baustelle
Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise. 2026 beginnt das Baureferat zunächst mit dem Umbau zwischen Ungererstraße und Walter-Gropius-Straße. Danach folgt der Abschnitt bis zur Gertrud-Grunow-Straße. 2027 wird voraussichtlich bis zur Weimarer Straße weitergebaut, 2028 folgt der letzte Abschnitt bis zur Leopoldstraße. Das Gesamtprojekt soll voraussichtlich Mitte 2028 abgeschlossen sein. Weitere Infos zur Baustelle gibt es in der heutigen Rathaus Umschau in der Rubrik „Baustellen aktuell“ sowie online unter https://stadt.muenchen.de/infos/domagkstrasse.html.
Der Bezirksausschuss, der Behindertenbeirat sowie der Städtische Beraterkreis Barrierefreies Planen und Bauen haben den Planungen zugestimmt. Das Baureferat hat den Radentscheid München bei den Planungen beteiligt. Die Projektkosten liegen bei 16,695 Millionen Euro und werden aus der Nahmobilitätspauschale finanziert.
Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit fördert das Projekt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit 2,68 Millionen Euro.
Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden sich im Beschluss des Mobilitätsausschusses des Stadtrats vom 7. Juni 2023 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 08948).
(27. März 2026) Bürgermeister Dominik Krause hat heute mit Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer und der Regierungsvizepräsidentin von Oberbayern, Friederike Fuchs, den symbolischen Spatenstich für den Umbau des Willy-Brandt-Platzes in Riem gesetzt. Der zentrale Platz der Messestadt Riem ist bislang vollständig versiegelt und wird zu einem klimaangepassten, barrierefreien und attraktiven Aufenthaltsort mit vielfältiger Grünausstattung umgebaut. Grundlage der Planung sind Anregungen und Ideen aus der Bürgerschaft vor Ort.
Bürgermeister Dominik Krause: „Der Willy-Brandt-Platz ist in den 20 Jahren seines Bestehens immer ein Fremdkörper geblieben in der Messestadt, obwohl er so prominent und zentral gelegen ist – und doppelt so groß wie der Marienplatz! Die Menschen haben ihn einfach nicht angenommen, weil er nicht einladend war. Das ändern wir nun. Wir wollen mehr Grün wagen, um das berühmteste Zitat seines Namensgebers aufzugreifen. Mehr Bäume, mehr Grün, weniger Beton, hohe Aufenthaltsqualität und konsumfreie Räume. Wir schaffen einen Platz, der seinem herausragenden Namensgeber endlich gerecht wird. Aus einer versiegelten Steinwüste wird ein grüner Treffpunkt in der Messestadt.“
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Der Umbau des Willy-Brandt-Platzes steht für einen lebendigen, einladenden öffentlichen Raum. Auf einer Fläche, die doppelt so groß ist wie der Marienplatz, dominierte bisher steinerne Leere. Große Teile der Platzfläche werden wir entsiegeln, naturnah gestalten und insgesamt ein hochwertiges, vielfältiges Aufenthaltsangebot schaffen, mit attraktiven Elementen wie Sitzmöbeln, Sportflächen oder Urban Gardening. So entsteht ein grüner, gesunder und klimafreundlicher Platz für alle Bewohner*innen und Besucher*innen der Messestadt Riem.“
Regierungsvizepräsidentin von Oberbayern Friederike Fuchs: „Der Freistaat Bayern fördert das wunderbare und wegweisende Projekt mit einem Zuschuss in Höhe von 6,6 Millionen Euro aus dem Bayerischen Städtebauförderprogramm. Basis dafür ist die hervorragende planerische Vorbereitung, die die Landeshauptstadt München hier geleistet hat. Ich wünsche der Umsetzung gutes Gelingen und freue mich schon jetzt auf das Ergebnis!“.
Bereits seit Januar wurden auf der Platzfläche vorbereitende Maßnahmen durchgeführt. Nun startet das Baureferat mit den Arbeiten an der Platzfläche. Für einen zukunftsfähigen Baumbestand pflanzt das Baureferat insgesamt 98 neue, große Bäume, die optimale Wachstumsbedingungen erhalten. Ein vielfältig bepflanztes Wildstaudenmeer ergänzt die Neupflanzungen. Es sorgt für biologische Vielfalt, lebendige Farben und wertvollen Lebensraum für Insekten. Der neue Willy-Brandt-Platz erhält abermals eine große, bodenbündige Brunnenfläche mit 44 Wasserfontänen.
Ab 2027 erfolgt die Bepflanzung und Entwicklung der Grünflächen einschließlich der neuen Bäume und der neuen Aufenthalts- und Aktionsbereiche. Diese Arbeiten kann das Baureferat voraussichtlich bis Frühjahr 2028 abschließen.
Ein Schwerpunkt der Umgestaltung liegt auf der Verbesserung der Barrierefreiheit: Wegeführungen und Querungen werden neu geordnet und mit barrierefreien Belägen ausgestattet für eine sichere und komfortable Nutzung des Platzes. Der Bau der Wege in der Platzmitte durch das zukünftige Wildstaudenmeer soll bis Ende 2027 erfolgen.
Der Willy-Brandt-Platz bleibt während der gesamten Bauzeit durchgehend überquerbar. Die Erreichbarkeit der Riem Arcaden, der Hotels sowie der Zugang zur U-Bahn und den Bushaltestellen sind jederzeit gegeben. Das Baureferat legt großen Wert darauf, die Beeinträchtigungen durch die Baustelle so gering wie möglich zu halten.
Die vom Stadtrat genehmigten Projektkosten liegen bei 18,6 Millionen Euro. Das Projekt wird zu knapp 50 Prozent aus Förderprogrammen refinanziert. Dazu zählen Mittel des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aus dem „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz“ für die Pflanzung der Bäume und deren anschließende Entwicklungspflege sowie aus dem Programm „Nationale Klimaschutzinitiative“ für das Verbreitern des bestehenden Radwegs. Das Projekt wird zudem über das bayerische Städtebauförderungsprogramm mit Mitteln des Freistaats in Höhe von über 6,6 Millionen Euro gefördert.
Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden sich im Beschluss des Bauausschusses des Stadtrats vom 11. Februar 2025 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 12180) sowie online unter www.muenchen.de/willy-brandt-platz.
(13. März 2026) Das Baureferat beginnt mit dem Umbau des Straßenraums Am Giesinger Bergs sowie der Kreuzung zwischen Heilig-Kreuz-Kirche und Lutherkirche. Das Mobilitätsreferat hat die neue Raumaufteilung erarbeitet, diese in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt und mit den Bezirksausschüssen sowie Initiativen abgestimmt. Auf dieser Grundlage hat das Baureferat (Tiefbau) die Maßnahme detailliert geplant und setzt sie nun um. Ziel des Umbaus des Straßenraums Am Giesinger Berg ist es, die Verkehrssicherheit vor Ort zu verbessern – insbesondere für die Schulkinder der unmittelbar an den Kreuzungsbereich angrenzenden Grund- und Mittelschule an der Ichostraße sowie für den Fahrradverkehr auf dieser wichtigen Verbindungsroute zu Innenstadt und Isarradweg. Bisher gibt es keine Möglichkeit für den Fußverkehr, die Kreuzung oberirdisch sicher und barrierefrei zu queren. Die bestehende Unterführung genügt den Anforderungen der Barrierefreiheit nicht. Auch für Radfahrende gab es keine dem wachsenden Radverkehrsaufkommen und Mobilitätsverhalten angemessene Infrastruktur.
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer sagt: „Mit dem Umbau schaffen wir nun erstmals an allen vier Kreuzungsarmen sichere, ampelgeregelte Querungen für den Fuß- und Radverkehr. Wer die bisherige Kreuzungssituation kennt, der weiß, dass sie nicht nur für die Schüler*innen, sondern auch für ältere und mobilitätseingeschränkte Personen, mit Kinderwägen oder Fahrradanhängern absolut ungenügend war. Auch wenn der Anteil des motorisierten Individualverkehrs gegenüber dem Fuß- und Radverkehr sowie dem ÖPNV abgenommen hat, bleiben die Kreuzung und der Giesinger Berg Teil wichtiger MIV-Achsen und Busrouten. Dem tragen wir baulich und planerisch Rechnung, indem alle Verkehrsbeziehung während der Bauzeit bis auf wenige Wochen grundsätzlich bestehen bleiben.“
Mobilitätsreferent Georg Dunkel sagt: „Mit dem Umbau werden wichtige Verbesserungen für die Verkehrssicherheit an dieser Kreuzung erreicht: Der Verkehr wird nun auf allen vier Straßen mit Ampeln geregelt. Alle, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, können die Straße ebenerdig und sicher queren. Gerade für die vielen Kinder und Jugendlichen, die dort rund um die Schulen dort unterwegs sind, ist dieser Umbau in meinen Augen besonders sinnvoll.“
Zum Projekt:
Rad- und Gehwege werden künftig baulich voneinander getrennt geführt. So entstehen am Giesinger Berg beidseitig neu angelegte Radwege. Das Baureferat (Tiefbau) schafft künftig nach dem Konzept des Mobilitätsreferats am Fuß des Giesinger Bergs eine zusätzliche gesicherte Querungsmöglichkeit auf Höhe der Hebenstreitstraße für den Radverkehr. Eine Fahrspur für Autos führt bergab. Zwei Fahrspuren bleiben bergauf erhalten, um den Busverkehr leistungsfähig zu halten. Die Radwege werden mit Sicherheitsabständen entsprechend den aktuellen Planungsstandards ausgestattet. Auch sichere Linksabbiegemöglichkeiten für Radfahrende sind vorgesehen. Die neue Planung des Straßenraums schafft erstmals eine oberirdische, barrierefreie Querungsmöglichkeit an der zentralen Kreuzung. In der Plattnerstraße und an der Ecke Martin-Luther- / Silberhornstraße pflanzt das Baureferat jeweils einen neuen Baum. Die Planungen berücksichtigen die Belange des Brandschutzes, die Anforderungen des öffentlichen Nahverkehrs mit den Buslinien 58 und 68 sowie den Denkmal- und Landschaftsschutz am Isarhang.
Zur Baustelle:
Während der Bauzeit bleiben die Verkehrsbeziehungen grundsätzlich aufrechterhalten. Fuß- und Radverkehr können die Baustelle durchgehend passieren. Für den Autoverkehr kommt es während der Sommerferien zu einer Vollsperrung des Abschnitts vom Kolumbusplatz auf Höhe der Plattnerstraße bis zur Kreuzung Martin-Luther-/Silberhorn-/Ichostraße. Bereits zwei Wochen vor den Sommerferien wird der Anschluss der Silberhornstraße gesperrt. Umleitungen werden ausgeschildert, der Busverkehr wird entsprechend angepasst.
Der Stadtrat hat die Maßnahme beschlossen. Die bewilligten Projektkosten belaufen sich auf 4,87 Millionen Euro. Die Errichtung der neuen Radwege am Giesinger Berg wird mit 616.455 Euro aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes gefördert. Die Arbeiten dauern bis voraussichtlich Ende 2026. Restarbeiten folgen bis Frühjahr 2027.
Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Beschluss des Mobilitätsausschusses des Münchner Stadtrats vom 19. April 2023 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 07398).
(10. März 2026) Das Baureferat hat mit den Arbeiten für das Umgestalten der Augustenstraße begonnen. Das Projekt umfasst die Augustenstraße zwischen Dachauer und Görresstraße und soll Ende 2027 fertiggestellt sein, Restarbeiten werden im Frühjahr 2028 abgeschlossen. Im ersten Bauabschnitt wird zwischen Theresien- und Gabelsbergerstraße gearbeitet. Die Planungen hat das Baureferat (Tiefbau) auf Basis des Konzeptes des Mobilitätsreferates erarbeitet.
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer sagt: „Mehr Verkehrssicherheit, mehr Aufenthaltsqualität, darum geht es bei der umfangreichen Umgestaltung der Augustenstraße, die sich der Bezirksausschuss und viele Menschen im Quartier wünschen. Wir werden neue Straßenbäume pflanzen. Wo das aufgrund der Leitungen im Untergrund nicht möglich ist, sorgen wir auf zusätzlich entsiegelten Flächen für eine artenreiche Bepflanzung. Alle diese Maßnahmen zahlen unmittelbar auf die Lebensqualität in der stark versiegelten und hochverdichteten Maxvorstadt ein. Sie kommen damit allen Menschen, die hier wohnen, arbeiten und studieren zugute. Mein Dank gilt insbesondere den vielen Gewerbetreibenden und Anwohnenden für ihr Verständnis während der Umbauzeit.“
Mobilitätsreferent Georg Dunkel sagt: „Mit dem Umbau wird die Augustenstraße für die Zukunft fit gemacht. Für diejenigen, die jeden Tag durch die Straße laufen, wird der dringend benötigte Raumgeschaffen. Künftig wird es genug Platz zum Flanieren, dem entspannten Einkaufen und Verweilen unter neu gepflanzten Bäumen und auf den vielen zusätzlichen attraktiven Sitzgelegenheiten geben. Auch größere Freischankflächen können künftig Platz finden. Der Verkehr auf der Fahrbahn fließt dank baulicher Maßnahmen künftig langsamer, sodass auch der Radverkehr dort sicher unterwegs sein kann. Der Lieferverkehr bekommt zahlreiche neue Lieferzonen und kann künftig geordnet stattfinden.“
Das Baureferat wird nach dem Konzept des Mobilitätsreferats die bestehenden schmalen Radwege der Augustenstraße zwischen Brienner und Görresstraße zugunsten breiterer Gehwege mit einer Mindestbreite von vier Metern zurückbauen. Zusätzlich werden an den Kreuzungsbereichen Gabelsberger-, Steinheil-, Rottmann-, Heß- und Zieblandstraße die Gehwegbereiche verbreitert. Das verbessert die Querungsmöglichkeiten für Zufußgehende. Um die Barrierefreiheit zu erhöhen, erhalten die mit Ampeln ausgestatteten Kreuzungen Brienner, Gabelsberger- und Theresienstraße Bodenindikatoren und differenzierte Querungen für Menschen mit Mobilitäts- und Seheinschränkungen.
Der Radverkehr wird künftig auf der Fahrbahn der Augustenstraße im Mischverkehr geführt. Im Zulauf auf die Kreuzungen Brienner und Gabelsbergerstraße entstehen aufgeweitete Radaufstellstreifen, von denen aus der Radverkehr vor dem Kfz-Verkehr gut sichtbar in alle Richtungen abbiegen kann. Entlang der Augustenstraße sind zwischen Brienner und Görresstraße zudem 36 neue Sitzbänke geplant.
Im Rahmen des Projekts können alle vorhandenen Bestandsbäume erhalten bleiben und es kommen 17 neue Bäume mit klimaresilienten Arten in der Augustenstraße hinzu. Dadurch wird im Straßenraum zwischen der Brienner Straße und der Görresstraße eine Baumkronenüberdeckung von etwa 30 Prozent erzielt, was erheblich zur Verbesserung des Stadtklimas beiträgt. Die bestehenden Heckenstrukturen außerhalb des verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches bleiben erhalten und werden durch Pflanzungen ergänzt. Dort, wo es wegen unterirdischer Leitungen und Brandschutzvorgaben nicht möglich ist, weitere Bäume zu pflanzen, entsiegelt das Baureferat Flächen und bepflanzt sie ästhetisch ansprechend und insektenfreundlich. Den Rückbau der Radwege wird dafür genutzt, den in diesen Bereichen bestehenden Straßenbäumen mehr Wurzelraum zu geben.
Im künftig verkehrsberuhigten Geschäftsbereich zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße gilt nach dem Umbau eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Dort erhöht das Baureferat die Aufenthaltsqualität durch teils acht Meter breite Seitenbereiche, zusätzliche Baumpflanzungen, Freischankflächen und Sitzmöblierung. An der Gabelsbergerstraße kann ein Baum straßenmittig zwischen den Fahrspuren gepflanzt werden, was den besonderen Charakter dieses Abschnitts weithin sichtbar macht und insbesondere zur Verkehrsberuhigung und Geschwindigkeitsreduzierung des motorisierten Verkehrs beiträgt. In diesem Abschnitt, so wie im gesamten Abschnitt zwischen Brienner und Schellingstraße, sorgen seitliche Großsteinpflaster für eine optische Verengung der Fahrbahn, ebenfalls mit dem Ziel einer Geschwindigkeitsreduzierung. Die Grünbereiche unter den Bäumen unterpflanzt das Baureferat mit einer Stauden-Gräsermischpflanzung zugunsten der Biodiversität im Stadtraum.
Mit dem Umbau reagiert die Landeshauptstadt auch auf den hohen Bedarf an Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Lastenräder in der Augustenstraße. Insgesamt entstehen 192 zusätzliche Fahrradabstellplätze, zehn für Lastenräder. 197 Kfz-Parkplätze bleiben in der Augustenstraße erhalten, inklusive Behindertenparkplatz, geteilten Abstellflächen für E-Scooter und zwei Carsharing-Parkständen. 26 Kfz-Parkplätze sind an Lieferzonen gebunden. Sie stehen außerhalb der Lieferzeiten zum Mischparken zur Verfügung.
Um die verkehrlichen Auswirkungen zu minimieren, erfolgt die Gesamtausführung in mehreren Teilabschnitten. Zunächst wird 2026 der Abschnitt zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße umgebaut. Im Jahr 2027 folgen die Abschnitte zwischen Brienner und Gabelsbergerstraße, sowie zwischen Theresien- und Görresstraße. Während der Bauzeit 2026 ist ab 9. März bis voraussichtlich Mitte November im Abschnitt zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße in Fahrtrichtung Süden eine Einbahnregelung eingerichtet. Als Umfahrung in Richtung Norden wird eine Umleitung über die Gabelsberger-, Luisen- und Theresienstraße eingerichtet. Die Steinheilstraße wird von März bis November 2026 zwischen Augusten- und Enhuberstraße zur Sackgasse. Der Fuß- und Radverkehr wird während der Bauzeit sicher innerhalb der Baufelder geleitet. Das Parken auf der Ostseite wird je nach Baufortschritt eingeschränkt möglich sein. Alle Ein- und Ausfahrten bleiben während der Bauzeit eingeschränkt zugänglich. Für das Herstellen der neuen Fahrbahn wird die Augustenstraße zwischen der Gabelsberger- und Theresienstraße voraussichtlich ab November 2026 für den Kfz-Verkehr in zwei Teilabschnitten zur Steinheilstraße gesperrt. Aktuelle Baustelleninformationen gibt es im Internet auf muenchen.de/augustenstrasse.
Der Bezirksausschuss, der Behindertenbeirat der Landeshauptstadt München, der Städtische Beraterkreis Barrierefreies Planen und Bauen haben den Planungen zugestimmt, auch der Radentscheid München wurde bei der Planung beteiligt. Die Bauzeit für die umfangreiche Umgestaltung liegt bei zwei Jahren. Die vom Stadtrat genehmigten Projektkosten liegen bei sieben Millionen Euro. Teile der Maßnahme werden mit knapp 700.000 Euro aus den Mitteln des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz der Bundesregierung gefördert.
Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Beschluss des Bauausschusses des Münchner Stadtrats vom 11. Februar 2025 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 14846).
(5. März 2026) Das Baureferat hat mit der baulichen Aufwertung und Neugestaltung des Partnachplatzes begonnen. Einer der zentralen Plätze im Stadtbezirk Sendling-Westpark erhält damit einen verkehrsberuhigten und barrierefreien Geschäftsbereich und eine verbesserte Aufenthaltsqualität. Der Wunsch nach der Neugestaltung geht auf einen Antrag des Bezirksausschusses mit Bürgerbeteiligung zurück, bei dem Bürgerinnen und Bürger unter anderem mehr Sicherheit, barrierefreie Wege und eine bessere Aufenthaltsqualität gefordert hatten.
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer sagt: „Mit dem Umbau zu einer verkehrsberuhigten Zone, mit mehr Raum für den Fußverkehr, mit besserer Barrierefreiheit, neuen Bäumen und insgesamt mehr Grün bringt der Umbau des Partnachplatzes viele Synergieeffekte, die der Aufenthalts- und Lebensqualität im Stadtteil zugutekommen.“
Mobilitätsreferent Georg Dunkel sagt: „Der Partnachplatz ist ein wichtiges Stadtteilzentrum, für den wir mit dem verkehrsberuhigten Geschäftsbereich eine passende Lösung geplant haben: Der Kfz-Verkehr wird entschleunigt, die Verkehrssicherheit erhöht und die Aufenthaltsqualität gesteigert. Für Autos und den Radverkehr gilt künftig Tempo 20. Alle, die zu Fuß unterwegs sind, aber auch Gastronomiebetriebe und Geschäfte haben mehr Platz. Gleichzeitig bleibt der Parkstreifen auf der Nordseite erhalten, dort werden Stellplätze für mobilitätseingeschränkte Personen entstehen. Auf der Südseite gibt es mehr Fahrradabstellplätze.“
Günter Keller, Vorsitzender des Bezirksausschusses Sendling-Westpark sagt: „Wir freuen uns, dass nun die dritte und letzte der Maßnahmen umgesetzt wird, die sich Einwohnerinnen und Einwohner in einer großangelegten Einwohnerbeteiligung in den Jahren 2018/19 gewünscht hatten. Das Zentrum unseres Stadtbezirks wird dadurch deutlich aufgewertet und wird lebenswerter.“
Daniela Mayer, ehrenamtliche Behindertenbeauftragte der Landeshauptstadt München sagt: „Barrierefreie Querungen, Bodenindikatoren und zusätzlicher Platz auf den Gehwegen sorgen für mehr Sicherheit und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im öffentlichen Raum. Gleichzeitig wird der Partnachplatz durch die Umgestaltung zu einem Ort der Begegnung im Viertel für alle Menschen.“
Neue barrierefreie Querungen über die Zillertalstraße und die Fahrbahn westlich der Platzfläche des Partnachplatzes, breitere Gehwege, zusätzliche Querungsmöglichkeiten und neue Beleuchtung der Zebrastreifen erhöhen künftig die Verkehrssicherheit und den Komfort vor Ort. Die bisherigen schmalen Radwege baut das Baureferat (Tiefbau) zurück. Der Radverkehr wird künftig sicher im Mischverkehr auf der Fahrbahn geführt. Zudem sorgt das Baureferat für Bodenindikatoren und stellt differenzierte Querungen für mobilitäts- und sehbehinderte Personen her.
Vier neue Bäume und erweiterte Grünflächen werten den Platz deutlich auf. Zur Förderung nachhaltiger Mobilität schafft das Baureferat insgesamt 44 zusätzliche Radabstellplätze (davon sechs für Lastenräder), einen neuen Abstellbereich für Elektrokleinstfahrzeuge und Carsharing-Parkplätze. Für das Pilotprojekt „München Box“ des Mobilitätsreferats wird am Partnachplatz eine neue Lieferzone eingerichtet. In dem verkehrsberuhigten Geschäftsbereich wird zukünftig Tempo 20 angeordnet sein.
Das Baureferat achtet darauf, auch hier Beeinträchtigungen im Zuge der Baumaßnahme so gering wie möglich zu halten. Daher bleibt der Partnachplatz während der gesamten Bauzeit durchgehend überquerbar. Die Zu- und Abfahrt zu den anliegenden Grundstücken bleibt eingeschränkt gewährleistet. Die Arbeiten sind voraussichtlich bis September 2026 abgeschlossen.
Der Mobilitätsausschuss des Münchner Stadtrates hat die grundlegenden Planungen des Mobilitätsreferats für einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich mit Tempo 20 am Partnachplatz beschlossen, der Bauausschuss des Münchner Stadtrates hat dem Baureferat die Projektgenehmigung zur baulichen Umsetzung erteilt. Die vom Stadtrat genehmigten Projektkosten liegen bei 1,9 Millionen Euro. Das Projekt wird durch das Förderprogramm „Natürlicher Kilmaschutz in Kommunen – Zuschuss 444“ für die Pflanzung der Bäume gefördert. Die zuständigen Fachstellen, der Städtische Beraterkreis Barrierefreies Planen und Bauen sowie der Behindertenbeirat der Landeshauptstadt München haben den Plänen zugestimmt.
Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Beschluss des Bauausschusses des Stadtrats vom 11. Februar 2025 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 14209) sowie im Internet unter https://stadt.muenchen.de/news/baustelleninfo-partnachplatz
(3. März 2026) Bürgermeister Dominik Krause, Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer, Boris Schwartz in Vertretung der Referentin für Klima- und Umweltschutz Christine Kugler und der Vorsitzende des Bezirksausschusses für die Ludwigsvorstadt und Isarvorstadt, Benoît Blaser, haben die Pflanzung des ersten von sieben neuen Straßenbäumen in der Arndtstraße vor Ort begleitet. Die Baumpflanzungen in der Arndtstraße sind Teil des vom Stadtrat beschlossenen 3.500-Bäume-Programm für ganz München. Auf Basis von Vorschlägen der 25 Bezirksausschüsse schafft das Baureferat im Zuge des Programms mehr als 1500 neue Baumstandorte auf bislang versiegelten Flächen im Straßenraum. Die Standorte sind so gewählt, dass sie die Aufenthaltsqualität im dicht bebauten urbanen Raum erhöhen sowie durch Verschattung und Entsiegelung zur Klimaresilienz der Quartiere beitragen.
Bürgermeister Dominik Krause: „Städte und Gemeinden haben eine Schlüsselrolle beim Klimaschutz. Wir setzen ihn unter anderem durch nötige Baumpflanzungen in die Tat um. Denn Bäume leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Klimaanpassung und Lebensqualität. Sie sind die natürlichen Klimaanlagen Münchens und fungieren als Lebensraum für viele Tiere. München heizt sich im Sommer aufgrund des Klimawandels immer stärker auf. Dem setzen wir ein flächendeckendes städtisches Baumpflanzprogramm entgegen. Besonders freut mich, dass sich so viele Bürger*innen bei der Standortsuche beteiligt haben. Das zeigt, dass die Menschen sich mehr Grün in der Stadt wünschen.“
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer „Vor allem an Orten mit viel versiegelter Fläche ist der Baum im Straßenraum unverzichtbarer Baustein der Klimaanpassung und der blau-grünen Infrastruktur. Bäume kühlen ihre Umgebung ab und speichern große Mengen Wasser. An welchen Stellen in den Stadtvierteln der Bedarf an neuen Bäumen besonders hoch ist und wo neue Bäume sich gut einfügen, wissen die Menschen vor Ort am besten. Daher danke ich allen Bezirksausschüssen für die vielen uns übermittelten Standortvorschläge. Bis Ende 2025 konnten wir bereits rund 1.400 neue Bäume im Rahmen des 3.500-Bäume-Programms pflanzen, überwiegend in Grünanlagen. Ab diesem Jahr sollen jährlich etwa 150 neue Straßenbäume hinzukommen. Wo es – so wie hier in der Arndstraße sinnvoll ist – nutzen wir die Baumaßnahme auch für Verbesserungen des Straßenraums zugunsten der Verkehrssicherheit und der Aufenthaltsqualität.
Referentin für Klima und Umwelt, Christine Kugler: „Die Auswirkungen des Klimawandels spüren wir alle bereits am eigenen Leib. Bäume sind ein zentrales Element unseres Klimaanpassungskonzepts, mit dem wir München fit für die Zukunft machen wollen. Hitze wird besser reguliert und die Verdunstung durch Bäume, Grün- und Freiflächen und Gebäudebegrünung wird gefördert. In den Bestandsquartieren verfolgen wir die 3-30-300-Vision: Jede*r blickt dann auf drei Bäume, die Baumkronenüberschattung in öffentlichen Bereichen beträgt 30 Prozent und jede*r erreicht innerhalb von 300 Metern eine Grün- oder Freifläche. Deshalb freuen wir uns, mit dem Klimabudget die zusätzlichen Baumpflanzungen zu finanzieren, denn sie sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur klimaresilienten, zukunftsfähigen und lebenswerten Stadt.“
Das Baureferat (Tiefbau) hat die Arndtstraße sowie den Einmündungsbereich zur Palmstraße Ende vergangenen Jahres baulich angepasst und damit die Voraussetzungen für die Baumpflanzungen durch die Expert*innen des Gartenbaus geschaffen. Die sieben Bäume stehen in ehemaligen Parkbuchten entlang der Arndtstraße und im Kreuzungsbereich. Im Zuge der baulichen Anpassungen in der Arndtstraße hat das Baureferat (Tiefbau) außerdem die Verkehrssicherheit vor Ort verbessert. An der Kreuzung Arndtstraße/ Palmstraße sind die Gehwege durch vorgezogene Aufstellflächen – sogenannte Gehwegnasen – erweitert worden. Dadurch verkürzt sich die Querung für Fußgängerinnen und Fußgänger deutlich. Poller sichern die neuen Flächen zusätzlich. Darüber hinaus wurden in der Palmstraße 16 neue Fahrradstellplätze eingerichtet.
Neben der Arndtstraße hat das Baureferat (Tiefbau) bereits weitere Standorte im Stadtgebiet vorbereitet und die baulichen Voraussetzungen für 41 weitere Baumpflanzungen geschaffen – unter anderem in der Nederlinger Straße, der Stegmühlstraße, der Parkstraße, der Schanzenbachstraße, der Packenreiter/ Sarasatestraße, am Kiliansplatz sowie in der Viktor-Scheffel-Straße und der Flurstraße. Diese erfolgen durch den Gartenbau im Frühjahr 2026.
3.500-Bäume-Programm
Die Maßnahme in der Arndtstraße ist Teil des stadtweiten Programms mit mehr als 3.500 zusätzlichen Bäumen im öffentlichen Raum: 2.000 neue Bäume in Grünanlagen und im bestehenden Straßenbegleitgrün sowie 1.500 im bisher befestigtem Straßenraum. Um vorab geeignete Standorte für die Pflanzungen im Straßenraum zu identifizieren, hatte das Baureferat (Gartenbau) bereits im Oktober 2020 alle Bezirksausschüsse um Vorschläge gebeten. Um daraus neue Baumstandorte zu generieren, hat das Baureferat Tausende potenzielle Baumstandorte auf ihre Machbarkeit hin untersucht und identifiziert.
Gepflanzt werden ausschließlich robuste, klimaresiliente Arten, die über viele Jahre auf ihre Eignung für die Münchner Standorte in der größten kommunalen Baumschule Deutschlands getestet wurden. Zudem hat das Baureferat vegetationstechnische Standards entwickelt, die auch an schwierigen Standorten gute Wachstumsbedingungen gewährleisten. Gerade im befestigtem Straßenraum ist der bauliche Aufwand besonders hoch, da Asphaltflächen zurückgebaut, Leitungen berücksichtigt und geeignete Baumquartiere hergestellt werden müssen.
Die Kosten für das Gesamtprogramm belaufen sich auf rund 52 Millionen Euro. Die Umsetzung wird im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz mit Mitteln des Bundes gefördert.
Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden sich im Beschluss des Bauausschusses des Münchner Stadtrats vom 5. Dezember 2023 (Sitzungsvorlage Nr.20-26 / V 09855).
(20. Februar 2026) Das Baureferat beginnt am 23. Februar mit den Arbeiten zum Umbau der Boschetsrieder Straße zugunsten von mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden. Bereits im Herbst 2025 hat das Baureferat erste Vorleistungen durchgeführt, nun starten die eigentlichen Straßenbauarbeiten. Der rund 1,3 Kilometer Meter lange Abschnitt zwischen dem Ratzinger Platz im Westen und der Plinganser- /Wolfratshauser Straße im Osten ist eine wichtige Radverkehrsroute. Die bislang schmalen Geh- und Radwege werden gemäß dem Konzept des Mobilitätsreferats verbreitert und baulich abgegrenzt. An Kreuzungen werden zudem die Aufstellflächen vergrößert. Die Maßnahme erhöht insbesondere die Schulwegsicherheit für die Schüler*innen der Grund- und Förderschule an der Boschetsrieder Straße. Im Zuge der Baumaßnahme saniert das Baureferat zudem die Fahrbahn der vielbefahrenen Straße. Die Maßnahme wurde im Mai 2023 vom Stadtrat beschlossen.
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer sagt: „Mit dem Verkehrssicherheits-Umbau der Boschetsrieder Straße setzen wir ein Zeichen für die Verkehrssicherheit in unserer Stadt. Die Infrastruktur für den Rad- und Fußverkehr wird dem wachsenden Radverkehrsaufkommen gerecht und die Kinder bekommen einen sicheren Schulweg. Wir nutzen die Maßnahme aber auch für mehr Bäume in der Boschetsrieder Straße, zur Aufwertung und Abkühlung des Straßenraums. Dieses Maßnahmenpaket ist stellt Weichen für verantwortungsbewusste Mobilität, und behält dabei alle Bedarfe der unterschiedlichen Verkehrsarten im Blick.“
Mobilitätsreferent Georg Dunkel sagt: „Unsere Planungen für die neue Raumaufteilung in der Boschetsrieder Straße sehen breitere und baulich abgegrenzte Geh- und Radwege, barrierefreie Bushaltestellen und Radabstellanlagen vor. Angesicht der Bedeutung des lokalen Gewerbes werden zudem neue Lieferzonen eingerichtet. Die neue Raumaufteilung erhöht damit nicht nur die Sicherheit insbesondere für die Schüler*innen auf ihrem täglichen Schulweg, sondern greift auch das veränderte Mobilitätsverhalten der Münchner auf, die mittlerweile die meisten Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen, und setzt Verbesserungen für den Wirtschaftsverkehr um, der künftig nicht mehr in zweiter Reihe halten muss. Ich freue mich, dass die Arbeiten nun starten können.“
In der Boschetsrieder Straße wird der Straßenraum neu verteilt: Das Baureferat verbreitert den bisher schmalen, teilweise nur 80 bis 90 Zentimeter breiten Radweg fast durchgehend auf 2,30 Meter. Außerdem wird ein baulich abgegrenzter Radweg mit einem Sicherheitstrennstreifen von 0,50 bis 0,75 Meter umgesetzt. Neue, zwischen zwei und fünf Meter breite Gehwege erhöhen den Komfort und vor allem die Sicherheit für Fußgänger*innen. Zudem entsteht Raum für rund 40 zusätzliche Bäume, Anlieferzonen und 170 Radabstellplätze. Um diese Verbesserungen zu realisieren, werden einige bestehende Längsparkplätze umgewidmet. Insgesamt bleiben rund 90 Parkplätze erhalten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Maßnahme sind die Verbesserungen in der Barrierefreiheit und im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV): Das Baureferat baut sechs Bushaltestellen barrierefrei um, und die vorhandenen signalisierten Kreuzungen bleiben bestehen und werden als differenzierte Querungen für mobilitäts- und sehbehinderte Personen optimiert.
Die Baumaßnahme wird von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes mit 3,7 Millionen Euro gefördert. Das Baureferat plant, die Gesamtmaßnahme bis Mitte 2028 abzuschließen. Die genehmigten Projektkosten liegen bei rund 21 Millionen Euro.
Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Stadtratsbeschluss vom 17. Mai 2023 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 06750).
(12. Februar 2026) Der Bauausschuss des Münchner Stadtrats hat am Dienstag einen verbindlichen Rahmen für nachhaltiges und Ressourcen schonendes Bauen beschlossen. Federführend ist das Baureferat beauftragt, gemeinsam mit dem Referat für Klima- und Umweltschutz sowie dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung, ein effektives Wirkungscontrolling zu entwickeln, um die ökologische und ökonomische Wirksamkeit entsprechender Maßnahmen überprüfen zu können. Außerdem wurde das Baureferat beauftragt, eine referatsübergreifende Arbeitsgruppe zu gründen und ein umfassendes Konzept für Baumpflanzungen im öffentlichen Raum zu erarbeiten.
Baureferentin Dr. Ehbauer: „Städte und Gemeinden haben eine Schlüsselrolle beim Klimaschutz. Wir setzen ihn vor Ort in die Tat um. Gleichzeitig sind große wie kleine Gemeinden strukturell unterfinanziert. Unser übergeordnetes Ziel ist es, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks in Einklang zu bringen – von der Planung übers Bauen bis zum Betrieb eines Bauwerks, seinem eventuellen Rückbau und der Wiederverwertung von Rohstoffen. Nicht zuletzt sind Investitionen in suffizientes Bauen und Verwaltungshandeln eine Frage der Generationengerechtigkeit. Ein effektives Wirkungscontrolling sowie klare Strategie für mehr Bäume im öffentlichen Raum, sind dafür wichtige Tools.“
Das Baureferat setzt bereits eine Vielzahl von Klimaschutz-, Klimaanpassungs-, Biodiversitäts- und Ressourcenschutzmaßnahmen bei stadteigenen Bauvorhaben um, wie nachfolgend dargestellt. Die Einführung eines effektiven Wirkungscontrolling soll eine Entscheidungsbasis schaffen, um trotz der angespannter kommunaler Haushaltssituation auch weiterhin wirksame Maßnahmen und Projekte wie diese vorantreiben zu können.
Flächenschonendes Planen und Bauen
In einer wachsenden Stadt mit knappen Flächen hat die vorausschauende Bodenvorratspolitik hohe Priorität. Bereits in der Planung werden Flächeneffizienz, Verdichtung, Mehrfachnutzungen, Baumerhalt und die Minimierung von Versiegelung berücksichtigt. So konnten etwa durch Stapelung beim Schulbau für das Entwicklungsgebiet Neufreimann zusätzliche Flächen für 550 Wohnungen gewonnen werden; Dachflächen werden zunehmend als Sport- und Pausenbereiche genutzt.
Reduce-Prinzip
Sanierung statt Neubau: Nachhaltige Modernisierungen verlängern die Nutzungsdauer, graue Energie bleibt erhalten. Wo es möglich ist, bringt dieses Vorgehen ein erhebliches Klimaschutzpotenzial mit sich. Durchdachte Teilsanierungen und Generalinstandsetzungen reduzieren vermeidbare Umweltbelastungen in erheblichem Umfang.
Dekarbonisierung des Gebäudebestandes
Ein laufender Prozess zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung des stadteigenen Gebäudebestandes hat das Ziel, die 100 größten Erdgasverbraucher schrittweise auf Fernwärme oder erneuerbare Energien umzustellen. 10 Projekte sind gestartet, wovon das Baureferat vier bereits im Jahr 2025 baulich fertiggestellt hat. Die dadurch substituierte Menge Erdgas entspricht dem Wärmeverbrauch von rund 1000 Vier-Personen-Haushalten. Die weiteren sechs in der Umsetzung befindlichen Projekte bergen das Erdgas-Substitutions-Potential von nochmals rund 1.500 Vier-Personen-Haushalten. Das gesamte Potential der Erdgassubstitution dieses Programms dem Wärmeverbrauch von rund 23.000 Vier-Personen-Haushalten.
Baustoffe
Holz-Hybridbauweisen und nachwachsende Rohstoffe senken Emissionen und Ressourcenverbrauch. Pilotprojekte mit Recyclingbeton, Lehm oder Stroh laufen bereits. Auch im Straßen- und U-Bahnbau setzt das Baureferat an dafür geeigneten Stellen emissionsärmere Betonrezepturen und regionale Baustoffe ein.
LED-Technik
Das Baureferat rüstet die städtischen Liegenschaften und die öffentliche Verkehrsinfrastruktur sukzessive auf LED-Technik um. Bisher konnten im Bereich stadteigener Gebäude rund 125 Standorte und damit rund 16.000 Leuchten umgerüstet werden. Damit können bereits jetzt 410 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden. Weitere 100 Standorte befinden sich aktuell in der Umsetzung oder Bestandaufnahme. Im Bereich der Verkehrsinfrastruktur hat das Baureferat bereits 20.000 Leuchten auf LED-Technik umgestellt, was einer Energie- und Energiekosteneinsparung einer Leistung von 1.800 MWh jährlich und dem Stromverbrauch von 450 Vier-Personen-Haushalten entspricht. Nach Abschluss der beiden Austauschprogramme wird der jährlich eingesparte Energieverbrauch circa 7.350 MWh die jährliche CO2-Einsparung rund 3.800 Tonnen betragen.
Photovoltaik-Ausbau
Alle geeigneten Neubauten und Bestandsdächer werden systematisch mit Photovoltaik belegt. 2024/25 wurde das Ausbauziel um 45 Prozent übertroffen. Die installierte Leistung stieg innerhalb von 2,5 Jahren von 8 auf rund 12 MWp – genug Strom für etwa 3.000 Vier-Personen-Haushalte.
Dezentrale Straßenentwässerung
München setzt auf das Schwammstadt-Prinzip: Straßen, Plätze und Gebäude werden so geplant, dass Niederschlagswasser möglichst vor Ort versickert. Das stärkt Grundwasserbildung, die Biodiversität und steigert die Verdunstungskühlung. Maßnahmen wie Versickerungsmulden und begrünte Tiefbeete entlasten die Kanalisation und tragen somit zum Schutz vor Schäden durch Starkregenereignisse bei.
Begrünte Dächer und Fassaden
Extensive Dachbegrünungen gehören bereits seit den 1980er-Jahren zum Standard des städtischen Bauens. Mittlerweile werden sogar Biodiversitäts-Gründächer realisiert. Bei städtischen Neubauten und Sanierungen sind – wo technisch und denkmalschutzfachlich möglich – 30 Prozent der Fassade zu begrünen oder fassadennah Bäume zu pflanzen. Bei Innenstadt-Projekten stehen die Verbesserung des Stadtklimas durch Verdunstung, die Retention des Niederschlagswassers und eine hohe Strukturvielfalt der begrünten Dachflächen im Vordergrund, damit diese als Nahrungsquelle, Nist- und Überwinterungsmöglichkeit dienen können.
Entsiegelung und Begrünung von Schulhöfen
Durch die Entsiegelung und Begrünung von Schulhöfen können klimawirksame Freiflächen im Bestand geschaffen werden. Neben der klimatischen und ökologischen Wirkung wie Verdunstungskühlung, sommerlicher Hitzeschutz und Förderung der Biodiversität sollen diese auch zur Steigerung der Aufenthaltsqualität, zur Verbesserung der Grünversorgung in den Quartieren und zu einem verbesserten Umweltverständnis von Schüler*innen beitragen.
Stadt- und Straßenbäume
Bäume sind das wirksamste Mittel für den urbanen Hitzeschutz und die Verbesserung des Stadtklimas. Der Bauausschuss des Münchner Stadtrats hat das Baureferat daher beauftragt, die städtische Arbeitsgruppe „Priorisierung Baumpflanzungen im öffentlichen Raum“ zu gründen und ein umfassendes Konzept für zusätzliche Baumpflanzungen im öffentlichen Raum zu erarbeiten. Auf Basis von Standort-Vorschlägen aus den 25 Bezirksausschüssen setzt das Baureferat bereits ein 3.500-Bäume-Programm für ganz München um: 2.000 neue Bäume in Grünanlagen und im bestehenden Straßenbegleitgrün sowie 1.500 im bisher befestigtem Straßenraum. Bis Ende 2025 wurden bereits rund 1.400 Bäume gepflanzt. Für die Altstadt schlägt das Baureferat dem Stadtrat zudem vor, 150 denkmalschutzrechtlich und technisch realisierbare neue Baumstandorte zu schaffen. Auch an anderen Orten, wie am Willy-Brand-Platz oder im Arnulfpark werden zahlreiche Bäume gepflanzt. Ziel ist die Baumkronenüberdeckung von mindestens 30 Prozent des öffentlichen Raums stadtweit. Durch die sich verändernden klimatischen Bedingungen steigen gleichzeitig auch die Ansprüche an die Baumstandorte, vor allem im urbanen Raum. Um eine gute Entwicklung der vermehrten Baumpflanzungen nachhaltig sicher zu stellen, ist die Schaffung optimaler Wuchsbedingungen für den jeweiligen Baumstandort und die Auswahl klimaresilienter Baumarten zwingend erforderlich. Das Münchner Baureferat mit der größten kommunalen Baumschule Deutschlands ist bundesweit führend bei der Expertise zu Stadtbäumen und klimawandelresistenten Arten.
Verbesserung des ÖPNVs
Im Jahr 2023 wurden bereits 76 Prozent der Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. Dieser Entwicklung trägt das Baureferat mit dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur Rechnung, zum Beispiel zur Erhöhung der Pünktlichkeit beim Busverkehr mit dem Umbau von Ampeln mit intelligenter Steuerung oder dem Ausbau von Busspuren, ebenso mit dem kontinuierlichen Ausbau von Radverkehrsinfrastruktur und der Verbreiterung von Gehbahnen und der Ergänzung sicherer Querungsmöglichkeiten für den Fußverkehr.
Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Beschluss des Bauausschusses des Münchner Stadtrats vom 10. Februar 2026 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 18767).
(11. Februar 2026) Der gemeinsame Bau- und Kulturausschuss des Münchner Stadtrats hat einen möglichen Lösungsweg zur Verbesserung der Barrierefreiheit im Karl-Valentin-Musäum beschlossen. Die aufgezeigte Vorgehensweise ist das Ergebnis eines moderierten Dialogverfahrens unter Federführung des Baureferates. Das Kulturreferat wurde zudem beauftragt, auf dieser Grundlage ein Konzept für das Museum zu entwickeln.
Demzufolge könnte der Innenhof des denkmalgeschützten Isartors überdacht und als neuer Innenraum einer musealen Nutzung zugeführt werden. Im Erdgeschoss könnten so der Museums-Zugang, neue Ausstellungsbereiche und Toilettenanlagen barrierefrei gestaltet werden. Einer der beiden Seitentürme könnte einen innenliegenden Aufzug erhalten, um auch mobilitätseingeschränkten Personen den Zugang zu obenliegenden Ausstellungsbereichen zu ermöglichen. Der mit dem Einbau eines solchen Aufzugs einhergehende Verlust von Ausstellungsfläche könnte durch die Nutzbarmachung des Innenhofs kompensiert, eventuell sogar überkompensiert werden.
Auf Grundlage des ausgearbeiteten Lösungsansatzes hat der Stadtrat nun das Kulturreferat beauftragt, ein ganzheitliches Konzept für das Museum zu entwickeln, in dem der überdachte Innenhof als erweiterte Fläche und gegebenenfalls ein Aufzug im Südturm sowie die sonstigen baulichen Gegebenheiten einbezogen werden. Anschließend soll es dem Münchner Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden - unter Berücksichtigung der Belange des Städtischen Beraterkreises für Planen und Bauen, des Behindertenbeirates sowie des Denkmalschutzes.
Am Dialogverfahren und dem zugehörigen Workshop im Juli des vergangenen Jahres hatten alle involvierten städtischen Referate, Dienst- und Beratungsstellen sowie Vertreter*innen der Stadtratsfraktionen teilgenommen.
Im Dezember 2025 hat das Baureferat (Hochbau) die Ergebnisse der verwaltungsinternen Prüfung und Abstimmung vorgestellt und das weitere Vorgehen mit allen Beteiligten vorbehaltlich der Stadtratsbewilligung einvernehmlich vereinbart. Für die Vertreter*innen des Landesamts für Denkmalpflege, der unteren Denkmalschutzbehörde sowie aus Sicht des Stadtheimatpflegers ist eine Überdachung des Innenhofes als Kompromiss zur Herstellung der Barrierefreiheit vorstellbar.
Brandschutzmaßnahmen im Karl-Valentin-Musäum
Der Münchner Stadtrat hatte das Baureferat (Hochbau) zudem bereits im Oktober 2023 beauftragt, Mindestanforderungen des Brandschutzes im Karl-Valentin-Musäum umzusetzen, um Gefahr für Leib und Leben abzuwenden und die notwendige Grundlage für den Museumsbetrieb im Isartor zu schaffen.
Im Rahmen dieser baulichen Maßnahmen, die bis Ende März 2026 innerhalb des genehmigten Kostenrahmens abgeschlossen werden können, hat das Baureferat die Feuerwiderstandsfähigkeit der Decken ertüchtigt, die Treppenräume durch verglaste Elemente und Brandschutztüren von den Ausstellungsräumen abgetrennt sowie die Brandmeldeanlage, eine Sicherheitsbeleuchtung und Rettungswegleuchten installiert. Zudem haben die Hochbau-Expert*innen des Baureferats die Kabelführung und die Beleuchtung erneuert sowie die Technikräume brandschutzgerecht abgetrennt.
Außerdem wurden die Heizungen und Heizleitungen des Isartors erneuert und die Heizung an das Fernwärmenetz angeschlossen.
Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Beschluss des Bauausschusses und des Kulturausschusses des Münchner Stadtrats vom 10. Februar 2026 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 18769).
Aktuelle Pressetermine
Bürgermeister Dominik Krause gibt gemeinsam mit Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer und der Regierungsvizepräsidentin von Oberbayern Friederike Fuchs den Startschuss für die Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes. Der zentrale Platz der Messestadt Riem ist bislang fast vollständig versiegelt und wird zu einem klimaangepassten, barrierefreien und attraktiven Aufenthaltsort mit vielfältiger Grünausstattung umgebaut.
Achtung Redaktionen: Der Termin ist für Fotograf*innen geeignet.
Bürgermeister Dominik Krause, Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer, Referentin für Klima- und Umweltschutz Christine Kugler und der Vorsitzende des Bezirksausschusses für die Ludwigsvorstadt und Isarvorstadt Benoît Blaser geben den Startschuss für die Pflanzung von sieben neuen Straßenbäumen in der Arndtstraße im Rahmen des 3.500-Bäume-Programms für ganz München.
Achtung Redaktionen: Der Termin ist für Fotograf*innen geeignet.