Pressestelle des Baureferats

Presseservice, Pressemitteilungen und Pressetermine des Baureferats

Presseservice im Baureferat

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presse.bau@muenchen.de

Pressesprecher der Münchner Stadtentwässerung

Steffen Graf
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presse.mse@muenchen.de

Mathias Wünsch
Telefon: (089) 233 762012
mathias.wuensch@muenchen.de

Aktuelle Pressemitteilungen

(16. September 2026) Der Bauausschuss des Stadtrats hat gestern in einer vorberatenden Sitzung die Projektgenehmigung für die sicherheitstechnische Nachrüstung und Instandsetzung des Landshuter Allee-Tunnels erteilt. Das Baureferat muss den Landshuter Allee-Tunnel sanieren und sicherheitstechnisch nachrüsten, weil die Sicherheitsausstattung des 1979 eröffneten Tunnels nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht. Außerdem haben vertiefte Bauwerksuntersuchungen auch hinsichtlich des Bauwerkszustands und Brandschutzes dringende Sanierungsbedarfe aufgezeigt.

Ziel ist es, die Sicherheitsstandards des Tunnels deutlich zu verbessern. Zu den geplanten Maßnahmen zählen die Montage von Brandschutzplatten an der Tunneldecke, das Verbreitern der vorhandenen Notgehwege sowie das Ergänzen zusätzlicher Fluchttüren in der Mittelwand. Zudem werden automatische Brandmelde- und Überwachungssysteme installiert, die Tunnelbeleuchtung sowie die Fluchtwegkennzeichnung modernisiert. Die bestehende Tunnelbetriebsstation wird durch einen Neubau erweitert, der gemeinsam mit den Stadtwerken München genutzt wird.

Das Bauwerk wird zudem umfassend generalüberholt: Betonschäden werden behoben, Wandverkleidungen erneuert und die gesamte Infrastruktur auf den neuesten Stand gebracht. Die Baumaßnahmen werden in vier Hauptphasen durchgeführt. Nach vorbereitenden Arbeiten, wie der Baufeldfreimachung, beginnt ab Sommer 2027 das Herstellen des baulichen Brandschutzes in der Weströhre des Tunnels, zunächst in Nachtarbeit. Während der weiteren Bauphasen wird jeweils eine Tunnelröhre gesperrt, während der Verkehr in der verbleibenden Röhre im Gegenverkehr geführt wird.

Die Gesamtmaßnahme wird voraussichtlich bis Frühjahr 2030 abgeschlossen sein. Die genehmigten Projektkosten belaufen sich auf rund 60 Millionen Euro.

Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Beschluss des Bauausschusses vom 15.9.2026 (Sitzungsvorlage Nr. 26-32 / V 01121).

(16. September 2026) Der Bauausschuss des Münchner Stadtrats hat gestern die Maßnahmen zur Ertüchtigung des baulichen Brandschutzes des Biedersteiner Tunnels genehmigt. Das Baureferat wurde beauftragt, die entsprechenden Planungsleistungen durchzuführen und die Ausführung vorzubereiten. Der Tunnel ist seit 1966 in Betrieb und mit über 100.000 Kfz/Tag sehr stark frequentiert. Er weist mittlerweile altersbedingt bauliche Mängel auf. Aufgrund einer gutachterlichen Beurteilung muss der bauliche Brandschutz nachgerüstet werden. Außerdem entspricht die Ausstattung der Sicherheitstechnik nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik.

Die Nachrüstung des baulichen Brandschutzes soll nach aktueller Planung in der zweiten Jahreshälfte 2027 erfolgen. Die Arbeiten werden voraussichtlich etwa sechs Monate dauern, inklusive der Vorarbeiten zur Instandsetzung der Tunneldecke sowie Anpassungen an der Beleuchtung und an den Kabeln des BOS-Funks (Funk der Einsatzdienste). Die Arbeiten sollen hauptsächlich in Nachtschichten durchgeführt werden. Dadurch kann der Verkehr tagsüber weiter ungestört fließen. Der Abschluss der Arbeiten ist für Anfang 2028 geplant. Der Stadtrat hat die voraussichtlichen Projektkosten in Höhe von 5,7 Millionen Euro genehmigt. Eine Förderung durch die Regierung von Oberbayern ist beantragt.

Parallel laufen die Untersuchungs- und Planungsleistungen zur Erstellung der Bedarfs- und Konzeptgenehmigung der Maßnahme der sicherheitstechnischen Nachrüstung und Instandsetzung des Tunnels. Die Kosten für diese Planungen belaufen sich voraussichtlich auf circa 1,2 Millionen Euro. Die umfangreiche Nachrüstung der Sicherheitstechnik und die grundhafte Instandsetzung des Biedersteiner Tunnels sollen als Gesamtmaßnahme nach derzeitiger Planung Anfang der 2030er Jahre begonnen werden.

Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Beschluss vom 13. Januar 2026 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 18442).

(15. September 2026) Das Baureferat und das Referat für Bildung und Sport setzen die Bildungsbauoffensive München um und treiben damit den Ausbau und die Modernisierung der Bildungsinfrastruktur weiter voran. Die Stadt investiert im Rahmen der Bildungsbauprogramme in allgemeinbildende und berufliche Schulen, aber auch in das Angebot der Ganztagesbetreuung und in die frühkindliche Bildung. Von den diversen ebenfalls in diesem Jahr fertiggestellten Sportbauprojekten profitieren neben den Bildungseinrichtungen auch der Breitensport und zahlreiche Sportvereine.

Oberbürgermeister Dominik Krause: „Schulen und Kitas zu bauen, heißt für morgen zu bauen. Moderne Bildungseinrichtungen sind die Grundlage für Chancengerechtigkeit und sozialen Zusammenhalt. Sie festigen unsere Demokratie. Münchens Bildungsbauoffensive ist eine Erfolgsgeschichte, die wir trotz der schwierigen Haushaltslage fortschreiben. Denn Ausgaben für Bildung sind die besten Investitionen in die Zukunft Münchens.“

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Es ist ein Privileg, Deutschlands größte Bildungsbauoffensive umsetzen zu dürfen. Neben dem Ziel, die bestmöglichen Räume für effizientes und gesundes Lernen zu schaffen, liegt unser besonderes Augenmerk auf Ressourcenschutz und nachhaltigem, klimagerechtem Bauen. Ein außergewöhnliches Projekt ist das generalinstandgesetzte und erweiterte Städtische berufliche Schulzentrum Thomas Wimmer an der Luisenstraße 9-11. Hier galt es, die Bedarfe des Denkmalschutzes, eine anspruchsvolle Gebäudestatik mit denen der unterschiedlichen handwerklichen Ausbildungsberufe unter einen Hut zu bringen. Entstanden ist ein Vorzeigebeispiel des nachhaltigen Schulbaus im Bestand.“

Stadtschulrat Florian Kraus: „Jedes Kind in München soll die gleichen Chancen auf Bildungserfolg und Teilhabe haben. Daher baut die Landeshauptstadt München Bildungsorte, die die individuelle Entwicklung, den Kompetenzaufbau und das selbstorganisierte Lernen der Schüler*innen fördern. Mit unseren Standardraumprogrammen gelingt es uns, diese Qualität effizient in die Breite zu tragen. Das zeigen die jährlichen Fertigstellungen von Münchner Schulen, Kitas und Sportstätten immer wieder eindrucksvoll.“

Eine besondere Bauaufgabe aus dem 2. Schulbauprogramm der Bildungsbauoffensive München stellte die Generalinstandsetzung und Erweiterung des Städtischen beruflichen Schulzentrums Thomas Wimmer an der Luisenstraße 9-11 dar. Das Baureferat (Hochbau) hat die denkmalgeschützten Gebäudeteile aus den 1950er Jahren behutsam saniert, technisch, statisch sowie energetisch ertüchtigt und um einen Anbau mit Versammlungsstätte erweitert. Im Zuge der Maßnahme konnten die diversen am Standort untergebrachten Ausbildungsberufe und ihre jeweiligen zugehörigen Schulstandorte neu geordnet werden. Mit dem Wiedereinzug der Städtischen Berufsschule für das Spenglerhandwerk, Umwelt- und Versorgungstechnik im Juli dieses Jahres sind nun alle dort ansässigen Berufsschulen im frisch renovierten Gebäudeensemble angekommen.

Der Erweiterungsbau des Heinrich-Heine-Gymnasiums am Max-Reinhardt-Weg 27 mit vier Lernhäusern und einer Mensa steht kurz vor der Fertigstellung. Die Lernhäuser werden zum Schuljahresbeginn bezogen, die Nutzung der Mensa kann voraussichtlich im November 2026 erfolgen.

Das Baureferat hat das 4-zügige Adolf-Weber-Gymnasiums in der Kapschstraße 4 vergrößert. Durch die Erweiterung in Form eines Verbindungsbaus stehen den G9-Schüler*innen ab dem Schuljahr 2026/27 vier dringend benötigte zusätzliche Klassenzimmer zur Verfügung. Die Sanierung des Bestandsgebäudes beginnt im Jahr 2027.

Auch der Neubau der 5-zügigen Realschule Franz-Mader-Straße 30 startet seinen Betrieb. Am Standort zieht die neue staatliche Realschule München IV ein. Mit dem Umzug der Rudolf-Diesel-Realschule, die dort vorübergehend ebenfalls untergebracht wird, nimmt das Baureferat im Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg eine dringend notwendige Sanierungsreihe in Angriff: darunter neben dem Stammgebäude der Rudolf-Diesel-Realschule die Grundschule am Dom-Pedro-Platz 2, die Grundschule in der Hirschbergstraße 33 und das Käthe-Kollwitz-Gymnasium. Das am Standort ebenfalls beheimatete Haus für Kinder mit drei Krippen- und zwei Kindergartengruppen geht voraussichtlich bis Jahresende in Nutzung.

Die neu errichtete Pavillonanlage für das Sonderpädagogische Förderzentrum (SFZ) Im Gefilde besteht aus zwei Bauteilen, die jeweils Raum für 12 und 15 Klassen bieten und zeitgleich in Betrieb genommen werden. Das Förderzentrum für geistige Entwicklung, das bisher in der Grundschule Haager Straße untergebracht war, bezieht zum Schuljahr 2026/27 den Standort Im Gefilde.

Bis zu den Herbstferien geht auch der Neubau des Sonderpädagogischen Förderzentrums Eduard-Spranger-Straße 21-23 am Bildungscampus Hasenbergl in Betrieb. Dieser Standort wird vorerst vorübergehend durch Grundschule und den Kooperativen Ganztag genutzt. Die Zwei- und Dreifachsporthallen stehen dem Schulbetrieb nach den Herbstferien 2026 zur Verfügung.

Der Neubau einer 4-zügigen Grundschule am Gottfried-Böhm-Ring 2 geht zum Schuljahr 2026/27 mit einer Einfachsporthalle in Betrieb. Der fertiggestellte Regionalhort sowie eine zweite Einfachsporthalle werden voraussichtlich 2027 in Nutzung genommen. Die Kooperative Ganztagsbildung (KoGa) hat bereits am 1. September 2026 die Nutzung aufgenommen. Damit sind zum Schuljahresbeginn insgesamt 39 KoGa-Standorte im Stadtgebiet in Betrieb.

Fertiggestellt ist auch der Neubau der 5-zügigen Grundschule Helmut-Kohl-Allee 53 in Neufreimann. Das Baureferat hat die Räume so angepasst, dass sie interimsweise von einem neu gegründeten Förderzentrum für geistige Entwicklung genutzt werden können. Zum Beginn des Schuljahres werden zunächst zwei Lernhaus-Cluster bezogen. Im Jahr 2027 soll der Ausbau der drei weiteren Züge unter Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse der Förderschüler*innen erfolgen. Am Standort entstehen zudem Räumlichkeiten für ein 6-zügiges Sonderpädagogisches Förderzentrum (SFZ) mit 24 Klassen, das bisher in der Rothpletzstraße untergebracht war. Außerdem werden für jede Schule eine Zweifachsporthalle sowie Räumlichkeiten für die Städtische Sing- und Musikschule fertiggestellt, die ab November 2026 am Standort präsent sein wird.

Bereits Anfang des Jahres hat das Baureferat ein Haus für Kinder mit vier Kinderkrippen- und vier Kindergartengruppen an der Franz-Heubl-Straße 46e fertig errichtet und den Neubau eines Hauses für Kinder in Holzbauweise mit zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen in der Unnützstraße 28 abgeschlossen. Das Städtische Haus für Kinder an der Pfänderstraße 27a mit zwei Hort- und drei Kindergartengruppen geht im September 2026 in Betrieb und dient erst als Interimsquartier für die Kindergartengruppen aus dem Lily-Braun-Weg.
Bis zum Jahresende 2026 können der Interimsstandort an der Gerastraße 5 für die Kita Josef-Knogler-Straße mit zwei Krippen- und vier Kindergartengruppen sowie das Haus für Kinder an der Rebholzstraße 10 mit zwei Hort-, zwei Kindergarten- und einer Krippengruppe in Betrieb gehen. 

Das Baureferat hat 2026 ebenfalls mehrere Sportbauobjekte fertiggestellt:

  • Schwimmhalle des Ludwigsgymnasiums in der Fürstenrieder Straße 159a
  • Zweifachsporthalle der Mittelschule an der Torquato-Tasso-Straße 38
  • Schwimmhalle und Dreifachsporthalle in der Friederike-Nadig-Alle 48 am Bildungscampus Neufreimann
  • Zweifachsporthalle und Schwimmhalle an der Grundschule Menaristraße 5
  • Dreifachsporthalle am Karlsgymnasium am Stadtpark 21
  • Modernisierung der Freisportanlage in der Siegenburgerstraße 51 samt Neubau eines Sportbetriebsgebäudes

Die Übergabe des 1. Bauabschnittes an der Bezirkssportanlage Fritz-Lutz-Straße 23, bestehend aus zwei Kunstrasensportplätzen, ist bereits erfolgt. Bis voraussichtlich November 2026 werden ein neuer großer und kleiner Allwetterplatz, eine 130-m-Kurzstreckenlaufbahn, eine Stufentribüne und ein Platzpflegegeräte-Waschplatz fertiggestellt. Nach der Fertigstellung im Herbst erfolgt die Nutzungsaufnahme durch den TSV Ludwigsfeld e.V.

Kunst am Bau
Für das Städtische Haus für Kinder an der Pfänderstraße 27 a hat der Künstler Matthias Mross mehrere farbige Wandmalereien an der Fassade, im Innenbereich und am benachbarten Gebäude der GEWOFAG realisiert. Die Motive greifen den umgebenden Baumbestand mitsamt darin lebenden Vogelarten auf:
An der Fassade der städtischen Sportanlagen an der Siegenburger Straße 51 wächst mit dem „Buchstabenbaum“ von Emanuel Mooner eine andere Form von „urbaner Natur“. Der Münchner Künstler gestaltet hier ein großformatiges Schrift-Bild, in dem sich aus rund 300 farbigen Buchstaben und Satzzeichen die Gestalt eines Baumes formt.

(14. September 2026) Mit dem Beginn des Schuljahrs sind ab morgen wieder viele Kinder und Jugendliche in München unterwegs – zu Fuß, mit dem Rad, mit dem Roller oder mit Bus und Tram. Das Baureferat hat in Zusammenarbeit mit dem Mobilitätsreferat und dem Referat für Bildung und Sport in den letzten Wochen und Monaten die Schulwege an mehreren Stellen im Stadtgebiet sicherer gemacht. Insgesamt profitieren mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche an direkt betroffenen und nahegelegenen Schulen sowie städtischen Kindertageseinrichtungen von den Maßnahmen. Hinzu kommen Eltern, Lehrkräfte, Beschäftigte, Anwohner*innen sowie alle Menschen, die in den jeweiligen Vierteln zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind.

Oberbürgermeister Dominik Krause: „Mit Schulbeginn sind in München täglich wieder 168.000 Kinder und Jugendliche unterwegs. Ihre Sicherheit hat für uns höchste Priorität. Die Verkehrsinfrastruktur muss so gestaltet sein, dass insbesondere Kinder sicher unterwegs sein können. Aber auch Senior*innen brauchen fehlerverzeihende und sichere Wege. Wir arbeiten deshalb sukzessive an Verbesserungen. Ich wünsche allen Schüler*innen einen guten und sicheren Start ins neue Schuljahr.“

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Im Mittelpunkt unserer Projekte zur Verbesserung der Schulwegsicherheit stehen sichere Querungen, bessere Sichtbeziehungen, barrierefreie Übergänge und mehr Platz für Fußgänger*innen und Radfahrende. Davon profitieren Kinder und Jugendliche an Schulen und Kindertageseinrichtungen in mehreren Stadt-
bezirken. Sichere Schulwege sind ein wichtiger Teil einer familienfreundlichen Stadt. Kinder und Jugendliche sollen selbstständig und sicher zur Schule kommen – zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Roller.“

Mobilitätsreferent Georg Dunkel: „Der Schutz der Kleinsten im Straßenverkehr ist uns besonders wichtig. Kinder haben oft noch wenig Erfahrung, können Situationen nicht gut einschätzen. Neben einer sicheren und möglichst fehlerverzeihenden Infrastruktur braucht es deshalb auch Anleitung und Begleitung – von den Eltern, den engagierten Schulweghelfer*innen – und Rücksichtnahme und Miteinander von uns allen, die auf den Münchner Straßen unterwegs sind.“
Stadtschulrat Florian Kraus: „Der sichere Schulweg ist eine Grundvoraussetzung für einen gelingenden Schultag und eine wichtige Weichenstellung für ein nachhaltiges Mobilitätsverhalten. Daher begrüßen wir die kontinuierlichen Verbesserungsmaßnahmen für ein fußgänger- und radfahrerfreundliches München.“

Die Verbesserungen im Einzelnen
An der Aschauer Straße in Ramersdorf-Perlach und an der Walliser Straße auf Höhe des Sittener Wegs in Fürstenried hat das Baureferat neue Querungsmöglichkeiten geschaffen. In beiden Straßen wurden sogenannte vorgezogene Gehwegnasen gebaut. Sie verkürzen die Distanz zum Queren der Fahrbahn, schaffen bessere Aufstellflächen und verbessern die Sicht zwischen Fußgänger*innen und Autofahrer*innen. So sinkt die Gefahr, dass durch parkende Fahrzeuge am Fahrbahnrand Schulkinder übersehen werden. Die neuen Querungsstellen sind zudem barrierefrei. Von der Maßnahme an der Aschauer Straße profitiert besonders die Marieluise-Fleißer-Realschule mit ihren rund 865 Schüler*innen. An der Walliser Straße liegen die Grundschule an der Walliser Straße und die Mittelschule Walliser Straße, die mehr als 500 Schüler*innen besuchen.

In der Fürkhofstraße in Bogenhausen hat das Baureferat die Anlieferzufahrt für die Helen-Keller-Realschule hergestellt. Außerdem wurde ein bestehender Trampelpfad befestigt. Damit ist eine bestehende Wegeverbindung komfortabler und vor allem winterfest nutzbar. Die Helen-Keller-Realschule wird derzeit saniert und erweitert. Sie soll zum Schuljahr 2027/28 wieder an den Standort in der Fürkhofstraße zurückziehen. Dann profitieren dort rund 520 Schüler*innen von der verbesserten Situation. Die Arbeiten wurden Anfang Juli abgeschlossen.

An der viel befahrenen Waldwiesenstraße in Hadern sorgt eine neue Ampelanlage für mehr Sicherheit. Sie sichert auf Höhe Drozzaweg und Am Ährenfeld eine wichtige Querung für Fußgänger*innen und Radfahrende. Von dort führt der Weg weiter in Richtung Guardinistraße und Innenstadt. Für die neue Querungsstelle hat das Baureferat die Bordsteine abgesenkt, den Bereich angepasst und Gehwege sowie die Fahrbahn neu hergestellt. Im Umfeld liegen unter anderem die Grundschule an der Großhaderner Straße, die Lukas-Grundschule sowie städtische Kindertageseinrichtungen. Zusammen profitieren dort rund 750 Kinder von der verbesserten Querungssituation.

In der Gilmstraße in Sendling-Westpark hat das Baureferat den viel genutzten Zweirichtungsradweg westlich des Westparks verbreitert. Zwischen Preßburger Straße und Westendstraße/Friedrich-Brugger-Weg sind Geh- und Radweg nun jeweils mindestens 2,50 Meter breit. In den kommenden Tagen bringt das Baureferat noch Fahrradpiktogramme, Richtungspfeile und rote Markierungen auf. Direkt an der Gilmstraße liegen die Grundschule Gilmstraße und das Sonderpädagogische Förderzentrum München Mitte 3 Am Westpark. Dort lernen insgesamt rund 400 Schüler*innen.

In Moosach hat das Baureferat die Wege zum neuen Schulcampus an der Franz-Mader-Straße verbessert. Die östliche Gehbahn der Irma-Wenke-Straße ist erneuert und an den Campus angebunden. An der Kreuzung Allacher Straße, Netzerstraße und Franz-Mader-Straße ermöglicht eine neue Ampelanlage das sichere Überqueren der sechsspurigen Allacher Straße. In der Franz-Mader-Straße hat das Baureferat einen neuen Gehweg, Parkbuchten, zwei Baumstandorte und eine neue Fahrbahn mit Wendehammer gebaut. Zum Schuljahr 2026/27 nimmt dort die neue Staatliche Realschule München IV ihren Betrieb auf. Zum Campus gehören außerdem ein Haus für Kinder und eine Dreifachsporthalle. Von den verbesser- ten Wegen profitieren künftig mehrere hundert Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien.

Eine weitere große Maßnahme läuft an der Karl-Theodor-Straße in Schwabing-West. Dort arbeitet das Baureferat derzeit im zweiten Bauabschnitt zwischen Borschtallee und Bonner Platz. Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende Mai 2027 abgeschlossen. Das Baureferat schafft breitere Gehwege, bessere Querungsmöglichkeiten, neue Radabstellplätze, barrierefreie Bushaltestellen und pflanzt 19 neue Bäume. Im direkten Umfeld liegen das Städtische Willi-Graf-Gymnasium, das Städtische Sophie-Scholl-Gymnasium und die Städtische Ricarda-Huch-Realschulemit ihrer Zweigstelle an der Karl-Theodor-Straße mit zusammen rund 1.800 Schüler*innen.

Verkehrliche Maßnahmen werden durch das Mobilitätsreferat geprüft, geplant und angeordnet sowie durch das Baureferat baulich umgesetzt. In enger Zusammenarbeit können die beiden Referate so auch künftig Schulwege im Stadtgebiet verbessern und neue Schulen, die im Rahmen der Bildungsbauoffensive der Stadt entstehen, an die bestehende Verkehrsinfrastruktur anbinden.

(10. September 2026) Die Generalsanierung ist abgeschlossen: Zum Schuljahr 2026/27 steht das Städtische berufliche Schulzentrum Thomas Wimmer rund 2.500 Auszubildenden und Weiterbildenden aus Bautechnik, Bau- und Kunsthandwerk, Spenglerhandwerk und Versorgungstechnik sowie ihren Lehrkräften wieder vollumfänglich zur Verfügung. Mit der Sanierung und Erweiterung des denkmalgeschützten Schulensembles in der Luisenstraße waren erhebliche planerische und bauliche Herausforderungen verbunden. Hinzu kamen hohe Anforderungen an die technische Ausstattung der Werkstätten und Fachunterrichtsräume. So ist das Projekt aus dem 2. Schulbauprogramm ein klares Bekenntnis der Landeshauptstadt zur beruflichen Bildung und zum Erhalt wertvoller Bausubstanz.

Handwerks- und Ausbildungsberufe gehören in die Mitte der Gesellschaft. Diese Haltung lag der Entscheidung des Münchner Stadtrates für die Beibehaltung des Schulstandortes in der Maxvorstadt unweit des Hauptbahnhofs zugrunde. Große Sichtfenster in den ebenerdigen Werkstätten öffnen das Gebäude zur Straße und ermöglichen einen Blick über die Schultern der dort arbeitenden Schüler*innen. Eine Verbindung zwischen Schulstandort, Handwerk und Stadtraum schaffen auch die Präsentationsflächen für Werkstücke im Arkadenbereich sowie im Inneren des neu ergänzten Pavillons mit seinen transparenten Glasfronten. Traditionsreicher Schulstandort für Handwerksberufe und Baugewerbe
 

Wie schon seit seiner Erbauung im Jahr 1952 wird der generalsanierte und erweiterte Standort Luisenstraße von diversen beruflichen Schulen für das Handwerk und das Baugewerbe genutzt:

  • die Berufsschule für das Spenglerhandwerk, Umwelt- und Versorgungstechnik
  • die Fachschule für Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik
  • die Berufsschule für das Bau- und Kunsthandwerk
  • die Berufsfachschule für das Holzbildhauerhandwerk
  • die Fachschule für Steintechnik • die Fachschule für Bautechnik
  • die Meisterschule für das Holzbildhauerhandwerk
  • die Meisterschule für das Gold- und Silberschmiedehandwerk

Die Landeshauptstadt München setzt in der Luisenstraße 9-11 ihre Strategie der Kompetenzzentren fort, bei der Aus- und Weiterbildungsangebote verwandter Disziplinen an einem 2 Ort zusammengefasst werden und voneinander profitieren. Der Standort ist für rund 2.500 berufliche Schüler*innen ausgelegt. Bedingt durch die typische Abfolge von schulischen und betrieblichen Ausbildungsphasen nutzen sie die Räumlichkeiten im Wechsel.

Umfangreiche Baumaßnahme aus dem 2. Schulbauprogramm
Das umfangreiche Bauprojekt umfasst insgesamt 23.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche. Neben der Generalinstandsetzung der beiden großen denkmalgeschützten Gebäudekörper wurde ein eingeschossiger Pavillon als Versammlungs- und Ausstellungsfläche behutsam und in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz ergänzt. Nach Fertigstellung stehen den städtischen beruflichen Schulen auf vier (Bauteil E) beziehungsweise fünf (Bauteil F) Geschossen 36 Werkstätten, Hallen und Labore, 38 Klassenräume, zehn Integrierte Fachunterrichtsräume, drei Technikzentralen und ein Versammlungsraum mit multifunktionalen Ausstellungsflächen zur Verfügung. Außerdem wurden Räumlichkeiten für eine Jugendfreizeitstätte integriert. Die genehmigten Gesamtkosten für die Maßnahme betragen 190,07 Millionen Euro.

Ein wichtiger Aspekt der Generalinstandsetzung war die Verbesserung der Barrierefreiheit. Eine Rampe ermöglicht den barrierefreien Zugang zum Haupteingangsbereich. Dort erleichtert ein taktil gestalteter Lageplan Menschen mit Sehbeeinträchtigung die Orientierung. Ein Leitsystem weist ihnen den Weg zum Sekretariat im 1. Obergeschoss. An den Handläufen aller Treppen befinden sich zudem Plaketten mit Blindenschrift. Fünf Aufzüge in den Bauteilen E und F gewährleisten den barrierefreien Zugang zu allen Ebenen.

Die Künstlerin Karin Sander hat im Rahmen von QUIVID, dem Kunst am-Bau-Programm der Landeshauptstadt München, eine spiralförmig gemauerte Kaminsäule auf dem Dach des Berufsschulzentrums installiert. Die nach historischen Vorbildern gestaltete solitäre Skulptur „Lehrkamin/Salomonische Säule“ steht für das Zusammenspiel von Denkmalschutz und Erneuerung.

Charakteristika des beruflichen Schulbaus
Berufliche Schulen sind mehr als nur Lernorte im traditionellen Sinne – sie sind darüber hinaus Werkstätten, Labore und Innovationsräume. Die bauliche Umsetzung spiegelt den dualen Charakter der Ausbildung wider: Theorie und Praxis greifen hier unmittelbar ineinander, die Räume bilden die Komplexität der beruflichen Handlungssituationen ab. Entsprechend beherbergt das generalsanierte Berufsschulzentrum unter anderem riesige Hallen für die Maurer*innen und Zimmerer*innen, eine Reihe von Übungskaminen für die Kaminkehrer sowie tageslichtdurchflutete Werkstätten für Holzbildhauer*innen, Kunsthandwerker*innen sowie Gold- und Silberschmied*innen. Eine zentrale Rolle spielt das Konzept der Integrierten Fachunterrichtsräume (IFU). IFUs ermöglichen einen Unterricht, der praxisnah und handlungsorientiert ist. Theoretische Inhalte können direkt an Maschinen, Werkstücken oder Modellen überprüft und vertieft werden – ohne zeitliche oder räumliche Trennung. Klassenzimmer, Werkstatt und Labor verschmelzen zu einem einzigen didaktischen Raum.

Herausforderungen für Statik und Baubetrieb
Insbesondere der Einbau der umfangreichen Anlagentechnik stellte eine Herkulesaufgabe für Projektplanung und Baulogistik dar. Um im denkmalgeschützten Gebäudekörper das notwendige Technikgeschoss zu realisieren, kamen innovative Lösungsansätze aus dem Brückenbau Einsatz. Unter anderem wurden bestehende Stahlbetonrippendecken mit Carbonfaserstreifen so verstärkt, dass sie die benötigten Traglasten erbringen. Carbonfaserverstärkter Textilbeton kam auch bei der Ertüchtigung der denkmalgeschützten Baustruktur des Shedhallen-Betondachs zur Anwendung. Bei der Fassade des Werkstattgebäudes und des Arkadengangs mussten die historischen Glasbaustein-Betonelemente durch neue Thermo-Glasbausteine und dämmende Betonelemente ersetzt werden, um den geltenden gesetzlichen Normen gerecht zu werden. Ein mit zusätzlichen Trägern versteifter, zwei Geschosse hoher Stahlbetonrahmen ermöglicht höhere Verkehrslasten in den Werkhallen. Zusätzliche Herausforderungen entstanden durch die zentrale, innerstädtische Lage. Die für die Baustelleneinrichtung verfügbare Fläche war durch Feuerwehrzufahrten und Anliegereinfahrten stark limitiert. Hinzu kam, dass die U-Bahn-Röhren der Linien U1 und U2 direkt unter dem Baugrund verlaufen. Zwangsläufig mussten unter diesen Bedingungen etwa die Anlieferungen von Material und Maschinen nach dem Just-in-time-Prinzip erfolgen.

Modernste Werkstätten im denkmalgeschützten Schulhaus: Statements der Referent*innen
Stadtschulrat Florian Kraus: „Aus- und Weiterbildung auf Top-Niveau: Das bietet das Städtische berufliche Schulzentrum Thomas Wimmer nur einen Steinwurf vom Hauptbahnhof entfernt. Im Zuge der Generalinstandsetzung konnte das denkmalgeschützte Ensemble mit modernsten Werkstätten, Maschinen und Anlagentechnik ausgestattet werden. Generationen von Maurer*innen, Spengler*innen, Zimmerer*innen, Bau- und Umwelttechniker*innen werden sich hier ebenso wie Stein- und Holzbildhauer*innen, Gold- und Silberschmied*innen optimal qualifizieren können. So ist diese Generalinstandsetzung ein starkes Bekenntnis zum Stellenwert der beruflichen Bildung und eine Investition in den Wirtschaftsstandort München.“

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Das Städtische berufliche Schulzentrum Thomas Wimmer verbindet das Bewahren wertvollster Bausubstanz mit dem Mut zur Innovation. Bei diesem Projekt galt es, die Bedarfe des Denkmalschutzes, eine anspruchsvolle Gebäudestatik mit denen der unterschiedlichen handwerklichen Ausbildungsberufe unter einen Hut zu bringen. Kein leichtes Unterfangen, zu dessen Gelingen viele Menschen mit ihrer Expertise und viel Durchhaltewillen beigetragen haben. Das Bauen im Bestand ist immer eine Herausforderung, es geht nie ohne. Nicht zuletzt ist diese altehrwürdige und nun runderneuerte Berufsschule ein fantastisches Architekturjuwel, von der Fassade über die wunderbare Shedhalle bis zur Maurer- und Zimmererhalle, mit Blick über die Dächer der Maxvorstadt.“

Die Bildungsbauoffensive der Landeshauptstadt München
Die Landeshauptstadt München setzt mit Investitionen von über 8,7 Milliarden Euro für über 200 Bildungsbauprojekte das größte kommunale Bildungsbauprogramm Deutschlands um. Neben dem Bau von Gymnasien, Grund-, Mittel- und Realschulen sowie beruflichen Schulen, Kindertageseinrichtungen, Sportanlagen und Pavillonanlagen umfassen die bisherigen Bauprogramme zahlreiche Erweiterungen und Sanierungen von bestehenden Schulgebäuden und Kindertagesstätten.

(2. September 2026) Das Baureferat (Tiefbau) hat mit dem Bau von sechs neuen Baumstandorten in der Sendlinger Straße im Abschnitt zwischen Hackenstraße und Färbergraben begonnen. Sie sind der erste Schritt des städtischen Gesamtkonzepts für insgesamt 150 neue Baumstandorte in der Altstadt, mit dem die Fußgängerzone nach und nach grüner und hitzeresistenter werden soll.

Im Zuge dieser Arbeiten nutzt das Baureferat Synergien in der Baudurchführung und startet in der Sendlinger Straße einen Pilotversuch mit Unterflurabfallbehältern. Diese Behälter liegen größtenteils unter der Erde und bieten deutlich mehr Platz für Abfall als die bisherigen Standbehälter. Ein Unterflurbehälter fasst etwa das Zehnfache des größten bisher verwendeten Abfallbehälters. Dadurch kann das Entsorgungsvolumen erhöht werden, obwohl weniger Behälter im Straßenraum stehen. Das Baureferat testet damit, ob die Abfallentsorgung in der stark besuchten Fußgängerzone effizienter organisiert und dadurch die Aufenthaltsqualität verbessert werden kann.

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Die immer länger anhaltenden Hitzeperioden stellen uns vor immer größeren Herausforderungen. Mit unserem neuen städtischen Gesamtkonzept für insgesamt 150 neue Baumstandorte bringen wir Schritt für Schritt mehr Grün in die dicht bebaute Altstadt. Bäume kühlen ihre Umgebung, spenden Schatten und machen die Fußgängerzone angenehmer für Münchner*innen, Besucher*innen und Gewerbetreibende. In der Sendlinger Straße setzen wir nun die ersten Standorte um und sammeln wichtige Erfahrungen für weitere Baumpflanzungen in der Altstadt.“

Die Arbeiten beginnen mit dem Bau der Baumgruben. Dafür nimmt das Baureferat an den künftigen Baumstandorten die Oberfläche auf, hebt große Gruben aus und baut unter anderem Substrat, Drainagen, Baumscheibenrahmen und Schutzvorrichtungen ein. Anschließend stellt das Baureferat den Belag wieder her. Die eigentliche Pflanzung der Bäume ist für November geplant, weil die im Winter gesetzten Bäume bessere Anwuchsbedingungen haben.

Da unter der Oberfläche viele Leitungen liegen, ist die Umsetzung der Baumstandorte in der Altstadt besonders anspruchsvoll. Auch Feuerwehrzufahrten, Lieferverkehr, Barrierefreiheit, Denkmalschutz, Veranstaltungen und die hohe Zahl an Fußgänger*innen müssen dabei berücksichtigt werden. Deshalb plant und baut das Baureferat die neuen Baumstandorte in mehreren Bauabschnitten.

Das Baureferat stellt die ersten vier Baumgruben voraussichtlich bis vor dem Marathon am 11. Oktober fertig. Die beiden weiteren Baumgruben folgen bis Mitte November. Während der Arbeiten bleibt die Sendlinger Straße für Fußgänger*innen nutzbar. Es kann jedoch zeitweise zu Lärm und kleineren Einschränkungen rund um die Baustellenbereiche kommen.

Nach der Pflanzung der neuen sechs Bäume übernimmt das Baureferat auch die Fertigstellungs- und Entwicklungspflege. Dazu gehören unter anderem Bewässerung, Baumschutz, Entwicklungsschnitt und Maßnahmen zum Schutz der Wurzeln. So sollen die Bäume langfristig gut anwachsen und ihre volle Wirkung für Stadtklima und Aufenthaltsqualität entfalten.

Hinweis für Redaktionen: Mehr Informationen finden Sie im Beschluss des Bauausschusses des Stadtrats vom 30. April 2024 (Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 11934) und unter muenchen.de/baeume.

Ellen Kallscheuer

(16. Juli 2026) Die Aktivierungsmaßnahme Ostpark kann beginnen. Ab dem 20. Juli verwandelt sich der Ostpark für zehn Wochen in ein lebendiges Experimentierfeld. Heute haben Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer, Stadtbaurätin Prof. Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk, der Sachgebietsleiter Städtebau der Regierung von Oberbayern, Ralph Imhof sowie zweite stellvertretende Bezirksausschussvorsitzende für Ramersdorf-Perlach, Bärbel Girardin, den Startschuss für den über mehrere Wochen laufenden Aktionszeitraum gegeben und einzelne Elemente näher vorgestellt. Ziel der mit Bundesmitteln sowie durch den Freistaat Bayern großzügig geförderten Maßnahme ist es, gemeinsam mit den Nutzer*innen vor Ort, mit den Menschen aus Neuperlach Ideen für die Zukunft des Parks zu entwickeln und zu diskutieren.

Baureferentin Dr. Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Die Aktion „Hallo Ostpark“ ist eines der größten Beteiligungsverfahren, das das Baureferat jemals durchgeführt hat. Unser Ziel ist, im Sanierungsgebiet Neuperlach, die hier lebenden Menschen zu ermuntern, sich intensiv einzubringen, um das bestmögliche Ergebnis für eine Masterplanung für den Ostpark zu erreichen. Es gibt fünf ausgewählte Orte, an denen wir bestimmte Themen platzieren, um herauszufinden, ob sich der Ort zum Spielen, Sporttreiben, Naturerleben, Entspannen und Zusammensein eignet – oder wie wir ihn verändern sollen und müssen. Die Menschen probieren aus, wir hören zu. Darüber hinaus bereichert ab dem 20. Juli auch das TanzPark-ett – ein Gewinner aus dem München-Budget – die Aktivierungsmaßnahme.“

„Die Stadtsanierung meines Referats für Stadtplanung und Bauordnung ist aktuell in Neuperlach tätig, um diesen spannenden Stadtteil fit für die Zukunft zu machen. Seit seiner Fertigstellung 1982 ist der Ostpark für die Neuperlacher*innen ein prägender Ort zur Erholung und Freizeitgestaltung. Ich bin deshalb sehr gespannt auf die Ergebnisse der Aktion ‚Hallo, Ostpark‘, insbesondere im Hinblick auf aktuelle Nutzungsansprüche und die sich ändernden klimatischen Herausforderungen“, ergänzt Stadtbaurätin Elisabeth Merk.

Sachgebietsleiter Städtebau der Regierung von Oberbayern, Ralph Imhof: „Die Sanierung und Aufwertung des Ostparks ist die größte und eine der wichtigsten Sanierungsmaßnahmen im Sanierungsgebiet Neuperlach Nord. Als Bewilligungsstelle für die Städtebaufördermittel freuen wir uns, dass mit dem Beteiligungsprojekt eine wichtige Vorbereitungsmaßnahme in Angriff genommen wird. Das ist nicht nur für die Förderung der Sanierungsplanung eine wesentliche Grundlage, sondern auch für die spätere bauliche Umsetzung. Für die Durchführung des Beteiligungsprojekts wünschen wir der Stadt München viel Erfolg, rege Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger aus Neuperlach und große Erkenntnisgewinne für die weitere Planung.“

Bezirksausschussvorsitzende für Ramersdorf-Perlach, Thomas Kauer: „Die Weiterentwicklung des Ostparks ist ein vielgehörter Wunsch vor Ort. Der Ostpark ist grünes Wohnzimmer für rund 200.000 Menschen aus den umliegenden Stadtteilen. Ich begrüße die intensive Einbindung der Bevölkerung und lade sie herzlich ein, sich zu beteiligen. Mein dringender Rat ist es, umsetzbare Vorschläge zu erarbeiten und die Finanzierung frühzeitig zu sichern, auch in Zeiten knapper Kassen.“

Im Rahmen des Projekts „Hallo Ostpark" entstehen bis zum 25. September 2026 an fünf Fokusorten neue Angebote für Bewegung, Begegnung und Kultur, Natur und Erholung. Alle Menschen aus Neuperlach und den angrenzenden Wohngebieten sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen, die kostenfreien Angebote zu nutzen und ihre Ideen für die Zukunft des Parks einzubringen. Denn der Ostpark soll auch in Zukunft ein Ort bleiben, an dem sich Menschen aus dem Stadtteil in ihrem Stadtteil gerne treffen, Zeit verbringen und Erholung finden.

Gemeinsam ausprobieren
Während des 10-wöchtigen Aktionszeitraums werden unterschiedliche neue Nutzungen im Ostpark erprobt. An fünf Fokusorten entstehen Räume zum Spielen, Bewegen, Entspannen, Gärtnern und Begegnen: Es kann geskatet, Fußball oder Tischtennis gespielt, getanzt oder die neue Waldmurmelbahn ausprobiert werden. In der „Entspannten.Bucht" warten Hängematten, Liegestühle und ein kleiner Strand. Am „Zusammen.Platz" gibt es einen Pumptrack, eine Graffitiwand und eine lange Tafel für gemeinsames Essen. Im „Mitmach.Garten" wird gemeinsam gegärtnert und entdeckt. Am „Kultur.Hang" lädt eine Bühne zu Aufführungen und Veranstaltungen ein. Ergänzt werden die Orte durch ein vielfältiges Programm, das gemeinsam mit lokalen Akteur*innen entwickelt wurde. Manche Angebote sind nur für kurze Zeit zu erleben – umso mehr lohnt es sich, vorbeizuschauen.

Mitreden und Zukunft gestalten
Neben dem Ausprobieren steht die Beteiligung im Mittelpunkt. Das Projektteam ist von 20. Juli bis 25. September, von Montag bis Samstag im Park unterwegs und freut sich über Gespräche mit künftigen Nutzer*innen sowie über ihre Hinweise und Ideen. Eine große Informationsveranstaltung ist am 12. September. Von 12. bis 25. September 2026 findet außerdem eine vertiefende Beteiligungsphase statt, in der die gesammelten Erfahrungen diskutiert und weiterentwickelt werden. Die Ergebnisse fließen direkt in die zukünftige Gestaltung des Ostparks ein.

Das Projekt wird aus dem Städtebauförderungsprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ mit Mitteln des Bundes und des Freistaats Bayern gefördert. Das Baureferat (Gartenbau) der Landeshauptstadt München setzt die Aktivierungsmaßnahme Ostpark um. Das Münchner Büro STUDIO | STADT | REGION begleitet die Planung, unterstützt vom Stadtteilmanagement Neuperlach der Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung.

Weitere Informationen, das Sommerprogramm und aktuelle Termine sind unter Hallo Ostpark! – Landeshauptstadt München und www.stadtsanierung-neuperlach.de/ostpark sowie über die Kanäle des Stadtteilmanagements Neuperlach zu finden. Das Projektteam ist außerdem direkt erreichbar unter ostpark@studio-stadt-region.de.

Aktuelle Pressetermine im September 2026

Nach dreieinhalb Jahren Generalsanierung wird das denkmalgeschützte St.-Martin-Spital in Obergiesing wieder zum lebendigen Ort für Bildung, Beratung und Begegnung. Den Auftakt des dreitägigen Pre-Openings bildet am Freitag, 11. September, die feierliche Eröffnung mit Grußworten von Bürgermeisterin Mona Fuchs, Edwin Grodeke, Leiter des Kommunalreferats, der Leitenden Baudirektorin im Baureferat, Iris Lemke, sowie der Vorsitzenden des Bezirksausschusses Obergiesing-Fasangarten, Margit Ertlmaier, und Vertreter*innen der im Haus ansässigen Einrichtungen. Am Abend werden zwei Ausstellungen eröffnet, die sich der Geschichte und der Zukunft des St. Martin-Spitals widmen.

MVHS, KiTZ und Stadtjugendamt nutzen die Räume
Mit dem Abschluss der Sanierung ziehen die bisherigen Nutzer*innen in den historischen Standort ein. Das Stadtbereichszentrum Ost der Münchner Volkshochschule kehrt ab Oktober 2026 mit einem vielfältigen Bildungsangebot in moderne Räume – darunter Lehrküche, Bewegungsräume, Werkstätten und Ateliers – zurück. Auch für Senior*innen wird ein umfangreiches Kursprogramm und Beratung angeboten.

Gemeinsam mit dem KinderTagesZentrum (KiTZ) des Referats für Bildung und Sport sowie Einrichtungen des Stadtjugendamts entsteht im St. Martin-Spital ein generationenübergreifender Ort, an dem Bildung, Beratung, Betreuung und Teilhabe unter einem Dach zusammenfinden. Das KiTZ bietet neben der Betreuung von Kindern vielfältige Angebote für Familien im Stadtteil. Neben der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche, die Familien in Erziehungs-, Entwicklungs- und Lebensfragen berät, sind auch die Abteilung Pflege und Adoption sowie die Ambulanten Erziehungshilfen (AEH) des Stadtjugendamts im Haus angesiedelt. Sie begleiten Pflege- und Adoptivfamilien sowie Familien, Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Beratungs- und Unterstützungsangeboten.

Das ehemalige St.-Martin-Spital zählt zu den prägenden historischen Gebäuden Giesings. Es wurde zwischen 1892 und 1894 nach Plänen des Münchner Architekten Carl Hocheder errichtet und steht heute unter Denkmalschutz. Nach seiner Nutzung als Armenversorgungshaus und später als Altersheim diente das Gebäude seit 1988 verschiedenen städtischen Einrichtungen als Bildungs- und Verwaltungsstandort. Im Zuge der umfassenden Generalsanierung von 2023 bis 2026 durch das Baureferat wurde das historische Gebäude behutsam modernisiert und barrierefrei gestaltet. Ein architektonisches Highlight ist die ehemalige Kapelle, die künftig als Kultur- und Veranstaltungsraum genutzt wird.

Stadtschulrat Florian Kraus und die Leitende Baudirektorin im Baureferat, Iris Lemke, präsentieren im Rahmen eines Presserundgangs das Städtische Berufliche Schulzentrum Thomas Wimmer nach Abschluss der
Generalinstandsetzung. Mit der Sanierung und Erweiterung des denkmalgeschützten Gebäudes, in dem acht berufliche Schulen rund um das Baugewerbe Platz finden, setzt die Stadt ein starkes Zeichen für die Bedeutung des Bau- und Kunsthandwerks in München, für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts und für den Erhalt des baukulturellen Erbes. Zum Raumprogramm des Schulzentrums zählen 36 Werkstätten, Hallen und Labore, 38 Klassenräume, zehn integrierte Fachunterrichtsräume, drei Technikzentralen sowie eine Jugendfreizeitstätte und ein Versammlungsraum im neuen Anbau. Architektonische Besonderheiten sind die Shedhalle mit markantem Dach, das Glasbausteintreppenhaus und die hohe Maurer- und Zimmererhalle. Schaufenster ermöglichen Sichtbeziehungen in das Innere des Gebäudes. Als Kunst am Bau krönt die „Salomonische Säule“ von Karin Sander das Dach der Schule.

Achtung Redaktionen: Der Termin ist für Foto- und Videoaufnahmen geeignet. Für eine Teilnahme ist eine Akkreditierung bis Mittwoch, 9. September, 16 Uhr, per E-Mail an presse.rbs@muenchen.de erforderlich.

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