Internationale Bauausstellung
Die Internationale Bauausstellung Metropolregion München (IBA-M) 2024 bis 2034 hat den Schwerpunkt Mobilität und widmet sich den zentralen Fragen unserer Zeit.
Aktuell: Die IBA-M-Projektkandidaten der Stadt München
Beim Tag der IBA am 2. Dezember 2025 in der Alten Kongresshalle wurden die ersten IBA-M-Projektkandidaten bekannt gegeben, die sich in einem intensiven Auswahlverfahren durchgesetzt hatten. Die Landeshauptstadt München ist mit zwei Projektkandidaten vertreten:
Neubau Donnersbergerbrücke / Aufwertung des öffentlichen Raums Landshuter Allee
Projektort: München - Mittlerer Ring. Die Donnersbergerbrücke verbindet die Schwanthalerhöhe mit Neuhausen-Nymphenburg.
Projektträger*in: Landeshauptstadt München, Baureferat
Projektbeschreibung: Die Donnersbergerbrücke, eine der meistbefahrenen innenstädtischen Brücken Europas, soll bis in die 2040er Jahre vollständig erneuert werden. Das Projekt zielt auf die Sicherstellung eines innovativen, partizipativen und integrativen Planungsansatzes vor Baubeginn ab, um die Modernisierung als Motor für urbane Transformation zu nutzen.
Wandlungsräume der Mobilität
Projektort: Öffentliche (Teil-)Räume in München
Projektträger*in: Landeshauptstadt München, Mobilitätsreferat
Projektbeschreibung: Viele Münchner Alltagsorte der Mobilität verfügen über ungenutztes Potenzial, sie einladender, angenehmer und sicherer zu gestalten – von schmalen Grünstreifen über ungenutzte Parkplätze bis hin zu dunklen Durchgängen. Dieses ungenutzte Potenzial soll mit dem Projekt verwandelt werden – von Un-Orten hin zu lebendigen Wandlungsräumen der Mobilität, die Teilhabe, Begegnung und Bewegung fördern.
Die IBA-M-Projektideen der Stadt München
Die Landeshauptstadt München hat mehrere Projektideen bei der IBA eingereicht. An diesen werden die Referate (Mobilitätsreferat, Baureferat, Kommunalreferat und Referat für Stadtplanung und Bauordnung) unter der Federführung des jeweils einreichenden Referats in den kommenden Jahren gemeinsam mit der IBA GmbH arbeiten. Die Projektideen sind unterschiedlich weit fortgeschritten.
Projektidee: Lebendiges Hauptbahnhof-Umfeld – Transformationsräume nachhaltig gestalten
Projektort: Umfeld des Hauptbahnhofes München
Projektträger*in: Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Projektbeschreibung:
Der Hauptbahnhof München mit seinem Umfeld ist eine der wichtigsten Mobilitätsdrehscheiben Deutschlands, eine Verbindung in die Region und der Ankunftsort in der Stadt. Der Umbau des Bahnhofs wird die Stadtgesellschaft einige Jahrzehnte beschäftigen. Das Projekt will diese Phase des Umbruchs nutzen, um das Umfeld des Bahnhofs in den Fokus zu nehmen. Durch temporäre Bespielungen, öffentliche Aktionen und der Umgestaltung von (Teil-)räumen soll das Umfeld des Hauptbahnhofes auch während der Bauzeit belebt und attraktiv gestaltet werden.
Es soll untersucht werden, welche Neuordnungen und baulichen Veränderungen bereits jetzt das Umfeld aufwerten können, um als attraktiver Ankunftsort wahrgenommen zu werden und der Öffentlichkeit die Nutzung zu erleichtern.
Projektidee: Braunauer Eisenbahnbrücke – Revitalisierung – Umnutzung zur Fuß- und Radwegbrücke
Projektort: München Stadtbezirk 2 Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
Projektträger*in: Landeshauptstadt München, Baureferat
Projektbeschreibung:
Bei der Braunauer Brücke handelt es sich um eine Eisenbahnbrücke der Deutschen Bahn im Stadtgebiet von München, welche die Isar überspannt. Die Braunauer Eisenbahnbrücke besteht aus drei parallelen Stahlbauwerken. Während der nördliche Überbau bereits vor einigen Jahren stillgelegt wurde, sind der mittlere und der südliche Überbau der Deutschen Bahn noch in Betrieb.
Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wird zur Zeit untersucht, ob eine neue Nutzung des stillgelegten Bauwerks als Geh- und Radwegbrücke möglich ist, und wie die Bestandsbrücke und ihre Umgebung hierfür angepasst werden müssten.
Projektidee: Nord-Süd-Grünverbindung Moosach
Projektort: Das Projektgebiet liegt im Stadtbezirk 10 Moosach, westlich der Landshuter Allee zwischen dem Sapporobogen im Süden und dem Eisenbahn-Nordring im Norden.
Projektträger*in: Landeshauptstadt München, Baureferat, Gartenbau
Projektbeschreibung:
Zwischen Sapporobogen und DB-Nordring soll eine durchgängige, flexible und generationsübergreifende Grünverbindung entstehen. Neben einer Trockenbiotop-Verbundachse soll eine barrierefreie Fuß- und Radwegeverbindung die angrenzenden Stadtteile miteinander vernetzen. Das Projekt thematisiert die Übergänge zwischen Natur und Stadt: Von Süden her fließt die Natur auf den Vorplatz des ehemaligen Bahnhofs, der für urbane, nicht kommerzielle Nutzungen geöffnet wird. Nach Norden hin löst sich das Städtische über die Bahnsteige auf. Vorhandenes wird in die Gestaltung integriert und behutsam nutzbar gemacht. Es entstehen neue Wege auf alten Verbindungen. So kann der besondere Charakter des Ortes erhalten werden und gleichzeitig für künftige Entwicklungen offenbleiben.
Projektidee: Radschnellverbindung München - Garching/Unterschleißheim
Projektort: München, Garching, Unterschleißheim
Projektträger*in: Landeshauptstadt München, Landratsamt München, Staatliches Bauamt Freising, Stadt Garching, Stadt Unterschleißheim
Projektbeschreibung:
Die Projektidee umfasst die Planung und den Bau des bedeutendsten Radwegprojekts in der Landeshauptstadt München. Damit entsteht die erste innerstädtische Radschnellverbindung nach aktuell gültigem Regelwerk in Bayern. Zudem hat die Radschnellverbindung Modellcharakter für weitere Planungen. Erwartet werden deutlich sichtbare und erlebbare Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr entlang der Trasse. Zudem können neue Service- und Informationselemente wie zum Beispiel Haltebuchten für den Radverkehr, Rastplätze, Trinkwasserbrunnen, Fahrradservicestationen und eine neue Wegweisung getestet werden.
Projektidee: Rathaus der Mobilität
Projektort: München
Projektträger*in: Landeshauptstadt München, Kommunalreferat, Mobilitätsreferat
Projektbeschreibung:
Mit dem Rathaus der Mobilität entsteht ein Symbol für die Mobilitätswende in der Landeshauptstadt München. Hier wird die Mobilitätsstrategie 2035 beispielhaft umgesetzt, unter anderem durch ein zukunftsweisendes Mobilitätskonzept für alle Nutzenden und die Integration ins Quartier. Das künftig dort situierte Mobilitätsreferat wird das erste flächendeckende Referat, das ausschließlich in neuen Büroformen arbeitet. Daneben finden eine Kindertagesstätte und ein Stadtteilkulturzentrum Platz.
Die Kombination aus nachhaltiger Bauweise (Holzhybrid, rezyklierte Baustoffe wie RC-Beton sowie weitere kreislaufgerechte Baustoffe und Konstruktionen) und modernsten, neuen Office-Welten ist wegweisend für moderne, zukunftsfähige Verwaltungsstrukturen mit größtmöglicher Nähe zur Bürger*innenschaft.
Eine Übersicht aller weiteren Projektideen finden Sie hier.
IBA Metropolregion München GmbH
Was ist die IBA-M?
Anders und besser in der Metropolregion München unterwegs sein. Das will die Internationale Bauausstellung IBA-M von 2024 bis 2034 in der Metropolregion München erreichen. Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung, Zivilgesellschaft und Verwaltung sind eingeladen, bis 2034 Projektideen einzubringen, die Qualität und Kreativität auf exzellente Weise vereinen. Vielfältige Lösungsformen auf aktuelle Mobilitätsfragen werden als Impulsgeber dienen für die Mobilitäts- und Klimawende und für die nachhaltige Gestaltung der Landeshauptstadt. Die Mobilität ist weit zu denken und nicht nur auf Verkehr und Infrastruktur bezogen. Sie bieten Anknüpfungspunkte zu kulturellen, sozialen oder auch Nachhaltigkeitsthemen und integrieren auch beispielsweise digitale Projekte.
Die IBA-M ist die erste Internationale Bauausstellung in Bayern und die erste zum Thema Mobilität.
IBA Lounge München
Rückblick
Die Internationale Bauausstellung Metropolregion München hat am 10. Dezember 2024 zum Tag der IBA-Projektideen in die Alte Kongresshalle in München eingeladen. Die bisher eingereichten Projekte wurden in kurzweiligen Formaten präsentiert, mit Expert*innen diskutiert und schon weitergedacht.
Prof. Dr. Oliver Weigel ist seit 1. Oktober 2024 Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung (IBA) Metropolregion München. Er war bislang Leiter des Referats „Internationale und europäische Stadtentwicklungspolitik“ beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) in Berlin. Mit Oliver Weigel holte die IBA einen ausgewiesenen Experten für Innovationen in der Stadtentwicklung in die Geschäftsführung.
Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Internationalen Bauausstellung (IBA) der Metropolregion München ist gesetzt: Die Gründung der IBA GmbH, eines Zusammenschlusses der Städte München, Augsburg und Ingolstadt, der Landkreise München und Freising sowie des Vereins Europäische Metropolregion München (EMM e.V.), im November 2023.
Der vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) berufene IBA-Expertenrat besuchte vom 27. bis 28. Juni 2022 die Initiative zur Internationalen Bauausstellung (IBA) Metropolregion München. Zwei Tage haben sich fünf IBA-Expert*innen zusammen mit Vertreter*innen des BMWSB sowie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) über die IBA „Räume der Mobilität“ informiert und mit Vertreter*innen der Metropolregion den Stand der IBA-Vorbereitungen diskutiert. Stadtbaurätin Prof. Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk begrüßte die Gäste und hochrangige Vertreter*innen der Bayerischen Staatsministerien für Wohnen, Bau und Verkehr (StMB) sowie für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi).
Die Mitglieder des IBA-Expertenrats begleiten und beraten die laufenden Bauausstellungen in ganz Deutschland. Sie sollen sicherstellen, dass die Entwicklungen, Strukturen und inhaltliche Ausrichtungen der IBA mit den allgemeinen IBA-Qualitätskriterien im Einklang stehen.
Sehr beeindruckt zeigten sich die Expert*innen von der deutlich spürbaren kommunalen Eigeninitiative und dem wachsenden Vertrauen in Kooperationen, um die Zukunft der Region gemeinsam zu gestalten. Der Wandel der Mobilität, der mit dieser IBA insbesondere aus räumlicher Sicht bearbeitet werden soll, ist eine Herausforderung für jede Wachstumsregion in Deutschland und international. Einig waren sich die Beteiligten in dem Wunsch, als Auftakt der IBA ein gemeinsames Leuchtturmprojekt umzusetzen, das alle Bürger*innen der Metropolregion begeistert, jeden emotional mitnimmt und die Region zum Strahlen bringt
Am 25. Mai 2022 hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats vorberatend die Beteiligung der Stadt München an der Internationalen Bauausstellung (IBA) Metropolregion München sowie die Inhalte des IBA-Memorandums „Räume der Mobilität“ beschlossen.
Das Memorandum wurde in einem interkommunalen und interdisziplinären Arbeitsprozess erarbeitet und fasst die inhaltlichen und organisatorischen Grundlagen der IBA zusammen. Zeitgleich wurde das Projekt IBA gemeinsam mit dem Verein Europäische Metropolregion München (EMM e.V.) in der gesamten Metropolregion bekannt gemacht und ein großes Netzwerk an interessierten Kommunen und Akteur*innen geschaffen, die nun ebenfalls in den Startlöchern stehen, um den zehnjährigen IBA-Prozess einzuläuten.
Zwischen Mai 2022 und Oktober 2023 fanden fünf IBA Walks in Ingolstadt, Freising, Augsburg, Donauwörth und Erding statt. Bei allen Spaziergängen wurde deutlich, wie breit das Motto „Räume der Mobilität“ gedacht werden kann. Außerdem stellten die Städte aktuelle Projekte und Herausforderungen vor, wie zum Beispiel das "Zukunftsquartier Bahnhofsareal Freising".
Wie kann eine Internationale Bauausstellung (IBA) der Metropolregion München helfen, in Zukunft gemeinsam besser und anders unterwegs zu sein? Was muss nun getan werden, damit die IBA im Jahr 2022 starten kann? Das war das Thema der Metropolkonferenz des Vereins „Europäische Metropolregion München“. Erstmalig seit Vereinsgründung fand die große alljährliche Konferenz in der Stadt München statt, im symbolträchtigen Olympiastadion. Denn mit der IBA soll wieder – 50 Jahre nach den Olympischen Spielen – ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung von Stadt und Metropolregion angestoßen werden.
Videos von der Metropolkonferenz
Zwischen November 2020 und Juli 2024 fanden fünf digitale Treffen der AG IBA statt. Darin ging es unter anderem um die Gründung der IBA GmbH, die Einreichnung von Projekten und vieles mehr. 2023 stellte die IBA Thüringen ihre Inhalte vor. Die Treffen waren mit teilweise mehr als 200 Teilnehmer*innen gut besucht.