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Heinrich-Wieland-Straße

An der U-Bahn-Haltestelle Michaelibad soll ein neues Quartier mit rund 140 Wohnungen entstehen.

Das Projekt

Ansicht des 1. Preises von der Kreuzung aus
03 Architekten, München, mit ver.de Landschaftsarchitekten Stadtplaner Kröniger Rümpelein Wenk PartG mbH, Freising / SWM / LHM
1. Preis, Perspektive von der Kreuzung aus

Die Stadtwerke München wollen an der U-Bahn-Haltestelle Michaelibad ein neues Quartier mit rund 140 Wohnungen, Büroflächen, einer Kindertagesstätte, großflächigem Einzelhandel sowie Grün- und Freiflächen errichten. Hinzu kommen Park+Ride- sowie Bike+Ride-Stellplätze.

Das 1,2 Hektar große Planungsgebiet in Berg am Laim liegt auf dem ehemaligen Busbahnhof und der angrenzenden Park+Ride-Anlage; es ist von Wohngebieten und einem Grünzug im Osten umgeben. Südlich grenzt die Heinrich-Wieland-Straße an das Grundstück, das sich im Eigentum der Stadtwerke München (SWM) befindet.

Die geplanten Wohnungen sollen zu 50 Prozent im geförderten und preisgedämpften Wohnungsbau (20 Prozent EOF, 20 Prozent München Modell Werkswohnungen, 10 Prozent preisgedämpfter Wohnungsbau) und zu 50 Prozent im freifinanzierten Wohnungsbau als SWM-Werkswohnungen realisiert werden. Die Büros wollen die SWM selbst nutzen.

Die knapp 0,5 Hektar großen öffentlichen Grün- und privaten Freiflächen sollen fußläufig mit den benachbarten Grünflächen am Hachinger Bach und so mit den Wegeverbindungen zum Ostpark verknüpft werden. Das Planungsgebiet soll gut begrünte, vor Lärm geschützte Frei- und Grünflächen erhalten, die zum Aufenthalt einladen. Ein Teil des Baumbestands soll erhalten bleiben. Mit dem Projekt wird ein Mobilitätskonzept vorbereitet.

Stand der Planung

Die SWM werden mit den drei Preisträgern ein Verhandlungsverfahren nach der Vergabeverordnung (VgV) durchführen. Das beauftragte Büro wird das Wettbewerbsergebnis unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Preisgerichts überarbeiten. Das Ergebnis wird dann weiteren Bebauungsplanverfahren als endgültiges Planungskonzept zugrunde gelegt. Darauf aufbauend kann nch der Überarbeitung des Wettbewerbsergebnisses voraussichtlich ab Anfang 2022 die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Absatz 1 Baugesetzbuch stattfinden. Hier werden den Bürger*innen die wesentliche Planungsinhalte vermittelt und ihnen wird Gelegenheit gegeben, sich hierzu zu äußern.

Chronologie

2/2021: Bekanntgabe des Wettbewerbsergebnisses im Stadtrat
7 bis 10/2020: Realisierungswettbewerb
7 bis 08/2020: Digitale Öffentlichkeitsinformation durch die SWM vor Start des Wettbewerbs
12/2019: Aufstellungs- und Eckdatenbeschluss für den Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 2152 (Teiländerung des Bebauungsplans Nr. 1265)

Realisierungswettbewerb

Am 16. Oktober 2020 wurde der Realisierungswettbewerb entschieden. Die SWM haben in Abstimmung mit dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung zwölf Architektur- und Landschaftsarchitekturbüros zur Teilnahme aufgefordert. Vier Büros wurden gesetzt und acht weitere Büros über einen vorgeschalteten Teilnahmewettbewerb ausgewählt.  Wettbewerbsbetreuung: bgsm Architekten Stadtplaner Partnerschaftsgesellschaft mbB, München.

Das Preisgericht legte drei Preisträger fest.

1. Preis: 03 Architekten, München, mit ver.de Landschaftsarchitekten Stadtplaner Kröniger Rümpelein Wenk PartG mbH, Freising

2. Preis: Wittfoht Architekten bda, Stuttgart, mit ah Landschaftsarchitektur Anderson und Hinterkopf Partnerschaft mbh, Stuttgart

3. Preis: Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten mbh, Berlin, mit Weidinger Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin

Würdigung 1. Preis: Das Preisgericht würdigt die drei großen, frei geformten Gebäude. Sie haben zwischen sechs und zwölf Geschosse. Dazwischen entstehen klar definierte Grün- und Freiräume, die dazu einladen, von der Heinrich-Wieland-Straße an den Hachinger Bach zu spazieren. Die Kindertagesstätte ist mit ihrer Lage zum Hachinger Bach hin gut situiert. Dies ist für die Kita-Freiflächen von großem Vorteil.

Würdigung 2. Preis: Die L-förmige Bebauung, welche das Grundstück einrahmt und einen gelungenen Übergang zur Wohnbebauung an der Bad-Schachener-Straße schafft, wird vom Preisgericht gewürdigt. Die drei Punkthäuser schaffen eine Öffnung der Bebauungsstruktur nach Osten und Norden. Positiv zu erwähnen ist auch die Konstruktion in Holzbauweise als Betrag zum nachhaltigen Bauen.

Würdigung 3. Preis: In der Arbeit würdigt das Preisgericht die interessante Platzfolge, welche durch die Verzahnung der beiden viergeschossigen U-förmigen Baukörper mit Hochpunkten an den Ecken von sechs bis 13 Geschossen entsteht. Dadurch wird der neue Quartiersplatz im Südwesten mit dem öffentlichen Grünzug am Hachinger Bach verknüpft. Zudem überzeugt die Fassadengestaltung durch Materialität und einem regelmäßigen Raster.

Das Preisgericht empfiehlt einstimmig, bei der weiteren Planung die Hinweise aus der schriftlichen Beurteilung zu beachten. Ein Schwerpunkt wird darin liegen, dass die nachzuweisenden Grün- und Freiflächen in der Planung berücksichtigt werden. Bei den Wohnungen liegt der Schwerpunkt in der Überarbeitung auf der Barrierefreiheit. Insbesondere im geförderten Wohnungsbau ist die Erreichbarkeit für alle ein wichtiges Thema. Dies kommt alten Personen mit Rollator, Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, sowie Familien mit Kinderwägen gleichermaßen zu Gute.

Ansichten der Siegerentwürfe

Dies ist eine Bildergalerie in einem Slider. Mit den Vor- und Zurück-Kontrollelementen kann navigiert werden. Bei Klick öffnet sich ein Modal-Dialog, um das vergrößerte Bild mit weiteren Informationen anzuzeigen.

  • Referat für Stadtplanung und Bauordnung

    Stadtplanung - Planungsgruppe Bezirk Ost (Stadtbezirk 14 und 15)

    Blumenstraße 28b

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