Bezirksausschuss 5: Laufende Projekte

Einige aktuelle Themen, Projekte und Aktionen im Bezirk Au-Haidhausen.

Gasteig
Parklet in München

Parkflächen neu genutzt: Parklets in München

Auch im Jahr 2022 und 2023 wird Green City e.V. Sie im Auftrag des Mobilitätsreferats bei der Planung, Beantragung und dem Bau Ihres Parklets unterstützen.
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Zukunft des Mariahilfplatzes

Zur Diskussion der weiteren Gestaltung des Mariahilfplatzes und der Rahmenbedingungen für Veranstaltungen darauf fand am 25.04.2022 in der gut gefüllten Mariahilfkirche eine Einwohnerversammlung der Anwohnerinnen und Anwohner statt, nachdem der Termin am 24.11.2021 Corona-bedingt abgesagt werden musste. Die Mitglieder des Bezirksausschuss befassen sich in einer Sondersitzung im Juni mit den Themen.

Fotowettbewerb Au-Haidhausen 2022

Fotowettbewerb Au-Haidhausen 2022

Einladung für die Au-Haidhauser Bürger*innen zu einem großen Fotowettbewerb über unsere beiden Stadtteile in SW oder Color. Letzter Abgabetermin Montag 15. Oktober 2022.
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Generalsanierung Gasteig

Münchner Stadtbibliothek

Mit dem Gasteig befindet sich eines der größten Kulturzentren Europas in Au-Haidhausen. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Generalsanierung. Das Interimsquartier HP8 in Sendling wurde bereits bezogen, die Stadtbibliothek hat im Motorama ein neues Zuhause gefunden.

In einem fraktionsübergreifenden Antrag fordert der Bezirksausschuss im Dezember 2021, dass die derzeit leer stehenden Räume Kulturschaffenden zur Verfügung gestellt werden sollen, insbesondere für die Gemeinschaftsausstellung „Obacht -Kultur im Quartier“ im Jahr 2023.

  • BA-Antrag 20-26 / B 03428: Gasteig: Zwischennutzung durch Kulturschaffende ermöglichen, unter besonderer Berücksichtigung von Künstler*innen aus der Au und Haidhausen (RIS )

Im September 2020 brachte der Bezirksausschuss in einer Sondersitzung im Gasteig seine Forderungen an den Umbau in den kommenden Jahren zum Ausdruck. Verschiedene Anträge der Parteien zielen auf eine umwelt- und anwohnerfreundliche Umsetzung des Projekts:

  • BA-Antrag 20-26 / B 00830 (Grüne): Klimaneutrale Generalsanierung des Gasteig (RIS )
  • BA-Antrag 20-26 / B 00831 (Grüne): Baumfällungen am Gasteig (RIS )
  • BA-Antrag 20-26 / B 00832 (Grüne): Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gasteigs (RIS )
  • BA-Antrag 20-26 / B 00833 (SPD): Forderungen des BA 5 zur Gasteiggeneralsanierung (RIS )

Ende 2021 startete der Betrieb der Bibliothek im Motorama. Die Räumlichkeiten liegen im 1. OG des Gebäudes im Bereich des ehemaligen Fitnesstudios, die Größe entspricht einer großen Stadtteilbibliothek. Ein Fokus liegt auf Kindern und Familie, neben Bücherregalen gibt es einen Gaming-Bereich, Plätze für ca. 60-70 Arbeitende und vielfältige Verweilbereiche. Die voraussichtliche Verweildauer im Motorama wird wohl etwas länger als die ursprünglich veranschlagten fünf Jahre betragen, da sich der Umbau aktuell wegen der Suche nach einem externen Investor verzögert.

In einer Informationsveranstaltung im März 2021 informierte der Direktor der Stadtbibliothek, Arne Ackermann, die Mitglieder des Bezirksausschusses zu den Details des neuen Standorts. Die Bibliothek will den Kontakt zu Schulen im Stadtviertel suchen und auch die Idee des BA, Flächen für Künstlerinnen und Künstler aus der Umgebung zu schaffen, stieß auf offene Ohren.

Die vorgestellten Pläne zeigen, dass sich Au-Haidhausen auf das Interimsquartier der Stadtbibliothek freuen kann. Eine Zusammenarbeit zur laufenden Ausgestaltung wird von beiden Seiten, BA und Bibliothek, angestrebt.

Radverkehr

Meldeplattform Radverkehr

Die Landeshauptstadt hat ein offenes Ohr für Anregungen zum Thema Radverkehr. Auf der Meldeplattform können Sie mit den Verantwortlichen der Verwaltung in Kontakt treten.
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2. S-Bahn-Stammstrecke

Michael Nagy / LHM

Auf rund zehn Kilometern zwischen den Bahnhöfen Laim im Westen und Leuchtenbergring im Osten wird aktuell die 2. S-Bahn-Stammstrecke gebaut.

Die DB Netz und das Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr stellen dabei auf einer Webseite die aktuellsten Informationen zur Verfügung:

www.2.stammstrecke-muenchen.de

Der Bezirksausschuss war in verschiedenen Sitzungen immer wieder mit dem Bau der 2. S-Bahn-Stammstrecke befasst und begleitet die Planungen kritisch aus Sicht der Stadtbezirksbewohnerinnen und -bewohner.

Im Oktober/November 2021 fand die öffentliche Auslegung der Planunterlagen für den dritten Abschnitt des Baus statt. Der Bezirksausschuss beteiligt sich hieran aktiv mit verschiedenen Anträgen, die in der Oktobersitzung von der Vollversammlung verabschiedet werden. Dabei handelt es sich um Themen wie z.B.:

  • Einsatz von Abbiegeassistenten bzw. emissionsfreie Antriebe bei den Baustellenfahrzeugen.
  • Betreffend die Baustelle am Rettungsschacht 7: möglichst wenig Bodenversiegelung, eine sichere Organisation des Verkehrs am Fußweg und Ersatzflächen für die Zeit enn der Sportplatz nicht genutzt werden kann.
  • Ersatzpflanzungen im direkten Umfeld für die 15 naturschutzrechtlich hochwertigen Bäume, die im Bereich der Orleansstraße gefällt werden sollen
  • Der BA lehnt eine längere Unterbrechung des Trambetriebs durch die Unterführung vom Haidenauplatz nach Berg am Laim vollständig ab.

Die Sanierung des Wiener Platzes

Bildarchiv Landeshauptstadt München

Der Markt am Wiener Platz wird den aktuellen gesetzlichen Anforderungen an Hygiene, Brandschutz, Warenpräsentation und Warenschutz, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Logistik und Infrastruktur nicht mehr gerecht. Ohne eine Überplanung, unter Berücksichtigung von vorhandener Marktstruktur und Charakter, ist der Erhalt und Betrieb des Marktes nicht gesichert.

Der Stadtrat hat 2018 nach einem durchgeführten Konsensverfahren die Generalsanierung beschlossen. Diese sieht die Sanierung im Bestand sowie die Erweiterung der Markthäuschen um einen dezentralen Marktstand vor. Außerdem soll eine barrierefreie Toilettenanlage errichtet werden.

Im September 2020 wurden dem Bezirksausschuss die aktualisierten Pläne für das weitere Vorgehen vorgestellt. Die Maßnahmen sollen demnach dem Konzept der Generalsanierung folgen. Das wesentliche Erscheinungsbild des Marktes wird erhalten bleiben, die Stände werden sich in Höhe, Breite und Tiefe nur geringfügig ändern. Die Bauphase ist derzeit schrittweise geplant, die einzelnen Stände werden nach und nach saniert und dafür teilweise abgebaut. Ein Großteil der Arbeiten soll dezentral erfolgen.

Der Beginn der Bauarbeiten steht derzeit noch nicht fest.

Bauprojekt Orleanshöfe

Mit den Orleanshöfen ist zwischen Ostbahnhof und Haidenauplatz die Entstehung von Wohn- und Gewerberaum geplant. Nach den Welfenhöfen und den Bauten auf dem ehemaligen Schörghuber-Gelände wird hiermit die letzte größere Brachfläche des Sadtviertels bebaut.

Die Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß Paragraf 3 Abs. 1 fand im April/Mai 2021 u.a. in Form einer digitalen Erörterungsveranstaltung statt.

Die Unterausschüsse Klima und Umwelt sowie Mobilität befassten sich im April 2021 mit dem Thema Biotopverbundfläche. Diese soll am östlichen Rand der Fläche entstehen, um insbesondere für Tiere eine Verbindung zwischen verschiedenen Lebensräumen zu schaffen. Offen ist derzeit noch, inwieweit auf dieser Seite noch ein Betriebsweg der Bahn sowie ein Radweg umgesetzt werden können.

Im Planungsausschuss des Stadtrats waren die Orleanshöfe Thema Anfang Februar 2021, dort wurde in einem Änderungsantrag nochmals die Forderung des BA nach Radwegentscheid-konformen Radwegen unterstrichen, auch soll ein Gedenkort für die Mitglieder der Weiße Rose unter Einbezug der historischen Zaunelemente errichtet werden. Daneben soll noch geprüft werden, ob ein Drittel der für Wohnen vorgesehenen Geschossflächen für Flexi-Wohnen genutzt werden kann.

Nach der Wiederaufnahme der Planungen und der Beendigung des Wettbewerbs wurde der Bezirksausschuss Ende 2020 in zwei Terminen, einmal mit dem Investor und einmal mit dem Baureferat, involviert.

Themen, die dem Bezirksausschuss in diesem Projekt wichtig sind, sind vielfältig. Unter anderem legten die Mitglieder bei den Terminen Wert auf folgende Punkte:

  • Die Umsetzung der Fahrradwege entlang der Orleansstraße soll gemäß dem Radentscheid umgesetzt werden und nicht eine verpflichtende Nutzung eines aktuell geplanten Zweiwegeradwegs an der Südseite der Straße beinhalten.
  • Der BA lehnt es ab, dass für Grünflächen, die auf dem Baugelände selbst nicht entstehen, ein Ausgleich in Form einer Aufwertung des Hypoparks geschieht. (siehe u.a. BA-Antrag 20-26 - T 014793 RIS )
  • Die Emissionsbelastung für den entstehenden Wohnraum durch die stark befahrene Orleansstraße sowie die Bahnstecke darf die gängigen Grenzwerte nicht überschreiten und es müssen ggf. Maßnahmen zur Reduzierung getroffen werden.
  • Bei der Nutzung der Flächen legt der Bezirksausschuss Wert darauf, dass kein Hotel entsteht.

Im Rahmen einer Abstimmung in der Dezember-Vollversammlung wurde der Hochpunkt am Nordende des Geländes diskutiert, hier sprach sich eine Mehrheit gegen eine Reduzierung der maximalen Höhe von gut 40 Metern aus. Gut möglich also, dass an dieser Stelle das erste Hochhaus Haidhausens entstehen wird.