Aufenthaltserlaubnis – Qualifizierte Geduldete

Sie kommen aus einem Drittstaat (nicht EU-Staat, Norwegen, Island, Liechtenstein oder der Schweiz) haben eine Duldung und möchten einer Ihrer beruflichen Qualifikation entsprechenden Beschäftigung nachgehen? Dann benötigen Sie eine Aufenthaltserlaubnis.

Gültigkeitsdauer
Die Aufenthaltserlaubnis wird für zwei Jahre erteilt. Sie kann nach Ausübung einer zweijährigen der Qualifikation entsprechenden Beschäftigung zu jeder Beschäftigung, das heißt auch zu einer nicht der beruflichen Qualifikation entsprechenden Beschäftigung, verlängert werden.

Geduldete mit einer Ausbildungsduldung haben nach erfolgreichem Abschluss ihrer qualifizierten Berufsausbildung einen Anspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis. Dies gilt nur für eine der erworbenen beruflichen Qualifikation entsprechenden Beschäftigung für die Dauer von zwei Jahren, wenn die Voraussetzungen vorliegen.

Wohnsitzanmeldung:
Sie müssen zunächst Ihren Wohnsitz in München im Bürgerbüro anmelden.
 
Antragstellung und Terminvereinbarung:
Für die Antragstellung und die Terminvereinbarung senden Sie uns bitte Ihr Antragsformular sowie die benötigten Unterlagen mit dem Kontaktformular oder per Post zu. Sie erhalten nach der Prüfung von uns einen Termin zur persönlichen Vorsprache.

Voraussetzungen

Sie haben 
  • in Deutschland eine qualifizierte Berufsausbildung oder ein Hochschulstudium abgeschlossen oder
  • mit einem anerkannten ausländischen Hochschulabschluss seit zwei Jahren ununterbrochen eine dem Abschluss angemessene Beschäftigung in Deutschland ausgeübt oder
  • eine im Ausland erworbene qualifizierte Berufsausbildung sowie seit drei Jahren ununterbrochen eine qualifizierte Beschäftigung in Deutschland ausgeübt. 
  • innerhalb des vergangenen Jahres vor Beantragung der Aufenthaltserlaubnis keine öffentlichen Mittel für Ihren Lebensunterhalt bezogen (hiervon ausgenommen sind Kosten für Unterkunft und Heizung) 
  • Sie verfügen über ausreichenden Wohnraum
  • Sie verfügen über Deutschkenntnisse mindestens auf dem Niveau B 1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) für Sprachen
  • Sie haben die Ausländerbehörde nicht vorsätzlich über aufenthaltsrechtlich relevante Umstände getäuscht
  • Sie haben behördliche Maßnahmen zur Aufenthaltsbeendigung nicht vorsätzlich hinausgezögert oder behindert
  • Sie haben keine Bezüge zu extremistischen oder terroristischen Organisationen und unterstützen diese auch nicht
  • Sie wurden nicht wegen einer in Deutschland begangenen vorsätzlichen Straftat verurteilt; Geldstrafen von insgesamt bis zu 50 Tagessätzen oder bis zu 90 Tagessätzen wegen Straftaten, die nach dem Aufenthaltsgesetz oder dem Asylgesetz nur von Ausländern begangen werden können, bleiben grundsätzlich außer Betracht
 

Benötigte Unterlagen

  • vollständig ausgefülltes Antragsformular
  • gültiger Pass oder Passersatz
  • ein biometrisches Passfoto
  • Krankenversicherungsnachweis (Versichertenkarte oder Mitgliedsbescheinigung) von einer gesetzlichen Krankenversicherung. Privat Krankenversicherte müssen auf Art und Umfang ihrer Krankenversicherung achten.
  • Nachweis über die Lebensunterhaltssicherung (Einkommensnachweise)
  • Mietvertrag
Ausbildung und Arbeit
  • Zeugnis oder Zertifikat über den Abschluss der Berufsausbildung oder des Studiums beziehungsweise Nachweis der qualifizierten Beschäftigung in den letzten zwei beziehungsweise drei Jahren
  • Zertifikat über mindestens ausreichende deutsche Sprachkenntnisse (B 1) des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) für Sprachen (nur erforderlich, wenn die qualifizierte Berufsausbildung oder das Hochschulstudium nicht in Deutschland erfolgreich abgeschlossen wurde)
  • Arbeitsvertrag
  • Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis
Hinweis
Im Einzelfall können noch weitere Unterlagen benötigt werden.

Dauer & Kosten

Bearbeitungszeit

Sechs bis acht Wochen

Gebührenrahmen

Ersterteilung: 100 Euro
Verlängerung für einen weiteren Aufenthalt bis zu drei Monaten: 96 Euro
Verlängerung für einen weiteren Aufenthalt von mehr als drei Monaten: 93 Euro

Rechtliche Grundlagen

§ 19d AufenthG
Landeshauptstadt München

Kreisverwaltungsreferat
Hauptabteilung II Bürgerangelegenheiten
Ausländerangelegenheiten, Asylangelegenheiten

Bitte beachten Sie die Corona-Bestimmungen

Telefon

Post

Landeshauptstadt München
Kreisverwaltungsreferat
Hauptabteilung II Bürgerangelegenheiten
Ausländerangelegenheiten, Asylangelegenheiten

Ruppertstraße 19
80466 München

Fax: 089 233-45595

Adresse

Seidlstraße 27
80335 München

Raum: Servicepoint (Erdgeschoss)

Barrierefreiheit & Anfahrt

Anfahrt mit MVV

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