Aufenthaltserlaubnis – Forschende

Sie möchten eine Forschungstätigkeit beginnen? Dann können Sie dafür eine Aufenthaltserlaubnis beantragen.

Gültigkeitsdauer:

Die Aufenthaltserlaubnis wird für mindestens ein Jahr erteilt, sofern das Forschungsvorhaben nicht in einem kürzeren Zeitraum durchgeführt wird.

Wenn Sie an einem unions- oder multilateralen Programm teilnehmen, verlängert sich die Aufenthaltserlaubnis auf zwei Jahre, sofern das Forschungsvorhaben nicht in einem kürzeren Zeitraum durchgeführt wird.

Die Aufenthaltserlaubnis kann verlängert werden, sofern Sie gewisse Voraussetzungen erfüllen. Forscher können nach fünf Jahren eine Niederlassungserlaubnis (§ 9 AufenthG) erhalten.

Beschäftigungsmöglichkeit:

Mit der Aufenthaltserlaubnis können Sie bei der im Arbeitsvertrag genannten Forschungseinrichtung arbeiten.

Arbeitsplatzsuche:

Nach Abschluss der Forschungstätigkeit kann Ihre Aufenthaltserlaubnis um bis zu neun Monate zur Arbeitsplatzsuche verlängert werden. Die gesuchte Erwerbstätigkeit muss Ihrer Qualifikation als Forscher*in entsprechen.

Wechsel der Forschungseinrichtung oder des Arbeitgebers:

Ein Wechsel der Forschungseinrichtung oder des Forschungsvorhabens wird bei Vorliegen der oben genannten Voraussetzungen gewährt. Der Wechsel in eine Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Beschäftigung nach Abschluss des Forschungsvorhabens ist möglich, jedoch muss die gesuchte Erwerbstätigkeit Ihrer Qualifikation entsprechen.

Erlöschen wegen eines Auslandsaufenthaltes:

Ihre Aufenthaltserlaubnis erlischt, wenn Sie nicht aus einem vorübergehenden Grund ausreisen und bei einem Auslandsaufenthalt von mehr als sechs Monaten. Dies können Sie verhindern, wenn Sie von der Möglichkeit der innereuropäischen Mobilität im Sinne der Richtlinie (EU) 2016/801 Gebrauch machen. Bitte informieren Sie sich hierzu vor Ihrer Ausreise.

Aufenthaltserlaubnis für mobile Forscher:

Für einen Aufenthalt zum Zweck der Forschung, der mehr als 180 Tage und höchstens ein Jahr dauert, bekommen Sie eine Aufenthaltserlaubnis erteilt, wenn Sie einen Aufenthaltstitel gemäß der Richtlinie (EU) 2016/801 in einem anderen Mitgliedstaat besitzen und Sie eine Aufnahmevereinbarung oder einen entsprechenden Vertrag mit der aufnehmenden Forschungseinrichtung im Bundesgebiet vorgelegen.

Visum:
Sie müssen vor der Einreise ein  Visum bei der zuständigen deutschen  Auslandsvertretung (Botschaft oder Konsulat) beantragen.
Staatsangehörige von Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, Neuseeland oder den USA können auch ohne Visum nach Deutschland einreisen und vor der Aufnahme der Forschungstätigkeit die Aufenthaltserlaubnis beantragen.

Nach der Einreise:
Sie müssen als Erstes Ihren Wohnsitz in München im Bürgerbüro anmelden.

Antrag und Terminvereinbarung:
Bevor Ihr Visum/ Aufenthaltstitel abläuft, müssen Sie eine Aufenthaltserlaubnis zur Forschung beantragen. Können Sie zu diesem Zweck visafrei einreisen, müssen Sie innerhalb von 90 Tagen nach Ihrer Einreise einen Aufenthaltstitel bei der Ausländerbehörde beantragen.

Für die Beantragung und die Terminvereinbarung senden Sie uns bitte Ihr  Antragsformular sowie die benötigten Unterlagen mit dem  Kontaktformular.


Voraussetzungen

  • Sie haben einen anerkannten Doktorgrad oder Hochschulabschluss, der Ihnen den Zugang zu Doktoratsprogrammen ermöglicht.
  • Sie haben eine Aufnahmevereinbarung oder einen Arbeitsvertrag mit einer anerkannten oder nicht anerkannten Forschungseinrichtung.
  • Kostenübernahmeerklärung der Forschungseinrichtung für den Lebensunterhalt und alle entstehenden öffentlichen Kosten bis zu sechs Monate nach Beendigung der Aufnahmevereinbarung (nicht erforderlich bei allgemeiner Erklärung gegenüber dem BAMF oder bei Finanzierung der Forschungseinrichtung aus öffentlichen Mitteln).

Besondere Regelung für Asylsuchende

Wenn Sie die Voraussetzungen für eine Aufenthaltserlaubnis  erfüllen, können Sie die Aufenthaltserlaubnis auch während eines Asylverfahrens oder nach unanfechtbarer Ablehnung des Asylantrags erhalten.

Aufenthaltserlaubnis für mobile Forschende

Für einen Aufenthalt zur Forschung, der mehr als 180 Tage und höchstens ein Jahr dauert, bekommen Sie eine Aufenthaltserlaubnis. Dafür müssen Sie einen Aufenthaltstitel (Richtlinie EU 2016/801) in einem anderen Mitgliedstaat besitzen und eine Aufnahmevereinbarung oder einen entsprechenden Vertrag mit der aufnehmenden Forschungseinrichtung im Bundesgebiet vorlegen.

Kurzfristige Mobilität für Forschende

Wenn Sie einen Aufenthaltstitel für Forschungszwecke eines anderen EU-Staates (Richtlinie EU 2016/801) besitzen und bis zu 180 Tage in einem Zeitraum von 360 Tagen in Deutschland forschen möchten, benötigen Sie keinen deutschen Aufenthaltstitel. Die aufnehmende Forschungseinrichtung in Deutschland muss hierzu für Sie eine Mitteilung an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) schicken.

Benötigte Unterlagen

  • vollständig ausgefülltes Antragsformular
  • gültiger Reisepass oder Passersatz
  • ein aktuelles biometrisches Passfoto (Fotoautomaten finden Sie auch in der Ausländerbehörde)
  • gültiges Visum zur Einreise zum Zweck der Forschung (soweit erforderlich)
  • Krankenversicherungsnachweis (Versicherungskarte oder Mitgliedsbescheinigung). Privat Krankenversicherte müssen auf Art und Umfang ihrer Krankenversicherung achten. Eine Reisekrankenversicherung reicht nicht aus.
  • Nachweis über den Wohnsitz (Mietvertrag oder Kaufvertrag)

Besondere

  • Promotionsurkunde oder Hochschuldiplom: bei ausländischem Zeugnis oder Diplom müssen Sie eine beglaubigte deutsche Übersetzung vorlegen und die förmliche Anerkennung (falls erforderlich)
  • Aufnahmevereinbarung einschließlich Kostenübernahmeerklärung oder entsprechender Vertrag zur Durchführung des Forschungsvorhabens

Hinweis:

Im Einzelfall können noch weitere Unterlagen benötigt werden.

Dauer & Kosten

Bearbeitungszeit

Sechs bis acht Wochen

Gebührenrahmen

Ersterteilung: 100 Euro

Verlängerung um drei Monate: 96 Euro

Verlängerung um mehr als drei Monate: 93 Euro

Rechtliche Grundlagen

§ 18d AufenthG

REST-Richtlinie 2016/801 (Richtlinie über die Bedingungen für die Einreise und den Aufenthalt von Drittstaatsangehörigen zu Forschungs- oder Studienzwecken)

Fragen & Antworten

Der Wechsel in eine Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Beschäftigung nach Abschluss des Forschungsvorhabens ist möglich. Die gesuchte Erwerbstätigkeit muss Ihrer Qualifikation entsprechen. Zur Arbeitsplatzsuche wird die Aufenthaltserlaubnis für bis zu neun Monate erteilt.

Deutschkenntnisse sind für einen Familiennachzug von Eheleuten von Forschenden nicht erforderlich.

Landeshauptstadt München

Kreisverwaltungsreferat (KVR)
Hauptabteilung II Bürgerangelegenheiten
Ausländerangelegenheiten
Service-Center für internationale Fachkräfte

Bitte beachten Sie die Corona-Bestimmungen

Telefon

Post

Landeshauptstadt München
Kreisverwaltungsreferat (KVR)
Hauptabteilung II Bürgerangelegenheiten
Ausländerangelegenheiten
Service-Center für internationale Fachkräfte

Ruppertstraße 19
80466 München

Fax: 089 233-44284

Adresse

Ruppertstraße 19
80337 München

Öffnungszeiten

Nur mit Termin

Barrierefreiheit & Anfahrt

Anfahrt mit MVV

Ähnliche Leistungen

Aufenthaltserlaubnis – Wissenschaftliches Personal

Sie kommen nicht aus der EU, Norwegen, Island, Liechtenstein oder der Schweiz und erfüllen nicht die Voraussetzungen für einen Aufenthalt in der Forschung? Dann brauchen Sie eine...

Aufenthaltserlaubnis – Fachkräfte mit akademischer Ausbildung

Sie kommen aus einem Drittstaat (nicht EU-Staat, Norwegen, Island, Liechtenstein oder die Schweiz), sind eine Fachkraft mit akademischer Ausbildung und möchten eine qualifizierte Beschäftigung in...

Aufenthaltserlaubnis – Doktoranden

Sie kommen nicht aus einem EU-Staat, Norwegen, Island, Liechtenstein oder der Schweiz und möchten ein Promotionsstudium absolvieren? Dann brauchen Sie eine Aufenthaltserlaubnis.

Aufenthaltserlaubnis – Qualifizierung als Ärztin/ Arzt

Sie kommen nicht aus der EU, Norwegen, Island, Liechtenstein oder der Schweiz, haben eine ausländische Qualifikation als Ärztin oder Arzt und möchten eine Approbation oder Berufserlaubnis...

Informationen für Werkvertragsarbeitnehmer

Sie sind Ausländer*in und wollen als Werkvertragsarbeitnehmer tätig werden? Die entsprechenden Informationen finden Sie hier.

Erlaubnis für eine selbständige Erwerbstätigkeit für Staatsangehörige aus Drittstaaten

Staatsangehörige aus Drittstaaten und ihre Familienangehörigen können eine Erlaubnis für eine selbständige Erwerbstätigkeit beantragen.

Niederlassungserlaubnis für Hochqualifizierte

Hochqualifizierte ausländische Staatsangehörige können in besonderen Fällen ohne Voraufenthaltszeiten in Deutschland eine Niederlassungserlaubnis erhalten.

ICT-Karte (Intra-Corporate-Transfer)

Die ICT-Karte ist eine befristete Aufenthaltserlaubnis für europaweite firmeninterne Transfers.

Verpflichtungserklärung – Firma oder Organisation

Ihre Firma oder Organisation möchte jemanden zu Besuch einladen, der für die Einreise ein Visum braucht?

Aufenthaltserlaubnis – Qualifizierte Geduldete

Sie kommen aus einem Drittstaat (nicht EU-Staat, Norwegen, Island, Liechtenstein oder der Schweiz) haben eine Duldung und möchten einer Ihrer beruflichen Qualifikation entsprechenden Beschäftigung...