Publizistikpreis

Die Auszeichnung für eine hervorragende journalistische Gesamtleistung wird alle drei Jahre verliehen.

Über den Preis

Alternierend mit dem Literaturpreis und dem Übersetzerpreis vergibt die Landeshauptstadt München alle drei Jahre den Publizistikpreis in Höhe von 10.000 Euro. Mit ihm wird eine hervorragende journalistische Gesamtleistung in Wort, Ton und/oder Bild, verbreitet in Zeitungen, Zeitschriften, Büchern im Hörfunk und/oder Fernsehen, gewürdigt.

Vorausgesetzt wird, dass die Preisträger*innen in der Region München leben oder eine enge Verbindung zu München als Ort ihres Schaffens haben. Mit dem Publizistikpreis wird eine Persönlichkeit ausgezeichnet, die dazu beigetragen hat, München als Medienstadt Profil zu geben. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich. Der Preisträger/die Preisträgerin wird von einer vom Stadtrat berufenen Fachjury vorgeschlagen. Die Entscheidung liegt beim Kulturausschuss der Stadt München.

Den Publizistikpreis erhielten

Jurybegründung

Die deutsch-iranische Journalistin Natalie Amiri berichtet hintergründig und kenntnisreich über die komplexe Situation in Staaten wie Iran, Afghanistan oder Syrien. Unter anderem leitete sie von 2015 bis 2020 das ARD-Studio in Teheran. Im Mai 2020 musste sie die Leitung aus Sicherheitsgründen abgeben. Sie berichtet regelmäßig für den  ARD „Weltspiegel“ des Bayerischen Rundfunks aus München. Ihr Buch „Zwischen den Welten“ über ihre Erfahrungen im Iran wurde 2021 zum Bestseller.
Natalie Amiris Arbeit zeichnet sich bei aller journalistischen Objektivität durch eine besondere Nahbarkeit aus. Ihre Reportagen aus dem Ausland gehen über die Schilderung reinen Regierungshandelns hinaus und bringen den Fernsehzuschauer*innen und Leser*innen die Lebenswelten der dortigen Menschen näher, geben realistische Einblicke in ihre Wünsche, Sehnsüchte und die mitunter innere Gespaltenheit zwischen „Ost und West“.
Als Frau hat Natalie Amiri nochmal mehr Zugänge zu den Bevölkerungen im Iran oder Afghanistan, denn Journalisten ist hier meist qua Geschlecht der Zugang zum weiblichen Teil verwehrt. Natalie Amiris Schilderungen werden hierdurch ganzheitlicher und tief. Sie informieren genau, einfühlsam und auch in kritischen Situationen unerschrocken und hartnäckig – und tragen so dazu bei, dass die Menschen in den Krisenregionen nicht vergessen werden.

Mitglieder der Jury

Der Jury gehörten unter Leitung von Kulturreferent Anton Biebl an:
Robert Andreasch (Preisträger 2019),  Dr. Jonathan Beck (C.H.Beck Verlag), Prof. Björn Bicker (Autor und Regisseur), Christine Hamel (Bayerischer Rundfunk), Regina Moths (Literatur Moths), Sonja Zekri (Süddeutsche Zeitung, Berlin)
sowie aus dem Stadtrat:
Stadträtin Marion Lüttig (Fraktion Die Grünen-Rosa Liste), Stadtrat David Süß (Fraktion Die Grünen-Rosa Liste), Stadträtin Beatrix Burkhardt (Fraktion CSU mit Freie Wähler), Stadträtin Ulrike Grimm (Fraktion CSU mit Freie Wähler), Stadtrat Klaus Peter Rupp (Fraktion der SPD)

  • 2019
    Robert Andreasch
  • 2016
    Ulrich Chaussy
  • 2013
    Heribert Prantl
  • 2010
    Mercedes Riederer
  • 2007
    Prof. Dr. Dieter Kronzucker
  • 2004
    Dr. Dirk Ippen
  • 2001
    Dieter Hanitzsch
  • 1998
    Anneliese Friedmann
  • 1996
    Maria von Welser
  • 1994
    Herbert Riehl–Heyse
  • 1992
    Erich Kuby

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