Münchner Norden

Rund um Feldmoching wird aktuell untersucht, ob und in welchem Umfang hier ein lebenswertes Stück Stadt entstehen kann.

250 Besucher*innen beim Infoabend

Menschen stehen um Infotafeln herum
White Rabbit
Beim Infoabend zum Münchner Norden konnten sich die Münchner*innen über den derzeitigen Stand der Voruntersuchungen informieren.

Gut 250 Menschen kamen am Donnerstag, 6. Juni 2024, zum Informationsabend Münchner Norden in die Mehrzweckhalle an der Georg-Zech-Allee. Dort konnten sie sich an mehreren Informationsständen über den aktuellen Stand der Voruntersuchungen für eine mögliche Siedlungsentwicklung im Münchner Norden informieren. Zudem gab es viele Möglichkeiten, Anregungen und Vorschläge einzubringen, die in die weiteren Untersuchungen einfließen sollen.

Wer den Informationsabend verpasst hat, kann sich hier nochmals über die wesentlichen Inhalte informieren.

Infotafel Begrüßung

Infotafel Ideenwerkstatt

Infotafel Planungsideen

Infotafel Mitmachen

Information

Info-Rad und digitaler Kartendialog

Ab 28. Juni ist das Info-Rad im Münchner Norden unterwegs. Mitarbeiter*innen des Referats für Stadtplanung und Bauordnung beantworten an sechs Tagen Fragen und sammeln Ideen und Anregungen, die den Planerteams der Ideenwerkstatt zur Verfügung gestellt werden.
Am 24. Juni startet unter muenchen-mitdenken.de der sogenannte Kartendialog. Dort kann man Anregungen und Ideen digital einbringen.

Pressekonferenz zum Münchner Norden, 3. Juni 2024

Münchens Norden weiterdenken

Umgriff Münchner Norden
LHM
Luftbild mit Umgriff

Der Norden Münchens birgt Potenziale, die anhand einer Machbarkeitsstudie für eine potenzielle Siedlungsentwicklung näher beleuchtet werden sollen.

Ziel ist es, neuen Wohnraum mit gewerblichen Aktivitäten sowie einer leistungsfähigen und bedarfsgerechten Infrastruktur, die auch den bereits dort Wohnenden nützt, mit vorhandenen landwirtschaftlichen und ökologisch hochwertigen Flächen in Einklang zu bringen. Neben den planerischen Überlegungen werden auch rechtliche und wirtschaftliche Aspekte einer möglichen Umsetzung geprüft.

Nur ein Anteil des rund 900 Hektar großen Untersuchungsraums soll für neue Bauflächen in Anspruch genommen werden. Die den Stadtbezirk prägenden Nutzungen, Strukturen und Funktionen der Grüngürtellandschaft sollen gesichert und weiterentwickelt werden.

Hintergrund

Bezahlbarer Wohnraum hat in München höchste Priorität, denn die Stadt entwickelt sich weiter dynamisch. München hat nicht mehr viele Flächen für den Wohnungsbau zur Verfügung. Das macht den verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Boden umso wichtiger. Die Stadt muss durch eine zukunftsweisende und integrierte Stadtentwicklung das Wachstum gestalten und für einen sozialen, ökologischen und ökonomischen Ausgleich sorgen – damit München eine lebenswerte Stadt für alle bleibt.

Der Planungsprozess in drei Phasen

Die mögliche Gebietsentwicklung soll in mehreren Phasen erfolgen. Der Übergang von einer Phase in die nächste wird dabei meist durch einen Beschluss des Stadtrats begleitet.

Phase 1: Machbarkeit prüfen

Öffentlichkeitsbeteiligung Werksattformat zur Perspktive München
Hans Sauer Stiftung
Social Lab zur Perspektive München

In welchen Teilbereichen des Untersuchungsraums in Feldmoching-Ludwigsfeld eine im Zusammenhang gedachte Gebietsentwicklung grundsätzlich möglich ist, wird anhand einer Machbarkeitsstudie erarbeitet. Aufbauend auf den planerischen Überlegungen werden auch rechtliche, organisatorische und wirtschaftliche Aspekte einer möglichen Umsetzung geprüft.

Die Machbarkeitsstudie widmet sich diesen Fragen, um Chancen und Grenzen einer Entwicklung auszuloten. Landschaft, Frei- und Erholungsräume werden dabei berücksichtigt, genauso wie ökologische Aspekte.

Das Ergebnis der Untersuchungen soll zeigen, ob und wie eine Siedlungs- und Freiraumentwicklung weiterverfolgt werden kann.

Bestandsaufnahme und Analyse

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie werden zunächst Gutachten beauftragt. Diese liefern die wesentlichen Informationen als Grundlage für die Planung.  

Dabei werden auch die Aspekte aus den in Eigenverantwortung erstellten Gutachten des Bundes Naturschutz und des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz geprüft. Zudem werden die rechtlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen einer möglichen Gebietsentwicklung untersucht.

Gutachten

  • Der Stand des Grundwassers ist hoch. Nach starken Regenfällen kann es vor allem in den westlichen und südlichen Bereichen bis an oder sogar über die Geländeoberkante steigen.
  • Das Versickern von Niederschlägen ist teilweise erschwert oder wird durch das hoch anstehende Grundwasser ganz verhindert.
  • Es muss untersucht werden, ob neue Tiefgeschosse das Grundwasser aufstauen. Auswirkungen auf die Nachbarschaft müssen verhindert werden. Bei der Entwicklung von Wohngebieten ist darauf zu achten, dass dies in Richtung der Grundwasserströmung geschieht.
  • Im gesamten Untersuchungsgebiet wird ein hohes Potenzial für die thermische Nutzung des Grundwassers (Grundwasserwärmepumpe) gesehen.

Das Gutachten steht in Kürze zum Download bereit.

  • Über den Grün- und Freiflächen entsteht kalte Luft, welche über Kaltluftleitbahnen zu den benachbarten überwärmten Siedlungsgebieten (städtische Wärmeinsel) geführt wird.
  • Diese Kaltluftleitbahnen sind für die Durchlüftung und somit den Hitzeabbau in den benachbarten Siedlungsbereichen von maßgeblicher Bedeutung.
  • Die größten Kaltluftleitbahnen sind im Feldmochinger Anger sowie westlich und südlich von Feldmoching zu verzeichnen. Hier kann planerisch reagiert werden, indem die Korridore von Bebauung freigehalten werden.
  • Die bestehenden Wohnquartiere im Untersuchungsgebiet weisen heute ein günstiges bis sehr günstiges Bioklima auf.
  • Die Temperaturunterschiede fallen sogar kleinräumig sehr groß aus. Entscheidend sind der Grünanteil und die Verschattung.

Das Gutachten steht in Kürze zum Download bereit.

Im 24. Stadtbezirk werden mehr als 1.000 Hektar Land bewirtschaftet. 440 Hektar davon befinden sich im Umgriff des städtebaulichen Untersuchungsgebiets.

Um die Interessen der Landwirt*innen umfassend berücksichtigen zu können, hat der Stadtrat die Erstellung eines Agrargutachtens beschlossen. Das Gutachten erfasst und bewertet die Anforderungen und Herausforderungen für Landwirtschaft und Gartenbau, es formuliert einen Vorschlag für ein Zukunftskonzept. Es geht darum, wie viel Fläche die Landwirt*innen künftig benötigen und wofür. Dank der Unterstützung v.a. vom Bayerischen Bauernverband und Heimatboden e.V. nahmen die allermeisten Betriebe im Gebiet an der freiwilligen und anonymen Befragung teil und trugen dazu bei, ein stichhaltiges Gesamtbild zu erzielen.

  • Regionalversorger haben im Untersuchungsgebiet eine große Bedeutung.
  • Der größte Flächenanteil (62 Hektar) entfällt auf Ackerbau. Und dabei vor allem auf Getreide, Mais, Kartoffeln und Raps. Die meisten Gartenbaubetriebe erzeugen Feldgemüse, vereinzelt gibt es Betriebe mit Obst- und Zierpflanzenanbau. Gemüseanbau in Gewächshäusern belegt zirka 21 Hektar.
  • Mit einem Anteil von 77 Prozent Vollerwerbsbetrieben liegen die Feldmochinger Betriebe deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt von 39 Prozent.
  • Von den 30 befragten Betrieben sind sich 26 sicher, dass ihr Betrieb in den nächsten fünf bis zehn Jahren noch bestehen wird, 19 Betriebe streben eine Betriebsaufstockung durch Kauf bzw. Pacht weiterer Flächen an. Ökolandbau wird bisher von einem Betrieb praktiziert.
  • Sorge bereitet den Landwirten vor allem eine mögliche Umwandlung ihrer Felder in Bauland.

Das Gutachten zum Download.

  • Das Gebiet hat eine besondere Bedeutung für den Biotopverbund.
  • Zwei Drittel der Flächen sind bedeutende Lebensräume für seltene und gefährdete Tiere und Pflanzen, vor allem für Vögel, Fledermäuse, Amphibien, Reptilien, Tagfalter, Heuschrecken und Libellen.
  • Die wertvollsten Bereiche befinden sich östlich der Siedlung Ludwigsfeld / Auf den Schrederwiesen.

Das Gutachten steht in Kürze zum Download bereit.

Es gibt drei Landschaftstypen im Münchner Norden:

  • kleinteilige, abwechslungsreiche und überwiegend gärtnerisch genutzte Landschaft
  • intensiv landwirtschaftlich genutzter, offener Landschaftsbereich mit einigen Gärtnereien
  • weniger intensiv genutzte, abwechslungsreiche Flächen für Freizeit und Erholung
  • Bäume und Gehölze entlang der Siedlungsränder, Feldfluren, Wege oder Straßen sind weitere typische Elemente, dazu zählt beispielsweise die Pappelallee.

Das Gutachten steht in Kürze zum Download bereit.

  • Das Untersuchungsgebiet ist im städtischen Vergleich in vielen Bereichen sehr ruhig, allerdings sind einzelne Gebiete auch stark mit Verkehrslärm belastet.
  • An Gebäuden in unmittelbarer Nähe zu stark befahrenen Straßen (Autobahn A99) werden häufig die Schwellenwerte für gesundheitsgefährdende Belastungen ganztägig überschritten.
  • In unmittelbarer Nähe zu den stark befahrenen Bahnstrecken werden die Schwellenwerte für gesundheitsgefährdende Belastungen ebenfalls überschritten.
  • Lärm durch Gewerbe von innerhalb und außerhalb spielt eine untergeordnete Rolle. Erschütterungen, Lufthygiene, Geruchsimmissionenwurden gutachterlich betrachtet, es gibt derzeit aber keine Problemstellungen im Untersuchungsgebiet. Hinsichtlich Lufthygiene werden die derzeit geltenden Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstaub (PM10, PM2,5) eingehalten.

Das Gutachten steht in Kürze zum Download bereit.

  • Mit neuen, leistungsfähigen Nahverkehrs-Trassen ist der Bau neuer Wohnungen denkbar. Das Umland sollte miterschlossen werden.
  • Wichtigstes Ziel ist eine Anbindung möglicher neuer Siedlungsgebiete. Es gibt erste Ideen für Verbesserungen, die jedoch noch nicht ausgearbeitet sind:
    Verlängerung der U-Bahn vom Olympia-Einkaufszentrum (U1) oder von Feldmoching (U2)
    Verlängerung der Trambahn (Moosach/Dachau) oder Tram Y-Nord ab Am Hart.
    Neuer S-Bahnhof Feldmoching Nord: zusätzlicher S1-Halt zwischen Feldmoching und Oberschleißheim.
  • Zusätzlichen Autoverkehr gilt es zu vermeiden (z.B. durch Stadt der kurzen Wege, Förderung des Umweltverbunds, Mobilitätskonzepte). Denn das städtische Straßennetz ist bereits heute stark belastet. Die Aufgabe besteht darin, den Autoverkehr so verträglich wie möglich abzuwickeln.

Das Gutachten steht in Kürze zum Download bereit.

Transparenter Planungsprozess und Dialog: Die Ideenwerkstatt

Teil der Machbarkeitsstudie ist zudem ein innovatives Format, die Ideenwerkstatt, die am 30. November 2022 vom Stadtrat beschlossen wurde. In der Ideenwerkstatt werden die Ideen und Wünsche der Öffentlichkeit mit der Expertise von Planer*innen zusammengeführt.

Was ist die Ideenwerkstatt und wie läuft sie ab?

  • Sie ist ein Format, das in München für den Münchner Norden zum ersten Mal eingesetzt wird.
  • Fünf Planungsteams werden eingeladen, zirka eine Woche lang Ideen und Visionen für die zukünftige Entwicklung im Münchner Norden zu erarbeiten.
  • In einer offenen und kreativen Arbeitsatmosphäre mit Werkstattcharakter haben alle Interessierten die Möglichkeit, den Planungsteams über die Schultern zu schauen und mit ihnen in den Dialog zu treten.
  • Am letzten Tag der Ideenwerkstatt ist eine öffentliche Abschlussveranstaltung geplant, bei der die Planungsteams ihre Visionen für den Münchner Norden präsentieren.
  • Die Ideenwerkstatt wird von einem Expert*innengremium begleitet, welches Empfehlungen zu den Visionen aussprechen wird.

Warum eine Ideenwerkstatt?

Die Ideenwerkstatt ist ein innovatives Format, das sich von einem herkömmlichen Ideenwettbewerb unterscheidet. Sie bietet mehr Freiheit im Planungsprozess und ermöglicht eine engere Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit und anderen Beteiligten. Hier können sich die Planungsteams zu ihren Entwürfen austauschen und gemeinsam Ideen entwickeln.

Was wollen Sie den Planungsteams mitgeben?

Im Vorfeld der Ideenwerkstatt wird es öffentliche Dialogformate geben. Die Termine werden hier bekannt gegeben. Mit Ihnen sammeln wir Ihr lokales Wissen und Sie haben die Möglichkeit, Ihre Bedarfe und Anregungen zu äußern. Die Ergebnisse daraus sowie eine Zusammenfassung der Fachgutachten werden den Planungsteams für ihre Bearbeitung zur Verfügung gestellt. Aufbauend darauf werden die Planungsteams ihre Planungskonzepte entwickeln.

Was passiert nach der Ideenwerkstatt?

Alle Interessierten können die Ergebnisse der Ideenwerkstatt diskutieren. Das Feedback wird dann an das Expert*innengremium weitergeleitet, das eine Empfehlung ausspricht, wie die Planungskonzepte überarbeitet werden sollen. Nach dieser Überarbeitungsphase im Anschluss wird das Ergebnis dem Stadtrat der Landeshauptstadt München vorgelegt, der über das weitere Vorgehen in Feldmoching-Ludwigsfeld entscheiden wird.

Phase 2: Vertiefende Untersuchungen

Wenn der Stadtrat entscheiden sollte, die Entwicklung im Münchner Norden weiter zu verfolgen, startet die Phase 2. Das heißt, weitere Details werden erarbeitet und Überlegungen zur Herausarbeitung städtebaulich sinnvoller Teilabschnitte angestrebt.

Phase 3: Start der Bauleitplanung

Auf der Grundlage der Ergebnisse aus Phase 2 kann der Stadtrat das weitere Vorgehen beschließen. Je nachdem, welche Voraussetzungen vorliegen, entscheidet er über die Entwicklung anhand städtebaulicher Verträge oder den Erlass einer Entwicklungssatzung. Auf dieser Grundlage startet dann der Prozess der verbindlichen Bauleitplanung. Das Gebiet kann in Teilgebiete gegliedert werden, für die städtebauliche und landschaftsplanerische Wettbewerbe und darauf aufbauend Bebauungspläne erarbeitet werden. Für die verkehrliche Erschließung wären gegebenenfalls erforderliche Planfeststellungsverfahren notwendig. Erst nach Abschluss dieser Verfahren kann mit dem Bau begonnen werden.

Zum Verfahren

Die Überlegungen zur Erkundung von Flächenpotenzialen sind nicht neu: Bereits 2016 erteilte der Stadtrat den Auftrag, ein integriertes Strukturkonzept für den Münchner Norden zu erarbeiten.

Für den Bereich um den Ortskern Feldmoching wurde daraufhin in 2018 ein großzügig bemessener Untersuchungsraum für eine mögliche Gebietsentwicklung festgelegt. Die Größe der Flächenkulisse (rund 900 Hektar) ist so gewählt, dass eine sinnvoll miteinander verknüpfte Planung möglich wird – denn eine Weiterentwicklung der bestehenden Siedlungsstrukturen soll im Zusammenhang mit verkehrlichen Lösungsansätzen sowie ökologischen, landwirtschaftlichen und erholungsspendenden Zwecken erfolgen.

2020 wurde die Einleitung von vorbereitenden Untersuchungen für eine mögliche Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) beschlossen.

Vorbereitende Untersuchungen

Mit den vorbereitenden Untersuchungen (VU) nach dem Baugesetzbuch (§ 165 Absatz 4 BauGB) wird zunächst geprüft, ob die Voraussetzungen zur Durchführung einer sogenannten städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM) vorliegen könnten.

Die eigentliche städtebauliche Entwicklungsmaßnahme folgt erst später, durch förmliche Festlegung eines städtebaulichen Entwicklungsbereichs. Hierfür ist eine sogenannte Entwicklungssatzung notwendig, die der Stadtrat eigens beschließen müsste.

Für den Erlass einer solchen Satzung sieht das Gesetz (§ 165 Absatz 3 Baugesetzbuch) zahlreiche Voraussetzungen vor, die vorab geklärt werden müssen: Insbesondere muss das Wohl der Allgemeinheit die Durchführung einer solchen Maßnahme erfordern. Die angestrebten Ziele und Zwecke dürfen nicht durch mildere Mittel, wie beispielsweise städtebauliche Verträge, erreicht werden können. Zudem muss die zügige Durchführung gewährleistet sein. Im Zuge der derzeit laufenden vorbereitenden Untersuchungen liegt ein Schwerpunkt auf der Suche nach einem konsensualen Vorgehen mit den Betroffenen als milderem Mittel. Die Voraussetzungen für die Durchführung werden aber daneben geprüft, um in jedem Fall ein Instrument an der Hand zu haben, um insbesondere den dringenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum decken zu können.

Der momentan geltende Untersuchungsbereich ist dabei nicht identisch mit einem möglichen, später durch Satzungsbeschluss zu bestimmenden Entwicklungsbereich oder Entwicklungsbereichen. Der Untersuchungsbereich ist ein vergrößerter Suchraum, in dem sinnvolle Entwicklungsbereiche definiert und näher eingegrenzt werden sollen. Aufbauend auf Erfahrungen aus anderen Projekten in der Stadt, ist davon auszugehen, dass die tatsächlichen Entwicklungsbereiche einen deutlich geringeren Umfang haben können.

Wichtig: Durch die eingeleiteten vorbereitenden Untersuchungen können spekulative Wertsteigerungen, die infolge der Planungsüberlegungen entstehen, von Beginn an bis zum Abschluss der vorbereitenden Untersuchungen unterbunden werden. Dies gibt der Landeshauptstadt München die Möglichkeit, ihre Planungen unter Einbindung der Bürgerschaft in aller Transparenz und Offenheit durchzuführen.

Ohne dieses Instrument würden die durch die Planungsüberlegungen ausgelösten spekulativen Bodenwertsteigerungen dazu führen, dass die Kosten und Lasten der Entwicklung (wie z.B. für bezahlbaren Wohnraum, Schulen, die verkehrliche Erschließung oder Parks) stärker aus dem städtischen Haushalt und damit von der Allgemeinheit zu bezahlen wären.

Parallel zu den vorbereitenden Untersuchungen gilt eine Vorkaufssatzung.

Information

Kontakt

Bei Fragen, Anregungen und Kommentare wenden Sie sich an das Planungsteam für den Münchner Norden:

Landeshauptstadt München
Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Hauptabteilung HA II/62P
Blumenstraße 28b, 80331 München

Per E-Mail: norden@muenchen.de oder im persönlichen Gespräch: 089 233-22851 (Mo bis Do von 9.30 bis 15 Uhr, Freitag 9.30 bis 12.30 Uhr oder individuelle Terminvereinbarung).

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