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Bürgerbeteiligung

Bereits seit 1995 setzt das Baureferat beim Bau von Spielplätzen, Freizeiteinrichtungen oder auch Freiraumprojekten und Plätzen auf direkte Bürgerbeteiligung.

Planungsbeteiligung bei Spielplätzen und Freiraumprojekten

Bürgerbeteiligung

Es hat sich bewährt, die späteren Nutzerinnen und Nutzer frühzeitig in den Planungsverlauf einzubeziehen und das gehört inzwischen auch zum Planungsalltag.

Ziele der Planungsbeteiligung

Die Bürgerbeteiligung hilft, den Anforderungen und Wünschen aller Beteiligten gerecht zu werden und Fehlplanungen zu vermeiden. Vor allem bei Anlagen, deren Ausstattung und Gestaltung kontrovers diskutiert werden und bei denen mit Konflikten gerechnet werden kann, hat sich die gezielte Planungsbeteiligung bewährt. Es konnten gemeinsam Lösungen erarbeitet werden, was die Zufriedenheit der Nutzerinnen und Nutzer fördert.

Erfahrungsgemäß übernehmen diese später mehr Verantwortung für "ihren" Freiraum und setzen sich engagiert ein, wenn es um Nutzung, Funktionalität und Erhalt geht. Mit Informationsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Ortsterminen, Planungsgesprächen, Workshops und Führungen gelingt es, hohe Akzeptanz für die Ausstattung und Gestaltung einer Grünanlage oder den Ablauf einer Baumaßnahme zu erreichen.

Ablauf der Beteiligung

Abhängig von Größe und Bedeutung des Projekts sowie den späteren Nutzerinnen und Nutzern, reichen die Beteiligungsmöglichkeiten von Gesprächen mit Einzelnen über Informationsveranstaltungen für die Bewohnerinnen und Bewohner ganzer Stadtteile bis hin zu moderierten Planungsgesprächen und Workshops. Angestrebt wird der offene Dialog von Bürgerinnen und Bürgern mit der Verwaltung, bei der durch Ideensammlung, Diskussion, Zielformulierung und Abwägung ein Ergebnis erarbeitet wird, mit dem die Planerinnen und Planer weiter arbeiten können.

Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zeugen von Interesse, Ideenreichtum, Verständnis und Wissen um die bürgerschaftlichen sowie die planerischen Belange.

Beispiel Spielplatzplanung

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen hängt im Einzelnen immer von der jeweiligen Situation ab. Grundsätzlich kommen jedoch alle Akteure, die Kinder und Jugendlichen, ihre Erzieher, Eltern, Nachbarn sowie Planerinnen und Planer zu einem Ortstermin zusammen.

In einem ersten Workshop wird das Projekt vorgestellt, Ziele werden formuliert und Ideen gesammelt. Erst dann müssen Schwerpunkte gesetzt werden. Welche Spielideen sind umsetzbar, welche nicht? Dabei geht es um Platzbedarf, Gefahrenpotenzial und das zur Verfügung stehende Budget. Nach Diskussion und Abwägung werden die Wünsche und Ideen der Workshop-Teilnehmer zusammengefasst und den Planerinnen und Planern als Grundlage für den Entwurf überreicht.

Bei einem zweiten Treffen steht der Entwurf dann im Mittelpunkt. Er muss der genauen Prüfung standhalten:

  • Sind die Ideen der Kinder umgesetzt worden?
  • Wurden auch die Wünsche der Mädchen und Jungen gleichermaßen einbezogen?
  • Welche Schwierigkeiten traten bei der Planung auf?
  • Müssen erneut Änderungen angebracht werden?

Erst wenn der Entwurf gemeinsam verabschiedet wurde, kann die Ausführungsplanung beginnen. Nach Besuchen oder Spielaktionen während der Bauphase kommen dann alle wieder zum gemeinsamen Eröffnungsfest zusammen.

Wenn Sie Informationen zu diesem Thema benötigen, Fragen oder Anregungen haben, nutzen Sie bitte unseren Kontakt über Telefon oder Fax.

Tel. (089) 233 60306
Fax (089) 233 60345

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