Hilfe bei drohendem Wohnungsverlust (Wohnungssicherung)

Beratung und Hilfe für Münchner Bürger*innen, deren Mietverhältnis durch Kündigung oder Räumungsklage, bedroht ist.

Beschreibung

Die Fachstelle zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit berät

  • und prüft die Möglichkeit einer Übernahme der Mietrückstände
  • über die Rechtmäßigkeit der Räumungsklage
  • über mögliche wirtschaftliche Hilfen
  • über Anspruch auf Wohngeld oder andere Wohnhilfen
  • über persönliche Hilfen (Schuldnerberatung, sozialpädagogische Hilfen)


Besondere Anlaufstelle

Eine Kündigung führt schnell zur Räumungsklage und zur Wohnungslosigkeit. Vereinbaren Sie möglichst schnell einen Termin bei der „Fachstelle zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit“ in dem für Sie

zuständigen Sozialbürgerhaus

.

Voraussetzungen

Die Beratung steht allen Münchner Bürger*innen offen, deren Mietverhältnis bedroht ist.

Benötigte Unterlagen

  • Pass oder Personalausweis von allen Personen, die in der Wohnung leben
  • Mietvertrag, letztes Mieterhöhungsschreiben
  • Aufstellung der Vermieter*in über monatliche Mietkosten
  • Mahnungen, Kündigungen und Räumungsklagen mit Kuvert, als Zustellnachweis
  • Verdienstbescheinigung, Nachweis über das Einkommen
  • Quittung über die letzte bezahlte Miete
  • Vollständige Kontoauszüge der letzten drei Monate
  • Vermögensnachweise falls vorhanden (beispielsweise Kfz, Lebensversicherung, Bausparvertrag)
  • Nachweis über Schulden, Kredite, Unterhaltszahlungen oder andere Verbindlichkeiten, falls vorhanden
  • Scheidungsurteil, Sorgerechtsnachweis, falls vorhanden
  • Mutterpass, falls vorhanden

Dauer & Kosten

Gebührenrahmen

Es fallen keine Gebühren an.

Fragen & Antworten

Wie kontaktiere ich die Fachstelle zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit?


Finden Sie über „Sozialbürgerhaussuche“ das für Sie zuständige Sozialbürgerhaus. Schildern Sie Ihr Anliegen entweder telefonisch unter der dort angegebenen Nummer oder sprechen Sie persönlich vor. In beiden Fällen erreichen Sie zunächst die Infothek des Sozialbürgerhauses, die sie dann an die Fachstelle weiter vermittelt.



Übernimmt die Stadt meine Mietschulden?


Im gesetzlichen Rahmen ist eine Mietschuldenübernahme, in der Regel als Darlehen, möglich.



Was droht, wenn das Mietverhältnis nicht erhalten werden kann?


Sofern Sie keine neue Wohnung oder Bleibe finden, besteht die Möglichkeit der Unterbringung in in einer Einrichtung des Wohnungslosenhilfesystems der Landeshauptstadt München.



Bekomme ich weitere Hilfe, wenn das Mietverhältnis erhalten wurde?


Ja. Es besteht die Möglichkeit, der Nachsorge nach erfolgreichem Wohnungserhalt. Diese wird auf Wunsch ebenfalls durch die Fachstellen eingeleitet.

Ähnliche Leistungen

Wohngeld Negativbescheinigung

Eine Negativbescheinigung benötigen Sie als Wohngeldempfänger*in bei einem Umzug.

München Modell – Mietwohnung

Das München Modell bietet bezahlbaren Wohnraum für Haushalte mit mittlerem Einkommen (Anfangsmiete ab circa 12 Euro pro qm). Hierfür muss ein Antrag gestellt werden.

Wohnungsbörse

Mit der digitalen Wohnungsbörse trägt das Sozialreferat dazu bei, vorhandenen Wohnraum sinnvoll und effizient zu nutzen.

Mietberatung

Mieter*innen und Vermieter*innen sowie städtische Dienststellen und externe Behörden können sich kostenlos rund um das Mietverhältnis beraten lassen.

Ablauf der Mietpreis- und Belegungsbindung von geförderten Wohnungen

Mieter*innen von geförderten Wohnungen (sogenannten Sozialwohnungen) erhalten Auskunft über den Zeitpunkt des Ablaufs der Mietpreis- und Belegungsbindung.

Einkommensorientierte Zusatzförderung (EOZF)

Sie mieten eine Wohnung aus der Einkommensorientierten Förderung (EOF)? Dann können Sie Ihre Miete senken. Stellen Sie dazu einen Antrag auf EOZF-Mietzuschuss.

Mietspiegel – Überprüfung von Mieterhöhungen

Der Mietspiegel gibt eine Übersicht der ortsüblichen Vergleichsmiete im Stadtgebiet München. Eine Mieterhöhung muss nach dem Mietspiegel begründet werden.

Geförderte Wohnung (sogenannte Sozialwohnung)

Wenn Sie in München eine geförderte Wohnung brauchen, müssen Sie einen Antrag stellen. Eine Wohnung können Sie dann über die Internetplattform SOWON suchen.

Zulässige Miethöhe bei geförderten Wohnungen

Mieter*innen von geförderten Wohnungen (sogenannten Sozialwohnungen) erhalten Auskunft über die zulässige Miethöhe.

Meldung von freiem Wohnraum

Sobald absehbar ist, dass eine öffentlich geförderte Wohnung frei wird, muss der Verfügungsberechtigte (Vermieter*in) dies dem Amt für Wohnen und Migration mitteilen