Unterstützung für Geflüchtete aus der Ukraine – www.muenchen.de/ukraine

Umgang mit Wespen, Hornissen und Co.

Hier erfahren Sie wie Sie sich gegenüber Wespen, Hornissen und Co. verhalten sollten und was bei Stichen oder einem ungewünschten Nestbau zu tun ist.

FAQ’s zu Wespen, Hornissen und Co.

Ob beim Grillen oder beim Kaffeetrinken auf der Terrasse, es lohnt sich einige Tipps zu beachten, um Konflikte mit Wespen oder Hornissen zu vermeiden. Die Gewöhnliche und die Deutsche Wespe werden von süßen Speisen und Getränke, aber auch von Fleisch und Schinken angezogen.

  • Wichtigster Tipp im Umgang mit Wespen ist ruhig bleiben und sich nicht hektisch zu bewegen. Während Wespen in Kopf Nähe herumschwirren, sollte man den Mund geschlossen halten. Auf keinen Fall sollte man nach den Tieren schlagen oder sie anpusten, dadurch fühlen sich die Wespen angegriffen und verteidigen sich.
  • Um zu vermeiden, dass die Essensgerüche Wespen anlocken, sollte man Kuchen, oder auch Käse und Schinken draußen nach Gebrauch abdecken und Marmeladengläser verschließen.
  • Aus nicht verschließbaren Flaschen und Dosen am besten nur mit Strohhalm trinken, um ein Verschlucken einer hineingefallenen Wespe zu vermeiden.
  • Wichtig ist, dass Schokoladen- und Eis-Münder von Kindern nach dem Essen gut abgeputzt werden, damit keine hungrigen Wespen den Kindern ins Gesicht fliegen.
  • Geblümte, bunte Kleidung und Parfüm können ebenso Wespen anziehen.
  • Manchmal kann es helfen, die Wespen leicht mit Wasser (aus einer sauberen Sprühflasche) zu besprühen, denn sobald es „regnet“ kehren Wespen zu ihrem Nest zurück
  • Ansonsten kann eine Ablenkfütterung mit überreifem Obst wie Weintrauben helfen Wespen fernzuhalten. Wichtig ist, dass die Fütterung in mindestens fünf besser zehn Meter vom Esstisch entfernt ist.
  • Wer alle Register ziehen möchte, kann zusätzlich noch um den Kaffeetisch etwas Nelkenöl versprühen, oder Basilikum pflanzen. Das können Wespen nicht leiden.

Unterwegs im Grünen gibt es kaum Berührungspunkte mit Wespen und Hornissen.
Die Augen sollte man allerdings aufhalten, bevor man Fallobst aufhebt oder reifes Obst pflückt, da sich hier auch Wespen, Bienen und Hornissen gerne bedienen.
Beim Barfußlaufen über Wiesen kommt es immer wieder zu Stichen (meist von Honigbienen) während der Weißklee blüht. Sandalen helfen.

Sollte es zu einem Wespen-, Hummel-, oder Bienenstich gekommen sein, hilft eine halb aufgeschnittene Zwiebel auf der Einstichstelle, ein kalter Umschlag mit Essig, oder ein Stichheiler (Hitze) aus er Apotheke gegen Schwellung, Juckreiz und Schmerz.

Einige Arten greifen mangels natürlicher Strukturen wie Baumhöhlen auf Gebäude zurück, um ihre Nester in wettergeschützter Umgebung errichten zu können. Beliebte Neststandorte sind Gartenhäuser, Balkone aber auch Rollladenkästen. Die Nester werden meist erst im Juni/Juli bemerkt, wenn mehrere Arbeiterinnen fliegen. Die jungen Königinnen haben jedoch bereits im April mit dem Nestbau begonnen. Manchmal lösen diese Nester unbegründete Ängste aus.

Nester sind je nach Wespenart nur eine gewisse Zeit im Jahr belebt. Nach Ende einer Brut Saison werden die Nester nicht wieder bezogen. Königinnen bauen im nächsten Jahr immer neu (mehr zum Lebenszyklus der Wespen finden sie unter Aktion Wespenschutz ). Das alte Nest kann nach dem Absterben ohne Gefahr entfernt werden.

Während der Saison sollte man

  • wenn möglich zwei bis drei Meter Abstand zu Nestern halten. Manche Arten tolerieren ruhige Besuche im nahen Nestumfeld (zum Beispiel Feldwespen).
  • nicht in der Einflugschneise stehen oder die Einflugöffnung verdecken
  • Fliegengitter in den Fenstern anbringen, damit sich keine Tiere ins Haus verirren (bei einem Nest in der Wohnumgebung oder im Rollladenkasten)
  • Abends das Licht ausschalten, da Hornissen in den Abendstunden jagen und vom Licht angezogen werden
  • nicht mit Stöcken in Nestern stochern, und Haustiere vom Graben nach Hummel- oder Wespennestern abhalten.

Selten ist eine Umsiedlung des Volkes notwendig.

Um einem Nestbau im Rollladenkasten vorzubeugen, finden sich hier Maßnahmen, mit denen man Jungköniginnen im Frühjahr den Standort möglichst unattraktiv für eine Nestgründung gestalten kann.

Haben Sie Probleme mit einem Insektennest im Wohnumfeld (hier können Sie auch Hummel- und Bienennester melden), können Sie dies der Unteren Naturschutzbehörde über folgendes Meldeformular melden.

Bitte geben Sie hier eine genaue Beschreibung des Standorts und die Beilage von Fotos, um die Insektenart bestimmen zu können. Wir beraten dann gerne auch telefonisch oder leiten Ihre Anfragen an unsere ehrenamtlichen Wespen- und Hornissenberater*innen für Beratungen vor Ort und gegebenenfalls Umsiedlungen weiter. Bei akuten Notfällen am Wochenende und außerhalb der Geschäftszeiten, wenden Sie sich bitte an die Feuerwehr unter 112.

Wissenswertes über Wespen und Hornissen

Wespen und Hornissen eilt häufig ein schlechter Ruf voraus, zu Unrecht. Entgegen häufiger Annahmen sind Wespen und auch Hornissen nicht aggressiv. Sie haben eine wichtige Regulationsfunktion in der Natur, da sie Fliegen, Mücken und viele Schadinsekten jagen. Daher sind sie als effiziente Schädlingsbekämpfer sehr beliebt bei Waldbauern. Ein Hornissenvolk kann am Tag ein halbes Kilo Schädlinge erbeuten, so viel wie vier bis fünf Meisenfamilien am Tag an ihre Jungen verfüttern. Auch ein größeres Wespenvolk schafft in wenigen Stunden bis zu 3000 Fliegen, Schnaken und Mücken zu fangen. Außerdem sind Wespen fleißige Blütenbestäuber. Die erwachsenen Arbeiterinnen ernähren sich nämlich rein vegan von Nektar und süßen Pflanzensäften. Nur für die Aufzucht ihres Nachwuchses gehen Wespen und Hornissen auf die Jagd. Aufgrund verbreiteter Mythen wie dem Spruch "Drei Hornissenstiche töten einen Menschen, sieben ein Pferd" wurden Hornissen, aber auch bestimmte Wespenarten lange Zeit bekämpft, so dass ihre Bestände stark zurückgingen. Tatsächlich enthalten Hornissenstiche und Stiche anderer Wespenarten weniger Gift als der Stich einer Honigbiene und sind auch in hoher Anzahl für Erwachsene, Kinder oder Haustiere nicht lebensbedrohlich (ausgenommen Allergiker). Deshalb unterliegt die Hornisse heute dem besonderen Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes.
Das Töten von Hornissen oder das Entfernen ihrer Nester ohne Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde ist verboten.

Ähnliche Artikel

This is a carousel with rotating cards. Use the previous and next buttons to navigate, and Enter to activate cards.

Die Isar: Fluss erleben in München

Die Isar durchfließt auf rund 14 Kilometern das Stadtgebiet – und bietet viel Raum für Aktivitäten und Erholung.

Münchner Krautgärten

Bio-Gemüse selber säen, pflanzen, hacken, gießen, ernten – essen und genießen!

Grillen in der Stadt

An der Isar, an Seen und in Parkanlagen gibt es Zonen, in denen Grillen erlaubt ist.

Der Wald als Erholungsraum

Spazieren, Wandern, Radeln, Rasten in den Münchner Stadtwäldern