Produktionsförderung für Kinder- und Jugendtheater
Die Landeshauptstadt München fördert professionelle Theaterschaffende im Bereich Kinder- und Jugendtheater der freien Szene.
Über die Förderung
Das Kulturreferat der Landeshauptstadt München vergibt jährlich Zuschüsse für professionelle Kinder- und Jugendtheaterproduktionen der freien Szene. Die geförderten Produktionen sollten exemplarisch für zeitgemäße Darstellende Kunst für Junges Publikum stehen und das Potential haben, wegweisend und impulsgebend zu sein.
Die projektbezogene Förderung kann Produktionskosten, Kosten für Premiere und bis zu fünf Folgeaufführungen im Stadtgebiet München umfassen. Mindestens zwei davon müssen an dezentralen Spielorten in München stattfinden.
Über die Vergabe der Projektförderung entscheidet der Stadtrat der Landeshauptstadt München auf Empfehlung einer Jury.
Die Produktionsförderung für Kinder- und Jugendtheater erhalten
Schmitt, Helene Sophia: „ALLE RÄUMEN!“
3 bis 6 Jahre; geplante Aufführungsorte: Kindergärten (vor allem dezentral)
Der Antrag "ALLE RÄUMEN" von Helene Sophia Schmitt hat die Jury gänzlich überzeugt. „Spielt damit noch jemand, oder kann das weg?“ – Schon bei den ersten Sätzen ist klar, da will man dabei sein, wenn zwei angebliche Mitarbeiter*innen der Stadtwerke in den Kindergarten kommen, mit dem Auftrag mal richtig auszumisten. Da für sie unerwartet die Kinder auch schon im Kindergarten sind, soll der Auftrag gemeinsam erledigt werden. Und so entsteht ein interaktives Objekttheater, das die Themen Herkunft, Wert und Verfallsdatum der Gegenstände behandelt.
Die Jury freut sich, dass Helene Sophia Schmitt nun mit eigenen Produktionen die freie Szene für Kinder- und Jugendtheater bereichern wird. Als herausragende Künstlerpersönlichkeit mit Können und Humor ist sie schon länger bekannt. Schmitt studierte zeitgenössische Puppenspielkunst an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Über viele Jahre hinweg hat sie als Spielerin Erfahrungen am Nationaltheater Mannheim und an der Schauburg – Theater für junges Publikum in München gesammelt. Mit Regiepartnerin Katharina Bianca Mayrhofer – seit 2018 als Regisseurin mit Schwerpunkt Junges Publikum tätig – bildet sie ein vielversprechendes Duo für die geplante theatrale Forschungsreise. Sowohl Helene Schmitt als auch Katharina Mayrhofer bringen für das Projekt Erfahrungen aus vorangehenden Stipendien des Kulturreferats mit. Schmitt recherchierte zu Objekttheater in Kitas, Mayrhofer zu Mehrsprachigkeit als Praxis im Alltag. Dazu ist eine erfahrene Theatervermittlerin mit im Produktionsteam. Die gebündelte Expertise im Team verspricht eine sensible, zielgruppengerechte Herangehensweise und Umsetzung. Die Jury befürwortet die Förderung dieser gut durchdachten, verspielten und zugleich tiefgehenden Projektidee und befürwortet eine Förderung in Höhe von 33.644,75 Euro.
Altenbach + Honsel GbR: „Am Anfang…“
4 bis 8 Jahre; geplante Aufführungsorte: HochX Theater und Live Art, Kultur-Etage Messestadt, Spagat Theater
Gabi Altenbach und Ines Honsel sind als Theatermacherinnen in verschiedenen Kontexten schon lange im Kinder- und Jugendtheater aktiv und etabliert. Sie sind überregional vernetzt und bekannt und entwickeln seit 2017 als „Altenbach + Honsel“ erfolgreiche, mobile StoryPerformances, für die sie Schauspiel, freies mündliches Erzählen und musikalische Elemente verweben. „Am Anfang…“ heißt ihr Produktionsvorhaben für blindes, sehbehindertes und sehendes Publikum ab 4 Jahren. Der philosophische Ausgangspunkt sind Entstehungs-, Schöpfungs-, Anfangsgeschichten, die – weltweit unterschiedlich und doch immer wieder ähnlich – die Frage nach dem Warum unserer Anwesenheit auf der Welt beantworten. Die Produktion erprobt neue Erzählweisen, die auf der Text- und Sprachebene, in Bühnenbild und Kostüm und in der Zusammensetzung des Teams danach fragt, wie blindes und sehendes Publikum gemeinsam ein Theaterstück – im geteilten Raum und im Moment der Aufführung – erleben kann. Nicht das Sehen und Nicht-Sehen stehen im Mittelpunkt, sondern alle Sinne und die Frage, wie wir die Welt wahrnehmen, erforschen, gestalten. Das mobile Stück soll zukünftig auch in Kitas und Schulen gespielt werden und bringt ein anpassbares Wegeleitsystem mit. Dies ermöglicht institutionelle Lernprozesse an den Spielorten und zeigt, dass kleine Änderungen zu selbstbestimmter Mobilität, kultureller Teilhabe und zu einer Sensibilisierung von Kindern und Erwachsenen für die Bedürfnisse anderer beitragen können. Die Jury ist überzeugt davon, dass das erfahrene Duo hier künstlerisch neue Wege geht, um Zugänglichkeit nicht im Nachgang herzustellen, sondern von Anfang an mitzudenken. Altenbach und Honsel bündeln – gemeinsam mit einer Expertin für Audiodeskription – ihr Können und Wissen für ein innovatives ästhetisches Konzept, das philosophische Fragen in den Mittelpunkt stellt. Daher empfiehlt die Jury die Förderung dieser Produktion mit 45.526 Euro.
Theater Kunstdünger GbR, Christiane Ahlhelm: „Der Wal im Garten“
4 bis 8 Jahre; geplante Aufführungsorte: Kulturzentrum Seidlvilla, Pasinger Fabrik, Quax – Zentrum für Freizeit und kulturelle Bildung, Kultur-Etage Messestadt, Kulturzentrum ubo9
Theater Kunstdünger ist seit dem Jahr 2000 rund um Spielerin Christiane Ahlhelm als etabliertes Schauspiel und Objekttheater mobil unterwegs. Ahlhelm findet zielsicher ungewöhnliche und interessante Stückvorlagen, die sie mit ihrem Team in einem kollektiven Prozess erarbeitet und dann altersangemessen, humorvoll und mit reduzierter Ausstattung auf die Bühne bringt. Gleichzeitig werden stets gesellschaftlich relevante Themen verhandelt.
Mit „Der Wal im Garten“ greift Ahlhelm eine Bilderbuchvorlage von Sabine Rufener für Kinder von 4 bis 8 Jahren auf. „Irgendetwas versperrte ihr die Sicht. Es war grau und roch ein bisschen nach Meer.“ – Eines Tages liegt plötzlich ein Wal im Garten von Lilie, direkt auf ihrem Fahrrad. Der Wal ist ein mürrischer Geselle. Und nun? Es entwickelt sich eine Geschichte über Nähe und Distanz, Verunsicherung und Annäherung. Angeregt vom finnischen Sinnestheater, soll eine „tastbare Theaterform“ umgesetzt werden. Das junge Publikum wird eingeladen, den Raum mitzugestalten und verschiedene Sinne zu nutzen, um mit der Spielerin gemeinsam einen Umgang mit dem riesenhaften Wal im eigenen Garten und im Zentrum der Bühne zu finden. Die Jury überzeugte besonders, dass hier ein Objekttheater entstehen soll, dass eine Tierfigur als Spielpartner ernst nimmt und zugleich wichtige Alltagsthemen aufgreift. Der Umgang mit Gegensätzen wird verhandelt, ohne zum Beispiel Unsicherheit oder den Wunsch nach Distanz negativ zu besetzen. Der Bühnenraum rund um den aufblasbaren Wal und mit eigens komponierter Musik verspricht eine multimediale Theatererfahrung, die generationenübergreifend Eindruck machen wird. Dem Konzept nach entsteht ein Theaterangebot, das geeignet ist, auch Kinder mit wenig Theatererfahrung, geringen Deutschkenntnissen oder kognitiven Einschränkungen anzusprechen. Das Solo-Stück soll tourfähig sein und Kinder im ganzen Münchner Stadtgebiet und darüber hinaus erreichen. Die Jury empfiehlt die Förderung dieser Produktion mit 30.000 Euro.
Lee, Jin: „Squashed Sandwich“
6 bis 11 Jahre; geplanter Aufführungsort: HochX Theater und Live Art
Jin Lee hat sich als herausragend gute Tänzerin im Bereich der Darstellenden Kunst etabliert. Jungem Publikum ist sie als Performerin aus verschiedenen Stücken von bzw. mit Ceren Oran bekannt. Seit 2024 überzeugt sie zusammen mit Jihun Choi als Kollektiv ZINADA im Rahmen von explore dance bundesweit mit der Eigenproduktion „WUW – Wind und Wand“ (ab 10 Jahren). Die Jury ist nun sehr gespannt, wie sich der Weg von Jin Lee als Choreographin weiter entwickeln wird. In "Squashed Sandwich" für ein junges Publikum ab 6 Jahren konzipiert Lee ein Solo-Tanzstück, das die Themen Anpassung und Konformität behandelt. Die Hauptfigur „NEMO“ (was auf Koreanisch „quadratisch“ bedeutet), lebt in einer Welt, in der alles quadratisch sein muss. Doch was passiert, wenn das Quadratische zerfällt und verformt wird, wenn Rundungen und Weiches entsteht?
Ausgehend von persönlichen Fragen, die sich Lee in ihrer Kindheit in Süd-Korea häufig gestellt hat, sieht sie auch bei den westeuropäischen Kindern, wie sehr sie in manchen Situationen unter Druck geraten, ob das, was sie tun und was sie sind "Richtig" ist. Sie wagt die Frage: Was wäre, wenn die Anpassung zerbricht? Wenn zwar zuerst etwas kaputt geht, aber dadurch etwas Neues, Wertvolles und Schönes entsteht? Bahnt sich hier Freiheit einen Weg und die Wertschätzung für Unterschiede?
Für die Produktion von „Squashed Sandwich“ hat sich Jin Lee ein professionelles Team zusammengestellt, das zeitgenössisches, gesellschaftsrelevantes Tanztheater für junges Publikum produziert. Nach dem Auftakt im Theater HochX soll das Stück perspektivisch auch in Schulen, Turnhallen und Gemeinschaftsunterkünften gezeigt werden. Für die Umsetzung des überzeugenden, präzise formulierten und zielgerichteten Konzeptes befürwortet die Jury eine Förderung in Höhe von 35.000 Euro.
Devecioğlu, Nihan: „Meine Stimme ist mein Zuhause (AT)“
7 bis 11 Jahre; geplanter Aufführungsort: HochX Theater und Live Art
Nihan Devecioğlu hat als Münchner Ausnahmekünstlerin europaweite Resonanz erfahren. Ihr Zugang zur Ausdruckskraft ihrer Stimme ist einzigartig. Dabei nutzt sie das stabile Fundament ihrer klassischen Ausbildung am Mozarteum in Salzburg auf geschickte Art und Weise, um gleichzeitig den dadurch entstandenen Rahmen zu sprengen. Ihre Darbietungen sind geprägt durch eine Leichtigkeit, mit der sie es jedes Mal schafft, ihr Publikum zu einer inneren Reise aufzufordern. Ausgelöst durch ihre eigene Migrationserfahrung als Kind entdeckte und entwickelte Devecioğlu ihre Stimme als Werkzeug der Expression und beschritt einen künstlerischen Weg, der ihr auch die gesellschaftliche Selbstpositionierung ermöglichte.
Mit ihrem Projekt „Meine Stimme ist mein Zuhause (AT)“ will die Künstlerin ihre Erfahrungen einem jungen Publikum zwischen 7 und 11 Jahren vermitteln und dieses empowern.
Devecioğlu erzählt die Geschichte eines Mädchens, das in einem fremden Land seine Stimme verliert und andere Ausdrucksformen für sich entdeckt. Dazu nutzt sie die Tradition des türkischen Schattentheaters „Hacivat und Karagöz“ als kreative Kulisse und wandelt das althergebrachte Genre in eine omnifunktionale Umgebung um, in der sie nun ihrem Zielpublikum partizipative Wege zu neuen individuellen Narrativen ermöglicht. Das persönlich und eigenständig entwickelte Projekt überzeugte die Jury durch die stringente Vorgehensweise, ein gelungenes künstlerisches Format dem jungen, vielfältigen Publikum als kreatives Instrument zur Hand zu geben. Der generationenübergreifende Lerneffekt und die Universalität des Themas sind geeignete Faktoren, die die Entwicklung des Vorhabens als visionäres kreatives Projekt für ein junges Publikum enorm begünstigen. Für diese Produktionsförderung empfiehlt die Jury eine Förderung in Höhe von 31.800 Euro.
Kapsner, Anne Sophie: „Der Besuch vom kleinen Tod“
Ab 7 Jahren; geplante Aufführungsorte: HochX Theater und Live Art, Pepper Theater
Anne Sophie Kapsner ist Theaterregisseurin, Autorin und künstlerische Forscherin. Ihre interdisziplinären Arbeiten bewegen sich meist im Spannungsfeld von Dokumentation, Schauspiel und Popästhetik. Ausgehend von biografischen Erfahrungen erschafft sie poetische Bühnenräume, in denen persönliche Geschichten zu universellen Fragen nach Erinnerung, Identität und Menschlichkeit werden.
In ihrem ersten Antrag im Bereich des Kinder- und Jugendtheaters widmet sich Anne Kapsner gemeinsam mit ihrem erfahrenen künstlerischen Team einem der existentiellsten Themen überhaupt: dem Tod. Ausgangspunkt dafür ist das Bilderbuch „Der Besuch vom kleinen Tod“ von Kitty Crowther. Darin wird der Tod aus dem behutsamen Blickwinkel des Kinderspiels betrachtet. Unter Einsatz einer Handpuppe sowie sichtbar erzeugten Projektionen und mit Mitteln des Tanzes kreiert das Team eine poetische Welt aus Nähe und Distanz, Greifbarkeit und Immaterialität. Um diesem sensiblen Thema auf kindgerechte und zugleich künstlerisch anspruchsvolle Weise zu begegnen wird Expertise aus der Trauerbegleitung hinzugezogen. Während der Proben wird außerdem der Austausch mit einer Schulklasse gesucht. Das Stück „Der Besuch vom kleinen Tod“ verspricht ein wertvoller Beitrag zum künstlerischen Umgang mit dem Thema Trauer und Tod zu werden. Hemmungen und Barrieren im Sprechen und Nachdenken darüber sollen abgebaut und Perspektiven des Trosts und der Hoffnung geöffnet werden. Daher empfiehlt die Jury die Förderung dieser Produktion in Höhe von 36.983 Euro.
Orton, Quindell: „Oh Mann (AT)“
13 bis 17 Jahre; geplanter Aufführungsort: HochX Theater und Live Art
Orton arbeitet als freie*r Tänzer*in, Choreograf*in, Lehrer*in und Facilitator in Australien und Europa – unter anderem mit Akteur*innen der zeitgenössischen Tanzszene aus München. Ortons Vorhaben „Oh Mann“ basiert auf dem bestehenden Stück „Making of a Man“, das 2024 in München erfolgreich zur Uraufführung kam. Dieses soll altersgerecht weiterentwickelt werden, um sich an ein jugendliches Publikum zu richten. Im Zentrum steht die aktuelle Frage nach der Inszenierung von Männlichkeit, nach zirkulierenden Männlichkeitsbildern und Dynamiken der Macht. In einer vielschichtigen Solo-Lecture-Performance verbindet Orton Tanz, Text, Video und Stimm-Modulation. Dabei entsteht eine poetische und zugleich herausfordernde Auseinandersetzung mit traditionellen Geschlechterbildern, die neue Perspektiven eröffnet und zum Nachdenken anregt.
Besonders überzeugend ist, dass die Adaption für junge Menschen über eine bloße Übertragung von „Making of a Man“ hinausgeht. Die Übersetzung der englischen Texte wird durch Gespräche mit Jugendlichen so ergänzt, dass deren Stimmen und Erfahrungen in die künstlerische Weiterentwicklung der Produktion einfließen. Für die Zusammenarbeit mit Schulen wird eine Kooperation mit Fokus Tanz e. V. eingegangen. Für die Expertise im Umgang mit jungem Publikum sorgen zwei erfahrene Outside Eye-Positionen im künstlerischen Team. Die politische Relevanz des Antrags überzeugt ebenso wie der Umgang mit dem Körper als Mittel zur Forschung und Träger von Wissen. Teil des Projekts sind Interviews und Workshops mit Jugendlichen, in denen z. B. der Zusammenhang zwischen Körperhaltung und dem damit verbundenen Gefühl erforscht wird. Außerdem werden verschiedene Workshop- und Diskussionsformate für ein Angebot unmittelbar nach den Vorführungen entwickelt. Der Antrag überzeugte die Jury darin, die bestehende englische Produktion zielgruppengerecht für ein junges Publikum in „Oh Mann“ weiterzuentwickeln. Die Jury spricht sich für eine Förderung des Vorhabens in Höhe von 16.999 Euro aus.
Kullukcu, Bülent: „HASHTAG HEIMATEN“
14 bis 20 Jahre; geplanter Aufführungsort: Studio Schwere Reiter
Bülent Kullukcu ist bisher durch seine kreativ in Szene gesetzten minimalistischen Kammerstücke aufgefallen, die mit effektiven Mitteln und gesellschaftlicher Dringlichkeitswucht glänzen. Zur Sprache kommen dabei oft Themen der vermeintlichen „Ränder“ des dominierenden gesellschaftlichen Selbstbildes. In den Aufführungen des Ensembles „Galerie Kullukcu und Gregorian“, deren aktiver Teil der Künstler ist, werden oft den Geschichten der Arbeitsmigrant*innen der ersten Generation Fokus geboten. Kullukcus Erzählformen zielen darauf hinaus, eben diesen Geschichten Sichtbarkeit und vor allem Erfühlbarkeit zu bieten – in einer zunehmend postindustriell-technokratisch geprägten Gesellschaft, deren rapide Weiterentwicklung eine Strategie des Vergessens erfordert. Kullukcu hält dem in seiner Arbeit eine Kultur des effektiven „Mitentwickelns“ entgegen, die die Narrative der „Anderen“ nicht vernachlässigt.
Nachdem Kullukcu bereits zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn häufig für das junge Zielpublikum produziert hatte, kehrt er nun mit diesem Vorhaben erfreulicherweise zum Kinder- und Jugendtheater zurück. In dem Stück „HASHTAG HEIMATEN“ geht es nicht nur um die Darstellung von unterschiedlichen gesellschaftlichen Perspektiven, sondern auch um die Analyse der Risiken, die durch diese Sichtbarkeit in einer immer mehr nach Rechts rückenden Gesellschaft entstehen, ihre strategische Vereinnahmung durch die ewig isolierenden und segregierenden Kräfte, die immer noch in Schlüsselpositionen wirken.
Der Antrag auf Produktionsförderung besticht durch seine unkonventionelle Sprache und der visionären Offenheit, mit der sich der Antragsteller einem solch komplexen Thema widmet. Vor allem liest man ihm die Freude an der kollektiven Arbeit heraus, die sich durch dieses Projekt auf alle Beteiligten und das Publikum auswirken kann. Die Jury ist sehr gespannt und befürwortet eine Fördersumme in Höhe von 32.400 Euro.
- 2026
Engel, Léonard: „Muffensausen“ (ab 4 Jahren); Maas, Annalena Andrea: „Matea, Otto und die Buchstaben“ (5 bis 11 Jahre); Zinola, Alfredo: „POSTO“ (ab 6 Jahren); Traummaschine Inc., Judith Huber: „Die Durchsage“ (6 bis 10 Jahre); Strodthoff, Jochen (GbR Bischoff, Herrberg, Strodthoff): „Obaysch“ (8 bis 12 Jahre); Silzle, Rinus: „Vlogging Ego“ (ab 13 Jahren); theater satt (SATT e. V.), Dominik Burki: „real!“ (ab 14 Jahren); Hohenester, Chris: „Creep“ (ab 16 Jahren) - 2025
Oestreicher, Mirella: „Would you rather…?“ 3 bis 5 Jahre; geplanter Aufführungsort: Pathos Theater; compagnie nik e. V., Niels Klaunick: „MONSTER! - heute lieber grün oder haarig? (AT)“ ab 4 Jahren; geplante Aufführungsorte: Theater HochX, Kultur-Etage Riem, Kultur und Bürgerhaus Pelkovenschlössl u. a.; Verein der Künste e. V., Laura Steinhöfel: „tanz Wald“
ab 5 Jahren; geplanter Aufführungsort: Pepper Theater (Neuperlach); GbR Sabine Herrberg und Jochen Strodthoff, Jochen Strodthoff: „DAS HAUS VERGISST NICHTS (AT)“ ab 8 Jahren (3. Klasse); geplanter Aufführungsort: Pepper Theater (Neuperlach); Traummaschine Inc. GbR, Judith Huber: „Fashion Liesl“ ab 9 Jahren; geplanter Aufführungsort: Pathos Theater; Galli-Jescheck, Babette: „MAKE IT UP!“ ab 12 Jahren; geplanter Aufführungsort: Theater HochX; Hohenester, Christine und Mantini, Manuela: „ALLEINSEIN“
ab 16 Jahren; geplanter Aufführungsort: Pathos Theater - 2024
Figurentheater Pantaleon, Alexander Baginski: „Der Bär hat es schwer“ (ab 3 Jahren); GbR Sabine Herrberg, Jochen Strodthoff: „ZEBRA TWIST“, (ab 4 Jahren, mit Gebärdensprache); Geller, Annette: „DAS KLEINE GELBE HAUS“ (ab 5 Jahren); Kjær Klausen, Marianne „BÖSEMANN - aktuelle Oper über häusliche Gewalt“ (ab 7 Jahren); Nüzel, Marie-Christine: „Und mache mir die Welt“ (AT: Ein Baum der Zärtlichkeit - Who cares?“ (ab 8 Jahren); Traummaschine Inc. GbR, Judith Huber: „SWEATS“ (ab 11 Jahren); Hohenester, Christine: „Young Pathos Kollektiv: ETWAS WIE NACHT“ (ab 16 Jahren) - 2023
Altenbach + Honsel GbR, Ines Honsel: „Tiefwurzeln – Auf den Spuren der deutschen Demokratie (AT)“ (11 bis 14 Jahre); Ensemble Persona – creArgo gGmbH, Tobias Maehler: „DER GEHEIME GARTEN als mobiles Stationentheater“ (ab ca. 8 Jahren); GbR Bischoff, Herrberg, Strodthoff, Jochen Strodthoff: „IDENTITÄT“ (AT) (ab 12 Jahren); Julia Korp (Giesbert): „Ich kann fliegen! Oder?“ (AT) (ab 5 Jahren); Simone Lindner-Bunger: „Loewenherz“ (ab 8 Jahren); Theater KUNSTDÜNGER GbR, Christiane Ahlhelm: „Aus heiterem Himmel“ nach Jon Klassen (ab 4 Jahren) - 2022
compagnie nik e.V., Niels Klaunick: „Der Wal“ (AT) (ab 3 Jahren); Barbara Galli-Jescheck: „playing places“(ab 5 Jahren); Léonard Engel: „Wusch! Zak! Puf! Wie man erscheint und verschwindet“ (6 bis 9 Jahre); Monstergirls GbR, Angelika Krautzberger: „Als die Welt rückwärts gehen lernte - Reload“ (ab 7 Jahren); Lena Grossmann: „Der kleine Prinz – ein Tanzstück für Kinder“ (ab 10 Jahren); Maja Das Gupta: „Kerims Nase“ (ab 12 Jahren); Traummaschine Inc., Judith Huber: „Die Beute“ (ab 12 Jahren); Annette Geller, MOM: „Brustpanzer “ (AT) (ab 14 Jahren); Chris Hohenester: „Now or Never“ (ab 16 Jahren) - 2021
Christine Hagemann, „Katastrophe, Katastrophe!“ (ab 4 Jahren); Ceren Oran, „Geschichten in Blau“ (ab 5 Jahren); Theater Kunstdünger - Christiane Ahlhelm, „SchleichWeg“ (5 bis 9 Jahre und Erwachsene); Jochen Strodthoff - GbR Bischoff, Herrberg, Perumal, Strodthoff, Wedel, „WAS WÄRE WENN – 31 Variationen über den Zufall“ (8 bis 12 Jahre); GbR Groß/ Erby - Renate Groß und Robert Erby, „KUBIK - m³ (Untertitel: Ein Reigen der Veränderung)“ (ab 12 Jahren); Maja Das Gupta, „Elias Revolution“ (ab 14 Jahren) - 2020
Julia Giesbert, „Die Bremer Stadtmusikanten“ (ab 4 Jahren); Altenbach+Honsel GbR - Gabi Altenbach und Ines Honsel, „Frau Salz & Frau Zucker“ (4 bis 8 Jahre); Sabine Karb, „ Ich war das nicht!“ (ab 5 Jahren); Alfredo Zinola, „The Other World“ (6 bis 10 Jahre); Figurentheater Pantaleon - Alexander Baginski, „Riese, Bär und eine Brücke“ (ab 8 Jahren); Traummaschine Inc. GbR - Laura Martegani, „Das Hirn der Finsternis“ (10 bis 13 Jahre); compagnie nik e.V. - Niels Klaunick, „3 min.“ (ab 13 Jahren) - 2019
compagnie nik e.V. - Niels Klaunick, „Einar, der auszog“ (ab 4 Jahren); Theater Kunstdünger GbR - Christiane Ahlhelm, „Hannah & die Bohnenranke“ (ab 5 Jahren); Simone Lindner, „one day“ (14 bis 18 Jahre); Mitten in der Nacht GbR - Caitlin van der Maas, „Mitten in der Nacht in einem dunklen Haus irgendwo in der Welt“ (14 bis 18 Jahre); Ceren Oran, „Schön Anders“ (ab 5 Jahren); Judith Seibert, „Benimmmichnicht!“ (ab 10 Jahren); SprachBewegung e.V. - Caroline Tajib-Schmeer, „Faschingsdienstag 1945“ (AT: Begreife deine Geschichte) (Jugendliche ab der 8. Klasse und Senior*innen); Traummaschine Inc. - Judith Huber, „O, Twist!“ (ab 10 Jahren) - 2018
Altenbach+Honsel GbR - Gabi Altenbach und Ines Honsel , „Regentänzerinnen brauchen keine Regenjacke“ (ab 4 Jahren); Julia Giesbert, „Knusper, Knusper, Knäuschen“ (ab 4 Jahren); Sabine Zeininger in Koproduktion mit Peter Rinderknecht, „Der Spielverderber – über die Freude an der Macht und das Bezwingen der Ohnmacht“ (7 bis ca.12 Jahre); Traummaschine Inc. - Anna Donderer, „Kids Carraldo“ (10 bis 12 Jahre); Annette Geller , „record play stop rewind“ (ab 14 Jahren) - 2017
Theater Kunstdünger - Christiane Ahlhelm, „Wenn ich groß bin, werde ich Seehund“ (ab 4 Jahren); Ceren Oran, „Elefant aus dem Ei“ (ab 3 Jahren); compagnie nik e.V. - Niels Klaunick, „1 vor dem anderen“ (ab 4 Jahren); Jochen Strodthoff, „INES HO“ (ab 5 Jahren); Annette Geller - MOM-MenschObjektMusik, www.wirwollenweiter (ab 10 Jahren); Figurentheater Pantaleon - Alexander Baginski, „Wenn du einmal groß bist“ (ab 14 Jahren) - 2016
Judith Huber, „Mix Match“ (ab 4 Jahren); Figurentheater Pantaleon - Alexander Baginski, „Wenn Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen“ (ab 4 Jahren); Annette Geller , „Ayda, Bär und Hase“ (ab 5 Jahren); Theater Kunstdünger - Christiane Ahlhelm, „fürchten. von einem, der auszog“ (ab 6 Jahren); Die Kleinste Bühne der Welt - Hedwig Rost & Jörg Baesecke, „HeimSpiel“ (ab 8 Jahren); Traummaschine Inc.- Christoph Theussl, „Die katastrophale Johanna“ (ab 8 Jahren) - 2015 (ohne Juryverfahren)
Ceren Oran, „Sag mal...“ (ab 2 Jahren); Theater Kunstdünger - Christiane Ahlhelm, „Die Prinzessin kommt um vier“ (ab 4 Jahren); Erbytheater - Robert Erby, „Zirkus Šardam“ (ab 5 Jahren); Sarah Israel und Tobias Ginsburg, „Du und ich und das Meer dazwischen“ (ab 8 Jahren)