Arbeitsstipendien Theater

Mit dem Stipendium soll die künstlerische Weiterbildung beziehungsweise die Erarbeitung eines neuen künstlerischen Konzepts gefördert werden.

Zur Weiterbildung

Die eingereichten Vorschläge werden durch die freie Theaterjury bewertet.

Künstler*innen sowie Gruppen, die auf der Basis nachgewiesener professioneller Arbeit erste künstlerische Erfolge erzielt haben, können sich um ein Stipendium bewerben. Die Stipendien sind vorhabensbezogene Arbeits- und Weiterbildungsstipendien, mit denen sowohl jüngere als auch etablierte Theaterschaffende gefördert werden sollen. Die Förderung beträgt maximal 8.000 Euro.

Es besteht keine Altersbegrenzung. Der Wohnsitz der Bewerberinnen und Bewerber muss im S-Bahn Bereich München sein.

Die Einreichung muss bis 1. Dezember für das darauffolgende Kalenderjahr erfolgen.

Theaterstipendien haben erhalten

  • avec, Dziomber & Sühnel, Silvia Bauer, Helena Eckert, BUERO GRANDEZZA E.V., Benno Heisel, Caroline Kapp, Manon Haase, Cornelia Mélian, Lulu Obermayer, Gesche Piening, Gineke Pranger, Jan Struckmeier,
    Frauke Zabel

Jurybegründungen

avec, Dziomber&Sühnel: Zoff und Zärtlichkeit (AT)

In ihrer künstlerischen Recherche werden Marie Dziomber und Nadja Sühnel, die sich 2017 zur Gruppe „avec“ zusammengeschlossen haben, Formen weiblicher Solidarität erforschen. Obwohl seit #metoo und der damit verbundenen medialen Aufmerksamkeit für feministische Themen weibliche Solidarität inzwischen präsenter geworden ist, halten es die Theaterma­cherinnen für wichtig, die immer noch reproduzierten Stereotype von weiblicher Konkurrenz und Missgunst kritisch unter die Lupe zu nehmen. Durch Selbstbefragung, Interviews – auch außerhalb des kulturellen Sektors – und theoretische Recherche soll Material erarbeitet wer­den, auf dessen Grundlage verschiedene Solidaritätsgenres performativ erprobt werden kön­nen. Als ideale Girlgroup wollen avec eine Nummernshow entwickeln, die Solidarität unter Frauen auf die Bühne bringt. Bereits in der eigenen Arbeitsweise der Beteiligten wird diese So­lidarität realisiert. Weil hier ein wichtiger Aspekt des Feminismus aufgegriffen, sehr klar um­rissen und bereits mit äußerst anschaulichen künstlerischen Ideen verbunden wird, empfiehlt die Jury das Vorhaben für die Förderung durch ein Arbeits- und Fortbildungsstipendium in Höhe von 8.000 Euro.


Silvia Bauer: Silicon Girls

Mit dem Rechercheprojekt „Silicon Girls“ will die Autorin und Dramaturgin Silvia Bauer Bio­graphen, Rolle und Rezeption von Frauen in Technologie und Technikgeschichte nachgehen. Es geht darum, Mechanismen und Strukturen, die die Unsichtbarkeit und Marginalisierung von Forscherinnen in diesem Bereich begründen, befördern und fortsetzen, zu analysieren und historisch aufzuarbeiten. Die historische Perspektive verbindet sich dabei mit der Analyse gegenwärtiger Diskriminierungsstrukturen und den Möglichkeiten, dagegen Widerstand zu leisten. So wird etwa auch der den aktuellen Algorithmen oder Künstlicher Intelligenz einge­schriebene Sexismus zum Gegenstand der Forschung. Mittels thematischer Recherchen, Interviews und Feldforschung soll ein später zu realisierendes Theaterprojekt vorbereitet wer-den. Die durchdachte Darstellung, die relevante, klar umrissene, in ihrer Vielschichtigkeit reflektierte Fragestellung sowie die kluge Verbindung von historischer Perspektive mit Gegen­wartsanalyse überzeugt die Jury für eine Förderung des Vorhabens durch ein Arbeits- und Fortbildungsstipendium in Höhe von 8.000 Euro.


Helena Eckert: Leitfaden zum nachhaltigen Produzieren in Theaterinstitutionen

Im Zuge von „Fridays For Future“ oder „Extinction Rebellion“ hat der ökologische Diskurs und das Nachdenken über Nachhaltigkeit auch die Kulturinstitutionen erreicht. Wie kann das Thea­ter dazu beitragen, die Klimakatastrophe abzuwenden? Dieser Frage möchte die Dramaturgin und Wissenschaftlerin Helena Eckert im Rahmen des Forschungsstipendiums nachgehen. Nach einer theoretischen Grundlagenrecherche im Spannungsfeld von Klimawandel und Kunstinstitutionen soll ein Fragebogen entwickelt werden, der als Basis einer Untersuchung von international existenten und transdisziplinären Ansätzen zu künstlerischer Produktion und Nachhaltigkeit dienen soll. Kontakte zu Julie‘s Bicycle, einer in London ansässigen Organisa­tion, die mit Kultur- und Kunstinstitutionen an Konzepten für Nachhaltigkeit arbeitet, sowie zum Center for Critical Ecologies am Goldsmith College (London) sollen fruchtbar gemacht werden, um eine Skizzierung von Möglichkeitsräumen vorzunehmen. Gezielt sollen internationale Insti­tute unterschiedlicher Kunstbereiche in den Blick genommen werden, um verschiedene Strate­gien nachhaltiger Kunstproduktion zu eruieren und zu vergleichen. Ziel der Forschungen soll ein Leitfaden für nachhaltiges Produzieren in Kunstinstitutionen sein, der Modelle aufzeigt, wie sinnfällig Kunst und innovative Arbeitsstrukturen, nachhaltige Produktionsbedingungen mit thematischen Bekenntnissen verbunden werden können. Die wissenschaftliche und theater­praktische Expertise von Helena Eckert als Dramaturgin und Wissenschaftlerin qualifizieren sie in hohem Maße für dieses Forschungsvorhaben. Als besonders attraktiv erscheint der Jury die Erstellung eines praxisorientierten Leitfadens, der der Münchner Theater- und Kulturszene zur Verfügung gestellt wird. Aufgrund der dringlichen Relevanz des Untersuchungsfeldes und der interdisziplinären, internationalen Perspektive empfiehlt die Jury die Vergabe eines Arbeits- und Fortbildungsstipendiums an Helena Eckert in Höhe von 8.000 Euro.


BUERO GRANDEZZA E.V.: Der Spielplan für die letzten 100 Jahre der Menschheit

Ausgehend von der Monographie des Politikwissenschaftlers Ian Cook „The Politics of the Final 100 Years of Humanity“, in der er sich mit den folgenschweren politischen Auswirkungen des menschlichen Handelns im Anthropozän auf das ökologische, sozioökonomische und kul­turelle Gleichgewicht auseinandergesetzt hat, kreiert das BUERO GRANDEZZA E.V. eine theaterästhetische Spekulation, ein Gedankenspiel auf der Grundlage künstlerischer Metho­den und kollaborativer Strategien, indem ein fiktiver Spielplan für die letzten 100 Jahre der Menschheit konzipiert wird. Mit einem endzeitlichen Blick nach vorne, versuchen die Künstler*innen den Blick für die Fehlläufe der Vergangenheit und Gegenwart an der Schnitt­stelle von Wissenschaft und Kunst, Theorie und Praxis zu schärfen und sich gemeinsam mit Expert*innen des Alltags und wissenschaftlicher Disziplinen auf die Suche nach Strategien für ein Überleben der Menschheit zu machen. BUERO GRANDEZZA E.V. wendet gesellschaftspolitische Zukunftsfragen zurück auf das Theater und öffnet einen Denkraum, um über Narrative, Ästhetiken und Arbeitsstrukturen der Zukunft zu reflektieren. Dabei spielt die essentielle Frage, inwiefern Kunst nützlich sein kann, neue politische Handlungsformen einzuüben, eine gewichtige Rolle. Das For­schungsstipendium soll für eine ausgedehnte Recherche zum Themenfeld genutzt werden und zur Konzipierung des Projekts, das bereits im Sommer 2021 im Twitter-Feed neue Inszenierungsideen für die letzten 100 Jahre zur Diskussion stellen wird, um in einer groß angelegten partizipativen Programmkonferenz im Herbst dann theaterästhetische und programmatische Fragen der Gegen­wart zu diskutieren. Das BUERO GRANDEZZA E.V. hat sich in den letzten Jahren mit beachtli­chem Erfolg auf künstlerische Konferenzformate spezialisiert, durch gründliche Recherche und der Generierung kollaborativer Netzwerke zu drängenden Fragen unserer Gegenwart sehr überzeugt – wie erst in ihrem letzten Projekt, der „Klimakonferenz“. Aus diesem Grund empfiehlt die Jury die Vergabe eines Arbeits- und Fortbildungsstipendiums in Höhe von 8.000 Euro.


Benno Heisel. Vorarbeiten und Prototypen zu »Schattenboxen«

Benno Heisels Antrag „Schattenboxen“ zur Forschung über künstlerische und technische Praktiken von Schatten-Theater hat die Fachjury rasch überzeugt. Sie folgt Heisels Ansatz, dass prä-cinematographische Darstellungsformen und weltweit praktizierte Schattentheater­techniken reiche Inspirationsquellen für eine zeitgenössische Medienkunst darstellen können, indem sie ein kulturelles und künstlerisches Wissen um das Gestern mit zukunftsweisenden Techniken verbinden. Mit dem Stipendium sollen Heisels Bestrebungen gefördert werden, solche „Schattenboxen“ als Guckkasten zu konzipieren, die einem Publikum aus je einer einzigen Person ein automatisch ablaufendes, multimediales, kurzes (Schattentheater-)Stück vorführen. Die Jury sieht damit in Benno Heisels Forschungsgegenstand eine klare Fortfüh­rung seines künstlerischen Schaffens im Bereich Schatten- & Medientheater als Auseinander­setzung mit Technik, Körper und sinnlicher Wahrnehmung und empfiehlt die Vergabe eines Arbeits- und Fortbildungsstipendiums in Höhe von 8.000 Euro.


Caroline Kapp, Manon Haase: Electric Mountain

Das Rechercheprojekt gilt der laufenden Umgestaltungen des Erinnerungsortes Obersalzberg und den Versuchen seiner wahlweise Tilgung oder Vereinnahmung durch je spezifische poli­tische Gruppierungen. Das Projekt ist aktuell, insofern es die Neugestaltung des Dokumenta­tionszentrums durch den bayerischen Staat mit konkreten und stark divergierenden Spuren des Gebrauchs durch Tourist*innen und Einheimische kontrastiert. Die beiden Theatermacher­innen setzen mit diesem Stipendium ihre erinnerungspolitischen Interventionen fort und stellen eine Vor-Ort-Präsentation ihrer Rechercheergebnisse und möglicher Leerstellen im Erinner­ungsdiskurs in Aussicht. Der Antrag überzeugte die Jury durch die umfangreiche Vorarbeit und gute Begründung des Vorhabens. Daher empfiehlt die Jury die Vergabe eines Arbeits- und Fortbildungsstipendiums an Caroline Kapp und Manon Haase in Höhe von 8.000 Euro.


Cornelia Mélian/Microoper: Hungry Ears und Rebel Woman Rebel Girl

Seit 1991 realisiert die Sängerin, Komponistin und Theatermacherin Cornelia Melián kontinu­ierlich Projekte auf der Grundlage „inszenierter Musik“. Entwickelt wurden dabei ganz eigen­ständige Formate, deren künstlerischen Formensprache im Spannungsfeld von Musik, Tanz, Video- und Bildender Kunst oszilliert, und dabei stets auch gesellschaftspolitische Fragestel­lungen berührt. So stellte Melián bereits mit ihrer bei der 11. Münchner Biennale für neues Musiktheater uraufgeführten „One Woman Opera“ die Produktionsbedingungen für Frauen im Kulturbetrieb und das Bild allseits perfekter Weiblichkeit zur Disposition. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Micro Oper werden die entstandenen 25 Arbeiten systematisch doku­mentiert und in Form eines digitalen und analogen Magazins mit dem Titel „Hungry Ears“ Ende 2021 publiziert. Dabei gilt es, die Materialien zunächst archivalisch zu erschließen und dann im Team mit Musik- und Kulturwissenschaftler*innen auszuwerten. In einem zweiten Schritt wird Cornelia Mélian im Anschluss an ihr bisheriges künstlerisches Schaffen ein Konzept er­stellen, um auf der Bühne der Micro Oper zwei auf den ersten Blick ganz unterschiedlichen Visionärinnen zusammen zu führen: Unter dem Arbeitstitel „Rebel Woman Rebel Girl“ soll das gesellschaftliche Provokationspotential der Äbtissin Hildegard von Bingen aus dem 12. Jahr­hundert und der Aktivistin Greta Thunberg aus dem 21. Jahrhundert auf den Prüfstand gestellt werden. Dabei kreuzt sich mittelalterlicher Gesang mit musikalischer Avantgarde durch Ver­wendung des Theremin, eines elektronischen, berührungslos und nur durch Handgesten zu spielenden, optisch spektakulären Instruments. Die Jury empfiehlt diese Recherchen für ein Arbeits- und Fortbildungsstipendium in Höhe von 8.000 Euro.


Lulu Obermayer: »Frauenliebe und Leben«, opus 42 nach Robert Schumann

Lulu Obermayer sucht eine Auseinandersetzung mit den Konventionen des klassischen Kon­zertgesangs aus feministischer Perspektive anhand von Robert Schumanns Liederzyklus »Frauenliebe und Leben«. In mehreren Strophen geht es um die Treue seiner Frau, die stets im Hintergrund wirkte, dabei selbst Komponistin war. Schumann zeichnet ein klassisches Frauen­bild des 19. Jahrhunderts. Anstatt das stereotype heterosexuelle Verhältnis von Frau und Mann zu reproduzieren, will Lulu Obermayer den Liederzyklus musikalisch und inhaltlich de­konstruieren. Dazu sollen folgende Vorarbeiten geleistet werden: die musiktheoretische Aufar­beitung der Komposition, die musikalische Erarbeitung des Liederzyklus zusammen mit ihrem Gesangslehrer, die Erprobung der szenischen und performativen Verhältnisse mit einem pro­fessionellen Pianisten und der Austausch mit jüngeren Sängerinnen über deren Erfahrungen. Lulu Obermayer hat sich in den letzten Jahren als Künstlerin erwiesen, die sich sehr klug mit musikalischen Codes auseinandersetzt, diese dekonstruiert und neu arrangiert und aus einer feministischen Perspektive kritisch aufbricht. Ein herausragender Anspruch einer Münchner Künstlerin, den die Jury mit einem Arbeits- und Fortbildungsstipendium in Höhe von 8.000 Euro empfiehlt.


Gesche Piening: TOT? WAS SOLL DAS SEIN? EIN FANTASIEWORT?

Gesche Piening will sich mit Trauma- und Trauerarbeit bei Kindern auseinandersetzen. Sie wird Interviews mit Menschen führen, die Erfahrungen mit Trauerprozessen haben: mit dem Netzwerk von Münchner Kinderärzt*innen, mit Psycholog*innen und Betroffenen. Dabei will sie auch die Sprache von Trauernden erforschen und nach Möglichkeiten suchen, Trauererfahrun­gen bzw. Schweigen in Sprache zu übersetzen. Sie will sich auch mit Trauer-Objekten als Stellvertretern von Sprache beschäftigen und perspektivisch ein künstlerisches Projekt aus dieser Recherche entwickeln. Ihr letztes Projekt hat sich ebenfalls mit dem Komplex Tod, Trau­er und Sichtbarkeit in der Gesellschaft auseinandergesetzt. Dabei hat sich die Künstlerin sehr sensibel den vergessenen Menschen zugewandt und sehr fundiert biografische Recherchen durchgeführt. In Form einer Open-Air-Audioinstallation mit Kompositionen vor einer Kirche hat Gesche Piening eine adäquate ästhetische Form unter Coronabedingungen gefunden. Pro­jekte, die sich mit dem Sterben und dem Tod auseinandersetzen, sind durch die Verbannung des Todes außerhalb der Gesellschaft vielfach von der Kunst vernachlässigt worden, was ihre Dringlichkeit nur bestärkt und die Jury zu einer Förderung dieses Projekts mit einem Arbeits- und Fortbildungsstipendium in Höhe von 8000 Euro bewegt.


Gineke Pranger: Amplified Listening

Die Regisseurin Gineke Pranger möchte mit diesem Arbeitsstipendium künstlerische Recher­che und Weiterbildung über die Modi des Hörens im installativen Raum durchführen. Unter dem Titel „Amplified Listening“ wird sie sich unter anderem mit den Aspekten von Stimme und Hören im inszenierten Raum bzw. Installationsraum unter Einsatz verschiedener Techniken und Technik auseinandersetzen und ihre Arbeitsstände in praktischen Experimenten mit Zuhö­rer*innen erproben. Zudem soll konkret eine Weiterbildung im Fachbereich Sounddesign erfol­gen. Gineke Pranger hat mit ihren letzten Arbeiten ebenso eigenwillige wie kreative Formate und Inhalte konzipiert, die den Beweis lieferten, dass sie perspektivisch künstlerisch mit Recht stark im Bereich der auditiv-performativen Kunst arbeiten wird. So ermöglicht das Arbeits­stipendium konkret die Aneignung weiterer Arbeitstechniken für zukünftige Projekte. Die Fach­jury empfiehlt daher die Förderung eines Arbeits- und Fortbildungsstipendiums in Höhe von 8.000 Euro.


Jan Struckmeier: Warme Heimat (AT)

Während Theaterkulturen überwiegend im urbanen Kontext agieren, fokussiert der Regisseur Jan Struckmeier in seinen Performances den ländlichen Raum. In seiner szenischen Installa­tion „GÖTZIN 2020“ setzte er sich mit dem historischen und aktuellen Stadt-Land-Konflikt aus­einander. Im Zuge der Recherchephase zu seinem neuen Projekt „Warme Heimat“ untersucht er nun die Entwurzelung der Landbevölkerung aus ihrem Lebensraum. Diese manifestiert sich zum einen historisch durch Auswanderung auf Grund lokaler Agrarkrisen, zum anderen durch die aktuelle Landflucht infolge der Klimakrise. Inspiriert von dem Film-Epos „Die andere Hei­mat“ wird Jan Struckmeier der Thematik gemeinsam mit dem Film- und Videokünstler Mathias Reitz-Zausinger anhand des Schicksals deutscher Auswanderer*innen in Brasilien im 19./20. Jahrhundert nachgehen und mit der Position junger brasilianischer Klima-Aktivist*innen im 21. Jahrhundert kontrastieren. Basierend auf autobiographischen Texten von Auswander*innen und Statements von Aktivist* innen werden im Rahmen eines Recherche-Aufenthalts in der brasilianischen Gemeinde Panambi (früher: Neu-Württemberg) Interviews und eine Material­sammlung durchgeführt. Aus diesen Tondokumenten wird mit Hilfe des Freiburger DJ Björn Peng ein Soundscape erstellt, der die Grundlage einer szenischen Installation bildet.

Die Jury empfiehlt dieses Vorhaben für ein Arbeits- und Fortbildungsstipendium in Höhe von 8.000 Euro.


Frauke Zabel: Reise in Brasilien

Frauke Zabel möchte die europäische Wissenschaftsgeschichte anhand der Botaniker Carl Friedrich Philipp von Martius und des Zoologen Johann Baptist von Spix kritisch betrachten. Martius und Spix reisten auf den Spuren Humboldts nach Brasilien und brachten beträchtliche Sammlungsstücke nach Hause zurück, die bis heute in Münchner Sammlungen zu finden sind. Frauke Zabel will sich mit der Perspektive des weißen, männlichen Brasilienforschers des 19. Jahrhunderts auseinandersetzen und historische und gegenwärtige Machtverhältnisse im Zusammenhang mit dem europäischen Kolonialismus und seinen bis heute währenden Fort­schreibungen sichtbar machen. Zabel will die Geschichte von Münchner Institutionen wie des Museums Fünf Kontinente, des Botanischen Gartens, der Zoologischen Staatssammlung kritisch erarbeiten, aber sich auch mit ihrer Selbstverortung als weißer europäischer Künstlerin auseinandersetzen. Diese Erkenntnisse sollen Grundlage einer Inszenierung werden, die sich nach Möglichkeit in den öffentlichen Raum und unterschiedliche Münchner Sammlungen be­gibt. Frauke Zabel kommt aus einem kulturwissenschaftlichen Bereich zwischen Wissenschaft, Forschung und den Künsten. 2019 hatte sie mit einer Projektarbeit in Brasilien zu politischem Widerstand bereits die Jury des Kulturreferats von ihrer facettenreichen politischen Recherche und ihrem klugen, selbstreflexiven Ansatz überzeugt. Die Jury empfiehlt deshalb ein Arbeits­ und Fortbildungsstipendium in Höhe von 8000 Euro.


Callie Arnold: Zugehörigkeit, Verletzlichkeit und Distanz ein interaktives Erforschen in der Natur

Die Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin Callie Arnold war in München bisher vor allem in tanztherapeutischen Kontexten tätig und wurde erstmals vergangenes Jahr für ihr partizipa­tives Tanzprojekt „Impulse der Gemeinschaft“ (2020) mit einer Förderung des Kulturreferats bedacht. Zentrales Interesse ihrer Arbeit ist es, anhand der auf Körpererfahrung basierenden Methoden der US-amerikanischen Postmodern Dance-Größe Anna Halprin, Ästhetiken von Beziehungsgefügen zu explorieren. Wie sich Räume sozial aushandeln lassen, ist auch The­ma ihres Forschungsvorhabens „Zugehörigkeit, Verletzlichkeit, und Distanz: in interaktives Erforschen in der Natur“, das auf einer Vielfalt an hochaktuellen Themen gründet. So möchte sie anhand des Themas der Distanz und im gemeinsamen Forschen in der Natur Themen wie Klimawandel, Antirassismus und Ökofeminismus und demnach Themen von globaler Dring­lichkeit in einem lokalen Kontext verhandeln. Hierfür bezieht sie die Tanzkünstlerinnen Amelia Uzategui Bonilla und Cherie Hill zur inhaltlichen Perspektivierung ihres Vorhabens, die beiden Tänzerinnen Kathrin Knöpfle und Kerstin Hilker sowie Laien und Zuschauer*innen mit ein. Die Jury überzeugte Callie Arnolds fundiertes und innovatives Konzept sowohl auf theoretischer als auch künstlerischer Ebene und sie plädiert für eine Förderung durch ein Arbeits- und Fort­bildungsstipendium in Höhe von 8.000 Euro.


Sophie Becker: ANIMALISTIC GROOVE

Inspiriert von animalischen Fortbewegungsmustern widmet sich Sophie Becker in diesem Forschungsprojekt der Entwicklung eines neuartigen Bewegungskonzeptes. In Zusammenar­beit mit dem Sportwissenschaftler und Finding Flow-Gründer Nil Teisner sollen Bewegungs­strukturen verschiedener Tiere detailliert erforscht und auf den menschlichen Körper übertra­gen werden. In gemeinsamen Trainingseinheiten werden dabei die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Finding Flow Technik mit zeitgenössischer Tanztechniken körperlich-experi­mentell recherchiert und beleuchtet. Besonderer Fokus liegt dabei auf der Übertragung anima­lischer Bewegungsprinzipien auf den menschlichen Körper unter der Fragestellung deren Effi­zienz, Dynamik, Vielfältigkeit und Anpassungsfähigkeit. Ziel des Forschungsprojekts ist es, eine physische Sprache zu entwickeln, die sowohl auf künstlerischer als auch tanzpädagogi­scher Ebene eine Umsetzung animaler Bewegungsmodelle in den Tanz ermöglicht. Die Jury ist von der Grundidee des Projekts und der Zusammenarbeit mit Expert*innen aus der Sport­wissenschaft überzeugt und empfiehlt die Recherche mit einem Arbeits- und Fortbildungs­stipendium in Höhe von 8.000 Euro zu fördern.


Sahra Huby: Andere Körper/Neue Kartografien

Sahra Huby fällt in der Tanzlandschaft Münchens wiederholt durch kreative, neue Ansätze und Ideen auf. Ob „Dance Kitchen” oder im vergangenen Sommer die „Lockdown-Sketches”: die Vielfalt der Ideen und der Wille zum Medienwechsel tragen stark zur Bereicherung der Bandbreite von Tanz bei. Mit ihrer Stipendiumsidee „Andere Körper/Neue Kartografien” knüpft die Tänzerin, die immer wieder in Stücken von Anna Konjetzky brilliert hat, an den Körper im Lockdown an: sie begreift die Tanzszene als einen „gemeinschaftlichen Körper”, der, schwer traumatisiert ist durch die Pandemie, sich im digitalen Netz auflöst, aber auch erweitert. Der biologische Blickwinkel auf den Menschen als Teil der Natur, dessen Handeln Konsequenzen hat, anstatt als Krone der Schöpfung, um sich die Welt untertan zu machen ohne jedwede Konsequenzen, ist seit Ausbruch der Pandemie mehr denn je auf dem Prüfstand. Huby denkt dieses Spannungsfeld einen Schritt weiter. Der globale Körper wird dabei zum Gegenstand einer kartografischen Analyse, deren Resultate in Form eines neuartigen Anatomie-Konzepts für Tanzschaffende und Laien aufbereitet werden sollen. Hierbei verbindet Huby drei Achsen der Tanzkörperbetrachtung: Den gefilterten Blick auf den Körper in seiner anatomischen Physi­kalität, aber auch in seiner permanenten Relation zur direkten Umgebung; das Sichtbar­machen der emotionsgeleiteten Imaginationen zum eigenen Körper inklusive Idealvorstel­lungen und Traumata (hier verorten sich die Lockdown-Sketches); um auf Basis dieser Stufen alternative Körperwelten sichtbar und denkbar zu machen. Die Jury empfiehlt, die Recherche mit einem Arbeits- und Fortbildungs­stipendium in Höhe von 8.000 Euro zu fördern.


Kolja Huneck: Magie & Zirkus – Einflüsse in den darstellenden Künsten

In Frankreich entwickelt sich die Zauberei seit zwei Jahrzehnten zu einer eigenen Sprache in den darstellenden Künsten. Anders als in der klassischen Zauberei geht es der „Magie Nouvel­le“ nicht mehr vordergründig um den Zaubereffekt, sondern um die Wirkung und den Einsatz von Magie als dramaturgischer Sprache. Deutschland ist von dieser Entwicklung bisher über­wiegend abgekoppelt. Dies will der Zirkuskünstler Kolja Huneck ändern, indem er dieses inno­vative Genre erforscht und seine Erkenntnisse mittels einer deutschsprachigen Publikation zu­gänglich macht. Der Schwerpunkt der theoretischen Recherche liegt auf der Beziehung von Subjekt, Objekt und nicht-menschlichen Akteuren. Viele Zirkusdisziplinen basieren auf der Auseinandersetzung mit einem Objekt, das durch menschliches Können ‚gemeistert‘ wird und die Naturgesetze überwindet. Zeitgenössischer Zirkus und Magie orientieren sich aber viel­mehr an posthumanistischen Theorien, die den Objekten eine eigene ‚Agency' zuschreiben, aufgrund derer sie zu nicht-menschlichen Akteur*innen mit eigenem Ausdruck werden. In seiner künstlerischen Praxis will Kolja Huneck die Objektmanipulation und Bewegungskunst eng mit der Magie verbinden. Magie als dramaturgische Sprache in Verbindung mit Tanz und Jonglage soll fester Bestandteil seiner für 2022/23 geplanten neuen Soloproduktion werden. Hierbei soll das Arbeits- und Fortbildungsstipendium die praktische und theoretische Recherchearbeit, eine Fortbildung am Centre National des Arts du Cirque en Mouvement in Châlons-en-Champagne, Interviews und Austauschtreffen sowie die Finanzierung einer Publikation. unterstützen. Aufgrund der herausragenden Arbeit Hunecks im Feld des zeitgenössischen Zirkus ist die Jury überzeugt, dass seine Forschung die Entwicklung dieses Genres auf relevante Weise befördern wird und empfiehlt, dieses Vorhaben mit einem Arbeits- und Fortbildungsstipendium in Höhe von 8.000 Euro zu fördern.

Carolin Jüngst: Future Shock

In ihrem Forschungsprojekt setzt sich Carolin Jüngst gemeinsam mit Lisa Rykena mit gegen­wärtigen Strategien und möglichen alternativen Erzählungen der Zukunftsforschung auseinan­der. Ausgangspunkt sind die Prophezeiungen des amerikanischen Futurologen Alvin Toffler aus der Perspektive der 1970er Jahre: Bei „zu viel Veränderung in zu kurzer Zeit“ gerät die Psychologie einer Gesellschaft in Schockstarre und befindet sich in permanentem Stress. Doch welche Rolle spielt der menschliche Körper in diesen Vorahnungen? Mit Blick darauf, welche Gesetzmäßigkeiten von wem für einen Körper der Zukunft geschrieben werden und welche Codes in der Sichtweise und Wertung von Körperlichkeit entstehen, öffnet sich die Recherche dem Blick auf Körperkonzepte, die gegen bestehende normative Vorstellungen von Gegenwart und Zukunft aufbegehren. Aus dem Recherchematerial von Interviews mit For­scher*innen der Forschungsgruppe Zukunftsfragen der Ludwig-Maximilians-Universität Mün­chen sowie dem Austausch mit Tänzer*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen unterschied­lichster Bereiche zu ihrem jeweiligen Blick auf Körper, werden utopische Geschichten eines zukünftigen Körperbildes gesammelt, welche in verschiedenen choreographischen und kon­zeptionellen Skizzen verwoben werden. Diese bilden den Ausgangspunkt für eine Bühnenpro­duktion, welche 2022 umgesetzt werden soll. Die Jury ist sich der zunehmenden Brisanz des Themas der Körperlichkeit in der digitalen Gegenwart und Zukunft bewusst und unterstützt deren künstlerische Reflexion und Recherche. Sie empfiehlt daher „Future Shock“ mit einem Arbeits- und Forschungsstipendium in Höhe von 8.000 Euro zu fördern.


Quindell Orton: Brüche erzeugen: Eine Untersuchung künstlerischer Praxis als Metho­de für Widerstand und Reform

Die freischaffende Tänzerin und Choreografin Quindell Orton arbeitet in Australien und in Mün­chen. Sie hinterfragt und sucht nach „körperlicher Durchsichtigkeit“ (physical transparency), Verspieltheit und Herausforderung im Körper. 2008 gründete sie die site-specific-company »Anything is valid Dance Theater«, mit der sie viele Projekte kreierte und weltweit gastiert. Sie wurde 2018 von der Dance Australia Critic's Survey zur interessantesten australischen Künst­lerin gekürt. Ihr Stück »Dust on the Shortbread« wurde bei den Performing Arts Awards WA 2018 als beste Produktion ausgezeichnet. 2019 war Quindell Mitglied des Tanzhaus NRW Digital Dance Lab und choreographische Assistentin für Anna Konjetzky. 2020 arbeitete sie mit Evandro Pedroni für „Everything Blue” im HochX, mit Anna Konjetzky für die Produktion DIVE (Märzpremiere wegen Corona verschoben) und hat mit ihr für die Lockdown Sketches im Play­ground studio in München zusammengearbeitet, sowie für die Projekte „Nomadische Akade­mie” in Athen und „For The Experts...”, eine Recherche, die sich mit der Rolle der Kunst in unserer aktuellen Gesellschaft beschäftigt und daraus Gesprächsformate zwischen Kün­stler*innen, Politiker*innen und der lokalen Gesellschaft entwickelt und initiiert hat. Nach eige­ner Aussage spürt die Künstlerin in diesem Moment der Krise mehr denn je die Notwendigkeit, ihre künstlerische Praxis zu den Veränderungen, die die heutige Gesellschaft braucht, ins Ver­hältnis zu setzen. Dabei untersucht Quindell Orton, wie Widerstand geleistet werden kann und wie die vorhandenen normativen und oftmals repressiven und diskriminierenden Systeme neu geformt werden können. Als Solistin und im Dialog mit Gastkünstler*innen wird sie Praktiken sowohl für die Studioarbeit als auch für öffentliche Räume entwickeln, um Brüche in diesen Systemen zu erzeugen. Die Jury ist von dieser Recherchearbeit, die auch auf Dialog und Ver­bindung innerhalb der Szene basiert, überzeugt und empfiehlt, dieses Projekt mit einem Arbeits- und Fortbildungsstipendium in Höhe von 8.000 Euro zu fördern.


Susanne Schneider: Breathing With - Practices of Co-Existence?

Susanne Schneider ist Tänzerin und hat einen Master in Dance Education der Hochschule für Film, Musik und Darstellende Künste Frankfurt. Ihr Recherchevorhaben betrifft Methodenver­mittlung im zeitgenössischen Tanz und eine für alle zugängliche digitale Plattform, die sich mit ersten Ergebnissen bereits im Aufbau befindet. Ihre generelle Forschungsfrage, wie kinästhe­tische Empathie in einem Training für professionelle Tänzer*innen vermittelt werden kann, ent­wickelte sie auf Basis praktischer Probennotizen und theoretischer Recherche aus den Neuro­wissenschaften, der Phänomenologie, sowie der Tanzwissenschaft und unterrichtet diese bereits. Zentrale Themen sind dabei der „reflexive body“ als Körper, der sensorisch sinnliche Informationen visueller, taktiler, akustischer sowie propriozeptiver Natur aufnimmt und ver­arbeitet. Dieser bildet die Basis für den „intersubjective body“, der mit den anderen Tänzer*­innen im Raum interagiert. Das Arbeits- und Fortbildungsstipendium soll dazu dienen, die Methodik der Künstlerin um die Atmung in allen Facetten unter Berücksichtigung vielfältiger bestehender Forschungsansätze und Praktiken zu erweitern. Dabei ist es das übergeordnete Ziel von Susanne Schneider, eine expansive digitale Plattform zu schaffen, um Bewegungs­forschung zu dokumentieren und damit Tanzschaffenden frei zugänglich zu machen. Die Jury empfiehlt, dieses Vorhaben mit einem Arbeits- und Fortbildungsstipendium in Höhe von 8.000 Euro zu fördern.


Lucy Wilke: Evolving Together

Das 2019 durch die Debütförderung geförderte Stück „Scores that shaped ourfriendship“ von Lucy Wilke und Paweł Duduś wurde nicht nur erfolgreich im schwere reiter und an den Münchner Kammerspielen gezeigt, sondern im November 2020 auch mit dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ in der Kategorie Darsteller*in Tanz ausgezeichnet. Aus­gehend von dieser äußerst produktiven Zusammenarbeit wollen die beiden Performer*innen Themen vertiefen, die im Mittelpunkt ihres künstlerischen Schaffens stehen* queere Sexuali­tät, nicht normative Beziehungsformen, Identität und Sexualität von Menschen mit Behinde­rung und das Zelebrieren von Schönheit jenseits der Norm. Damit wollen Wilke und Duduś nicht nur mehr punktuelle Sichtbarkeit für queere und behinderte Körper und Themen er­reichen, sondern diese auch strukturell fest in der öffentlichen Wahrnehmung verankern. Für „Scores that shaped our friendship“ haben Wilke und Duduś eine eigene Bewegungssprache ge- und erfunden, die sich an Bewegungen orientiert, die beide unmittelbar gemeinsam aus-führen können. Im Rahmen des Arbeits- und Fortbildungsstipendiums wollen sie dieses tänze­rische Vokabular um neue Formen ergänzen und ihr gemeinsames Bewegungsspektrum er­weitern. Durch eine Konstruktion, mit der Wilke auch bei dynamischen Bewegungsabläufen sicher auf dem Rücken getragen werden kann, verschmelzen sie in ihrer eigenen Version eines posthumanen Poledance zu einem gemeinsamen Körper. Sie untersuchen die Auswir­kungen von Duduś fluider Geschlechtsidentität und Wilkes Behinderung auf den erotischen Unterhaltungstanz Burlesque, der sich in der Regel normativer Vorstellungen von Erotik und Schönheit bedient. Wilke und Duduś wollen die Energie, den Rhythmus und das feministische Empowerment des Flamenco in einen Tanz übersetzen, der auch von Wilke körperlich um­setzbar ist. Die Jury ist überzeugt, dass Lucy Wilkes und Paweł Duduś Recherchen einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des zeitgenössischen Tanzes aus einer queeren und be­hinderten Perspektive leisten und empfiehlt daher ein Arbeits- und Fortbildungsstipendium in Höhe von 8.000 Euro.

  • 2020
    Jonny Bongers, Dominik Burki, Burchard Dabinnus, Tomma Galonska, Jan Geiger, Barbara Balsei / Astrid Behrens, Matthias Leitner, Gina Penzkofer und Demjan Duran, Oliver Zimmer
  • 2019
    Tuncay Acar und Peter Arun Pfaff, Antonia Beermann, Klemens Hegen, Niels Klaunick, Anna McCarthy, Cornelia Melian, Christiane Mudra, Pia Richter, Otone Sato, Jan Struckmeier, Julian Warner
  • 2018
    Sandra Chatterjee, Léonard Engel, Stephanie Felber, Ceren Oran
  • 2017
    Emre Akal, ausbau.sechs, Raphaela, Seraphin, Theresa Bardutzky, La Shut, Katrin Petroschkat, Anta Helena Recke
  • 2016
    Ziad Adwan, CADAM, GIESCHEand GbR, Caitlin van der Maas, Raphael Samay / Patrik Thomas
  • 2015
    Tomma Galonska, Inga Helfrich
  • 2014
    Emre Akal, Ana Zirner: Erarbeitung, Ines Honsel, Isabel Kott, Christiane Mudra
  • 2013
    Emre Akal und Tunay Önder, Institut für Glücksfindung/Stefanie Fleckenstein, Christina Ruf
  • 2012
    Judith Huber, Lorenz Seib, Leila Semaan
  • 2011
    Dirk Engler, Ruth Geiersberger, Sebastian Linz/ausbau.sechs
  • 2010
    Cornelie Müller, Katrin Dollinger und Kai Schmidt, Ruth Geiersberger, Gisela Müller und Walter Siegfried

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