Pressestelle der Branddirektion
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Landeshauptstadt München
Branddirektion – Pressestelle
An der Hauptfeuerwache 8
80331 München
7. April
Dienstag, 7. April 2026, 15.16 Uhr; Heidestraße
Am Dienstagnachmittag hat sich eine junge Frau hilfesuchend an die Einsatzkräfte der Feuerwache 9 gewandt. Nach dem Aufstehen hatte sie festgestellt, dass sich ein Ring nicht mehr von ihrem Finger entfernen ließ.
Für derartige Einsätze hält die Feuerwehr München spezielles feinmechanisches Werkzeug auf der Hauptfeuerwache vor. Dieses ist insbesondere für die schonende Entfernung von Gegenständen am Körper ausgelegt. Bei Bedarf wird durch die Integrierte Leitstelle zusätzlich ein entsprechendes Fahrzeug der Feuerwache 1 zur Einsatzstelle alarmiert. Im vorliegenden Fall kam ein Ringschneidegerät zum Einsatz. Zum Schutz der Haut wurde zunächst eine Kunststoffschiene zwischen Ring und Finger geschoben. Anschließend wurde das Metall unter fortlaufender Kühlung mit einer Infusionslösung vorsichtig aufgetrennt, um eine Erwärmung zu vermeiden. Nach kurzer Zeit konnte der Ring entfernt und die Patientin von ihren Schmerzen befreit werden. Ein weiterer medizinischer Transport war nicht erforderlich.
3. bis 6. April
Freitag, 3. April 2026; 8.56 Uhr
Hervorragende Rettung bei Zimmerbrand in Altenheim
Gravelottestraße (Haidhausen)
Bei einem Brand in einer Küche eines Altenheims ist am Freitag eine Person leicht verletzt worden.
Um 8.56 Uhr wurde die Feuerwehr München zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in ein Altenheim in die Gravelottestraße alarmiert. Kurz nach der Alarmierung eines Löschzugs erreichte der Notruf einer Mitarbeiterin die Integrierte Leitstelle. Diese meldete, dass es im Bereich einer Gemeinschaftsküche zu einem Brand gekommen sei. Sofort wurden weitere Einheiten der Feuerwehr und des Rettungsdienstes zum Objekt alarmiert.
Während die Feuerwehr sich noch auf dem Weg befand, brachten Mitarbeitende des Altenheims alle gefährdeten Bewohner*innen in sichere Bereiche. Auch die Brandfallsteuerung, also alle technischen Maßnahmen, wie zum Beispiel die Abschaltung der Lüftungsanlage und die automatische Schließung der Rauchschutztüren, funktionierte reibungslos. Als die Einsatzkräfte eintrafen, schlugen ihnen bereits Flammen aus dem Küchenbereich entgegen. Mit einem Stoßtrupp wurde umgehend die Brandbekämpfung eingeleitet. Ein weiterer Stoßtrupp kontrollierte die darüberliegenden Bereiche. Im Einsatzverlauf wurde das gesamte Gebäude durch die Feuerwehr überprüft.
Durch den Rettungsdienst wurden etwa 20 Personen betreut, wovon eine Mitarbeiterin vorsorglich in ein Münchner Krankenhaus transportiert wurde. Dass bei dem Brand nicht mehr Verletzte zu beklagen waren, ist vor allem dem schnellen und richtigen Handeln des Pflegepersonals zu verdanken. Die Verlegung in rauchfreie Bereiche hat in diesem Fall Leben gerettet.
Der betroffene Gebäudeabschnitt ist bis auf Weiteres nicht nutzbar. Die Bewohner*innen konnten nach Abschluss der Löscharbeiten in ihre privaten Bereiche zurückkehren. Zur Brandursache und Schadenshöhe können von Seiten der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.
Montag, 6. April 2026; 15.46 Uhr
Überlandhilfe mit schwerem Gerät
Furtweg, Unterschleißheim (Landkreis München)
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr München wurde am Montagnachmittag mit technischem Sondergerät zur Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr nach Unterschleißheim gerufen.
Bereits gegen 15.20 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Unterschleißheim vom Rettungsdienst zur Personenrettung mittels Drehleiter in den Furtweg alarmiert. Der medizinische Zustand eines Patienten im zweiten Obergeschoss eines Mehrparteienhauses ließ einen Transport durch das Treppenhaus zum Rettungswagen nicht zu. Aufgrund der rückversetzten Lage des Hauses reichte die Drehleiter der örtlichen Feuerwehr nicht aus. Deshalb wurden durch den Einsatzleiter der Kranwagen und die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr München angefordert.
Vor Ort konnte die Person mit dem Kranwagen 70 und einer Schleifkorbtrage sowie unter ständiger medizinischer Betreuung eines Höhenretters in Sicherheit gebracht werden. Wieder auf festem Boden, wurde der Patient dem Rettungsdienst übergeben und in ein Krankenhaus transportiert. Der Einsatz konnte nach zirka zwei Stunden erfolgreich abgeschlossen werden.
1. April
Mittwoch, 1. April 2026; 8 Uhr; Hauptfeuerwache
Die Branddirektion der Landeshauptstadt geht weiter den Weg der Innovation. In den vergangenen Wochen und Monaten ist viel von neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugen, Kranwagen oder Drohnen zu hören und zu lesen gewesen. Doch nicht immer ist eine technische Lösung die richtige. Für spezielle Einsätze in beengten Verhältnissen wird nun im Rahmen eines Pilotprojekts auf tierische Unterstützung gesetzt.
Der Ansatz, auf die Fähigkeiten von Tieren zu setzen, ist nicht neu - Pferde, Maultiere oder Hunde leisten seit Jahrhunderten wertvolle Dienste. Einzigartig ist aber der Ansatz, den die Feuerwehr München nun geht. Inspiriert von Such- und Minenratten, wie sie bereits in Asien und Afrika zum Einsatz kommen, sucht die Behörde nun Kleintiere in und um München, die sie bei Einsätzen unter schwierigsten, beengten Bedingungen unterstützen. Neben Such- und Erkundungseinsätzen oder auch Probenentnahmen sollen Kleintiere zukünftig auch zur Betreuung von Kolleg*innen in die psychosoziale Betreuung eingebunden werden.
Die Besonderheit dabei: Die Tiere - etwa Hamster, Frettchen oder Mäuse, aber auch Exoten wie Degus - sind vollwertige Teammitglieder mit allen Rechten und Pflichten. Sie gehören aber nicht der Feuerwehr München, sondern verbringen die dienstfreie Zeit bei ihren Familien. Das sogenannte KvD (Kleintier vom Dienst) soll zukünftig im 24-Stunden-Dienst auf einer Feuerwache in Alarmbereitschaft sein. Eine umfangreiche Überprüfung aller Voraussetzungen und der medizinischen Eignung ist daher vorab verpflichtend. Das Tier erhält Verpflegung und Bezahlung inklusive aller Zulagen und hat selbstverständlich auch Anspruch auf eine Stunde Dienstsport täglich, Freizeitausgleich und Urlaub. Aufbauend auf einen intensiven Grundlehrgang an der Feuerwehr- und Rettungsdienstschule München finden täglich Aus- und Fortbildungen auf der Wache statt. Ebenso wird das KvD mit einem Micro-Funkmeldeempfänger ausgestattet sein, um rund um die Uhr alarmierbar zu sein. Im Rahmen der Ausbildung erfolgt die nötige Konditionierung, im Alarmfall selbstständig das Einsatzfahrzeug aufzusuchen und innerhalb 90 Sekunden den Müncher*innen zu Hilfe zu eilen. Die Fahrt zum Einsatzort übernehmen natürlich weiterhin menschliche Kolleg*innen.
Lediglich einen großen Unterschied wird es geben: Eine Verbeamtung oder eine Dienstgradbezeichnung ist nach umfassender Prüfung nicht möglich. Trotz der Bemühungen der Personalabteilung konnte dieser Wunsch nicht umgesetzt werden. Die voraussichtlich kurze Dienstzeit der Tiere würde bei den meisten aufgrund der nötigen Probezeiten nicht zu einer Verbeamtung auf Lebzeit ausreichen und so den Aufwand, die Laufbahnbestimmungen für Beamte anzupassen, nicht rechtfertigen. Als Vorbild für eine mögliche Regelung sollte ursprünglich der Pinguin Sir Nils Olav dienen: Der Königspinguin, der im Edinburgher Zoo in Schottland lebt, bekleidet den Dienstgrad eines Generalmajors in den norwegischen Streitkräften.
Die Tierhalter*innen müssen keine besonderen Anforderungen erfüllen. Sie müssen sich lediglich bereit erklären, das Kleintier zu Dienstbeginn und -ende um 7 Uhr morgens zur Feuerwache zu bringen und dort wieder abzuholen.
Eine ausführliche Beschreibung der Anforderungen an das Tier und dessen Tätigkeiten ist der Stellenausschreibung zu entnehmen.
Die Feuerwehr München freut sich auf zahlreiche Bewerbungen in den kommenden Wochen, um zeitnah mit dem Pilotprojekt starten zu können.