Pressestelle der Branddirektion
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Landeshauptstadt München
Branddirektion – Pressestelle
An der Hauptfeuerwache 8
80331 München
6. bis 8. Februar
Freitag, 6. Februar 2026; 12.45 Uhr
Drehleiterrettung rückwärts
Pilgersheimer Straße (Giesing)
Die Drehleiter der Feuerwehr ist am Freitag zu einem ungewöhnlichen Patiententransport gerufen worden. Statt aus einer Wohnung heraus ging es zurück in die eigenen vier Wände.
Bei einer Anforderung der Drehleiter durch den Rettungsdienst zählt in der Regel jede Sekunde - doch diesmal konnten die zehn Einsatzkräfte ohne Blaulicht ausrücken. Nach einem Krankenhausaufenthalt sollte ein Rettungswagen einen Mann zurück in seine Wohnung bringen. Leider war das Treppenhaus zu eng, um den Patienten in den zweiten Stock zu tragen, woraufhin die Feuerwehr mit der Drehleiter und einem Hilfeleistungslöschfahrzeug zur Unterstützung angefordert wurde.
Da ein Transport mit der herkömmlichen Krankentragenhalterung auf dem Korb der Drehleiter nicht möglich war, griff nun sogar Plan C. Der Patient wurde in eine sogenannte Schleifkorbtrage - ähnlich einer rundum geschlossenen Gebirgstrage - gelegt, welche mit einem Tragesystem an die Unterseite des Leiterparks gehängt wurde. Mehrfach gesichert konnte der Mann so nahezu schwebend wieder in seine Wohnung gebracht werden. Nach rund einer halben Stunde war der Einsatz für die Kräfte der Feuerwehr beendet.
Samstag, 7. Februar 2026; 23.46 Uhr
Schwerer Verkehrsunfall endet tödlich
Maria-Probst-Straße (Milbertshofen - Am Hart)
Am späten Samstagabend ist es Münchner Norden zu einem tragischen Verkehrsunfall gekommen, bei dem ein junger Mann sein Leben verlor. Ein weiterer wurde schwer verletzt.
Der 32-jährige Fahrer eines Pkw ist auf der Ingolstädter Straße stadtauswärts auf Höhe der Maria-Probst-Straße von der Fahrbahn abgekommen und im Anschluss mit einem Laternenmast kollidiert. Nachdem Ersthelfer einen Notruf abgesetzt hatten, wurden mehrere Einheiten der Feuerwehr und des Rettungsdienstes alarmiert. Als diese an der Unfallstelle ankamen, waren der 32-jährige Fahrer und der 33-jährige Beifahrer bereits aus dem Fahrzeug befreit. Sie wurden schwerverletzt von Ersthelfern versorgt. Der Beifahrer hatte so gravierende Verletzungen erlitten, dass er noch vor Ort reanimiert werden musste. Beide Männer kamen im weiteren Verlauf in Münchner Kliniken. Trotz laufender Wiederbelebungsmaßnahmen während des Transports verstarb der 33-Jährige wenig später.
Für mehrere Angehörige, die sich während des Einsatzes an der Unfallstelle einfanden, wurden Kriseninterventionsteams hinzugezogen. Die Feuerwehr sperrte die Örtlichkeit zusammen mit der Polizei ab, leuchtete den Bereich aus, stellte den Brandschutz sicher und kümmerte sich mit um die Versorgung der Verletzten. Anschließend wurde die Polizei bei Unfallaufnahme unterstützt. Nach dreieinhalb Stunden war der Einsatz für die letzten der rund 30 Kräfte der Feuerwehr München beendet. Zur Unfallursache und der Schadenshöhe liegen der Branddirektion keine Informationen vor. Die Polizei hat hierzu die Ermittlungen aufgenommen.
Sonntag, 8. Februar 2026; 13.52 Uhr
Nur der richtige Feuermelder rettet Leben
Anzinger Straße (Ramersdorf)
Äußerst glimpflich ging am Sonntagnachmittag ein Brandeinsatz für eine junge Frau und ihr Kind aus. Die richtige Wahl der Feuermelder in der Wohnung hätte möglicherweise den Einsatz der Feuerwehr abwenden können.
Zu einem vermeintlichen Zimmerbrand ist ein Löschzug im Münchner Osten alarmiert worden. Nach einer außergewöhnlich kurzen Anfahrt von nur rund einer Minute konnte an der Einsatzstelle tatsächlich ein Brandgeruch im Treppenhaus und austretender Rauch auf der Gebäuderückseite festgestellt werden. Aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss waren zudem das Piepen eines Rauchmelders sowie Hilfeschreie eines kleinen Kindes wahrnehmbar, woraufhin sich zwei Atemschutztrupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung unverzüglich auf den Weg in die Brandwohnung machten. Kurz bevor die Einsatzkräfte gewaltsam in die Räumlichkeiten eindrangen, öffnete die 29-jährige Bewohnerin eigenständig die Tür. Sie und ihr zweijähriger Sohn wurden unverletzt in Sicherheit gebracht. Grund für die Rauchentwicklung war angebranntes Essen, das aber rasch abgelöscht werden konnte. Die Wohnung wurde zudem belüftet.
Während der Maßnahmen stellte sich bei der Befragung der Frau auch heraus, warum diese den Alarm des Rauchmelders nicht wahrgenommen hatte. Die gehörlose 29-Jährige war eingeschlafen und in der Wohnung waren lediglich Rauchmelder mit einem akustischen Alarm verbaut. Da der menschliche Geruchssinn im Schlaf nahezu deaktiviert ist, war es ein glücklicher Zufall, dass sie rechtzeitig wach wurde. Nach einer abschließenden Kontrolle der Wohnung konnten Mutter und Kind wieder zurück in ihre gewohnte Umgebung.
Die Feuerwehr München weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es unter anderem auch für gehörlose Menschen im Fachhandel verschiedene geeignete Feuermelder oder Lösungen gibt.
4. Februar
Mittwoch, 4. Februar 2026, 14.03 Uhr; Balanstraße
Die automatisierte Drohne hat den Einsatzkräften der Feuerwehr München am Mittwochnachmittag erste Lagebilder eines Brandes noch während der Anfahrt geliefert.
Gegen 14.03 Uhr meldete ein Anrufer der Integrierten Leitstelle eine Rauchentwicklung aus dem Dachbereich eines Mehrfamilienhauses. An dem Gebäude finden gerade Sanierungsarbeiten am Dach statt. Zusätzlich zu den anfahrenden Einsatzkräften wurde die automatisierte Drohne gestartet. Diese zeigte dem Einsatzleiter bereits auf der Anfahrt ein detailliertes Lagebild aus der Vogelperspektive und reduzierte so die Erkundungszeit vor Ort. Die Erkundung des Gebäudeinneren wurde mit zwei Trupps unter Atemschutz durchgeführt. Als Ursache für die Rauchentwicklung konnte ein fehlerhaft installierter Holzkohlekamin im Erdgeschoss ausfindig gemacht werden. Mithilfe eines Kaminkehrers wurde die Abluftanlage inspiziert und gereinigt, sowie umliegende Bereiche mit einer Wärmebildkamera kontrolliert.
Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Der Sachschaden kann von Seiten der Feuerwehr nicht beziffert werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Mittwoch, 4. Februar 2026, 13.09 Uhr; Hochleite
Eine junge Frau hat sich am späten Mittwochvormittag bei einem Spaziergang mit ihrem Hund verletzt. Die Rettung durch die Feuerwehr München gestaltete sich aufwendig.
Am späten Mittwochvormittag stürzte eine 24-jährige Frau über eine Wurzel in einem Waldstück in Harlaching. Durch den Sturz zog sie sich eine Fußverletzung zu und konnte den Wald nicht mehr eigenständig verlassen. Nach ihrem Notruf in der Integrierten Leitstelle wurde ein Rettungswagen entsandt. Da das Gelände von der Straße nicht gut einsehbar war, dauerte es einige Zeit, bis die eingetroffene Rettungswagenbesatzung die junge Dame ausfindig machen konnte. Vor Ort war aufgrund der Topografie und Bodenbeschaffenheit schnell klar, dass die Rettung aufwendiger werden würde.
Die Feuerwehr kam zur Tragehilfe zum Einsatz. Die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes übermittelten ihren genauen Standort mittels der Drei-Wort-Adresse "what3words". So konnte die Einsatzadresse auf drei Meter genau eingegrenzt werden. Die Rettung der verletzten Frau erfolgte mittels einer Schleifkorbtrage und einer Drehleiter. Auf der Straße konnte die Frau dem Rettungsdienst übergeben werden, der die Verletzte anschließend in eine Münchner Klinik transportierte.
Der Hund wurde noch während des Einsatzes von der Mutter der jungen Frau in Obhut genommen.
Mittwoch, 4. Februar 2026, 10.00 Uhr; Stadtgebiet
Seit Anfang Dezember 2025 setzt die Feuerwehr München ein automatisiertes Drohnensystem ein, das im Rahmen eines Pilotprojekts gemeinsam mit dem Unternehmen Skyflow erprobt wird. Die zwei Drohnen waren seit Beginn des Projektes über zwanzigmal im Einsatz und konnten bei der ersten Lageeinschätzung wichtige Hinweise liefern, die kaum erhältlich wären, ohne dass sich Einsatzkräfte in Gefahr bringen. Nach einer Meldung, dass möglicherweise ein Kind in einen zugefrorenen See eingebrochen sei, überflog eine Drohne die Eisfläche und lieferte den Einsatzkräften Bildmaterial. Eine Einbruchstelle konnte nicht festgestellt werden, es kam niemand zu Schaden. Auch bei dem schweren Busunfall am vergangenen Wochenende in Trudering wurde die Drohne zur Erkundung eingesetzt.
Außerdem konnten bei einem Brand in einer Küche mithilfe der eingebauten Wärmebildkamera wichtige Erkenntnisse gewonnen werden und bei einem Brand unter einer Brücke konnte die Einsatzstelle von der Flussseite her erkundet werden.
Der längste Einsatz dauerte 26 Minuten und die Drohne legte dabei 17,6 Kilometer zurück. Insgesamt waren die beiden Drohnen über sechs Stunden in der Luft und die bisher zurückgelegte Gesamtflugstrecke beträgt 197 Kilometer. Bereits 33 Sekunden nach der Alarmierung sind die Drohnen unterwegs und deshalb häufig noch vor den Einsatzkräften an der Einsatzstelle.
"Unser erstes Zwischenfazit nach zwei Monaten Testbetrieb ist sehr positiv", sagt Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble, Leiter der Feuerwehr München. "Mit den automatisierten Drohnen erhalten wir schon auf der Anfahrt ein deutlich besseres Lagebild. Alle Drohneneinsätze haben reibungslos funktioniert und sie haben uns geholfen, den Einsatzort zu verifizieren und die Lage vor Ort noch besser einschätzen zu können. Wir dokumentieren jeden Drohneneinsatz sehr detailliert, um möglichst viele Erkenntnisse daraus mitzunehmen."
An zwei Drohnenstandorten, auf der Feuerwache 4 - Schwabing und der Feuerwache 5 - Ramersdorf, stehen die automatisierten Drohnen in Dockingstationen bereit. Durch die Lage der beiden Standorte wird das gesamte Münchner Stadtgebiet abgedeckt.
Ziel des Projekts ist es, Erfahrungen im operativen Einsatz zu gewinnen und das Potenzial automatisierter Drohnensysteme zur Verbesserung der Einsatzführung und Gefahrenabwehr zu evaluieren.
Nach Abschluss der sechsmonatigen Erprobungsphase folgt eine umfassende Auswertung, auf deren Basis über die zukünftige Nutzung der Technologie entschieden wird. Für das erste Quartal in 2026 ist eine Ausdehnung des Projektes durch einen dritten Drohnenstandort im Landkreis München mit den zuständigen Fachdiensten im Landratsamt München vorbesprochen und in der Umsetzungsphase.
3. Februar
Dienstag, 3. Februar 2026, 17.03 Uhr; Westendstraße
Eine erste Einschätzung einer Lage hat am späten Dienstagnachmittag zu einem beengten Kraneinsatz geführt. In den frühen Abendstunden wurde durch die Leitstelle ein Einsatzleitwagen zu einer sogenannten Lageeinschätzung in die Westendstraße alarmiert. Dies passiert immer dann, wenn nach einem Notruf zwar keine Eile geboten ist, aber dennoch nicht klar ist, wie die genaue Lage vor Ort aussieht und ob die Feuerwehr hier helfen kann oder auch darf.
Am Einsatzort empfingen schon Mitarbeitende der Firma, die angerufen hatten, den Einsatzleiter. Sie wollten einen Teleskoplader zwischen zwei Häusern herausfahren, als an einem Hauseck plötzlich der Boden nachgab und das Gefährt stecken blieb. Dies war so nahe am Gebäude, dass ein weiteres Einsinken auch das Gebäude selbst in Mitleidenschaft gezogen hätte.
Da nicht abschätzbar war, was im Untergrund passiert war, und ein weiteres Absinken möglich erschien, entschied der Einsatzleiter den Feuerwehrkran in die schmale Straße nachzufordern. Ein Autokran braucht erheblich Platz, um effektiv arbeiten zu können. So war es eine Herausforderung, den Kran so zu platzieren, dass er sowohl arbeitsfähig war, sich aber auch so bewegen konnte, dass er zwischen den Häusern den Teleskoplader anschlagen konnte. Nach den Vorbereitungsmaßnahmen war die Hubarbeit und das Sichern des Teleskopladers aber schnell erledigt.
Das Fahrzeug wurde auf sicherem Grund abgestellt und den Mitarbeitenden der Firma übergeben. Die Hauseigentümer müssen nun die Ursache des Absackens des Bodens klären.