Allgemeines zur Abwärmenutzung

Abwärme, die beispielsweise in Rechenzentren als Abfallprodukt anfällt, kann andernorts zur Raumbeheizung genutzt werden. Selbst im Kanalnetz steckt Wärme-Potenzial!

Symbolbild gewerbliche Abwärme

Möglichkeiten zur Abwärmenutzung

Möglichkeiten zur innerbetrieblichen Abwärmenutzung werden unter anderem im Rahmen des städtischen Umweltmanagementprogramms ÖKOPROFIT bei den teilnehmenden Betrieben untersucht. Darüber hinaus hat das Referat für Arbeit und Wirtschaft im Rahmen der IHKM-Maßnahme „Energieeffizienzinitiativen im Gewerbe“ verschiedene Informationsveranstaltungen durchgeführt. Im Rahmen dieser Veranstaltungen wurde das Thema Abwärmenutzung – insbesondere im Bereich Kühlung, Lüftung und Klimatechnik – behandelt.

Neben industriellen Abwärmequellen gewinnt auch das kommunale Abwasser als Energieträger an Bedeutung. Nachdem Verfahren zur Erschließung der Abwasserwärme für die Beheizung und Warmwasserbereitung insbesondere in der Schweiz mit Erfolg umgesetzt wurden, haben zwischenzeitlich auch verschiedene Kommunen in Deutschland Projekte zur Abwasserwärmenutzung realisiert. In München gibt es bislang eine Pilotanlage zur Nutzung der Abwasserwärme: die Kanalbetriebsstation West der Münchner Stadtentwässerung in der Bergsonstraße. Die Anlage wurde in den Jahren 2009 und 2010 realisiert und im Rahmen einer Masterarbeit evaluiert.

In einer interaktiven Karte des Referats für Klima- und Umweltschutz sind diejenigen Gebiete markiert, in denen Abwasserwärmenutzung potenziell möglich ist. Berücksichtigt wurden dabei nur diejenigen Kanalabschnitte, die über einen ausreichenden Kanalquerschnitt verfügen, nicht innerhalb des Fernwärmenetzes der Stadtwerke München liegen und nicht zu weit vom Kanal entfernt sind. In der Karte sind keine Informationen zur Abwassertemperatur enthalten. Sie liefert daher nur erste Hinweise, wo eine vertiefte Untersuchung bezüglich der Abwasserwärmenutzung sinnvoll sein könnte. Den Link zur Karte finden Sie weiter unten unter „Weiterführende Informationen“.