Naturschutzwacht
Die ehrenamtliche Naturschutzwacht im Auftrag der unteren Naturschutzbehörde vermittelt zwischen Mensch und Natur in den Schutzgebieten der Stadt München.
Was machen die ehrenamtlichen Naturschutzwächter*innen?
Ihre Aufgabe ist es, direkt vor Ort über naturverträgliches Verhalten zu informieren, aufzuklären und bei Bedarf auf Verstöße gegen das Naturschutzrecht aufmerksam zu machen. Stets mit dem Ziel, Natur und Landschaft zu schützen, denn eine gute Kommunikation mit den Erholungssuchenden vor Ort hilft uns beim Schutz von Lebensräumen, Tieren und Pflanzen.
Aufgaben der ehrenamtlichen Naturschutzwächterinnen und Naturschutzwächter im Einzelnen:
- Sie sind Ansprechpartner*innen vor Ort
- Sie wirken bei der Betreuung von Schutzgebieten und weiteren sensiblen Bereichen mit
- Sie vermitteln allgemeine Informationen über die Zusammenhänge in der Natur und spezifische Informationen zum jeweiligen Schutzgebiet
- Sie klären über die Regelungen der jeweiligen Schutzgebietsverordnung auf und beraten zum richtigen Verhalten
- Sie verhüten Verstöße gegen Schutzvorschriften oder greifen diese im Einzelfall auf
- Sie melden Veränderungen, Vandalismus und dergleichen an die untere Naturschutzbehörde
Was darf die ehrenamtliche Naturschutzwacht?
Als ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der unteren Naturschutzbehörde dürfen die Naturschutzwächter*innen bei Verstößen gegen Schutzvorschriften (Artikel 49 Abs. 3 Bayerisches Naturschutzgesetz):
- eine Person zur Feststellung ihrer Personalien anhalten
- die angehaltene Person zu einer Polizeidienststelle bringen, wenn die Feststellung ihrer Personalien an Ort und Stelle nicht vorgenommen werden kann oder wenn der Verdacht besteht, dass ihre Angaben unrichtig sind
- eine Person vorübergehend von einem Ort verweisen oder ihr vorübergehend das Betreten eines Orts verbieten (Platzverweis)
- unberechtigt aus dem Schutzgebiet entnommenes (z.B. geschützte Pflanzen) sicherstellen
Wie erkennt man die ehrenamtliche Naturschutzwacht?
Die Mitarbeiter*innen der ehrenamtlichen Naturschutzwacht tragen in der Regel braune Jacken/Westen mit dem Wappen des Freistaats Bayern. Sie haben außerdem immer einen Dienstausweis und eine nummerierte Dienstplakette, mit der Aufschrift "Naturschutzwacht", dabei.
Betreuungsgebiete:
In folgenden Schutzgebieten ist die Naturschutzwacht in München hauptsächlich unterwegs:
Die Fröttmaninger Heide zählt zusammen mit den Naturschutzgebieten Panzerwiese und Hartelholz, Garchinger Heide, Echinger Lohe und Mallertshofer Holz sowie den Heiden des Flugplatzes Oberschleißheim zu den wertvollsten Naturschätzen Bayerns.
Das etwa 100 Hektar große Schwarzhölzl im Stadtteil Feldmoching repräsentiert mit seinen vier Einzelflächen einen Querschnitt durch mehrere Typen der Reste des ehemals riesigen Moorgebietes am Nordrand der Münchner Schotterebene im Übergangsbereich zum Dachauer Moos.
Die Allacher Lohe ist mit einer Größe von fast 150 Hektar einer der letzten Restbestände des einst für den Münchner Norden und Westen charakteristischen Lohwaldgürtels.
Das Landschaftsschutzgebiet Hirschau und Obere Isarau umfasst große Teile des Englischen Gartens und der angrenzenden Isarauen.