Mosaik Jugendpreis

Stark gegen (Alltags-)Rassismus – bewerben Sie sich jetzt mit Ihrem Projekt: Alles rund um die aktuelle Ausschreibung, Teilnahmebedingungen und die Preisverleihung.

Mit Vielfalt gegen Rassismus - Ausschreibung 2022

Mosaik Jugendkulturpreis

Was kann ausgezeichnet werden?

Es werden Projekte ausgezeichnet, die sich gegen (Alltags-)Rassismus und für ein respektvolles Miteinander aller Menschen in der Stadt sowie für interkulturellen Dialog und Begegnung einsetzen.

Die Projekte sollen sowohl aktuell als auch nachhaltig angelegt sein. Sie können aus allen gesellschaftlichen Bereichen sein – beispielsweise Schule, Hochschule, Ausbildungsplatz, Verein oder auch privat. Willkommen sind Musik-, Film-, Kunst-, oder Sportprojekte ebenso wie beispielsweise Begegnungs- oder Bildungsprojekte oder auch Projekte mit Neuen Medien wie dem Internet.

Wer kann sich bewerben?

Jugendliche und junge Erwachsene bis zum Alter von 25 Jahren mit Wohnsitz in den Städten München oder Nürnberg können sich als Einzelpersonen oder als Gruppen für den Preis bewerben.

Welche Preise werden vergeben?

Dieser Preis wird durch die beiden Städte München und Nürnberg ausgeschrieben.

Die Anzahl der vergebenen Preise und die Höhe des jeweiligen Preisgeldes werden von der Jury festgelegt. Insgesamt beträgt das Preisgeld pro Jahr 9.000 Euro.

Bewerbung/ Bewerbungsformular

Bitte senden Sie das vollständig ausgefüllte und unterschriebene Bewerbungsformular (PDF, 310 KB) zusammen mit einer ausführlichen Projektbeschreibung bis zum 24. Oktober 2021 per E-Mail an n.pekince@muenchen.de.
Gerne können Sie zusätzlich auch weitere Dokumente wie Bilder, Videos oder Presseberichte mit einreichen.

Preisverleihung

Die digitale Verleihung des Mosaik Jugendpreises 2022 findet am 21.03.2022 statt.

Kontakt

Landeshauptstadt München
Sozialreferat, Stelle für interkulturelle Arbeit
Franziskanerstraße 8, 81669 München
Nilüfer Pekince,
Tel.: 089 233-40594
Fax: 089-233 989 405 94
n.pekince@muenchen.de

Referat für Bildung und Sport
Pädagogisches Institut
Ledererstr. 19, 80331 München
Michael Schneider-Velho
Tel.: 089-233-32105
Fax: 089-233-32189
m.schneidervelho@muenchen.de

Stadt Nürnberg
Menschenrechtsbüro
Fünferplatz 1, 90403 Nürnberg
Wiebke Winter
Tel.: 0911-31 50 30
Wiebke.Winterstadt@nuernberg.de
www.menschenrechte.nuernberg.de

www.muenchen.de/mosaik-jugendpreis

Die Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte bis zum 24. Oktober 2021 an:

Landeshauptstadt München
Sozialreferat, Stelle für interkulturelle Arbeit
Franziskanerstraße 8,
81669 München
n.pekince@muenchen.de

Rückblick

Der Mosaik Jugendpreis 2020

Für den 21.03.2020, dem internationalen Tag gegen Rassismus, war die Verleihung des sechsten „Mosaik Jugendpreises – Mit Vielfalt gegen Rassismus“ geplant, die leider aufgrund von Corona abgesagt werden musste.

Geehrt werden dieses Jahr das Projekt „Eine Welt – viele Farben“ aus München und das Musikvideo gegen Diskriminierung „Gutmensch“ von Charles Junior aus Nürnberg. Die Jury entschied einstimmig, das Preisgeld von 9000 Euro auf beide Projekte gleichermaßen aufzuteilen.

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Erster Preis: Eine Welt – Viele Farben aus München

Das umfangreiche Projekt „Eine Welt – viele Farben“ wurde von der Berufsschule für Farbe und Gestaltung in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum und der Fachoberschule für Sozialwesen initiiert. Das Projekt wird mit einem Preisgeld von 4.500 Euro prämiert. 200 Schülerinnen und Schüler haben dieses Projekt in Zusammenarbeit mit Lehrkräften entwickelt. Dabei setzen sie sich auf jeweils eigene, sehr persönliche Weise, mit Ausgrenzungen und Rassismus, unseren Werten und unserer Zukunft auseinander. In Zeitzeugengesprächen sowie in Erkundungen im NS-Dokumentationszentrum stellten sie ihre eigenen Zugänge auch in Bezug zur Geschichte des Nationalsozialismus dar.
Vom 27.02. bis zum 05.05.2019 wurden rund 100 der 200 Exponate Teil der Sonderausstellung „Nicht Schwarz-Weiß: Eine Intervention in Farbe“ im NS-Dokumentationszentrum, zu der die Schülerinnen und Schüler auch selbst Führungen anboten. Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule für Sozialwesen trugen durch Übersetzung der Texte ebenfalls zur Ausstellung bei. Es sind Überlegungen im Gange, eine Auswahl der Exponate in die Dauerausstellung des NS-Dokumentationszentrums langfristig zu integrieren.

Erster Preis: Musikvideo gegen Diskriminierung „Gutmensch“ von Charles Junior aus Nürnberg

Das Musikvideo gegen Diskriminierung „Gutmensch“ von Charles Junior aus Nürnberg erhält ebenfalls eine Auszeichnung und ein Preisgeld in Höhe von 4.500 Euro. Das Musikvideo richtet sich in gut gestalteten Bildern und mit bewegendem Text an sein junges wie älteres Publikum und ruft dazu auf, nicht wegzuschauen, sondern sich für ein gewaltfreies und vorurteilsfreies Miteinander einzusetzen. Ohne erhobenen Zeigefinger spricht Chadi Saad die Sprache der Jugendlichen und wendet sich dabei an alle. Musik, Video und Text behandeln hier typische Diskriminierungsmerkmale, die im Alltag oft zu Vorurteilen und Ausgrenzungen führen, stellen dies aber ganz bewusst in einem durchweg positivem Kontext dar. Der Dreh des Musikvideos fand an nur einem einzigen Tag mit freiwilligen Passantinnen und Passanten in der Nürnberger Innenstadt statt. Das Video hat eine große Reichweite erlangt, da es auch vor Filmen im Kino gezeigt und das Lied ebenso im Radio gespielt wurde.

Der Mosaik Jugendpreis 2019

Bereits zum fünften Mal wurde am 21. März 2019, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, der Mosaik Jugendpreis verliehen. Die Feier fand in Nürnberg, in der Kulturwerkstatt Auf AEG, statt.

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Erster Preis: „Gemeinsam gegen Antiziganismus!“ aus Nürnberg

Antiziganismus ist eine weitgehend unberücksichtigte Form des Rassismus. Junge Sinti und Roma engagieren sich in diesem Peer to Peer Projekt. Sie teilen ihre eigenen Erfahrungen mit anderen Jugendlichen und geben ihr Wissen über die Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma in Deutschland weiter. Die Jugendlichen setzen sich mit den Mechanismen und Erscheinungsformen sowie eigenen antiziganistischen Vorurteilen auseinander und entwickeln Handlungsstrategien, um dem Rassismus gegenüber Sinti und Roma wirksam entgegen zu treten. Die Jury lobte ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro aus.

Zweiter Preis: „Queer's up“ aus München

Unter dem Titel „Ramiz und Julietta“ präsentieren neun Jugendliche aus verschiedenen Herkunftsländern ihr Theaterstück, dass zusätzlich zur bekannten Liebesgeschichte von „Romeo und Julia“ eine Vielzahl von kulturellen Differenzen und Vorurteilen thematisiert. Perspektivenwechsel sorgen beim Publikum für ein Überdenken der eigenen Normalitätsvorstellungen. Klischees werden bewusst eingesetzt, um sie zu entlarven. Rollenzuweisungen, wie die des armen Flüchtlings oder des weißen Retters, werden vermieden. Das Empowerment-Konzept formuliert eine deutliche Abkehr vom Defizit-Blickwinkel. Dieses Projekt erhielt von der Jury ein Preisgeld von 3.000 Euro.

Dritter Preis: „Planspiel Asyl“ aus München

30 Schülerinnen und Schüler der Berufsschule zur Berufsintegration und des Adolf-Weber-Gymnasiums entwickelten das Planspiel, das die Erfahrungen von Geflüchteten während ihrer Asylverfahren in Deutschland für Menschen ohne Fluchterfahrung begreiflich und erlebbar macht. Die Geflüchteten wurden zu Expertinnen und Experten mit Kompetenzen, die im Alltag sonst nicht abgerufen werden. Der Perspektivenwechsel in die Sichtweise von Geflüchteten sensibilisiert die anderen Schülerinnen und Schülerin, so dass diese wiederum in ihrem Umfeld für Verständnis und Toleranz eintreten. Die Möglichkeit, dass interessierte Gruppen dieses Planspiel buchen können, sorgt für Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler, die aus acht Ländern kommen und zusammen mindestens 15 Sprachen sprechen, erhalten für ihr Projekt ein Preisgeld von 1.000 Euro.

Der Mosaik Jugendpreis 2018

Am 21. März 2018, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, wurde zum vierten Mal der Mosaik Jugendpreis verliehen. Die Feier fand in München, im NS-Dokumentationszentrum statt. In diesem Jahr gab es vier Preisträgerinnen und Preisträger. Dabei wurde der dritte Preis zweimal vergeben.

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Erster Preis: „sommer.dok“ aus München

„sommer.dok“ ist ein offenes Angebot der historischen und politischen Bildung von jungen Menschen für junge Menschen. Die „JugendGeschichtsWerkstatt“ findet seit 2013 einmal jährlich im Juli als Open-Air-Angebot auf dem Königsplatz statt und setzt sich sowohl mit der Geschichte des Nationalsozialismus in München als auch mit Themen und Problemlagen der heutigen Gesellschaft und der Demokratie auseinander. Die Jury würdigt das nachhaltige, selbstbestimmte und ehrenamtliche Engagement der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Deren Ziel ist es, die junge Stadtgesellschaft anzuregen, sich aktiv für demokratische Werte, Menschenrechte und Teilhabe aller einzusetzen, sich zu informieren und sich kritisch mit Themen unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Zweiter Preis: „BABEL FM – Munich's International Radio“

Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 17 und 25 Jahren produzieren monatlich eine dreistündige, mehrsprachige Radiosendung, die von Radio Feierwerk ausgestrahlt wird. Die Jury würdigt das Projekt, da Radio eine Plattform ist, die alle Menschen, gleich welcher Herkunft, anspricht. Die Neumünchnerinnen und Neumünchner erhalten dadurch eine Stimme, setzen ein Zeichen gegen ihre eigene Marginalisierung und damit gegen Ausgrenzung und Rassismus.

Dritter Preis: „all.inclusive“ aus München

Tim Jenni und Valentin Hanzer von „all.inclusive“ aus München, organisieren Veranstaltungen und produzieren Filme rund um das Thema Inklusion. Dabei gehen sie von einem weit gefassten Inklusionsbegriff aus, der nicht nur die Eingliederung von Menschen mit Behinderung, sondern alle sogenannten Minderheiten berücksichtigt, beispielsweise auch Menschen mit Fluchterfahrung. Ihr Anliegen ist es, die eigene Generation für ein inklusives und diskriminierungsfreies Miteinander zu sensibilisieren. Die Jury zeichnet „all.inclusive“ aus, da es junge Menschen in ihrem Alltag abholt. Soziale Medien und angesagte Orte wie das „Lost Weekend“ erleichtern den Zugang zu oft verdrängten oder marginalisierten Themen wie Diskriminierung.

Dritter Preis: „HEROES“ aus Nürnberg

Ein Projekt, in dem sich junge zugewanderte Männer zwischen 15 und 23 Jahren mit verschiedenen Formen der Diskriminierung und Unterdrückung auseinandersetzen. „HEROES“ verschiebt den Fokus von einer Wahrnehmung von Defiziten und Gewaltbereitschaft männlicher Jugendlicher zu einer Bereitschaft, sich Respekt durch den Kampf gegen Unterdrückung im Namen der Ehre zu erarbeiten. Die Jury überzeugte der nachhaltige Peer-to-Peer-Charakter von „HEROES“. Gerade bei schwierigen Themen lernen Jugendliche am besten von Gleichaltrigen, die ihren kulturellen und sozialen Kontext teilen.

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