München-Pass

Der München-Pass ermöglicht Münchner Bürger*innen mit geringem Einkommen eine Vielzahl von Ermäßigungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit/Sport, Kultur/Kunst, MVV

Der München-Pass ist eine freiwillige Leistung der Landeshauptstadt München und ermöglicht eine Vielzahl von Vergünstigungen bei städtischen und nicht städtischen Einrichtungen (zum Beispiel MVV, Museen, Sportstätten, Schwimmbäder, Kinos, Theater, Tierpark, und weitere).

Besondere Anlaufstellen
Gehörlose Münchner*innen wenden sich an den Sozialdienst für Gehörlose.
Münchner*innen ohne eigene Wohnung wenden sich an die Zentrale Wohnungslosenhilfe.

Benötigte Unterlagen

  • gültiger Ausweis (bei postalischer Beantragung Kopie des Ausweises)
  • Bescheid über Leistungen nach dem SGB II oder Leistungen nach dem SGB XII oder
  • Bescheid vom Amt für Wohnen und Migration oder
  • Bescheid von der Kindergeldkasse oder
  • Nachweise über Einkommen, Vermögen und Miete oder
  • Nachweis über Teilnahme Bundesfreiwilligendienst oder
  • Nachweis über Teilnahme am Freiwilligen Sozialen beziehungsweise Ökologischen Jahr.
  • Zusätzlich wird ein Passfoto benötigt

Dauer & Kosten

Bearbeitungszeit

Innerhalb einer Woche.

Gebührenrahmen

Es fallen keine Gebühren an.

Rechtliche Grundlagen

Freiwillige Leistung der Landeshauptstadt München.

Fragen & Antworten

Wer kann den München-Pass beantragen?

Den München-Pass können folgende Münchner Bürger*innen bekommen:

  • Bezieher*innen von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung (SGB XII),
  • Bezieher*innen von Arbeitslosengeld II (SGB II),
  • Bezieher*innen von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG),
  • Bezieher*innen von Wohngeld oder Kinderzuschlag und deren Familienangehörige,
  • Personen mit geringem Einkommen, deren Einkommen den Bedarfssatz nach dem für sie anwendbaren Gesetz nicht übersteigt. Der Bedarfssatz setzt sich aus der Regelleistung zuzüglich eventueller Mehrbedarf und zuzüglich Kosten der Unterkunft zusammen. Zudem darf die Grenze des einzusetzenden Vermögens nicht überschritten werden. Hiervon ausgenommen sind Au-Pairs, Auszubildende und Studierende.
  • Personen mit einem monatlichen Nettoeinkommen unter der für sie geltenden Münchner Armutsgefährdungsschwelle. Diese ist:
    • Ein-Personenhaushalt: 1.540 Euro
    • jede weitere Person ab 14 Jahren: 770 Euro
    • jede weitere Person bis einschließlich 13 Jahren: 460 Euro

Daraus ergeben sich folgende beispielhafte Haushaltsnettoeinkommen:

    • Ein-Personenhaushalt: 1.540 Euro
    • Zwei-Personenhaushalt: 2.310 Euro
    • Familie mit 1 Kind bis 13 Jahre: 2.770 Euro
    • Familie mit 1 Kind ab 14 Jahren: 3.080 Euro
    • Zum monatlichen Nettoeinkommen gehören zum Beispiel:  Ausbildungs-/Gehalt, Renten, Nebeneinkünfte (wie Minijob), Einnahmen aus selbständiger Tätigkeit, Kindergeld, Unterhaltsleistungen, Einnahmen aus Unter-/Vermietung und Verpachtung und so weiter ...

      Au-Pairs, Auszubildende und Studierende sind hiervon ausgenommen.
  • Teilnehmende Personen am Freiwilligen Sozialen beziehungsweise Ökologischen Jahr, Freiwillige im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes.

Können Personen, die nicht in München wohnen einen Pass erhalten?
Nein, außer Teilnehmende am Bundesfreiwilligendienst, am Freiwilligen Sozialen beziehungsweise Ökologischen Jahr. Hier genügt es, dass Sie den Dienst in München leisten und währenddessen in München übernachten. 

Welche Ermäßigungen gibt es beim MVV und was ist zu beachten?

  • IsarCard S im Geltungsbereich der gewählten Zonen
  • Vergünstigte Tageskarten für den Innenraum: bis zu 15 Tageskarten als Single- oder Gruppen-Tageskarten beziehungsweise bis zu 20 Kinder-Tageskarten monatlich.
  • Die IsarCard S und die Tagestickets sind nicht übertragbar.
  • Eine Rücknahme oder Erstattung beziehungsweise ein Umtausch von Fahrkarten ist nicht möglich.
  • Bei Fahrten mit dem MVV müssen Sie außer der Fahrkarte (also der Isar-Card S oder Tageskarte) immer (auch bei Gruppen- oder Kindertageskarten) den eigenen München-Pass (das heißt alle Personen) dabei haben und auf Verlangen dem Kontrollpersonal vorzeigen. Haben Sie den München-Pass nicht dabei, müssen Sie 60 Euro (erhöhtes Beförderungsentgelt) selbst bezahlen!

Wo können Sie die MVV-Tickets kaufen?

Die IsarCard S ist an jeder MVV-Verkaufsstelle erhältlich (auch Automaten). Die Tagesfahrkarten können in jedem der zwölf Sozialbürgerhäuser und im Amt für Wohnen und Migration gekauft werden.

Welche Vergünstigungen oder Ermäßigungen gibt es darüber hinaus?

Es gibt verschiedene Vergünstigungen oder Ermäßigungen in unterschiedlicher Höhe beim Besuch von

  • Bädern
  • Sportstätten/-vereine
  • Museen
  • Bauwerke
  • Kinos
  • Tierpark
  • Theatern
  • Volkshochschule
  • und andere verschiedene Einrichtungen

Genauere Informationen hierzu finden Sie auch in der Broschüre München-Pass.

Wo können Sie den München-Pass beantragen?

Den München-Pass können Sie in dem für Ihre Wohnadresse zuständigen Sozialbürgerhaus oder im Amt für Wohnen und Migration auf dem Postweg oder bei einer persönlichen Vorsprache beantragen.

Was muss ich tun wenn mein München-Pass abgelaufen ist?

Sie benötigen den München-Pass unbedingt für die ermäßigte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel (IsarCard S oder vergünstigte Tageskarten).

Wenn dieser abgelaufen ist, gehen Sie bitte sofort in Ihr

  • zuständiges Sozialbürgerhaus oder
  • zuständiges Amt für Wohnen und Migration

und lassen Ihren gelben oder grauen München-Pass dort verlängern.

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