Hochschulpreise der Stadt München 2026

Mit den Hochschulpreisen der Stadt 2026 wurden Tobias Greimel, Dr. Marlis Lapazinski, und Dr. Lukas Lauss ausgezeichnet.

15. Juli 2026

Drei Preisträger*innen von drei Hochschulen

Die Gewinner, Bürgermeisterin Verena Dietl und Referent für Arbeit und Wirtschaft, Dr. Christian Scharpf
LHM

Bürgermeisterin Verena Dietl hat zusammen mit dem Referenten für Arbeit und Wirtschaft, Dr. Christian Scharpf, sowie Vertreterinnen und Vertretern der Münchner Hochschulen den diesjährigen Hochschulpreis der Stadt München verliehen.

  • Der Hochschulpreis an der Hochschule München wurde an Tobias Greimel für seine Masterarbeit „Etwas endet, etwas beginnt – Transformation der Treibgut-Materialinitiative in ein Zentraldepot und Campus für zirkuläres Bauen“ verliehen. Die Arbeit setzt sich mit einer der zentralen Herausforderungen im Bausektor auseinander. Wie kommt man vom linearen Wirtschaften und Recycling hin zu Rohstoffkreisläufen, in denen Rohstoffe gehalten und somit eingespart werden. Aus städtischer Sicht war der Perspektivenwechsel, den die Arbeit ermöglicht, ein überzeugender Ansatz. Tobias Greimel beginnt in seiner Arbeit den Kreislaufgedanken mit der Verfügbarkeit. Zwei Münchner Abrissobjekte werden auf ihr Potential zum Urban Mining analysiert und dabei geprüft, welche Materialien beim Abriss frei werden. Auf dieser Grundlage wird mit den verwertbaren Materialien ein neues Objekt, in diesem Fall ein Campus für zirkuläres Bauen im Kreativlabor, entworfen.
  • Der Hochschulpreis an der Ludwig-Maximilians-Universität München wird in diesem Jahr an Dr. Marlis Lapazinski für ihre Dissertation „Die Ernährung der ‚Hauptstadt der Bewegung‘. Lebensmittelversorgung und Stadtgesellschaft im nationalsozialistischen München im Zweiten Weltkrieg“ vergeben. Die Arbeit behandelt stadtgeschichtlich Neuland. Erstmals werden die tiefgreifenden Eingriffe in das Alltagsleben der Münchnerinnen und Münchner im Nationalsozialismus analysiert. Die Arbeit verbindet dabei die Dynamik des Kriegsgeschehens mit der Dynamik der Veränderungen im Alltag der Menschen. Besonders hervorzuheben ist die Erschließung von Kriegsakten der Großmarkthalle, die in der dortigen Registratur lagern, und sich nun die Möglichkeit bietet, diese Informationen für künftige Projekte zu nutzen.
  • Den Hochschulpreis an der Technischen Universität München erhielt Dr. Lukas Lauss für seine Dissertation „Optimierung der Gebäudeperformance und Minimierung von Performance Gaps durch robuste Gebäude“. Der Energie- und Sanierungsbedarf und damit auch der CO₂-Ausstoß von Gebäuden werden über genormte Berechnungen ermittelt, die in der Regel aber von der Realität abweichen. Neu an der Arbeit ist der Detailierungsgrad, mit dem die Auswirkungen der einzelnen Faktoren, Gebäudetechnik und deren Überwachung, sowie das Verhalten der Gebäudenutzer, auf den Performance Gap analysiert werden. Für die Stadt ist die Arbeit unter zwei Aspekten wertvoll: Neben Sanierung und Wärmeplanung ist ein effizienter Gebäudebetrieb ein wesentlicher Stellschlüssel, der dank dieser Arbeit nun genauer justiert werden kann.

Über den Hochschulpreis

Seit 1993 werden mit dem Hochschulpreis der Stadt Bachelor-, Magister-, Diplomarbeiten, Dissertationen und Habilitationen ausgezeichnet, die an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München, der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Technischen Universität München eingereicht wurden. Der Hochschulpreis der Landeshauptstadt München ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert.

Hochschulpreis andere Hochschulen und Akademien

Für Absolventen und herausragende Arbeiten an anderen Hochschulen und Akademien in München gibt es einen eigenen Preis.

Unten näheres zu diesem Preis und den Bewerbungsbedingungen: