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Kunstpreis

Der Kunstpreis der Landeshauptstadt München wird als höchste städtische Auszeichnung im Bereich Bildende Kunst verliehen.

Über den Preis

Der Kunstpreis der Landeshauptstadt München wird – als höchste städtische Auszeichnung in dieser Sparte – für das herausragende Gesamtwerk von Künstler*innen  im Bereich Bildende Kunst und Fotografie verliehen, die München als Kunststadt Geltung und Ansehen verschaffen.

In erster Linie soll ein künstlerisches Werk / eine künstlerische Persönlichkeit ausgezeichnet werden. Im Ausnahmefall können auch Persönlichkeiten gewürdigt werden, die besondere Leistungen in Wissenschaft und Lehre und für die Kunstvermittlung erbracht haben. Der Kunstpreis wird alle drei Jahre vergeben, alternierend mit dem Architekturpreis und dem Designpreis. Jeder Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Ausgezeichnet werden Künstlerinnen und Künstler, die in der Region München leben. Vorschlagsrecht hat eine vom Stadtrat berufene Kommission, bestehend aus sechs Fachjurorinnen und -juroren sowie fünf Mitgliedern des Stadtrats.

Den Kunstpreis haben erhalten

Jurybegründung

Barbara Gross, die zunächst eine Ausbildung als Kunsterzieherin machte, hat früh begonnen, ihre Aufmerksamkeit der Sichtbarkeit insbesondere von Künstlerinnen zu widmen. Sie gab Anfang der 1980er-Jahre Künstlerinnen-Editionen heraus (beispielsweise mit Ulrike Rosenbach, Katharina Sieverding oder Niki de Saint-Phalle), gründete mit Annalies Klophaus und Barbara Hamann einen Verein, der sich erfolgreich dafür einsetzte, Künstlerinnen bei städtischen Vergaben von Stipendien, Preisen oder Atelierplätzen zu berücksichtigen, und organisierte als freie Kuratorin Ausstellungen mit Künstlerinnen wie Nancy Spero und Renate Bertlmann in Münchner Institutionen.

Mit der Gründung ihrer Galerie im Jahr 1988 gab sie ihrem außergewöhnlichen Engagement eine verbindliche Form. Von Anfang an war es ihr Ziel – und ihr Einsatz, denn kommerziell war dies lange Jahre ein wenig Erfolg versprechendes Unterfangen – , die Kunst von Künstlerinnen zu präsentieren, zu produzieren und an ihr lokales und internationales Publikum zu vermitteln. Sie organisierte Ausstellungen mit Künstlerinnen wie Louise Bourgeois, Miriam Cahn, Leiko Ikemura, Maria Lassnig, Kiki Smith oder Nancy Spero, die zwar international bereits bekannt waren, in Deutschland bis dahin jedoch kaum wahrgenommen wurden. Zugleich förderte sie die Entwicklung der internationalen Karriere von Münchner Künstlerinnen wie Michaela Melián oder Katharina Gaenssler.

Im Rückblick auf 30 Jahre Galeriearbeit, die Barbara Gross derzeit in einer von Künstlerinnen ihrer Galerie co-kuratierten Ausstellungstrilogie offenlegt, wird deutlich, wie radikal, konsequent und notwendig ihre Arbeit war und ist. In Zeiten von #metoo und erneuter Aufmerksamkeit für die nach wie vor eklatante Diskrepanz in der Sichtbarkeit von Künstlerinnen in Kunstinstitutionen und auf dem Kunstmarkt, wird die Weitsicht ihres Lebensprojekts umso deutlicher.

Jurymitglieder

Der Jury unter dem Vorsitz des Kulturreferenten Dr. Hans-Georg Küppers gehörten an:
Patrizia Dander (Sammlung Brandhorst), Prof. Dr. Burcu Dogramaci (Ludwig-Maximilians-Universität München), Dr. Eva Kraus (Neues Museum Nürnberg), Prof. Dr. Florian Matzner (Akademie der Bildenden Künste München), Katharina Vossenkuhl (Sammlung Goetz). Sowie aus dem Stadtrat Kathrin Abele (SPD-Faktion), Dr. Constanze Söllner-Schaar (SPD-Fraktion), Richard Quaas (CSU-Fraktion), Marian Offman (CSU-Fraktion) und Sabine Krieger (Stadtratsfraktion Die Grünen – rosa Liste).

  • 2016
    Eva Leitolf
  • 2013
    Stephan Dillemuth
  • 2010
    Michaela Melián
  • 2008
    Stephan Huber
  • 2005
    Olaf Metzel
  • 2002
    Beate Passow
  • 1999
    Bodo Buhl
  • 1997
    Urs Lüthi
  • 1995
    Herbert Peters
  • 1993
    Rudolf Tröger
  • 1992
    Rudolf Wachter

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