Kunstpreis

Der Kunstpreis der Landeshauptstadt München wird als höchste städtische Auszeichnung im Bereich Bildende Kunst verliehen.

Über den Preis

Der Kunstpreis der Landeshauptstadt München wird – als höchste städtische Auszeichnung in dieser Sparte – für das herausragende Gesamtwerk von Künstler*innen  im Bereich Bildende Kunst und Fotografie verliehen, die München als Kunststadt Geltung und Ansehen verschaffen.

In erster Linie soll ein künstlerisches Werk / eine künstlerische Persönlichkeit ausgezeichnet werden. Im Ausnahmefall können auch Persönlichkeiten gewürdigt werden, die besondere Leistungen in Wissenschaft und Lehre und für die Kunstvermittlung erbracht haben. Der Kunstpreis wird alle drei Jahre vergeben, alternierend mit dem Architekturpreis und dem Designpreis. Jeder Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Ausgezeichnet werden Künstlerinnen und Künstler, die in der Region München leben. Vorschlagsrecht hat eine vom Stadtrat berufene Kommission, bestehend aus sechs Fachjurorinnen und -juroren sowie fünf Mitgliedern des Stadtrats.

Den Kunstpreis haben erhalten

Jurybegründung

Cosy Pièro hat Kunst in Brüssel und in ihrer Heimatstadt Köln studiert. In München lebt und arbeitet sie seit den 1960er Jahren. Cosy Pièro war Gründerin der legendären queeren Bar „Bei Cosy“ in der Baaderstraße in München. Schon bald avancierte Cosy Pièro zu einer zentralen Förderin der queeren und experimentellen Künstler*innen-Szene. Sie bot Räume, Veranstaltungsmöglichkeiten und Unterstützung als sympathisierende Mentorin an. Insbesondere die junge, queere Künstler*innen-Szene Münchens unterstützt Cosy Pièro nach wie vor. Die Bar „Bei Cosy“ wurde 2015 in München als „Moby Dyke – A temporary lesbian bar in Munich“ und 2017 in Amsterdam von Philipp Gufler und Richard John Jones reaktiviert.

In den 80er Jahren organisierte Cosy Pièro das Atelierhaus „Werkstatt Brücke 7“ in Sendling, in dem zahlreiche Ausstellungen und Performances stattfanden. Der minimal club, Rabe Perplexum und zahlreiche andere Künstler*innen hatten ihre Studios dort. Die Galeristin Dany Keller, die in Deutschland unter anderem Vorreiterin dafür war, in privaten Galerieräumen Performances zu ermöglichen und internationale Kunst-Stars dazu einzuladen, erkannte und förderte ihre Position seit Beginn der 80er Jahre.

1985 erhielt Cosy Pièro den Förderpreis für Bildende Kunst der Landeshauptstadt München. In der Folge realisierte sie ein großformatiges Kunstwerk für die U-Bahnstation Brüdermühlstraße, das heute noch dort zu sehen ist. Neben ihrem beispielhaften und beeindruckenden eigenen Werk, zu dem Zeichnungen, Malerei, Skulpturen und Installationen sowie Videoarbeiten und Performances zählen, hebt die Jury ihre zentrale, fördernde Rolle für eine queere, diverse Szene als gleichbedeutende künstlerische Praxis hervor. Der Kunstpreis der Stadt würdigt die Leistung einer einflussreichen Künstlerin und Person, die nie die institutionelle Beachtung erhalten hat, die sie verdient.

Jurymitglieder

Der Jury unter dem Vorsitz des Kulturreferenten Anton Biebl gehörten an:
Giampaolo Bianconi (Museum Brandhorst); Michael Buhrs (Museum Villa Stuck); Maurin Dietrich (Kunstverein München); Dr. Andrea Lissoni (Haus der Kunst); Dr. Matthias Mühling (Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau); Katharina Vossenkuhl (Sammlung Goetz);  und aus dem Stadtrat: Mona Fuchs und David Süß (Fraktion Die Grünen-Rosa Liste); Andreas Babor und Ulrike Grimm (Fraktion der CSU mit FREIE WÄHLER) und Lars Mentrup (Fraktion SPD/Volt).

  • 2019
    Barbara Gross
  • 2016
    Eva Leitolf
  • 2013
    Stephan Dillemuth
  • 2010
    Michaela Melián
  • 2008
    Stephan Huber
  • 2005
    Olaf Metzel
  • 2002
    Beate Passow
  • 1999
    Bodo Buhl
  • 1997
    Urs Lüthi
  • 1995
    Herbert Peters
  • 1993
    Rudolf Tröger
  • 1992
    Rudolf Wachter

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