Grundwassernutzung

Wasserrechtlich relevant sind alle Arbeiten, die so tief in den Boden eindringen, dass mit dem Antreffen von Grundwasser gerechnet werden muss.

Bohrungen und Erdaufschlüsse

DIe Errichtung von zum Beispiel Grundwassermessstellen, Erkundungsbohrungen und Baugrundsondierungen sind mindestens 4 Wochen vor dem geplanten Beginn beim Referat für Klima- und Umweltschutz (Sachgebiet Wasserrecht) anzuzeigen.

Anzeige für unausgebaute Bohrungen

Erstellung von Brunnen für Grundwasserwärmepumpen und -kühlanlagen

Die Errichtung von Förder- und Schluckbrunnen ist mindestens 4 Wochen vor der Ausführung dem Referat für Klima- und Umweltschutz, Sachgebiet Wasserrecht anzuzeigen.

Brunnen-Bohranzeige für eine Wärmepumpe bzw. Kühlanlage bis 50 kW Leistung

Brunnen-Bohranzeige für eine Wärmepumpe bzw. Kühlanlage über 50 kW Leistung

Betrieb von Grundwasserwärmepumpen und -kühlanlagen

Die Nutzung des Grundwassers mit einer Wärmepumpe- oder Kühlanlage wird von dieser Anzeige allerdings nicht abgedeckt. Hierfür ist eine gesonderte wasserrechtliche Erlaubnis beim Referat für Klima- und Umweltschutz, Sachgebiet Wasserrecht zu beantragen.

Erlaubnis für den Betrieb einer Wärmepumpe bzw. Kühlanlage bis 50 kW Leistung

Erlaubnis für den Betrieb einer Wärmepumpe bzw. Kühlanlage über 50 kW Leistung

Erdwärmesonden und -kollektoren

Die Errichtung einer Erdwärmesonde oder -kollektors ist dem Referat für Klima- und Umweltschutz, Sachgebiet Wasserrecht vor Ausführung anzuzeigen. Inwieweit eine wasserrechtliche Erlaubnis für den Bau der Anlage notwendig ist bzw. ob das Vorhaben erlaubnisfähig ist, wird anhand dieser Bohranzeige entschieden.

Bau und Betrieb einer Erdwärmesonde bzw. -kollektors beantragen

Gartenbrunnen

Zur Gartenbewässerung kann statt Trinkwasser aus der Wasserleitung auch Regenwasser genutzt werden, das in einem geeigneten Sammelgefäß aufgefangen wird oder Grundwasser, das mit einem Brunnen (zum Beispiel Schlagbrunnen) gewonnen wird.

Bei Nutzung eines Grundwasserbrunnens zur Gartenbewässerung ist zu beachten, dass das Wasser aus dem ersten Grundwasserstockwerk sowohl mikrobiologische als auch chemische Verunreinigungen aufweisen kann und daher keineswegs als Trinkwasser benutzt werden sollte. Darüber hinaus darf das Brunnenwasser auch nicht verwendet werden zur Zubereitung von Speisen und Getränken, zur Reinigung von Gegenständen die mit Lebensmitteln in Berührung kommen (zum Beispiel Geschirr) und zur Reinigung von Gegenständen die dauerhaft mit dem menschlichen Körper in Kontakt kommen (zum Beispiel Kleidung).

Um eine versehentliche Benutzung des Grundwassers als Trinkwasser zu verhindern, ist der Brunnen mit einer gut sichtbaren Beschilderung "Kein Trinkwasser" zu versehen und vor dem unsachgemäßen Zugriff, insbesondere durch Kinder, zu sichern.

Die Errichtung eines Gartenbrunnens und auch die Nutzung des Grundwassers zur Gartenbewässerung benötigt keine Genehmigung, wenn

  • das geförderte Wasser ausschließlich zur Bewässerung des eigenen Gartens genutzt wird,
  • nur das erste Grundwasserstockwerk erschlossen wird, also oberflächennahes Grundwasser genutzt wird und
  • die Entnahmemenge einen Höchstwert von drei Litern pro Sekunde nicht überschreitet.

Wenn diese Bedingungen eingehalten werden, dann ist die geplante Errichtung des Brunnens dem Referat für Klima- und Umweltschutz, Sachgebiet Wasserrecht mindestens 4 Wochen vor Ausführung anzuzeigen.

Anzeige für einen Gartenbrunnen

Ähnliche Artikel

This is a carousel with rotating cards. Use the previous and next buttons to navigate, and Enter to activate cards.

Grundwasserschutz

Unser Grundwasser muss geschützt werden. Dies geschieht durch die Ausweisung von Wasserschutzgebieten und einen sorgsamen Umgang mit wassergefährdenden Stoffen.

Bauen und Baumschutz

Bei Baumaßnahmen ist der vorhandene Baumbestand soweit wie möglich zu erhalten.

Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Ein sparsamer Einsatz von Energie in Gebäuden und die Verwendung von erneuerbaren Energien zur Erreichung der Klimaschutzziele sind gesetzlich geregelt.