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EU-Projekt Creative Ageing

Creative Ageing – Cultural Engagement Instead of Social Isolation

Creative Ageing

Tanzszene aus dem Treffen des EU-Projekts Creative Ageing
Stefanie Giesder
Creative Ageing – transnational meeting, Munich 2022

The project "Creative Ageing - Cultural Engagement Instead of Social Isolation" deals strategically with the question of cultural participation opportunities for seniors. In particular, it focuses on those who struggle with health or financial barriers, who live in isolation, or who have had only little access to cultural education in their lives so far. Within the framework of the EU Erasmus+ programme, project partners from all over Europe are investigating these issues.

Das Projekt „Creative Ageing – Cultural Engagement Instead of Social Isolation“ beschäftigt sich strategisch mit der Frage nach kulturellen Teilhabemöglichkeiten von Senior*innen. Dabei nimmt es besonders diejenigen in den Blick, die mit gesundheitlichen oder finanziellen Barrieren zu kämpfen haben, die isoliert leben oder bislang kaum Zugang zu kulturellen Bildungsangeboten hatten. Im Rahmen des EU Programms Erasmus+ gehen Projektpartner*innen aus ganz Europa diesen Themen nach.

About the project / Details zum Projekt

Stefanie Giesder

Within the framework of the EU program Erasmus+, the strategic partnership Creative Ageing dealt with the topic of cultural participation opportunities for seniors in difficult circumstances.

How can barriers to participation be overcome for this target group? How can low-threshold access be created? What strategies are needed for change? Staff from the city councils of Munich, Berlin (DE), Brighton & Hove (UK), Ostend (BE), Gothenburg (SE) and Leeuwarden (NL) will share their local strategies, research and good practice together with arts education practitioners.

Cultural education is an indispensable part of general education and lifelong learning. It can enable people from childhood to older age to develop their creative and personal potential, actively shape society and experience community. Cultural participation fights social isolation and promotes health and well-being as well as social cohesion.

It is therefore no surprise, that, in view of increased life expectancy and demographic change, cultural education is increasingly being discovered throughout Europe also for people of older age. Not only in culture and education, but also in the fields of leisure, health and care, as the strategic partnership shows. This field of »cultural geragogy« is still quite young, and yet numerous studies show that cultural education of older people and seniors make an immense contribution to quality of life, health and well-being. In 2019, WHO published over 3,000 evidence-based studies verifying this effect.

From the very beginning the project group was convinced that in order to reach out to the target group and actively involve them in cultural projects, it is necessary to work together across sectors and gain mutual knowledge of potentials and needs in administrative structures and methodological practices. In transnational meetings, the partner cities presented their cultural and social projects, funding programs and research results to each other; they experienced practical workshops together and exchanged ideas with the target group.

Following the project, the challenge for each of the partners involved is to figure out how to transfer and use what they have learned. The project group will continue to discuss and network beyond the project duration from 2023.

Stefanie Giesder

Die strategische Partnerschaft „Creative Ageing“ beschäftigte sich im Rahmen des EU Programms Erasmus+/Erwachsenenbildung mit der Frage nach kulturellen Teilhabemöglichkeiten von Senior*innen in schwierigen Lebenslagen.

Wie können Teilhabebarrieren für diese Zielgruppe überwunden werden? Wie können niederschwellige Zugänge geschaffen werden? Welche Strategien braucht es zur Veränderung? Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltungen in München, Berlin (DE), Brighton & Hove (UK), Ostende (BE), Göteborg (SE) und Leeuwarden (NL) teilen in diesem Projekt gemeinsam mit Praktiker*innen der Kulturellen Bildung ihre kommunalen Strategien, Forschungen und gute Praxis.

Kulturelle Bildung ist ein unverzichtbarer Teil der allgemeinen Bildung und des lebenslangen Lernens. Sie kann Menschen von der Kindheit an bis ins hohe Alter hinein ermöglichen, ihr kreatives und persönliches Potential zu entfalten, Gesellschaft aktiv mitzugestalten und Gemeinschaft zu erleben. Kulturelle Teilhabe wirkt damit sozialer Isolation entgegen und fördert Gesundheit und Wohlbefinden sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Kein Wunder also, dass, angesichts der gestiegenen Lebenserwartung und des demographischen Wandels, die Kulturelle Bildung europaweit zunehmend auch für ältere Bevölkerungsgruppen entdeckt wird und zwar nicht nur im Kultur- und Bildungsbereich, wie die strategische Partnerschaft aufzeigt, sondern auch in den Feldern Freizeit, Gesundheit und Pflege. Dieser Bereich der Kulturgeragogik ist noch recht jung, und doch belegen zahlreiche Studien, dass die kulturelle Bildung älterer Menschen und Senioren einen immensen Beitrag zu Lebensqualität, Gesundheit und Wohlbefinden leistet. Die WHO hat 2019 über 3.000 evidenzbasierte Studien veröffentlicht, die diesen Effekt belegen.

Die Projektgruppe war von Anfang an davon überzeugt, dass es, um die Zielgruppe zu erreichen und sie aktiv in Kulturprojekte einzubinden, notwendig ist, spartenübergreifend zusammenzuarbeiten und gegenseitiges Wissen über Potenziale und Bedürfnisse in Verwaltungsstrukturen und methodischen Praktiken zu gewinnen. In transnationalen Treffen stellten sich die Partnerstädte gegenseitig ihre kulturellen und sozialen Projekte, Förderprogramme und Forschungsergebnisse vor, sie erlebten gemeinsam praktische Workshops und tauschten sich mit der Zielgruppe aus.

Nach dem Projekt besteht die Herausforderung für jeden der beteiligten Partner darin, herauszufinden, wie sie das Gelernte übertragen und nutzen können. Die Projektgruppe wird über die Projektdauer hinaus auch 2023 weiter diskutieren und sich vernetzen.

Project partners / Projektpartner

Berlin (DE): 25 Percent citizens over 60 years old

With about 3,6 million inhabitants it‘s the biggest city in the partnership and it brings the needs and opportunities of a metropolis into the project. Berlin carries a survey within the project on the topic „Creative Ageing“ to widen the partners‘ field of action.

Berlin (DE): 25 Prozent Bürger*innen über 60 Jahren

Mit rund 3,6 Millionen Einwohnern ist sie die größte Stadt in der Partnerschaft und bringt die Sichtweisen und Herausforderungen einer Metropole in das Projekt ein. Berlin führt im Rahmen des Projekts eine Umfrage zum Thema "Kreatives Altern" durch, um den Aktionsradius der Partner zu erweitern.

Link Berlin.de

Local collaborators / Lokale Kooperationspartner

  • Institute for cultural participation research
    Institut für Kulturelle Teilhabeforschung
    Link
  • Senate department for integration, labour and social affairs
    Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales
    Link

  • Central and Regional Library Berlin
    Zentral- und Landesbibliothek Berlin
    Link

  • Municipal musicschools
    Städtische Musikschulen
    Link

Brighton & Hove (UK): 18 percent citizens over 60 years old

Has it‘s own Cultural Framework “Daring to be Different” setting out how public bodies and the cultural and creative sector will work together to have a greater impact and to address inequality of access to the arts so that more people can benefit from participating. The city's Public Health department and Ageing Well Service capture the spirit of aging well with an annual Ageing Well Festival.

Brighton & Hove (UK): 18 Prozent Bürger*innen über 60 Jahren

Verfügt über einen eigenen kulturellen Entwicklungsplan "Daring to be Different", wie öffentliche Einrichtungen und der Kultur- und Kreativsektor zusammenarbeiten können, um eine maximale Wirkung zu erzielen und Ungleichheiten beim Zugang zur Kultur zu beseitigen, damit mehr Menschen von der Teilnahme profitieren können. Das Gesundheitsamt und der Ageing Well Service der Stadt verdeutlicht diesen Sinn und Geist „guten Alterns“ mit dem jährlichen Ageing Well Festival.

Local collaborators / Lokale Kooperationspartner

Gothenburg (SE): 21 percent citizens over 60 years old (municipality) and 22 percent (metropolitan area)

Awarded with the „Access City Award“ 2014 for its work of becoming an accessible city for everyone. In 2035, Gothenburgs inhabitants over 65 will grow to about 20-25 Prozent. It is one of the objectives for the city to develop skills to meet both present and future challenges. It strives for an age friendly and equal city concerning the citizens' health and wellbeing.

Göteborg (SE): 21 Prozent Bürger*innen über 60 Jahren (Stadtgebiet) und 22 Prozent (Metropolregion)

Ausgezeichnet mit dem "Access City Award" 2014 für Maßnahmen, eine barrierefreie Stadt für alle zu werden. Im Jahr 2035 wird die Zahl der Einwohner*innen Göteborgs über 65 Jahre, auf etwa 20-25 Prozent ansteigen. Eines der Entwicklungsziele der Stadt ist es, sowohl den gegenwärtigen als auch diesen zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Sie strebt eine altersfreundliche und gleichberechtigte Stadt an, in der die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bürger*innen im Mittelpunkt stehen.

Local collaborators / Lokale Kooperationspartner

  • Department of Libraries and Cultural Centres
    Abteilung für Bibliotheken und kulturelle Zentren
  • Department of Museums and Art Gallerys
    Abteilung für Museen und Kunstgalerien
  • Eldercare, Health and Welfare Administration
    Altenpflege, Gesundheits- und Wohlfahrtsverwaltung
  • Social Affairs Administration Centrum
    Verwaltungszentrum für Soziales
  • University of Gothenburg
    Universität Göteborg

Leeuwarden (NL): 25 percent citizens over 60 years old

Awarded as "Age Friendly Cultural City" and "European Capital of Culture 2018". The city council stands for an inclusive Leeuwarden: where everyone can participate and come along. Due to the economic crisis of recent years, the dichotomy in society has increased. Between the group that can come along and the group that succeeds less well. That is why there is a focus on actively involving vulnerable groups in society.

Leeuwarden (NL): 25 Prozent Bürger*innen über 60 Jahren

Ausgezeichnet als "Age Friendly Cultural City" und "Kulturhauptstadt Europa 2018". Die Stadtverwaltung steht für ein inklusives Leeuwarden: wo jeder mitmachen und teilhaben kann. Durch die wirtschaftliche Krise der letzten Jahre hat sich die Teilung der Gesellschaft verstärkt, zwischen der Gruppe, die bereits partizipiert, und der Gruppe, der dies weniger gut gelingt. Deshalb liegt der Schwerpunkt auf der aktiven Einbeziehung benachteiligter Gruppen in die Gesellschaft.

Link leeuwarden.nl

Local collaborators / Lokale Kooperationspartner

  • We the North
  • DeDansDivisie
  • UP! by the foundation MOAI
  • NHL University of Applied Sciences
    NHL Hochschule für angewandte Wissenschaften

Munich (DE): 22 percent citizens over 60 years old

One of the first city councils in Germany to co-sign the 2006 UN Convention on the Rights of Persons with Disabilities. Since 2009, a concept for cultural education has been part of Munich's city guideline. It was jointly signed by the three departments of culture, social affairs and education. The updated version of this concept focuses on the cultural participation of older people with health, mobile or financial problems within the city.

München (DE): 22 Prozent Bürger*innen über 60 Jahren

Eine der ersten Stadtverwaltungen in Deutschland, die 2006 das UN - Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen mitunterzeichnet hat. Seit 2009 ist ein Konzept zur kulturellen Bildung Teil des Münchner Stadtleitbildes. Es wurde von den drei Referaten für Kultur, Soziales und Bildung gemeinsam unterzeichnet. Die aktualisierte Fassung dieses Konzepts legt den Schwerpunkt auf die kulturelle Teilhabe älterer Menschen mit gesundheitlichen, mobilen oder finanziellen Problemen in der Stadt.

Local collaborators / Lokale Kooperationspartner

Ostend (BE): 36 percent citizens over 60 years old

Has large experience in encouraging isolated older people to participate in social and cultural life. Since the city also faces demographic and social challenges, the results of the EU-project SAIL and the project ODILE will be central for this strategic partnership. Ostend has been already very active in promoting the participation of senior citizens in it’s local policy.

Ostende (BE): 36 Prozent Bürger*innen über 60 Jahren

Verfügt über große Erfahrung bei der Einbeziehung isolierter älterer Menschen in das soziale und kulturelle Leben. Da die Stadt auch vor demografischen und sozialen Herausforderungen steht, werden die Ergebnisse des EU-Projekts SAIL und des Projekts ODILE für diese strategische Partnerschaft von zentraler Bedeutung sein. Ostende war bereits sehr aktiv bei der Förderung der Teilnahme älterer Menschen an der Kommunalpolitik.

Local collaborators / Lokale Kooperationspartner

Proud to be a team

Partnerlogos Creative Ageing Logos
LHM
Creative Ageing Partners Logos

Contact / Kontakt

More interest in the project? Please feel free to get in touch with us. Mehr Interesse am Projekt? Sprechen Sie uns an.

  • Gundula Iblher, gundula.iblher@muenchen.de
  • Andrea Eichardt, andrea.eichardt@muenchen.de

EU Programme

Logo des EU-Programms Erasmus+
EU
Logo des EU Förderprogramms ErasmusPlus

The project „Creative Ageing – cultural engagment instead of social inclusion“ is funded by the Erasmus+ Programm ot the European Union.

Das Projekt „Creative Ageing – cultural engagment instead of social inclusion“ wird gefördert durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union.

Disclaimer / Haftungsausschluss

The project has been funded with support from the European Commission. This publication reflects the views only of the authors, and the Commission cannot be held responsible for the information contained therein.

Das Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung tragen allein die Verfasser; die Kommission haftet nicht für die darin enthaltenen Angaben.