Das Büro für Rückkehrhilfen – Coming Home

Hilfen für Menschen, die aus München in ihre Heimat zurückkehren. Fachinformationen und Forbildungen für Migrationsdienste und Rückkehrberatung.

Aktuelles

"Das Leben nach der Rückkehr - Berichte über den Neuanfang in der Heimat" ist der Titel einer Broschüre mit individuellen Geschichten von Menschen, die bereits seit mehreren Jahren - zwei bis 20 Jahre - wieder in der Heimat leben.

Im Lauf seines 25-jährigen Bestehens hat das Büro für Rückkehrhilfen rund 15.000 Menschen bei ihrer Rückkehr in die Heimat unterstützt. 44 Personen aus 16 Ländern wurden zwischen 2019 und 2021 interviewt. Die Dokumentation gibt Einblicke in individuelle Migrations- und Reintegrationsverläufe und vermittelt Eindrücke davon, ob und wie der Neuanfang auf lange Sicht gelungen ist.

Das Wichtigste in Kürze

Das Büro für Rückkehrhilfen - Coming Home ist eine Beratungsstelle für Menschen, die dauerhaft in ihr Herkunftsland zurückkehren wollen oder aus aufenthaltsrechtlichen Gründen ausreisepflichtig sind. Das Angebot umfasst neben persönlichen Beratungsgesprächen, Hilfe bei den Ausreisevorbereitungen, bedarfsgerechte finanzielle und materielle Unterstützung, Kostenübernahme für notwendige medizinische Versorgung, Vermittlung in Maßnahmen zur Berufsvorbereitung oder Existenzgründung, sowie Vermittlung an Reintegrationsberatungsstellen im Heimatland.

Beratung und Rückkehrunterstützung wird angeboten für Personen, die in München und folgenden Landkreisen leben: München, Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach, Starnberg und Weilheim-Schongau.

Büro für Rückkehrhilfen – Coming Home

Das 1996 eingerichtete Büro für Rückkehrhilfen hat bisher rund 15.000 Migrant*innen bei der Rückkehr und dauerhaften Reintegration in ihre Heimat unterstützt. Die Rückkehrhilfe ist eine freiwillige Leistung der Stadt München. Sie wird von der Europäischen Kommission und vom Freistaat Bayern bezuschusst.

Anliegen ist es, eine Rückkehr in Sicherheit und Würde zu ermöglichen und eine dauerhafte und erfolgreiche Reintegration zu fördern. Die Beratung ist ergebnisoffen und findet in einem vertrauensvollen und vertraulichen Rahmen statt. Die Hilfsangebote sind individuell auf die Bedürfnisse und Potenziale der Klient*innen ausgerichtet. Im Vordergrund steht die Hilfe zur Selbsthilfe und die Stärkung der Eigenverantwortung. Es besteht die Möglichkeit, Rückkehrer*innen bei der Durchführung von Hilfsprojekten in den Heimatländern zu unterstützen.

Neben der Einzelfallhilfe beteiligt sich das Büro für Rückkehrhilfen an nationalen und internationalen Kooperationen und organisiert Fachtagungen und Fortbildungen zum Thema Rückkehr und Reintegration.

Coming Home ein EU-Projekt des Büros für Rückkehrhilfen, wird durch den Asyl-, Migrations-, Integrationsfonds, AMIF, und das Landesamt für Asyl und Rückführungen gefördert.

Coming Home unterstützt Flüchtlinge, Asylsuchende und ausreisepflichtige Drittstaatsangehörige bei der freiwilligen Rückkehr und dauerhaften Reintegration in ihre Heimat individuell und bedarfsgerecht.

Besonders berücksichtigt werden Personengruppen, die in verstärktem Maße Schutz und Hilfe benötigen – Angehörige von Minderheiten, alleinerziehende Frauen, ehemalige unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, traumatisierte Menschen sowie alte, kranke und behinderte Personen.

Coming Home startete im Jahr 2000. Die EU-Förderung ermöglichte es dem Büro für Rückkehrhilfen, sein Beratungs- und Hilfsangebot zu erweitern. Es wurden Qualitätsstandards und Fortbildungsangebote für die Beratung entwickelt und internationale Kooperationen intensiviert.

Coming Home gilt bundesweit als Modell, als sogenanntes Best Practice Beispiel für das Arbeitsfeld „Rückkehrberatung und Reintegrationshilfen“ und trägt mit der Durchführung von Fachtagungen und Seminaren zur Qualifizierung von Berater*innen und zum Ausbau der Beratungsangebote in Deutschland bei.

Aktueller Projektbericht mit Beispielen aus der Praxis.

Kofinanzierung

EU und EU fördert

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.

Förderung

Logo Bayerisches_Landesamt_fuer_Asyl_und_Rueckfuehrungen
Logo Bayerisches Landesamt für Asyl und Rückführungen

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Landesamts für Asyl und Rückführungen kofinanziert.

Kontakt - Schwerpunkte

Beratung Afrika (englischsprachig), Amerika, Iran, Süd- und Ostasien
Frau Tiefengruber
Tel. 089 233-48667

Beratung Afrika (französischsprachig), Nigeria, Maghreb, Afghanistan
Herr Sanon
Tel. 089 233-48668

Beratung Ost- und Südosteuropa, Türkei, Israel, Naher Osten, Irak, Pakistan
Herr Avdyli
Tel. 089 233-48659

Leitung
Frau Lich
Tel. 089 233-48684

Stellvertretende Leitung
Frau Glaser
Tel. 089 233-48669

Projektassistenz
Frau Jantos
Tel. 089 233-48666
Frau Pavicic
Tel. 089 233-48663
Fax 089 233-48670
E-Mail: reintegration@muenchen.de

» Wegbeschreibung

Office for Repatriation Assistance – Coming Home

Zielgruppen und Angebote

Wer kann sich an das Büro wenden und welche Hilfen werden angeboten?

Zielgruppen

Das Beratungs- und Hilfsangebot des Büros für Rückkehrhilfen ist kostenlos und für alle in München und den Landkreisen München, Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach, Starnberg, sowie Weilheim-Schongau lebenden Migrantinnen und Migranten offen:
  • Flüchtlinge und Asylsuchende
  • Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
  • Menschen ohne Papiere oder mit ungeklärtem Aufenthalt
  • Opfer von Menschenhandel
  • Ausreisepflichtige
  • Kontingentflüchtlinge
  • Spätaussiedler*innen
  • EU-Bürger*innen (nur aus München)
  • Unvermittelt in Not geratene Migrant*innen (nur aus München)
  • Auf Wunsch erfolgt die Erstberatung anonym.

Hilfen

Die Beratung und die Hilfsangebote orientieren sich an den Bedürfnissen und Potenzialen der Ratsuchenden. Das Leistungsspektrum umfasst:
Klärung der Aufenthaltsperspektive
Beratung bei der Planung und Organisation der Rückkehr
  • Klärung der finanziellen Verhältnisse - Rentenansprüche, Steuerrückzahlung, Schulden
  • Übernahme der Reisekosten - Antragstellung bei der Internationalen Organisation für Migration (IOM)
  • Finanzielle Starthilfe
  • Zuschuss zu Umzugskosten
  • Klärung der medizinischen Versorgung im Heimatland bei Krankheit und Behinderung
  • Kostenübernahme für Medikamente, medizinische Hilfsmittel und Impfungen
  • Qualifizierungsmaßnahmen zur beruflichen Reintegration, sowohl vor als auch nach Ausreise
  • Existenzgründungsförderung
  • Vermittlung an Beratungsstellen oder Kontaktpersonen im Heimatland
  • Weiterbetreuung nach Ausreise bei Bedarf bis zu 12 Monaten
  • Unterstützung humanitärer Projekte von Rückkehrer*innen

Downloads

Rückkehrberatung Bayern

In Bayern gibt es sechs zentrale Rückkehrberatungsstellen der Wohlfahrtsverbände und Coming Home, die Migrant*innen bei der freiwilligen Rückkehr und dauerhaften Reintegration im Heimatland unterstützen:
  • Büro für Rückkehrhilfen - Coming Home München
  • Zentrale Rückkehrberatung (ZRB) Süd Augsburg
  • ZRB Kempten
  • ZRB Süd-Ost Deggendorf
  • ZRB Süd-Ost Mühldorf
  • ZRB Nord Nürnberg
  • ZRB West Würzburg
Die Zuständigkeit der jeweiligen Beratungsstelle richtet sich nach dem gemeldeten Wohnsitz der Klient*innen.
Mehr Informationen zur regionalen Zuständigkeit und einzelne Kontaktadressen der zentralen Rückkehrberatung und Coming Home.

Neben Coming Home und den Rückkehrberatungsstellen der Wohlfahrtsverbände bieten auch die Zentralen Ausländerbehörden Rückkehrunterstützung an.

Die Kontaktdaten aller Rückkehrberatungsstellen in Bayern finden Sie unter https://www.returningfromgermany.de/de/centres/ .

EU-Projekt IntegPlan

Das Büro für Rückkehrhilfen ist Kooperationspartner im EU-Projekt "Länderübergreifende integrierte Rückkehrplanung" (IntegPlan). IntegPlan ist ein Kooperationsnetzwerk von Micado Migration, der Landeshauptstadt München und der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. Ziele des Projekts sind die Stärkung der Beratungskompetenz, die Verbesserung der Kooperation und Qualität der Rückkehrberatung in Deutschland. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite IntegPlan .

Spenden und Hilfsprojekte

Spenden

Mit Spendengeldern von Münchner*innen konnte vielen Flüchtlingen der Neuanfang in der Heimat erleichtert werden. Darüber hinaus werden Gemeinden unterstützt, in die die Menschen zurückkehren. Mit Geldspenden konnte beispielsweise die Renovierung von Schulen in Südosteuropa und Afrika und die Instandsetzung von Infrastruktur, etwa Strom- und Wasserversorgung gefördert werden. Von 1997 bis Ende 2021 fanden rund140 Hilfstransporte in verschiedene Städte in Bosnien, Kosovo, Serbien sowie nach Afghanistan statt.

Geliefert wurden unter anderem:
  • Schul- und Berufsschulausstattung
  • Kindergartenmöbel und Spielzeug
  • Büromaterial für Gemeindeverwaltungen, Schulen und soziale Einrichtungen
  • Haushaltsgegenstände, Fahrräder
  • Rollstühle, Gehhilfen, Prothesen
  • Bekleidung für bedürftige Personen

Hilfsprojekte

Das Büro für Rückkehrhilfen fördert Projekte, die von Rückkehrerinnen und Rückkehrer selbst initiiert werden. Menschen, die bei uns einst Schutz und Zuflucht vor Zerstörung und Not in ihrer Heimat fanden, kehren nun zurück, um zu Hause ihren Beitrag zum Wiederaufbau und zur Verbesserung der Lebensbedingungen zu leisten.

Wir bedanken uns im Namen von allen, denen geholfen wurde.
Für diese Art humanitärer Hilfe ist das Sozialreferat weiterhin auch auf Geldspenden aus der Bevölkerung angewiesen.

Spendenkonto:
Stadtsparkasse München,
IBAN DE84 7015 0000 0017 2703 80
SWIFT-BIC SSKMDEMM
Büro für Rückkehrhilfen
Werinherstr. 89
81541 München
E-Mail: reintegration@muenchen.de

Städtepatenschaft München-Subotica

Seit 2000 sind die bayerische Landeshauptstadt und die serbische Gemeinde Subotica miteinander verbunden. Die wirtschaftliche und soziale Lage in Serbien ist nach wie vor kritisch. Mit Hilfslieferungen gut erhaltener Einrichtungen für Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Altenheime und Verwaltungsbüros unterstützt die Landeshauptstadt München die kommunale Infrastruktur in ihrer Patengemeinde Subotica. Darüber hinaus sind vielfältige Aktivitäten zum Kultur- und Jugendaustausch und zur Wirtschaftsförderung entstanden.

Orthopädiewerkstatt Afghanistan

Wali Nawabi flüchtete im Alter von siebzehn Jahren aus Kabul nach München und rettete dadurch sein Leben. Nach über zwanzig Jahren kehrte er im Jahr 2003 trotz der instabilen und gefährlichen Lage nach Afghanistan zurück, um sich am zivilen Wiederaufbau zu beteiligen. Der in Deutschland ausgebildete Orthopädietechniker eröffnete Werkstätten in Kabul, Kunduz und Bamiyan und versorgt Minenopfer und Kriegsverletzte mit orthopädischen Hilfen. Um die erforderliche Hilfe langfristig koordinieren zu können, initiierte er 2005 mit deutschen und afghanischen Bekannten den gemeinnützigen Verein "Empor - Aufbauhilfe für Afghanistan". (www.afghanempor.com )

Afghanistan

Durch den jahrzehntelangen Krieg wurden zehntausende Menschen verletzt und noch heute sind etwa zehn Millionen Minen auf dem Land verstreut, die eine tägliche Bedrohung für die Bevölkerung darstellt. In jedem fünften Haushalt lebt eine behinderte Person, die Opfer von Minen, Granatsplittern, Kinderlähmung oder Missbildungen geworden ist. Viele dieser Menschen sind mittellos und können die Versorgung mit orthopädischen Hilfsmitteln nicht bezahlen. Wali Nawabi bildet weitere einheimische Fachkräfte aus, um das Versorgungsnetz für Verletzte und Behinderte zu verbessern und den Auszubildenden eine sichere Einkommensquelle zu verschaffen.

Materialbeschaffung für die Werkstätten

Das Sozialreferat der Landeshauptstadt München und der Verein Empor unterstützen Wali Nawabi mit Sachspenden für die Werkstätten. Dank der Spenden von Privatpersonen, Ärzten, Kliniken, Sanitätshäusern und Herstellern von orthopädischen Produkten kann seit 2005 jährlich ein Container mit Hilfsgütern nach Kabul geliefert werden.

So können Sie sich engagieren

Wir sammeln folgende Sachspenden neu oder gebraucht:
  • Bein-, Arm- und Handprothesen
  • Orthesen, Schienen, Kniegelenke
  • Krücken, Gehstöcke, Rollstühle
  • Materialien zur Prothesenherstellung
  • Werkzeuge
Geldspenden werden benötigt für:
  • die Finanzierung der Ausbildung von lokalen Fachkräften
  • den Kauf von Materialien zur Herstellung von Prothesen

Kontakt

Sylvia Glaser 089 233-48669
Ewa Jantos 089 233-48666
Sandra Pavicic 089 233-48663

E-Mail: reintegration@muenchen.de
Weitere Informationen zur Orthopädiewerkstatt und Geldspenden finden Sie in unserem Infoflyer "Orthopädische Hilfen für Afghanistan" oder unter www.afghanempor.com

Möchten Sie den Infobrief automatisch erhalten?

  • Sozialreferat

    Büro für Rückkehrhilfen

    Werinherstraße 89

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