Betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM)

Wollen Sie helfen, Berufsverkehr zu verringern und die Mobilität Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter optimieren?

Städtisches Förderprogramm für Unternehmen

Verkehrsmengenkarte 2017
Verkehrsmengenkarte München, 2017 - Planungsreferat

Wachstum von Stadt und Verkehr gehen Hand in Hand. Rund 400.000 Einpendler (2019) in München kennen die Erfahrung von ihrem Weg zur Arbeit. Die Pendlerzahlen steigen seit etwa fünfzehn Jahren.

Und auch der Wirtschaftsverkehr - oft auf Transporte und Transfers angewiesen - kennt seit geraumer Zeit die Einbußen durch Staus und verstopfte Verkehrswege.

Was kann ein Unternehmen tun?

Fahrradkeller hinter dem Bürklein-Bahnhof
Foto: Stadt München

Mit dem Betrieblichen Mobilitätsmanagement (BMM) hat ein Betrieb oder Unternehmen die Möglichkeit, Verbesserungen anzustoßen, die mehr bewirken, als wenn jeder Mitarbeiter allein nach Lösungen suchen muss. Mit Blick auf die Hauptbereiche der Mobilität - PkW-Anreise, Dienstreisen, Fuhrpark/Logistik, ÖPNV oder Radverkehr - gibt es stetig verbesserte Maßnahmen, die zugleich der Umwelt nützen und die helfen, Stress und Ressourcenverbrauch zu reduzieren! Im BMM lenken fachkundige Berater den Prozess und bieten Unterstützung (z.B. technischen Input oder nützliche Kennzahlen), damit Maßnahmen zielgerichtet umgesetzt werden. Ziel soll es sein, unnötigen Verkehr zu vermeiden, Mobilität effizienter zu gestalten und dabei die Umwelt zu schonen.

Die aktuelle Runde ist Ende Januar 2021 gestartet und wird von der Firma Arqum GmbH betreut.

Gern informieren wir Sie über den nächsten Starttermin oder weitere Details.

Wie funktioniert die Förderung?

Die Förderung besteht aus vier kostenlosen Workshops und vier halbtägigen individuellen Beratungen im Unternehmen. Diese finden über einen Zeitraum von etwa zehn Monaten statt. Im Austausch mit den Kollegen erfragt ein Mobilitätsteam im Betrieb die Bedürfnisse und erarbeitet konstruktive Maßnahmen, die auf den konkreten Bedarf zugeschnitten sind. Ansatzpunkte für Verbesserungen gibt es in jedem Unternehmen! Ab einer Größe von mehr als 50 Mitarbeitern werden Maßnahmen besonders attraktiv: Dann kann etwa das Job-Ticket für ÖPNV-Nutzer eine Option sein, oder Investitionen in den Fuhrpark oder die Firmenausstattung. Gut eignet sich das Programm auch für Unternehmen und Institutionen mit Umweltzertifizierung (z.B. EMAS).

Teilnehmen können Unternehmen aus München und aus dem Landkreis München.

Ihre Vorteile durch Betriebliches Mobilitätsmanagement

  • Sie optimieren Ihre Verkehrsabläufe
  • Sie senken Ressourcenverbrauch und Betriebskosten
  • Weniger Autofahrten im Berufsverkehr mindern den CO2- und Feinstaub-Ausstoß
  • Sie leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz
  • Vorhandener Parkraum wird besser genutzt. Kunden, Beschäftigte und Lieferanten können Ihr Unternehmen besser erreichen
  • Sie fördern die Motivation und Gesundheit Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • BMM ist gut für das Image - in Innen- und Außenwirkung

Betriebliches Mobilitätsmanagement in München

Seit 2003 bietet die Landeshauptstadt München Beratung zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement an.

An der aktuellen Runde 2021/22 nehmen folgende Unternehmen teil:  Aus dem Stadtgebiet München:  Die Altmann GmbH & Co. KG, GWG/MGS, die iwis Gruppe, die Porsche Consulting GmbH und die Serviceplan Group SE & Co. KG. Aus dem Landkreis München: Die Fiducia & GAD IT AG, der Kreisjugendring München-Land und die Sahlberg GmbH.

Insgesamt erfolgreich absolviert haben das Programm zuvor schon 89 Betriebe aus der Landeshauptstadt und dem Landkreis München. Neben Privatunternehmen wie BayWa, MAN Truck & Bus, PwC, RTLII oder Spaten-Franziskaner-Bräu haben auch öffentliche Arbeitgeber, wie etwa die städtischen München Kliniken, der Bayerische Rundfunk und die Max-Planck-Gesellschaft das Förderprogramm zu einer systematischen Analyse und Effizienzverbesserung des Firmenverkehrs genutzt. 

BMM-Teilnehmerfirmen

Diese Unternehmen haben seit 2003 in München das Betriebliche Mobilitätsmanagement (BMM) genutzt, um für ihre Mitarbeiter PkW-Anreise, Dienstreisen, Fuhrpark / Logistik, ÖPNV oder Radverkehr zu optimieren:

Arthrex GmbH
attocube systems AG
Augustiner-Bräu
Bavaria Film
Bayerischer Rundfunk/Standort Freimann und Institut für Rundfunktechnik
Bayerischer Rundfunk/ARD-Programmdirektion
Bayerisches Rotes Kreuz
BayernLB
BayWa
Bertrandt
Bosch und Siemens Hausgeräte
Dawonia Management GmbH
Deutscher Alpenverein e.V.
Develey Senf- & Feinkost GmbH
Dorsch International Consultants GmbH
Dr. Schnell GmbH
EOS GmbH
European Patent Office (EPO)
Flughafen München
Freescale Halbleiter Deutschland GmbH
FUJITSU Technology Solutions GmbH
Gemeinnützige GmbH des Projektevereins
getty images
GEWOFAG
Goethe Institut
GWG Städtische Wohnungsgesellschaft München mbH
Hawe Hydraulik
Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
Hofbräuhaus
Holiday Inn (Rosenheimer Platz)
HypoVereinsbank
IKEA München-Brunnthal
InnoLas Holding GmbH
Keller & Kalmbach GmbH
Klinik Thalkirchner Straße
Kliniken Dritter Orden gGmbH
Klinikum Bogenhausen
Klinikum Harlaching
Klinikum München/Textilservice
Klinikum Neuperlach
Klinikum Schwabing
KL TECHNIK
Krankenhaus Barmherzige Brüder München
Kreisjugendring München-Stadt
Landeshauptstadt München (Branddirektion, Referat für Arbeit und Wirtschaft, Referat für Gesundheit und Umwelt, Vermessungsamt)
Landratsamt München
Ludwig Stocker Hofpfisterei
MAN Nutzfahrzeuge
MAN Truck & Bus AG
MAN Truck & Bus Deutschland GmbH
Marriott Hotel
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften
Michael Huber München
Motel One GmbH
Munich RE
MÜNCHENSTIFT GmbH
Münchner Kammerspiele
Münchner Volkshochschule
Nokia Siemens Networks
OSRAM GmbH
PKF Industrie- und Verkehrstreuhand GmbH
PriceWaterhouseCoopers
Q_PERIOR
RATHGEBER GmbH & Co. KG
RTLII
Sana Kliniken
Schörghuber Gruppe
Schreiner Group
Sky Deutschland GmbH
Spaten-Franziskaner-Bräu GmbH
Städtischer Friedhof am Perlacher Forst
Stadtsparkasse München
Stadtwerke München
STRABAG AG / Ed. Züblin AG
Swiss Re
Sympatex
TAXI Center Ostbahnhof
TDK Electronics AG / TDK Europe GmbH
Tod's Deutschland GmbH
Unify Deutschland GmbH & Co. KG
VISPIRON SYSTEMS GmbH
Wackler Service Group
Zeppelin GmbH

Best Practice

Leihfahrräder
Anthony Shaw Photography / Shutterstock.com

Welche Maßnahmen sind denkbar, um die PKW-Anreise der Mitarbeiter, den Fuhrpark, die Logistik oder Dienstreisen zu optimieren, oder um die Nutzung von ÖPNV und Fahrrad zu fördern? Hier finden Sie gute Beispiele.

Fuhrpark optimiert

Das Helmholtz-Zentrum München optimierte sein Fuhrparkmanagement durch den Einsatz eines Buchungssystems, das sich im Car-Sharing bewährt hat.

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG hat ihren Fahrzeugpool (31 Kfz) auf umweltfreundliche Elektro- und Hybridfahrzeuge umgestellt, dabei zuletzt 25 konventionell betriebene PKW durch 27 reine E-Fahrzeuge ersetzt. Parallel stattete sie neun Standorte mit der nötigen Ladeinfrastruktur aus. Jedes Fahrzeug hat einen eigenen Ladepunkt (Wallbox).

Kraftstoff gespart

Fahrer der Ludwig Stocker Hofpfisterei konnten dank Fahrerschulung ihren Spritverbrauch um bis zu 20 Prozent senken.

Günstiger mit dem ÖPNV

Der Bayerische Rundfunk /die ARD-Programmdirektion fördert die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs und bietet seinen Mitarbeitern das JobTicket sowie die übertragbare IsarCard für Dienstgänge in der Stadt.

Weniger Dienstreisen

Die Schreiner Group, das Goethe-Institut und Nokia Siemens Networks gestalten ihre Dienstreisen ökologischer und vermeiden Reisen, die nicht notwendig sind. Hierzu tragen überarbeitete Reiserichtlinien und Videokonferenzsysteme bei.

Fahrrad als Alternative

Die Firma RATHGEBER fördert das Radfahren zentral mit ihrem JobRad-Angebot: Durch Entgeltumwandlung und mit einem Arbeitgeberzuschuss können sich Beschäftigte ihr Wunschfahrrad leasen. Es kann für dienstliche wie für private Zwecke genutzt werden. Hinzu kamen Fahrradstellplätze in der Tiefgarage, eine kleine Reparaturstation, eine Dusche, Umkleide und ein Trockenraum.
Im Gewerbegebiet Kraillinger Innovationsmeile (KIM) taten sich die Firmen KL Technik, InnoLas und EOS zusammen und initiierten ein Fahrradverleihsystem als Ergänzung zum Bus: An den S-Bahn-Haltestellen Germering und Planegg erhalten Mitarbeiter nun kostenlos Leihräder von Nextbike und können von dort zu ihrem Arbeitsplatz radeln. 

Weitere Firmen und ihre Maßnahmen finden Sie in den BMM-Berichten unten (vgl. Links).

Bilanz für Klima und Kosten

Durch ihre Maßnahmen sparen die oben genannten Betriebe jährlich rund 4.400 Tonnen Kohlendioxid ein. Hierzu leistet die Reduzierung des Treibstoffverbrauchs um rund 1,2 Millionen Liter pro Jahr einen wichtigen Beitrag. Die Pkw-Nutzer, die auf das Rad und die öffentlichen Verkehrsmittel umgestiegen sind, entlasten die Umwelt sowie die Straßen und vermeiden 8,4 Millionen Pkw-Kilometer pro Jahr. Neben der Umwelt profitieren auch die Firmen und ihre Belegschaften; sie sparen jährlich Kosten in Höhe von ca. 2,2 Millionen Euro ein.

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