Stadtbezirk 2 Ludwigsvorstadt – Isarvorstadt

Der 2. Stadtbezirk umschließt die südliche Hälfte der Altstadt. Strukturen und Funktionen des Stadtbezirkes sind viertelspezifisch sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Blumen und Resizdenztheater am Gärtnerplatz

Der Stadtbezirk 2 Ludwigsvorstadt – Isarvorstadt im Portrait

Der 2. Stadtbezirk, aus der Zusammenlegung der Ludwigsvorstadt mit den Isarvorstädten entstanden, umschließt die südliche Hälfte der Altstadt. Strukturen und Funktionen des Stadtbezirkes sind viertelspezifisch sehr unterschiedlich ausgeprägt und von der jeweiligen Entwicklungsgeschichte beeinflusst: Das Bahnhofsviertel, im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört, wurde mit Wohn- und Geschäftshäusern wieder aufgebaut. Neben Groß- und Einzelhandelskonzentrationen ist in diesem Viertel das Hotel- und Gaststättengewerbe zahlreich vertreten. Auf einem Areal östlich der Hackerbrücke befindet sich der 2009 eröffnete Zentrale Omnibusbahnhof. Neben seiner Zweckbestimmung für den überregionalen Busverkehr wurden auch ergänzende Einrichtungen, wie Handel-, Büro- und Gastronomienutzungen geschaffen.

Das Wies'nviertel (dessen Name sich von der Theresienwiese als Veranstaltungsort für das weltbekannte Oktoberfest ableitet) wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als repräsentatives Villen- und Mietshausviertel konzipiert. Heute dominieren dort Bürofunktionen. Östlich an das Wies'nviertel schließt das Klinikviertel an, mit den Innenstadtkliniken der Universität und zahlreichen angegliederten Instituten. Das Schlachthof-, Glockenbach- und Gärtnerplatzviertel sind aus gründerzeitlichen Stadterweiterungen hervorgegangene Mietshaus- und Gewerbeviertel. Sie verfügen auch heute noch über einen sehr hohen, größtenteils gepflegten Altbaubestand. Durch Ausweitung von Cityfunktionen und Umnutzungen aufgegebener Industrie- und Gewerbeflächen hat sich die traditionelle Gewerbestruktur gewandelt und der tertiäre Bereich als maßgeblicher Arbeitsplatzanbieter in diesen Vierteln etabliert. Nach wie vor von großer wirtschaftlicher Bedeutung für München sind die Schlachtbetriebe und der von den Münchner Markthallen betriebene Fleischgroßmarkt mit zahlreichen Groß- und Einzelhandelsbetrieben des Metzgerhandwerks und des Zulieferbereichs. Der nördlich angrenzende „Alte Südfriedhof“, der älteste Zentralfriedhof Münchens, wurde im Jahr 2013 450 Jahre alt. Prominente Persönlichkeiten aus der Münchner Kultur- und Wirtschaftsgeschichte vergangener Jahrhunderte fanden dort ihre letzte Ruhe.

Mit der innerstädtischen Isar-Renaturierung hat der Stadtbezirk an seiner östlichen Grenze ein attraktives, grundlegend neu gestaltetes, quartiernahes Naherholungsgebiet erhalten. In einem letzten Akt bekam die Isar unter der Reichenbachbrücke hindurch einen neuen Seitenarm. Im Jahr 2011 wurde das Großprojekt Isar-Plan nach über elfjähriger Bauzeit abgeschlossen.

Durch die Modernisierung/Sanierung alter Wohngebäude und der daraus resultierenden Anhebung des Mietniveaus, sowie durch die Errichtung von Eigentumswohnungen auf früheren Gewerbeflächen (jüngstes Beispiel ist der 56 Meter hohe Turm des früheren Heizkraftwerks), ist die Sozialstruktur in einzelnen Bezirksteilen in Veränderung begriffen: Der Altersaufbau der Bezirksbevölkerung verjüngt sich und die Zahl der Ein- und Zweipersonenhaushalte rangiert an zweithöchster Stelle. Am deutlichsten wird dieser Prozess in den früheren Wohnquartieren der „einfachen Leute“ im Glockenbach- und Schlachthofviertel sichtbar. Die Zahl der Ausländer/innen liegt leicht über dem städtischen Durchschnitt.

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