Bevölkerungsprognosen des Referats für Stadtplanung

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung erstellt regelmäßig Bevölkerungsprognosen. Es gibt eine Prognose für die Gesamtstadt und eine für die Stadtbezirke.

Prognose für die Gesamtstadt

Surfer am Eisbach
LHM

Die jüngste Prognose für die Gesamtstadt (Demografiebericht, Teil I) basiert auf dem Einwohnerstand von 2019 und beschreibt die aus heutiger Sicht wahrscheinlichste Entwicklung der Bevölkerung bis 2040.

Ergänzend wurde die monatliche Entwicklung des Jahres 2020 herangezogen, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie so weit wie möglich zu berücksichtigen.

Die Ergebnisse der neuen Bevölkerungsprognose zeigen, dass die Landeshauptstadt München sich weiterhin in einer Wachstumsphase befindet. Nach stärkeren Zuwächsen der letzten Jahre und der temporären Schwächung durch die Pandemie ist langfristig mit moderaten Einwohnerzuwächsen zu rechnen. Pro Jahr steigt die Einwohnerzahl durchschnittlich um circa 0,71 Prozent – insgesamt aber etwas weniger als in den letzten Jahren. Im Jahr 2040 werden in München voraussichtlich 1,845 Millionen Menschen leben. Im Vergleich zu 2019 wird die Einwohnerzahl bis 2040 um 16,0 Prozent beziehungsweise 254.500 Personen ansteigen.

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Im Jahr 2040 ...

... werden in München voraussichtlich 1,845 Millionen Menschen leben.

Prognose für die Stadtbezirke

Straßencafé von oben
Michael Nagy / LHM

Die jüngste kleinräumige Bevölkerungsprognose (Demografiebericht, Teil II) basiert auf dem Einwohnerstand von 2019 und beschreibt die aus heutiger Sicht wahrscheinlichste Entwicklung der Bevölkerung bis 2040 für die einzelnen Stadtbezirke. Sie baut auf den Ergebnissen des Demografieberichts, Teil I auf.

Die Bevölkerungsentwicklung wird in den einzelnen Münchner Stadtbezirken bis 2040 sehr unterschiedlich ausfallen. Während am Stadtrand vor allem wegen starker Neubautätigkeiten deutliche Zuwächse zu erwarten sind, wird es in der Innenstadt eher geringe Wachstumsraten oder sogar leichte Rückgänge geben.

Der Stadtbezirk Aubing-Lochhausen-Langwied, in dem mit Freiham ein neuer Stadtteil entsteht, wird bis 2040 das stärkste Wachstum aller Bezirke aufweisen. Hier ist mit einem Einwohnerzuwachs von über 90 Prozent zu rechnen. Die Einwohnerzahl wird sich um rund 46.000 Personen erhöhen. Auch die Bezirke Feldmoching-Hasenbergl, Trudering-Riem und Allach-Untermenzing sowie Bogenhausen, Moosach und Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln gehören zu den stark wachsenden Gebieten in München.

Geringe Wachstumsraten oder auch leichte Rückgänge sind dagegen für die meisten Innenstadtbezirke zu erwarten, etwas deutlichere Rückgänge für die Schwanthalerhöhe sowie am Stadtrand für Hadern und Untergiesing-Harlaching.

Die Broschüre zum Download

Das Faltblatt zum Download

Im Jahr 2040 ...

... wird der Stadtbezirk Aubing-Lochhausen-Langwied mit dem neuen Stadtteil Freiham das stärkste Wachstum aller Münchner Stadtbezirke aufweisen.

Warum sind die Prognosen wichtig?

Größe, Struktur und Entwicklung der Bevölkerung sind bedeutende Kennzeichen einer Stadt. Zu den Grundlagen jeder Stadtplanung gehört daher die Schätzung der zukünftigen Bevölkerungsentwicklung.

Die gesamtstädtische Bevölkerungsprognose ist Grundlage für weitere Fachprognosen und für das Stadtentwicklungskonzept "Perspektive München". Die kleinräumige Bevölkerungsprognose ist insbesondere für Planungen im Infrastrukturbereich wichtig. Sie wird unter anderem für die Versorgung mit Grundschulen, Kindergärten und Kinderkrippen oder den öffentlichen Personennahverkehr herangezogen.

Die Prognosen beschreiben den aus heutiger Sicht wahrscheinlichsten Entwicklungspfad. Die Planungsprognose ist jedoch nicht als Zielvorstellung zu verstehen. Um mögliche Schwankungsbreiten der zukünftigen Entwicklung abschätzen zu können, werden zur Planungsprognose zwei weitere Szenarien entworfen.

Die Basiszahlen der Prognosen umfassen alle Wohnberechtigten (Personen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz), die im Melderegister enthalten sind.

Einwohnerentwicklung im Rückblick

Boulespiel im Hofgarten
LHM

München befindet sich seit mehr als 20 Jahren in einer Wachstumsphase. Die Stadt wird internationaler und vielfältiger - mit mehr jungen Menschen und modernen Lebensstilen. Sie ist besonders für junge Erwachsene attraktiv und hat sich als so genannte Schwarmstadt etabliert.

Nach Jahren mit stärkeren Einwohnerzuwächsen zeigt sich aktuell ein moderates Wachstum. Die Zuwanderung in die bayerische Landeshauptstadt hat vielfältige Gründe und setzt sich aus verschiedenen Wanderungsströmen unterschiedlicher Motivation zusammen. Die Situation wird dabei auch aus dem Ausland beeinflusst und ist von Faktoren abhängig, die zum Teil in den Herkunftsländern entstehen.

Während um 1900 noch knapp 500.000 Einwohner*innen in München lebten, wurde die Millionengrenze bereits 1957 überschritten. 1960 hatte München einen Einwohnerstand von 1,072 Millionen. Nach dem historischen Höchststand im Olympiajahr 1972 mit 1,339 Millionen Einwohner*innen verlief die Entwicklung mit Höhen und Tiefen stagnierend und zum Teil rückläufig.

Nach drei Jahrzehnten Stabilität setzte 1999 eine Trendwende ein. Seitdem sind wieder steigende Einwohnerzahlen in München zu verzeichnen. Dabei basiert das Wachstum auf Wanderungsgewinnen und im Gegen­satz zur bundesdeutschen Einwohner­entwicklung auch auf Geburtenüber­schüssen. Die Einwohnergewinne der letzten Jahre wurden lediglich durch Re­gisterkorrekturen 2006, 2009 und 2017 unterbrochen.

Die Coronavirus-Pandemie prägte das Jahr 2020 und zeigte auch Auswirkungen auf die Einwohnerentwicklung. Seit Beginn der Pandemie wurden erhöhte Sterbefallzahlen und weniger Wanderungsbewegungen als in den Jahren zuvor beobachtet. Erstmals nach 20 Jahren wurden schwache Wanderungsverluste in München registriert. Dennoch war ein geringes Einwohnerwachstum zu verzeichnen, das bemerkenswerterweise auf Geburtenüberschüssen basierte. Zum Jahresende 2020 lebten 1.593.488 Personen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in München.

Im Jahr 2020 ...

... lebten zum Jahresende 1.593.488 Personen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in München.

Weitere Prognosen

Die Zahl der Privathaushalte ist in den vergangenen Jahren in München deutlich angestiegen. Neben dem starken Bevölkerungswachstum hat auch der höhere Anteil an Einpersonenhaushalten dazu beigetragen. Bis 2030 wird ein weiterer Anstieg um rund 115.000 Privathaushalte erwartet.

Die Prognose zum Download

Lebten 2011 etwa 108.000 Menschen über 75 Jahre in München, so werden es 2030 bereits knapp 150.000 sein. Gründe sind die steigende Lebenserwartung und das Nachwachsen geburtenstarker Jahrgänge. Um die Weichen für eine altersfreundliche Stadtentwicklung zu stellen, hat die Stadt München die Generation 55plus, ihre Wünsche, Bedürfnisse und Sorgen erforscht. Die Ergebnisse finden sich in den folgenden Broschüren:

Abschlussbericht, Kurzfassung

Abschlussbericht, Langfassung

Gesundheit und Umweltbedingungen, Kurzfassung

Gesundheit und Umweltbedingungen, Langfassung

  • Referat für Stadtplanung und Bauordnung

    Bereich Bevölkerung, Wohnungsmarkt, Stadtökonomie

    Blumenstraße 31

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