Hilfen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

Asylbewerber*innen, die kein oder geringes Einkommen haben, erhalten wirtschaftliche Hilfen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) Die Hilfen umfassen Leistungen für den Lebensunterhalt und bei Krankheit. Werdende Mütter erhalten Leistungen bei Schwangerschaft und Geburt.

Geflüchtete aus der Ukraine, die erstmals nach Deutschland einreisen und noch keine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG oder eine entsprechende Fiktionsbescheinigung besitzen, können einen Antrag auf Leistungen nach dem AsylbLG stellen. Sie müssen sich zuvor in der Erstanlaufstelle in der Dachauer Straße 122a registrieren lassen.

Das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) deckt den aktuellen Bedarf an Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Gesundheits- und Körperpflege und Gebrauchs- und Verbrauchsgütern des Haushalts sowie Kleidung (Vorrangig durch Sachleistung).
Zusätzlich erhalten Leistungsberechtigte einen Geldbetrag zur Deckung persönlicher Bedürfnisse des täglichen Lebens.

Anspruch besteht insbesondere auf

  • Grundleistungen ( § 3 AsylbLG): Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Leistungen für Gesundheits- und Körperpflege, Gebrauchs- und Verbrauchsgüter des Haushalts. Die Deckung des Bedarfs erfolgt vorrangig durch Sachleistungen, ergänzt durch einen monatlichen Geldbetrag zur Deckung der Bedürfnisse des täglichen Lebens.
  • Leistungen bei Krankheit (Krankenschein), Schwangerschaft und Geburt (§ 4 AsylbLG)
  • Sonstige Leistungen (§ 6 AsylbLG): Dies sind Leistungen, die in der Besonderheit eines Einzelfalls begründet sind.

Anspruch auf Anerkennung als Asylberechtigte haben allein politisch Verfolgte (Artikel 16a Grundgesetz).

Um Leistungen zu erhalten, müssen Sie einen Antrag stellen. Einkommen und Vermögen werden mit Ausnahme der gesetzlichen Freibeträge bei der Berechnung berücksichtigt. Sie erhalten in der Regel Sach- und Geldleistungen. Geldleistungen werden monatlich in bar ausgezahlt.

Voraussetzungen

Sie müssen unter anderem folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie haben Ihren tatsächlicher Aufenthalt in Deutschland
  • Sie haben eine Aufenthaltsgestattung oder eine der folgenden Aufenthaltserlaubnisse: § 23 Abs.1, § 25 Abs. 4 Satz 1 AufenthG, § 25 Abs. 5 AufenthG, sofern die Entscheidung über die Aussetzung Ihrer Abschiebung noch nicht 18 Monate zurückliegt, Duldung nach § 60a AufenthG
  • Sie sind vollziehbar zur Ausreise verpflichtet
  • Sie haben einen Folgeantrag nach § 71 AsylG oder Zweitantrag nach § 71a AsylG gestellt
  • Ihr Einkommen und/oder Vermögen reicht nicht aus, um Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten

    § 1 AsylbLG regelt ausführlich, welche Personen leistungsberechtigt sind.

Benötigte Unterlagen

  • Ausweispapiere und Aufenthaltstitel
  • Kontoauszüge und Lohnabrechnungen der letzten 3 Monat
  • Mietvertrag, falls Sie in einer Wohnung leben
Sofern weitere Unterlagen benötigt werden, erfahren Sie dies von Ihrer zuständigen Sachbearbeitung


    Dauer & Kosten

    Bearbeitungszeit

    7 Werktage (nach Vorliegen sämtlicher entscheidungsrelevanter Unterlagen)

    Gebührenrahmen

    Es fallen keine Gebühren an.

    Rechtliche Grundlagen

    Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)

    Landeshauptstadt München

    Sozialreferat
    Fachbereich wirtschaftliche Hilfen nach AsylbLG

    Post

    Landeshauptstadt München
    Sozialreferat
    Fachbereich wirtschaftliche Hilfen nach AsylbLG

    Werinherstraße 89
    81541 München

    Adresse

    Werinherstraße 89
    81541 München

    Öffnungszeiten

    Bei Vorsprachen besteht die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

    Barrierefreiheit & Anfahrt

    Anfahrt mit MVV

    Ähnliche Leistungen

    Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 2 Satz 1, Alternative 2 AufenthG

    Personen, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge als subsidiär Schutzberechtigte anerkannt wurden, erhalten eine Aufenthaltserlaubnis.

    Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 2 Satz 1, Alternative 1 AufenthG und Reiseausweis

    Personen, denen die Flüchtlingseigenschaft nach der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) zuerkannt wurde, erhalten einen Aufenthalt und einen Reiseausweis für Flüchtlinge.

    Aufenthaltsgestattung für das Asylverfahren

    Personen, die erstmals einen Asylantrag stellen, erhalten eine Aufenthaltsgestattung zur Durchführung des Asylverfahrens. Diese wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ausgestellt.

    Asyl beantragen

    Ausländer, die sich auf das Asylrecht berufen (Asylbewerber), müssen ein Anerkennungsverfahren durchlaufen, das im Asylgesetz festgelegt ist. Anspruch auf Anerkennung als Asylberechtigte haben...

    Elektronischen Reiseausweis beantragen

    Als Ersatz für einen Reisepass, können Ausländer, Flüchtlinge und Staatenlose einen Reiseausweis erhalten. Er kann beantragt werden, wenn es keine Möglichkeit gibt, einen Heimatpass zu beschaffen.

    Gesundheitsberatung für Flüchtlinge

    In Unterkünften bieten wir Gesundheitsberatungen durch besonders geschultes Personal an. Unsere Mitarbeiter*innen kommen dazu in die Unterkünfte.