Blütenpracht zum Frühlingsstart
Öffentliche Plätze, Straßen und Grünanlagen werden wieder bunt | Grüne Oasen für mehr Lebensqualität | Brutstätten für die Tigermücke vermeiden
Blütenpracht zum Frühlingsstart
Pünktlich zum Frühlingsbeginn sind die Gärtner*innen des Baureferats wieder ausgezogen, um Parkanlagen und Friedhöfe, zahlreiche Straßenzüge sowie öffentliche Plätze mit einer Vielfalt an neuen Farben und Düften zu bereichern. Rund 500 Pflanzgefäße sorgen für Farbtupfer im Straßenbild etwa in der Fußgängerzone, in der Maffeistraße oder in der Brienner Straße. Die Frühjahrsblumen blühen auch in Grünanlagen und auf Plätzen wie etwa am Karolinenplatz, dem Weißenburger Platz oder dem Promenadeplatz.
Die Stadtgärtner*innen komponieren jedes Jahr sorgfältig aufeinander abgestimmte Pflanzengesellschaften, die in Farbe und Blütezeit harmonieren. Am Bordeauxplatz etwa haben sie letzten Mittwoch die selbstgezogenen Pflanzen Viola, Bellis und Myosotis zusammen mit Zwiebeln der Fritillaria, der Narzisse und der Hyazinthe sowie fünf verschiedene Tulpensorten eingesetzt. Neben den gestalterischen Gesichtspunkten wird auch immer an Insekten gedacht, die sich nach dem Winter an Pollen und Nektar stärken können.
Produziert wird nach ökologischen Richtlinien: Die Gärtner*innen reduzieren Schädlinge durch Nützlinge und stellen Kompost für Pflanzsubstrate selbst her. Die benötigten Pflanzen werden in den Stadtgärtnereien getestet und neue Sorten auf ihre Robustheit und Qualität hin geprüft. Eine Vegetationsperiode lang beobachten die Floristik-Fachleute, wie gut die Pflanzen gegen Krankheiten und Schädlinge gewappnet sind. Erst wenn sie diesen Eignungstest bestanden haben, werden sie im Stadtgebiet ausgepflanzt.
Bis Mitte Mai ist die Pracht zu sehen, dann folgt die Sommerbepflanzung.
Grüne Oasen für mehr Lebensqualität
Üppige Blumenbeete in Vorgärten, begrünte Hausfassaden und Dächer, prächtige Bäume oder artenreiche Wildblumenwiesen sind nicht nur ein schöner Anblick – sie tragen auch zu einem besseren Stadtklima bei. Neben dem Wettbewerb Mehr Grün für München unterstützt die Stadt mit zwei Förderprogrammen die Eigeninitiative von Münchner*innen, die mehr Natur in ihr Stadtviertel bringen.
Bei dem Wettbewerb Mehr Grün für München zeichnet die Stadt alle zwei Jahre Hauseigentümer*innen, Mieter*innen oder Inhaber*innen eines gewerblichen Betriebs aus, die Höfe, Fassaden und Dächer begrünen, artenreich bepflanzte Beete in Vorgärten anlegen oder lauschige Sitzplätze und einladend gestaltete Spielbereiche für Kinder in Höfen schaffen. Grüne Oasen für mehr Lebensqualität Wettbewerb und Förderprogramme für mehr Grün und Artenvielfalt in der Großstadt Für den aktuellen Wettbewerb können sich Interessierte noch bis 30. Juni anmelden.
Das Anmeldeformular sowie weitere Informationen und Teilnahmevoraussetzungen zum Wettbewerb finden sich unter
Das bereits 1977 aufgelegte Förderprogramm Begrünung bezuschusst alle freiwilligen Maßnahmen, die der gärtnerischen Gestaltung von Innenhöfen und Vorgärten, der Begrünung von Dächern und Fassaden oder der Entsiegelung von Flächen dienen. Ziel des Förderprogramms ist in erster Linie, mit der Begrünung das Stadtklima mikroklimatisch zu verbessern und damit die Aufenthalts- und Lebensqualität der Anwohner*innen zu erhöhen.
Alle Informationen zu den Förderkriterien und zum Antrag sind zu finden unter
Ungenutzte, artenarme Grünflächen für mehr Artenvielfalt aufwerten – das ist das Ziel des Förderprogramms Biodiversitätsbausteine. Gefördert wird beispielsweise das Anlegen von artenreichen Wildblumenwiesen oder Lebensraum-Bausteinen, wie etwa einer Trockenmauer oder eines Teiches, das Pflanzen artenreicher heimischer Stauden und Sträucher oder die Bereitstellung von Nist- und Ruhestätten für Insekten, Fledermäuse und Vögel. Auch strukturreiche und ökologisch wertvolle Bewohnergärten fördert die Stadt.
Alle Informationen zu diesem Förderprogramm finden Sie unter
Brutstätten für die Tigermücke vermeiden
Ausbreitung invasiver Art verhindern – Infos online und bei kostenfreien Vorträgen
Mit den steigenden Temperaturen beginnt wieder die Saison für Stechmücken. Die invasive Art Asiatische Tigermücke hat sich weltweit stark vermehrt, auch in München hat sie sich angesiedelt. Um die Ausbreitung des Krankheitsüberträgers zu verlangsamen, bittet die Stadt um Mithilfe.
Das Insekt legt seine Eier überall dort ab, wo sich kleine stehende Wassermengen befinden. Tigermückeneier sind sehr widerstandsfähig gegenüber Trockenphasen und können teils auch Frost überstehen. Um zu verhindern, dass sich bereits im letzten Herbst abgelegte Eier bei den nun milden Frühlingstemperaturen zu Tigermücken entwickeln, ist es wichtig, jetzt mögliche Brutstätten in den eigenen Gärten und auf Balkonen zu reinigen. Dazu zählen zum Beispiel Eimer, Gießkannen, Vogeltränken und Untersetzer.
Nach Möglichkeit sollte die Ansammlung von Wasser vermieden werden. Pflanzentöpfe etwa können statt in Untersetzer auf Blumentopffüße gestellt oder die Untersetzer mit Sand oder Kies befüllt werden. Wasserspeicher wie Regentonnen oder Zisternen sollten mit einem eng schließenden, dichtmaschigen Netz oder einem Deckel abgedeckt werden.
Weitere Informationen und Tipps zur Bekämpfung der Tigermücke gibt es unter muenchen.de/tigermuecke oder bei einem Vortrag. Expert*innen des Gesundheitsreferats halten ihn am 21. April in der Stadtbibliothek Hadern, am 21. und 28. April in der Stadtbibliothek Laim, am 30. April in der MVHS Laim und am 11. Juni in der MVHS Hadern. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Anmeldung ist unter 48006-6730 oder unter mvhs.de (Stichwort Tigermücke) möglich, in den Stadtbibliotheken bedarf es keiner Anmeldung.
Die Stadt informiert
„Die Stadt informiert" erscheint in der Regel dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 24. März 2026.