Naturschutzgebiete in München
In München gibt es insgesamt vier Naturschutzgebiete, welche Regeln dort gelten und welche Gebiete dazu gehören, erfahren Sie hier.
Naturschutzgebiete
Naturschutzgebiete dienen dazu, größere Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft im Ganzen oder in einzelnen Teilen erforderlich ist, zu sichern.
Es geht vorrangig um den Schutz von bestimmten Lebensräumen und der darin lebenden seltenen Tier- und Pflanzenarten. Naturschutzgebiete stellen die höchste Schutzkategorie im Stadtgebiet dar.
Im nördlichen Stadtgebiet Münchens sind derzeit vier wertvolle Landschaftsräume als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Sie nehmen zusammen eine Gesamtfläche von rund 908 Hektar ein. Das entspricht einem Anteil von rund drei Prozent der Fläche des Stadtgebiets Münchens.
Wichtige Infos zu Naturschutzgebieten
Ein Naturschutzgebiet dient dazu, besonders seltene oder gefährdete Arten, Lebensräume und Landschaften zu erhalten, die einen strengen Schutz vor zahlreichen menschlichen Einflüssen benötigen.
In einem Naturschutzgebiet ist die Erholungsnutzung nur soweit erlaubt, wie es mit dem Schutzziel vereinbar ist.
Darum gibt es Naturschutzgebiete:
- Schutz der Lebensstätten, Biotope oder Lebensgemeinschaften bestimmter Tier- und Pflanzenarten,
- Bewahrung des Charakters des Gebietes aufgrund seiner naturgeschichtlichen, landeskundlichen oder wissenschaftlichen Bedeutung,
- Wegen der Seltenheit, Eigenart oder Schönheit der Landschaft.
Naturschutzgebiete im Stadtgebiet können nicht von der Stadt München ausgewiesen werden, sondern von der Oberen Naturschutzbehörde an der Regierung von Oberbayern durch eine eigene Verordnung. In dieser Verordnung wird der Schutzzweck(-ziel) festgelegt und konkret beschrieben.
Weil Naturschutzgebiete wichtige und oft besonders sensible Naturräume und deren Arten schützen, ist der Schutz strenger als bei Landschaftsschutzgebieten.
In Naturschutzgebieten gilt ein absolutes Veränderungsverbot und schon die Möglichkeit, dass ein Gebiet oder einzelne Bestandteile davon eine Störung erfahren könnten, genügt, dieses zu verhängen. Das heißt, dass bestimmte Handlungen von Vornherein verboten sind. Nur Gründe des überwiegenden öffentlichen Interesses könnten diese ermöglichen.
Erholung im Naturschutzgebiet? – Das schließt sich nicht aus!
Das Gebiet kann für die Allgemeinheit zugänglich sein, wenn es der Schutzzweck des jeweiligen Naturschutzgebietes erlaubt. Die Regelungen der Schutzgebietsverordnung sind so gestaltet, dass ein Erleben der Natur möglich ist.
Es gibt allerdings Verhaltensregeln die unbedingt zu beachten sind:
- Im Naturschutzgebiet ist es wichtig, auf den Wegen und markierten Pfaden zu bleiben.
- In Naturschutzgebieten müssen Hunde an der Leine bleiben.
- Im Naturschutzgebiet sind folgende Dinge verboten: das Entnehmen von Pflanzen und Tieren, das Verlassen der Wege, Reiten, Baden oder ähnliches. Näheres ist in den einzelnen Schutzgebietsverordnungen geregelt (siehe dazu die Websites der Naturschutzgebiete).
Info
Falls Sie sich unsicher sind, ob eine von Ihnen geplante Nutzung erlaubnis- oder anzeigepflichtig ist, beantwortet die Untere Naturschutzbehörde gerne Ihre Fragen.
Schreiben Sie dazu bitte eine E-Mail an naturschutz.rku@muenchen.de.
Naturschutzgebiete in München
Im nördlichen Stadtgebiet Münchens sind derzeit vier Naturschutzgebiete ausgewiesen.
Die Fröttmaninger Heide zählt zu den wertvollsten Naturschätzen Bayerns. Es ist in vier Zonen mit verschiedenen Regelungen eingeteilt. Für Hunde gilt Leinenpflicht, eine Freistellung dafür ist auf Antrag möglich.
Die Allacher Lohe ist mit einer Größe von fast 150 Hektar einer der letzten Restbestände des einst für den Münchner Norden und Westen charakteristischen Lohwaldgürtels.
Das Naturschutzgebiet Panzerwiese und Hartelholz im Münchner Stadtteil Milbertshofen liegt innerhalb einer landesweit bedeutsamen Heidelandschaft der nördlichen Münchner Schotterebene.
Das etwa 100 Hektar große Schwarzhölzl repräsentiert mit seinen vier Einzelflächen einen Querschnitt durch mehrere Typen der Reste des ehemals riesigen Moorgebietes am Nordrand der Münchner Schotterebene im Übergangsbereich zum Dachauer Moos.