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„München elektrisiert“ und das Förderprogramm „Laden in München“

Aus dem „Sofortprogramm Saubere Luft“ der Bundesregierung erhalten die Stadt München und ihre Projektpartner Fördermittel für den Aufbau von E-Ladeinfrastruktur.

Veranstaltung "München elektrisiert", 29. Juni 2022

Welche Potentiale bieten die batterieelektrische Mobilität und andere klimaneutrale Antriebsformen? Und wie kann der Umstieg gelingen? Um diese Fragen drehte sich die Veranstaltung „München elektrisiert“ des Referats für Klima- und Umweltschutz der Landeshauptstadt München, die am 29. Juni 2022 in der IHK für München und Oberbayern stattfand.

Der Austausch von Wissen zwischen Forschung und der unternehmerischen Praxis zu zukunftsgerichteten Mobilitätsformen und Ladelösungen bietet großes Potential für Innovationen. Im Zuge der Veranstaltung erläuterte Florian Schmid vom Lehrstuhl Fahrzeugtechnik der TUM, wie realisierbare Kombinationen von Elektrofahrzeugen und Ladepunkten für private Flotten mittels Analyse des individuellen Mobilitäts- und Energiebedarfs gelingen. Markus Fischer vom Lehrstuhl Verkehrstechnik der TUM gab anschließend einen Einblick in das Nutzungsverhalten öffentlicher Ladeinfrastruktur und erklärte, wie dieses mittels Simulationen für einen bedarfsgerechten Ausbau verwendet werden kann. Wie sich zusätzliche Verbraucher*innen in München auf das Netz auswirken und welche Erkenntnisse sich daraus für die Landeshauptstadt ergeben, berichtete Andreas Weiß von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

Christian Krüger, Geschäftsführer der BayWa Mobility Solutions GmbH, warf ferner einen Blick auf die Entwicklung von rein batteriebetriebenen Pkw und den Ausbau von Ladeinfrastruktur und erläuterte, dass für E-Mobilitätsinfrastruktur zahlreiche Geschäftsmodelle entlang der Wertschöpfungskette existieren. Prof. Dr. Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung nahm die Teilnehmenden mit auf einen Streifzug durch die Welt der Mobilität und referierte zu der Perspektive zukunftsfähiger Mobilitätskonzepte. Last but not least erläuterte Oliver Wohak von der d-fine GmbH, welche Potentiale alternative Kraftstoffe und Antriebstechnologien wie e-fuels und Wasserstoff als Ergänzung zur Elektromobilität bieten.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Exkursionsfahrt mit Stopps bei praktischen Beispielen aus der Münchner Welt der Elektromobilität. Die Teilnehmenden konnten so einen Einblick in den neu errichteten und innovativen Busbahnhof Hybrid M der Stadtwerke München sowie in unterschiedliche Projekte des Munich Urban Colab erhalten.

Zudem konnten sich die Teilnehmenden im Rahmen der Wanderausstellung "Elektromobilität" von Bayern Innovativ sowie an den Infoständen der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V., der IHK für München und Oberbayern, des Referates für Klima- und Umweltschutz der Landeshauptstadt München, der Stadtwerke München sowie der Technischen Universität München individuell zum Thema Elektromobilität informieren und beraten lassen.

Impressionen der Veranstaltung

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Errichtung von Ladeinfrastruktur auf privatem und öffentlichem Grund

Mit dem Förderprogramm „Laden in München“, das im Laufe des Projekts erarbeitet und umgesetzt wird, werden großvolumige Ladeinfrastrukturprojekte mit mindestens 11 Ladepunkten auf privatem Grund - sowohl öffentlich zugänglich als auch nicht öffentlich zugänglich - mit Zuschüssen gefördert.

Antragsberechtigt sind vorwiegend juristische Personen wie Unternehmen, Gewerbebetriebe und Parkhausbetreiber im Stadtgebiet München und den angrenzenden drei Landkreisen Dachau,Fürstenfeldbruck und München.

"Laden in München" ist mit einer Förderquote in Höhe von 60 % außerdem besonders für Wohnungseigentümergemeinschaften attraktiv.

Mit folgendem Video (mit Untertitel ) werden die Vorteile des Förderprogramms insbesondere für Wohnungseigentümergemeinschaften eingehend erläutert.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Förderbedingungen und zur Antragstellung zum Förderprogramm "Laden in München".

Weiterhin erfolgt der Aufbau und der Betrieb von öffentlicher Ladeinfrastruktur auf städtischem Grund durch private Anbieter in Form einer „Konzessionsvergabe“.

Mehr Ladesäulen für E-Fahrzeuge in München

Schmematisch dargestelltes M und E in blau mit dem Schriftzug: München elektrisiert
Referat für Klima- und Umweltschutz

Die Landeshauptstadt München hat gemeinsam mit der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V., der Technischen Universität München (Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik und Lehrstuhl für Verkehrstechnik) erfolgreich einen Förderantrag  für das ProjektMünchen elektrisiert – Me“ beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des „Sofortprogramm Saubere Luft“ gestellt und erhält rund 7 Mio. Euro aus Berlin (Gesamtvolumen des Projekts: rund 10 Mio. Euro). Das Projekt hat eine Laufzeit von 48 Monaten und endet am 30. September 2022.

Die Maßnahmen werden von der wissenschaftlichen Begleitforschung der Projektpartner umrahmt.

Es erfolgt eine Analyse der Ist-Situation in der Stadt München und der drei angrenzenden ausgewählten Landkreise hinsichtlich der Nachfrage und des Bestandes an Ladeinfrastruktur.

Mit Hilfe von Mobilitätsanalysen wird ermittelt, welche Ladeinfrastruktur optimal für den jeweiligen Anwendungsfall geeignet ist. Weiterhin werden die Netzrückwirkungen der unterschiedlichen Lademöglichkeiten untersucht und Empfehlungen zur Beseitigung der Netzhemmnisse abgeleitet.

Im Rahmen des Projekts werden zwei für die Stadt München wichtige Bereiche des Aufbaus von Ladeinfrastruktur zusätzlich gefördert und wissenschaftlich begleitet.                   

Zum Einen die Errichtung von Ladepunkten auf privatem Grund und zum Anderen die Schaffung von öffentlicher Ladeinfrastruktur auf städtischem Grund durch private Anbieter.

Fördergeber

Logo Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
Logo Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Das Projekt "München elektrisiert" wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des "Sofortprogramm Saubere Luft" gefördert.

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