Gefährliche Hunde

Bei aggressiven Hunden, die eine konkrete Gefahr für Menschen oder Hunde darstellen, unabhängig von Größe und Rasse, können wir Anordnungen wie beispielsweise Leinen- und Gittermaulkorbzwang, die sichere Verwahrung oder die Wegnahme des Hundes anordnen.

Die Landeshauptstadt München hat die Möglichkeit, bei aggressiven Hunden, ganz unabhängig von Größe und Rasse, Anordnungen zu treffen. Diese reichen vom Leinen- und/oder Gittermaulkorbzwang, der Anordnung der sicheren Verwahrung bis hin zur Wegnahme des Hundes – als ultima ratio, sobald ein Hund sicherheitsrechtlich auffällig wird.

Vorfälle mit gefährlichen Hunden:
Alle Vorfälle mit gefährlichen Hunden (beispielsweise "Hund beißt Mensch" oder "Hund beißt Hund") sollten umgehend der Polizei oder dem Kreisverwaltungsreferat gemeldet werden. Für eine schriftliche Mitteilung können Sie unser Formular verwenden. Geben Sie Ort, Zeitpunkt, Beteiligte und Zeugen des Vorfalles an und schildern Sie den genauen Hergang und das Verhalten der Beteiligten.

Regeln darüber wo im Stadtgebiet welche Hunde an der Leine geführt werden müssen, gar keinen Zutritt haben oder frei laufen dürfen finden Sie unter anderem in der Hundeverordnung der Stadt München. Hier die wichtigsten Regeln im Überblick:

1. Betretungsverbot für alle Hunde gilt hier:

  • auf Kinderspielplätzen
  • auf Flächen von städtischen Grünanlagen
    Sie erkennen ein Betretungsverbot auf den Rasenflächen an den „grünen Pollern“ mit einem durchgestrichenen Hundesymbol.
  • auf der Theresienwiese während des Oktoberfestes und Frühlingsfestes (auf dem Festgelände)

2. Leinenpflicht für alle Hunde gilt hier:

  • im gesamten Westpark und auf den Wegen von städtischen Grünanlagen in Bereichen, wo Sie die „grünen Poller“ mit durchgestrichenem Hundesymbol vorfinden.

3. Leinenpflicht für große Hunde gilt hier:

  • in der Innenstadt (innerhalb des Altstadtrings)
  • in Fußgängerzonen
  • in verkehrsberuhigten Bereichen
  • auf öffentlichen Veranstaltungen, Märkten, Festen sowie Versammlungen im Freien
  • in unmittelbarer Nähe von Kinderspielplätzen
    (auf der Fläche des Kinderspielplatzes gilt ein absolutes Betretungsverbot)
  • in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Bahnhöfen (auch in den Zwischengeschossen und an den Bahnsteigen)

Soweit in der Hundeverordnung, anderen Satzungen, Verordnungen oder Regelwerken oder in den Nutzungsverordnungen von Betreibern oder Eigentümern (zum Beispiel Schlosspark Nymphenburg, Englischer Garten) nichts anderes festgelegt ist, dürfen Hunde im Stadtgebiet auch ohne Leine geführt werden.

Benötigte Unterlagen

  • Übermittlung der Details zum Vorfall, zum Beispiel über eine Anzeige bei der Polizei oder beim KVR mittels des Online-Formulars
  • gegebenenfalls Verletzungsnachweise und/oder Benennung von Zeugen

Dauer & Kosten

Gebührenrahmen

75 bis 200 Euro im Fall von sicherheitsrechtlichen Anordnungen

Rechtliche Grundlagen

Landesstraf- und Verordnungsgesetz (LStVG)
Grünanlagensatzung der Landeshauptstadt München (GrünanlagenS)

Fragen & Antworten

Als groß gelten erwachsene Hunde von 50 Zentimetern Schulterhöhe oder mehr. Ausschlaggebend ist das individuelle Maß, nicht die durchschnittliche Größe der Hunderasse.
Wichtig: Schäferhund, Boxer, Dobermann, Deutsche Dogge gelten immer als „große Hunde“, wenn sie erwachsen sind (unabhängig von ihrer tatsächlichen Größe)

Landeshauptstadt München

Kreisverwaltungsreferat (KVR)
Hauptabteilung I Sicherheit und Ordnung, Prävention
Allgemeine Gefahrenabwehr

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