Wasserpegel auf Tiefstand

Trotz vereinzeltem Regen überwiegt die Hitze und Trockenheit. Die Stadt München ruft daher zum Wasser sparen auf, weitere Infos und Sparmaßnahmen finden Sie hier.

01. Juli 2026

Stadt München ergreift Notmaßnahmen und ruft zum Wassersparen auf

Die Rekordhitze der vergangenen Tage hat zu einem außergewöhnlich hohen Trinkwasserverbrauch in München und in den mitversorgten Umlandgemeinden gesorgt.

Noch immer wird mehr Wasser verbraucht als gewöhnlich.

Verschärfend kommt hinzu, dass durch historisch niedrige Niederschläge im Frühling dieses Jahres die Grundwasserneubildung und infolgedessen die Wasserentnahme in den Wassergewinnungsgebieten der Stadtwerke München deutlich reduziert ist. Die Entnahmekapazitäten sind nahezu ausgeschöpft.

Für die Grundwasserneubildung sind die Niederschläge der vergangenen Tage nach Angaben der Stadtwerke München (SWM) nahezu unerheblich.

Tipps zum Wasser sparen

  • Kürzer duschen: Schon zwei Minuten weniger unter der Dusche sparen viele Liter Wasser – und gleichzeitig Energie.
  • Wasserhahn aus: Beim Zähneputzen, Rasieren oder Einseifen den Wasserhahn schließen. So fließt kein Wasser ungenutzt in den Abfluss.
  • Spartaste nutzen: Die kleine Taste reicht meistens aus und spart bei jedem Spülgang mehrere Liter Wasser.
  • Waschmaschine & Geschirrspüler voll beladen: Geräte möglichst erst einschalten, wenn sie voll sind. Eco-Programme sparen zusätzlich Wasser und Energie.
  • Nur so viel Wasser erhitzen wie nötig: Ob Wasserkocher oder Kochtopf – erhitze nur die Menge Wasser, die du wirklich brauchst.
  • Wasserspartechnik einsetzen: Sparduschköpfe oder Perlatoren am Wasserhahn senken den Wasserverbrauch, ohne auf Komfort zu verzichten.

Morgens oder abends gießen: Dann verdunstet deutlich weniger Wasser und die Pflanzen können es besser aufnehmen.

Lieber selten, dafür gründlich gießen: Eine intensive Bewässerung fördert tiefere Wurzeln. Häufiges oberflächliches Gießen macht Pflanzen dagegen anfälliger für Trockenheit.

Regenwasser nutzen: Eine Regentonne oder ein Sammelbehälter liefert kostenloses Gießwasser für Balkon und Garten – ganz ohne Trinkwasser.

Feuchtigkeit im Boden halten: Mulch, Rasenschnitt oder Laub schützen den Boden vor dem Austrocknen und speichern Feuchtigkeit.

Klimafit bepflanzen: Heimische und trockenheitsverträgliche Pflanzen kommen mit weniger Wasser aus und sind besser an heiße Sommer angepasst.

Gießkanne statt Rasensprenger: Gieße gezielt dort, wo Wasser gebraucht wird. Das spart Wasser und kommt direkt bei den Pflanzen an.

  • Nur wenn wirklich nötig befüllen: Überlege, ob ein großes Planschbecken oder Pool wirklich notwendig sind oder du auf vorhandene Abkühlmöglichkeiten wie Freibäder, Seen und Flüsse zurückgreifen kannst.
  • Wasser mehrfach nutzen: Pool- oder Planschbeckenwasser möglichst mehrere Tage verwenden und nach Möglichkeit abdecken. Das reduziert Verdunstung und Verschmutzung.
  • Restwasser sinnvoll verwenden: Sauberes Wasser aus dem Planschbecken kann anschließend zum Gießen von Zierpflanzen genutzt werden (nicht bei chlorhaltigem Wasser).

Waschstraße statt Zuhause: Moderne Waschanlagen arbeiten deutlich wassersparender und reinigen das Wasser in geschlossenen Kreisläufen.

Kein Auto auf versiegelten Flächen waschen: Beim Waschen auf Hof oder Straße können Reinigungsmittel ins Grundwasser oder in Gewässer gelangen.

  • Nichts in den Abfluss: Medikamente, Farben, Lacke, Öle oder Chemikalien gehören niemals in Toilette oder Waschbecken.
  • Umweltfreundliche Reinigungsmittel wählen: Biologisch abbaubare Produkte belasten Gewässer und Grundwasser deutlich weniger.
  • Regen versickern lassen: Wo Regenwasser versickern kann, entsteht neues Grundwasser. Entsiegelte Flächen, begrünte Vorgärten und offene Böden helfen dabei.
  • Mehr Grün statt Stein: Pflanzen, Bäume und Grünflächen speichern Wasser, kühlen ihre Umgebung und fördern die Grundwasserneubildung.

Brunnen werden abgeschaltet

Die Landeshauptstadt geht mit gutem Beispiel voran und hat bereits folgende Wassersparmaßnahmen im eigenen Wirkungskreis identifiziert:

Alle städtischen Beschäftigten werden durch interne Aufrufe angehalten, Wasser zu sparen.

Zehn der 150 Zierbrunnen, die aufgrund technischer oder örtlicher Gegebenheiten zu den Spitzenverbrauchern zählen, werden innerhalb von ein bis zwei Werktagen abgeschaltet. Dies spart 43 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs aller Brunnen ein.

Zusätzlich wird nach und nach bei 56 Brunnen mit Zeitschaltuhr die Betriebszeit von 14 auf 10 Stunden täglich reduziert (neue Laufzeit: von 10 bis 20 Uhr), um die Brunnen während der heißesten Tageszeiten zur Abkühlung der Menschen in Betrieb zu halten und gleichzeitig den Wasserverbrauch um weitere rund 30 Prozent zu senken.