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Gesucht: Vorbildliche Begrünung

Mehr Grün für München - mit Pflanzen das Umfeld aufwerten und dafür einen Preis der Stadt erhalten

13. September 2022

Wettbewerb "Mehr Grün für München"

Mehr Grün für München
Elke Kressirer
So sehen prämierte Anlagen im Wettbewerb „Mehr Grün für München“ aus (von links oben im Uhrzeigersinn): Außenanlage in der Jörg-Hube-Straße 43 bis 67; „persönliche Leistung“ kleiner mobiler Park; kinderfreundliches Wohnumfeld in der Fehwiesenstraße 102 bis 102c/Schlüsselbergstraße 45 bis 47; Hof an der Tegernseer Landstraße 22; Gewerbefläche an der Friedenheimer Brücke 21; Vorgärten in der Weiskopfstraße 9 bis 37.

Mit Pflanzen das Umfeld aufwerten und dafür einen Preis der Stadt erhalten - Wettbewerb für Mieter, Eigentümer und Hausverwalter

Für viel Grün sorgt die Stadt mit beachtlichen Investitionen Jahr für Jahr. Doch auch jede Bürger*in kann sich dafür engagieren. Üppige Blumenbeete in Vorgärten, Arrangements aus Kübelpflanzen in Innenhöfen oder begrünte Hausfassaden und Dächer tragen ebenfalls zu einem besseren Stadtklima bei.

Um möglichst viele solcher grünen Inseln in München zu schaffen, lobt die Stadt alle zwei Jahre den Wettbewerb Mehr Grün für München aus. Ausgezeichnet wird die vorbildliche Begrünung von Höfen, Vorgärten, Außenanlagen oder Gewerbeflächen. Auch ein vorbildliches kinderfreundliches Wohnumfeld oder „persönliche Leistungen“ wie ein Garten mit Bienenstöcken werden berücksichtigt.

Eine Jury aus Personen des öffentlichen Lebens, der Politik und Wirtschaft prämiert die Beiträge. Gewürdigt wird der grüne Daumen mit einer Urkunde sowie einem Preisgeld von 125 bis 500 Euro. Für herausragende Leistungen gibt es einen mit 750 Euro dotierten Sonderpreis.

Mitmachen können Hauseigentümer*innen, Mieter*innen, Hausverwalter*innen oder Besitzer*innen einer Gewerbefläche. Dabei sind nicht nur professionell gestaltete Innenhöfe oder Außenanlagen gefragt, sondern auch kleine Arrangements von Laien. Eine begrünte Hausfassade oder ein schön gestalteter Spielplatz haben für die Stadtgestaltung und somit bei der Jury denselben Stellenwert wie üppige Blumenbeete oder prachtvolle Sträucher als Farbtupfer im Häusermeer.

Eingeführt wurde der Wettbewerb vom Münchner Stadtrat im Dezember 1974. Auch die jüngste Staffel der Jahre 2020 und 2021 stieß auf großes Interesse: Insgesamt wurden 48 Beiträge eingereicht. Davon kamen 33 in die engere Wahl. Es wurden diesmal 21 Preise verliehen mit Preisgelder in Höhe von insgesamt 5.125 Euro.

Eine Bildergalerie der prämierten Objekte ist im Internet unter stadt.muenchen.de/infos/wettbewerb-mehr-gruen.html zu finden.

Jetzt für 2022/2023 bewerben

Für den Wettbewerb Mehr Grün für München 2022/2023 können sich Interessierte ab sofort anmelden. Es genügt, die Adresse des Objekts und eine kurze Beschreibung anzugeben.

Die Anmeldung kann per E-Mail oder per Post erfolgen:
Postanschrift:

Referat für Klima- und Umweltschutz
Ressourcenschutz
Mehr Grün für München
80335 München

Auskünfte gibt das Team auch gerne telefonisch unter 233-37962.

Oberbürgermeister Dieter Reiter:

Oberbürgermeister Dieter Reiter

„Bei unserem Wettbewerb geht es nicht nur um professionell gestaltete Flächen, sondern ganz besonders auch um private, kleine Begrünungsprojekte im Hinterhof, auf dem Dach oder im Vorgarten. Mit Ihren Beeten und Blumen wird unsere Stadt nicht nur schöner und lebenswerter, sondern damit verbessert sich auch das Stadtklima. Ich freue mich, wenn möglichst viele von Ihnen an unserem Wettbewerb teilnehmen!“

Grüner, schöner, lebenswerter, nachhaltiger

Bis zu 50 Prozent Fördermittel für das Entsiegeln und Begrünen von Flächen

Grün in der Stadt ist wichtig – für das Klima, die Artenvielfalt und die Lebensqualität. Neben dem Wettbewerb Mehr Grün für München (siehe Artikel oben) unterstützt die Stadt mit einem bereits 1977 aufgelegten Förderprogramm motivierte Bürger*innen, auf eigenem Grund oder einem Firmengelände mehr Grün in ihre Stadt zu bringen. 

Förderfähig sind alle freiwilligen Maßnahmen, die der gärtnerischen Gestaltung von Innenhöfen und Vorgärten, der Begrünung von Dächern und Fassaden oder der Entsiegelung von Flächen dienen. Bei Gewerbebauten können zudem Baumpflanzungen und naturnahe Gestaltung von Freiflächen gefördert werden. Die Förderung beträgt je nach Maßnahme bis zu 50 Prozent und kann beim Referat für Klima und Umweltschutz beantrag werden.

Für die Förderung spielt es keine Rolle, wie umfangreich die Maßnahmen sind. Denn jeder noch so kleine Beitrag zur Begrünung zählt. Zur nachhaltigen Stadtentwicklung kann jeder beitragen, der etwa seinen Innenhof begrünt. Vorgegeben ist nur, dass mindestens vier Wohneinheiten in dem Gebäude vorhanden sind. 

Auch eine Dachbegrünung erweist sich sowohl bei Wohn- wie auch bei Gewerbebauten als sinnvoll. Denn wer sein vielleicht ohnehin zu sanierendes Dach vom Fachbetrieb begrünen lässt, investiert in den Werterhalt seines Gebäudes. Die meisten Garagendächer oder Tiefgaragenzufahrten sind ebenfalls gut geeignet für eine Begrünung mit niedrig wachsenden Pflanzen.

Fehlt die Fläche, können begrünte Fassaden einen Ausgleich schaffen. Wilder Wein, Waldrebe, Knöterich, Glyzinie oder Geißblatt klettern ausgesprochen schnell nach oben. Sie reduzieren im Sommer die Aufheizung des Gebäudes oder halten Niederschlagswasser zurück.

Wer auf seinem privaten Grundstück den asphaltierten Hof oder den versiegelten Garagenvorplatz mit neuen, wasserdurchlässigen Belägen gestaltet, kann ebenfalls einen Zuschuss beantragen. Sickerfähige Beläge für Zufahrten, Höfe, Stellplätze und Wege senken außerdem auch Niederschlagswassergebühren. Auch Gewerbe- und Industrieflächen, die entsiegelt und naturnah begrünt sind, lassen Niederschlagswasser schneller im Boden versickern und sichern Tier- und Pflanzenarten ihre Lebensräume.

Alle Informationen zu den Förderkriterien und zum Antrag sind unter stadt.muenchen.de/infos/foerderprogramm-priv-gruen zu finden.

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Die Stadt informiert

„Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 13. September 2022.