Zum Welttag der Bildung: Erleben Sie das Münchner Lernhaus
Seit 2018 wird der 24. Januar als Welttag der Bildung gefeiert. Aus diesem Anlass stellt die Stadt eine neue Multimedia-Reportage zum Münchner Lernhaus vor.
Viel mehr als nur ein Raumprogramm
Das Münchner Lernhaus ist viel mehr als nur ein Raumprogramm. Es ist ein pädagogisches Konzept für zeitgemäßes Lehren und Lernen und ein Nutzungskonzept für alle Schulen, die ganztägig als Lern- und Lebensort fungieren – ob Grundschule, Mittelschule, Realschule oder Gymnasium.
In der neuen Multimedia-Reportage wird die Umsetzung des Münchner Lernhauskonzeptes am Beispiel des Gymnasiums Freiham sowie der Grundschule an der St.-Veit-Straße in Berg am Laim vorgestellt. Konzeption, Redaktion und Produktion lagen bei der Portalgesellschaft muenchen.de, die sie im Auftrag und enger Abstimmung mit den beteiligten Referaten umgesetzt hat.
Die große Fachreportage begleitet die Schulfamilien durch den Schulalltag und zeigt, wie Schüler*innen und pädagogische Fachkräfte in den neuen Räumen leben und lernen. Schüler*innen berichten, was sie am Lernhaus „cool“ finden, und Expert*innen aus Schule und Verwaltung erläutern die vielfältigen Aspekte des Lernhauses anhand der schulischen Praxis.
Multimedia-Reportage zeigt Münchner Lernhaus
Ein Konzept für die Zukunft der Bildung
„Menschen prägen Räume. Räume prägen Menschen“, sagt Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer. Dieses Prinzip gilt im Lernhaus doppelt, weil hier Pädagogik und Architektur verzahnt gedacht werden. Wo der Schulalltag früher von langen Fluren und separaten Klassenzimmern bestimmt war, werden Lernhäuser von offenen Bereichen, Gruppenräumen und Rückzugsecken geprägt. Die Räume unterstützen die Lernenden, durch selbstgesteuertes Lernen und kollaboratives Arbeiten Zukunftskompetenzen aufzubauen, und schaffen gleichzeitig die räumlichen Voraussetzungen für moderne Ganztagsbildung. So ist das Lernhaus nicht nur ein innovativer Bildungsort; es ist ein Lebens- und Wohlfühlort für den ganzen Tag, mit Möglichkeiten zum konzentrierten Arbeiten ebenso wie zum „Chillen“ und Spielen, für Sport, Musik und andere Freizeitaktivitäten.
Stimmen zur Multimedia-Reportage
„Das Münchner Lernhauskonzept hat bundesweit Maßstäbe gesetzt. Es steht für eine neue Beziehungskultur in den Lernhausfamilien, für Methodenvielfalt und differenzierte Förderung. Man kann auch sagen: Mit den Lernhäusern bauen wir Bildungsgerechtigkeit und sorgen für Chancengleichheit an unseren Schulen."
„Der Schulbau in München trägt dem gesellschaftlichen Wandel und den Anforderungen an modernes Lernen und Lehren Rechnung. Wir bauen Bildung für die nächsten Generationen. Umso mehr ist es unsere Verantwortung, Schulen nachhaltig zu bauen. Das heißt klimaverantwortlich und nach Möglichkeit unter Berücksichtigung der Bedürfnisse im Quartier. Denn Schule ist heute nicht mehr nur Schule, sondern ein Lebens- und Begegnungsort mit Sportflächen, Kreativräumen und Versammlungsflächen, die auch über den reinen Unterrichtsbetrieb Nutzen bringen.“
Die Münchner Bildungsbauoffensive
Das Münchner Lernhauskonzept ist Grundlage der sogenannten Standardraumprogramme, nach denen die Landeshauptstadt München seit 2015 ihre Schulen plant. Sie ist damit ein zentrales Element der Münchner Bildungsbauoffensive, dem größten kommunalen Bildungsbauprogramm Deutschlands mit einem bisherigen Investitionsvolumen von über 9,4 Milliarden Euro. Neben dem Neubau von Gymnasien, Grund-, Mittel- und Realschulen sowie beruflichen Schulen, Kindertageseinrichtungen, Sportanlagen und Pavillonanlagen zählen zahlreiche Erweiterungen und Sanierungen von bestehenden Schulgebäuden und Kindertagesstätten dazu. Mittlerweile beinhaltet die Münchner Bildungsbauoffensive 105 Schul- und 96 Kitabauprojekte, von denen bereits über die Hälfte fertiggestellt sind.