Integrierte Leitstelle: Ausbildung als Disponent*in ab Herbst
Die Branddirektion bietet ab Herbst 2026 eine neue dreijährige Ausbildung zum*zur Disponent*in an. Damit will sie neue Zielgruppen ansprechen.
Feuerwehr öffnet weiteren Zugangsweg für Berufseinsteiger*innen
Die Feuerwehr München will künftig gezielt Interessent*innen für die Ausbildung zum*zur Disponent*in für die Integrierten Leitstelle ansprechen, die bisher nicht die nötigen Zugangsvoraussetzungen erfüllen konnten. Im Kreisverwaltungsausschuss des Stadtrats hat sie einen neuen Zugangsweg vorgestellt.
Die Branddirektion orientiert sich an anderen Standorten in Bayern und bietet ab Herbst 2026 zusätzlich zur zweijährigen Ausbildung zum*zur Betriebsassistent*in mit anschließendem feuerwehrtechnischen Vorbereitungsdienst auch eine dreijährige Variante der Ausbildung zum*zur Disponent*in ohne Übernahme in ein Beamtenverhältnis an. Dadurch deckt die Integrierte Leitstelle einen deutlich größeren Kreis potenzieller Bewerber*innen ab. Diese müssen nicht mehr zwingend EU-Bürger*innen sein und sich einem spezifischen Assessment-Center statt dem Sporttest für den Einsatzdienst unterziehen.
Auf der Webseite der Branddirektion finden Interessierte ab 15 Jahren aktuelle und detaillierte Informationen zu den Berufsbildern.
Vielfältigkeit der Gesellschaft noch stärker abbilden
Kreisverwaltungsreferentin Dr. Hanna Sammüller: „Durch die Öffnung des neuen Zugangswegs steigern wir nicht nur die Attraktivität für potenzielle Bewerber*innen, sondern bieten zugleich mehr Menschen die Möglichkeit, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten gewinnbringend bei der Branddirektion einzusetzen. Ich freue mich, dass wir so die Vielfalt innerhalb der Feuerwehr weiter stärken – denn unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Hintergründe machen uns leistungsfähiger und zukunftssicher.“
Wolfgang Schäuble, Leiter der Branddirektion München: „Viele Bewerber*innen scheitern bislang am anspruchsvollen Sporttest der Feuerwehr. Während dieser für den Einsatzdienst unverzichtbar ist, spielt er für die Tätigkeit in der Leitstelle nicht diese entscheidende Rolle. Dort stehen kognitive Fähigkeiten im Vordergrund, die im Rahmen spezieller Assessment-Center-Elemente geprüft werden können. Mit der Erweiterung unseres Ausbildungsangebots haben wir gezielt Menschen im Blick, die die Vielfalt unserer Gesellschaft besser widerspiegeln. Dass uns dies gelingt, verdanken wir auch der Tatsache, dass wir nicht an die strengen beamtenrechtlichen Voraussetzungen gebunden sind.“